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CSU-Politiker: 'Skandalöses Schweigen' deutscher Islamverbände

6. August 2014 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Evangelische Arbeitskreis/CSU Oberfranken: Zentralrat der Muslime schweigt zu Massenmorden an Christen und Jeziden im Nahen Osten, aber kritisiert lautstark, dass christlicher Schützenverein keinen Muslim als Schützenkönig akzeptiert - UPDATE


Selb (kath.net/pm) „Es herrscht ein skandalöses Schweigen des Zentralrats der Muslime wie anderer Islamverbände in Deutschland zum Abschlachten von Christen und Jeziden und der Zerstörung von Kirchen durch ISIS und andere radikale Moslems im Irak. Gleichzeitig rügt der Zentralrat der Muslime lautstark, dass ein christlicher Schützenverein keinen Muslim als Schützenkönig akzeptiert. Das ist unerträglich und skandalös.“ Diese scharfe Kritik übte der Evangelische Arbeitskreis/EAK der CSU Oberfranken am Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), wie durch eine Presseaussendung bekannt gemacht wurde. Der evangelische Theologe und EAK-Bezirksvorsitzende Jürgen Henkel (Selb) erklärt dazu weiter: Im Irak seien Christen nicht erst seit dem Vormarsch der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) Anschlägen muslimischer Extremisten ausgesetzt. „In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 118 katholische, orthodoxe und evangelische Kirchen angegriffen, zerstört oder beschädigt: 45 in Bagdad, 64 in Mossul, acht in Kirkuk und eine in Ramadi. Mossul wird von ISIS als ‚christenfreie Zone‘ erklärt. Zu diesem religiösen Genozid hört man nichts von den Muslimverbänden in Deutschland.“ Doch die deutsche Öffentlichkeit habe ein Recht darauf zu erfahren, welche Haltung die Muslimverbände in Deutschland gegenüber den Massenmorden an Christen und Jeziden im Nahen Osten einnehmen.

Politik und Gesellschaft und auch manche Kirchenvertreter seien nach Einschätzung Henkels aufgefordert, „von früheren Multikultiphantasien Abstand zu nehmen und die Haltung des Wegschauens aufzugeben. Gewaltbereite Islamisten in Deutschland und im Nahen Osten müssen genauso geächtet werden wie Rechtsextremisten. Die Muslime in Deutschland und ihr Zentralrat bleiben aufgefordert, sich zuerst für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den muslimischen Ländern weltweit einzusetzen und sich von Gewalt gegen Christen und Jeziden im Nahen Osten deutlich zu distanzieren, bevor sie in Deutschland und in der EU ständig weitere Rechte einklagen.“

Anmerkung der Redaktion:
Der Zentralverband der Muslime in Deutschland hat sich gemäß Pressemeldung vom 31.7.2013 vom Vorgehen der ISIS distanziert. Vorsitzender Aiman Mazyek sagte wörtlich: „Die Vertreibung der irakischen Christen durch die terroristische ISIS ist ein Akt des Unrechtes, ist gegen den Islam, verstößt gegen internationales Recht und gegen die Menschlichkeit.“ Mazyek erläuterte weiter: “Mitmenschlichkeit und Solidarität mit Menschen in Not sind essentielle Charaktereigenschaften des Menschseins. Sie sind darüber hinaus zentrale Lehren der abrahamitischen Religionen. Ein Jude, Christ oder Muslim sollte diese Lehren seiner Religion weder einem tagespolitischen Zeitgeist, noch einer falsch verstandenen Verbundenheit mit Glaubensgeschwistern, die ein eklatantes Unrecht begehen, unterordnen. Mitmenschlichkeit und Solidarität sind keine Werte, die nur einseitig eingefordert werden können. Wer Frieden will macht diese Werte zum allgemein verbindlichen und verpflichtenden Maßstab, an dem wir uns alle - Juden, Christen und Muslime - messen lassen müssen, wann und wo auch immer Menschen in Not geraten."


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