Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

Bischöfe setzen bei Beschäftigung Andersgläubiger klare Grenzen

23. Mai 2014 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischöfe betonen, dass das katholische Profil der kirchlichen sozial-caritativen Einrichtungen gesichert werden müsse - Die Caritas ist mit mehr als 500.000 Beschäftigten der größte nichtstaatliche Arbeitgeber in Deutschland.


Bonn (kath.net/KNA) Die Beschäftigung von Nichtchristen in sozial-caritativen Einrichtungen der katholischen Kirche ist nach einer Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. In einem am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Schreiben betonen die Bischöfe unter Verweis auf das kirchliche Arbeitsrecht, das katholische Profil der Einrichtungen müsse gesichert werden. Zugleich stellt die Erklärung fest, dass es je nach Region und Auftrag der Einrichtung nötig oder sinnvoll sein könne, auch Menschen einzustellen, die einen anderen Glauben haben oder konfessionslos sind. Die Caritas ist mit mehr als 500.000 Beschäftigten der größte nichtstaatliche Arbeitgeber in Deutschland. «Andersgläubige Mitarbeitende können nur angestellt werden, wenn sie den kirchlichen Charakter einer Einrichtung anerkennen und ihn respektieren», heißt es in der Erklärung. Zugleich müsse sichergestellt werden, dass das Führungspersonal der jeweiligen Einrichtungen katholisch sei und das kirchliche Profil garantiere. Auch erzieherische Aufgaben dürften in der Regel nur von christlichen Mitarbeitern übernommen werden.


Klar gestellt wird ferner, dass andersgläubige Mitarbeiter auf keinen Fall in kirchlichen Einrichtungen für ihren Glauben werben dürfen. Auch die individuelle Religionsausübung während der Dienstzeit müsse mit den dienstlichen Erfordernissen in Einklang gebracht werden. «So darf beispielsweise das Tragen religiös oder kulturell motivierter Kleidung (z. B. einer Burka oder eines Gesichtsschleiers) nicht die für die christliche Arbeit essenzielle Zuwendung von Angesicht zu Angesicht verhindern.»

Die Bischöfe reagieren mit ihrer Positionsbestimmung darauf, dass immer mehr Einrichtungen der Caritas und anderer kirchlicher Träger - darunter Krankenhäuser, Pflegeheime, Sozial- und Beratungsdienste - Menschen ohne Konfession oder anderer Glaubensrichtungen beschäftigen. In der Erklärung, die als Ordnungsrahmen für die 27 katholischen Diözesen gedacht ist, verweisen die Bischöfe etwa darauf, dass katholische Einrichtungen in Ostdeutschland zahlreiche konfessionslose Mitarbeiter beschäftigen. In den westlichen Ballungsräumen hingegen lebten viele Muslime und Angehörige anderer Religionen.

Die Bischöfe betonen zugleich, dass anders- oder nichtgläubige Mitarbeiter eine Bereicherung für katholische Einrichtungen sein könnten. Auch könnten insbesondere Beratungsangebote für Migranten davon profitieren, wenn die Caritas Menschen mit Migrationshintergrund beschäftige. Die Bischöfe mahnen die kirchlichen Arbeitgeber, die besonderen Anforderungen an nicht-christliche Mitarbeiter in Auswahlgesprächen zu benennen und schriftlich festzuhalten. So müsse deutlich gemacht werden, dass solche Mitarbeiter nur begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten hätten und Einschränkungen bei der religiösen Betätigung am Arbeitsplatz unterlägen.

Die Beschäftigung nicht-christlicher Mitarbeiter in Kinderhorten und Kindertagesstätten ist laut Erklärung «nur im Einzelfall sinnvoll», weil diese Einrichtungen «kindgerechte Orte des Glaubenlernens» seien. Auch eine Beschäftigung von Nicht-Katholiken in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung halten die Bischöfe für «in der Regel nicht möglich», weil es dort häufig um Fragen nach dem Sinn des Lebens, Leid, Schuld und Sterblichkeit gehe. Anders sieht es laut Erklärung in der Schuldner-, Sucht-, Migrations- oder allgemeinen Sozialberatung aus, die von lebenspraktischen und sozialrechtlichen Fragen geprägt seien.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Caritas

  1. Caritas Internationalis im Leitungsgremium des linken Weltsozialforums
  2. Belgische Caritas setzte pädophilen Priester in Zentralafrika ein
  3. Caritas möchte 10.000 Euro im Monat pro Migrant für Betreuung
  4. Die Caritas und die Fakten
  5. Caritas-Twitter-'Jubel' über umstrittenes Gerichtsurteil - UPDATE!
  6. 'Wir brauchen eine Praxis des religiös-existenziellen Helfens'
  7. Caritas: Menschen flüchten wegen Armut und fehlender Perspektiven
  8. Über Trägervielfalt und Lebensschutz
  9. Caritas organisiert Ramadan-Essen in Catania
  10. Wunderbare Geldvermehrung: Gläubige erhalten 500-Dollar-Schecks







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  3. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  4. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  5. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  6. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  7. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  8. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  9. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  10. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  11. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  12. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  13. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  14. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  15. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz