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Kein gottloser Zusammenschluss

22. Mai 2014 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Statistiken belegen hohe Religionszugehörigkeit in der EU. Etwas mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an. Von Christiane Neuhausen (KNA)


Bonn (kath.net/KNA) Ist Europa noch ein christlicher Kontinent, oder lassen Säkularismus und/oder Islam das christliche Abendland untergehen? Die Statistik spricht für ersteres. Etwas mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an; die protestantischen Kirchen sind in ihren verschiedenen Ausprägungen ebenso vertreten wie die orthodoxen Kirchen. Muslime und Juden leben ihren Glauben in der EU ebenso wie zahlreiche andere religiöse Gemeinschaften.

Die katholische Kirche ist mit 273 Millionen Katholiken (Stand 2011) oder rund 54 Prozent der EU-Bevölkerung die größte Religionsgemeinschaft in der Europäischen Union. Fast alle lutherischen, reformierten und methodistischen Kirchen haben sich zur Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa zusammengeschlossen. Die sogenannte Leuenberger Konkordie, so ihr erster Name, vertritt fast 50 Millionen Mitglieder. Hinzu kommt noch die anglikanische Staatskirche von England mit rund 26 Millionen Getauften.


Die orthodoxe ist nach der katholischen und der evangelischen die drittgrößte christliche Konfession. In der EU gibt es acht selbstständige (autokephale) Kirchen: in Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Finnland, Polen, Estland sowie die der böhmischen Länder und der Slowakei. In Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Zypern sind sie die Mehrheitskirche. Aber auch Angehörige anderer orthodoxer Kirchen und altorientalischer Christen leben in der EU. Genaue Zahlen liegen nicht vor.

In der EU leben konservativen Schätzungen zufolge mindestens 13 Millionen Muslime. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland spricht gar von 22 Millionen. Die meisten Islamgläubigen gibt es in Frankreich; ihre Zahl wird auf sechs Millionen veranschlagt. In Deutschland soll es vier bis sechs Millionen Muslime leben. Das Islam-Archiv in Soest geht von 4,4 Millionen aus. Offiziellen Angaben zufolge gibt es in Großbritannien 2,7 Millionen Muslime, also knapp fünf Prozent der Bevölkerung. Auch in den Niederlanden findet sich eine größere muslimische Gemeinde. Nach letzten offiziellen Angaben von 2008 zählte sie 825.000 Mitglieder; die Zahl dürfte mittlerweile deutlich höher liegen.

Die Juden stellen eine kleine religiöse Minderheit in der EU dar. Auch in diesem Fall gibt es keine genauen Zahlen. Die größte Diasporagemeinde lebt in Frankreich: rund eine halbe Million, die meisten davon in und um Paris. In Großbritannien leben rund 300.000 Juden. In Deutschland vertritt der Zentralrat der Juden 101.300 Juden; einigen Schätzungen zufolge soll es ungefähr eine gleich große Zahl geben, die ihm nicht angehören.

Aufgrund seiner kolonialen Vergangenheit beheimatet Großbritannien EU-weit die größten Gemeinschaften der Hindus (817.000) und der Sikhs (423.000). Auch der Buddhismus ist vertreten; die Zahlen schwanken zwischen einer und vier Millionen. Zuwachs verzeichnen die sogenannten Konfessionslosen, also Menschen, die nicht einer religiösen Gemeinschaft angehören. Konkrete Zahlen zu diesem Phänomen für die EU gibt es nicht. Genannt werden 15 bis 17 Prozent, doch Genaueres ist nicht zu eruieren. Grundsätzlich sagt natürlich auch die Zugehörigkeit zu einer Religion nicht aus, ob und wie intensiv sie praktiziert wird.

Die meisten Zahlen beruhen auf Schätzungen, mit Ausnahme der katholischen Kirche. Die EU führt eigene Statistiken, die zu einer Vielzahl von Themen abgerufen werden können - mit einer Ausnahme: der Religionszugehörigkeit. Oft genug wissen Religionsgemeinschaften selbst nicht genau, wie viele Mitglieder sie vertreten, vor allem dann, wenn diese Gemeinschaften nicht zentral organisiert sind.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Chris2 22. Mai 2014 
 

KNA...

Seltsame Rechnung. Es geht doch überhaupt nicht um die Konfession oder Religion der Bürger (nix gegen vernünftige Atheisten!), sondern um die (Nicht-) "Wertvorstellungen" so mancher EU-Politiker und ihre immer aggressivere Politik (Gender, Sexualisierung der Kinder, starker Einfluß der Homo-Lobby, ideologisch einseitige "Anti-Diskriminierungsgesetze" etc.). Aber klar, daß auch die "K"NA sich irgendwie in den Wahlkampf einmischen muß...


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