Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  2. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Papst in Buchbeitrag: Corona lässt Leben neu auf Gott ausrichten
  6. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  7. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  8. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  9. Die Welt heilen
  10. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  11. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  12. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  13. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  14. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  15. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an

Domine, non sum dignus!

15. Oktober 2014 in Kommentar, 52 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


BRIEFE aus SIENA: kath.net-Mitarbeiterin Victoria Bonelli schreibt an Persönlichkeiten der katholischen Kirche. Diesen Monat an den emeritierten Kurienkardinal Walter Kasper.


Siena/Wien (kath.net)

Hochwürdigster Kardinal Kasper, 


ich bin über 50 Jahre jünger als Sie, frisch verheiratet, und studiere Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. Schon länger trage ich den Wunsch mit mir herum, Ihnen zu schreiben, da auch ich die mediale Aufregung rund um Ihre kirchlichen Aussagen besorgt mitverfolgt habe. Nicht um Sie theologisch zu belehren, diese Bildung und Position habe ich bei Gott nicht, aber um Ihnen ein wohlwollendes Feedback von der katholischen Basis zu geben. Bei der gestrigen Sonntagsmesse entschloss ich mich dann endgültig dazu, denn da kam es zu einer denkwürdigen Begebenheit.

Gestern hörten wir im Evangelium ja vom Gleichnis des Königs, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitet. Er schickt seine Diener, die eingeladenen Gäste zu holen, doch die haben kein Interesse zu kommen und formulieren die verschiedensten Ausreden. Darauf befiehlt der König den Dienern alle einzuladen, die sie auf der Straße antreffen. So füllt sich der Hochzeitssaal. Jetzt wird’s dramatisch: Als der König den Saal betritt, sieht er einen Mann, der kein Hochzeitsgewand trägt. Der König stellt ihn verärgert zur Rede, doch dieser wusste darauf keine Antwort. Da ließ ihn der König in die „äußerste Finsternis“ werfen, mit der abschließenden Bewertung Jesu, der das Gleichnis erzählt hat, quasi als Moral der Geschichte: „Denn viele sind gerufen, aber nur wenige sind auserwählt“. (Mt 22,1-14)

Anschließend legte der Priester in der Predigt voll Liebe aber auch in großer Klarheit dieses Gleichnis in Hinblick auf die Eucharistie aus. So sprach er davon, dass Gott uns einlädt, mit Jesus die Hl. Messe zu feiern. Viele von den geladenen Menschen haben aber Ausreden, warum sie am Sonntag nicht zur Messe gehen. Und dann gibt es aber welche, die doch zur Messe kommen, aber die Kommunion „ohne Hochzeitsgewand“, also nicht im Stand der Gnade empfangen wollen. Der Priester erklärte: Man befindet sich im Stand der Gnade, wenn man alle schweren Sünden vollständig gebeichtet hat. Und bei diesem Punkt der unveränderlichen kirchlichen Lehre kam Unmut im Volk auf und einige Leute verließen entrüstet die Kirche.


Die verbitterten und empörten Gesichter dieser armen Menschen haben mich sehr erschrocken und gleichzeitig nachdenklich gemacht. Das war so unangenehm aggressiv, aber auch so ...verletzt. Ich kenne diese Menschen nicht persönlich, aber ich interpretiere, dass sie sich nicht dafür interessieren, was sie tun müssen um die heilige Kommunion würdig zu empfangen, sondern sich darüber entrüsten, dass ihnen irgendwer Bedingungen zu stellen wagt, bevor sie auch da „dabei“ sein können. Denn für sie gehört der Kommunionempfang wahrscheinlich zum sporadischen Messbesuch dazu wie das Amen im Gebet, ohne den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen groß zu reflektieren. Aber die Realpräsenz des Gottessohnes in der Materie des Brotes ist für sie wahrscheinlich schon lange in die Gegend von Ammenmärchen gerückt, die die Priester ihrer Meinung nach wohl selber nicht mehr ganz glauben. Für die Eucharistie sein Leben zu lassen wäre für diese Menschen ein klarer Fall von verquertem, verdrehtem religiösen Fanatismus. Und einer, der aus Ehrfurcht zuerst die Versöhnung mit Gott im Beichtstuhl sucht, ist für sie wohl ein skrupulanter, selbstunsicherer Neurotiker der von seinem Über-Ich gepeinigt wird.

Ein befreundeter Priester erzählte uns kürzlich von Kinderbeichten, in denen ihm „gebeichtet“ wurde: „Ich kann sehr gut Fußball spielen, kümmere mich brav um meinen Hund und bin lieb zu meiner kleinen Schwester“. Denn die Religionslehrerin kam auf die brillante Idee, dass die kleinen Erstkommunionsanwärter mal ihre positiven Seiten hervorheben und die böse Kirche nicht immer auf den Schwächen der Menschen herumhacken sollte.

Viele Menschen erachten sich heute prinzipiell für „würdig“, egal, wie sie ihr Leben vorher gelebt haben und sie haben NICHTS zu bereuen. Und Gott und seine Kirche haben schon gar nicht die Autorität, ihnen Vorwürfe zu machen oder gar irgendetwas zu fordern. Hier ist die verhärtete Haltung des traurigen „non serviam!“ mit Händen greifbar. Ich hörte mal von einer Pastoralassistentin, die die Kirchengemeinde anwies, nicht mehr zu sagen „Herr ich bin nicht würdig, dass Du eingehst...“ sondern eben „Herr ich bin würdig...“ Das ist schrecklich, weil diesen armen Menschen damit die Gottesbeziehung abhanden kommt und sie vereinsamen – und verbittern. Ich kenne keine Befürworter solch einer „Theologie“, die nicht verbittert wären. Ein selbstgebastelter Gott, der nur mehr Hampelmann der eigenen „Bedürfnisse“ ist und keine moralischen Forderungen mehr stellen darf, an denen der Mensch wachsen kann, ist eine leblose Marionette, kein starker Schöpfergott der mich trägt und im Dasein erhält. Und damit ist die erhebende Gottesbeziehung zum traurigen Selbstgespräch degradiert.

Hochwürdigste Eminenz, lieber Kardinal Kasper, die meisten Leute um uns an der katholischen Basis haben keinen Sinn und Ehrfurcht vor der Eucharistie. Sie wissen nicht mehr was das ist, weil die „Pastoral“ schon lange um weit weniger wichtige Dinge kreist. Glauben Sie mir bitte, hier unten würden viele nicht mehr für die konsekrierte Hostie das Leben geben, wie Sie das seit Ihrer Kardinalsernennung mit dem Märtyrerrot bekennen. Viele auf der Straße wissen gar nicht mehr, dass die Eucharistie für uns Katholiken das Zentrum unseres Glaubens ist und dass man sich innerlich vorbereiten muss (JEDER!!!), um sie würdig zu empfangen.

Als ich unlängst im Firmunterricht die Beichte erklärte, erzählte ein Mädchen, eine fromme Ministrantin, eine tragische Begebenheit: als sie sich der Wichtigkeit der Eucharistie bewusst wurde, beschloss sie, vor der nächsten Kommunion lieber beichten zu gehen. Als Messdienerin signalisierte sie dem Kommunionspender (einem Laien) in der Messe, dass sie diesmal nicht kommunizieren wollte. Der reagierte überrascht und stellte sie prompt nach der Messe zur Rede. Er fragte sie tatsächlich, was sie denn gegen ihn hätte, dass sie nicht bei ihm kommunizieren wollte. Wie traurig! Da versteht ein außerordentlicher Spender selbst offensichtlich nicht mehr, was bzw. WEN er da in der Hand hat. Und stellt sich dadurch selbst – völlig zu Unrecht – in den Mittelpunkt des Geschehens...

Sie fragen in Ihrem oft zitierten „Evangelium von der Familie“: „Aber wenn ein geschiedener Wiederverheirateter [...] Verlangen nach den Sakramenten als Quelle der Kraft in seiner Situation hat – müssen und können wir ihm dann nach einer Zeit der Neuorientierung das Sakrament der Buße und die Kommunion verweigern?“ Nun, wenn er Verlangen nach dem Sakrament hat WEIL das Sakrament Jesus Christus in Person ist, den er hier empfängt, dann wird er sicherlich bereit sein, zu beichten und in Zukunft enthaltsam zu leben. Der heilige Johannes Paul II formuliert in Familiaris consortio: „...wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen - zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder - der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind". Aber ich fürchte, dass viele nur ein vages „Verlangen nach den Sakramenten“ haben um dazuzugehören, normal zu erscheinen oder ganz simpel, es als Affront empfinden, dass sie sich auch nur ein bisschen ändern müssten. Und bei denen sollten wir doch besser mal beim eucharistischen Verständnis anknüpfen, denke ich...

Ihre ergebene
Victoria Bonelli

Briefe aus Siena erscheinen regelmäßig auf kath.net. In einer Anlehnung an die berühmten Schriften der Hl. Katharina von Siena schreibt kath.net-Mitarbeiterin Victoria Bonelli hier an ausgewählte Persönlichkeiten der Kirche. Die Briefe erscheinen exklusiv auf kath.net und werden auch auf dem Postweg an die Adressaten übermittelt. Copyright der Texte by kath.net!





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Fuchsele 20. Oktober 2014 

Hervorragend ....

auf das Wesentliche hingewiesen. Danke, sehr schön geschrieben.


2

0
 
 mirjamvonabelin 17. Oktober 2014 
 

Sie haben recht

@Marcoman
Den Altarraum, und überhaupt die Kirche sollte man mit Respekt und Ehrfurcht betreten.
Aber die KommunionhelferInnen möchte ich nicht im Talar sehen, ich möchte überhaupt KEINE KommunionhelferInnen sehen, viel lieber würde ich eine Stunde oder länger warten bis der Priester die Kommunion an alle austeilt.


4

0
 
 Marcoman 17. Oktober 2014 

Gut gefasst!

Ein guter, ohne jede Polemik gefasster Beitrag! Möge er Gehör finden! Ich darf hinzufügen, dass wir auch gerne heutzutage den Altarraum mit mangelndem Respekt betreten, allen voran unsere KommunionhelferInnen, die sich mit abgenützten, bisweilen regennassen Straßenkleidern an den Altar hinstellen, um das heilige Sakrament in Empfang zu nehmen. Vor einer Stunde standen sie genau so am Zeitungskiosk, um das Sonntagsblatt abzuholen. Ist doch der gleiche Vorgang (!?!). Das Mindeste wär doch, sich vorher andächtig in der Sakristei in einen Talar umkleiden. Sie sind DienerInnen am Hochzeitsfest des Herrn.


4

0
 
 Spondeo 15. Oktober 2014 
 

Was für ein schöner Artikel,was für ein hoher Anspruch an sich selbst! Ein wunderbares Zeugnis des Glaubens. Gott behüte die Autorin.


8

0
 
 theostudent 15. Oktober 2014 

Die Kirche lebt!

"Lass dich nicht ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Wer Gott hat, das hat alles. Gott allein genügt. " (hl. Theresa von Avila)

Als ich diese Worte heute Morgen gelesen habe, dachte ich an unsere Diskussionen hier im Kathnet und plötzlich empfand ich große Freude. Nicht Freude darüber, wie und worüber wir hier diskutieren, sondern Freude darüber, dass wir es überhaupt tun!! Ja- wir tun es mit Engagement und Enthusiasmus! Manchmal rational, manchmal emotional. Aber uns alle verbindet unsere Liebe und Treue zu unserem Glauben! Es würde mich freuen, wenn jeder der das jetzt liest ein kleines Gebet für alle Engagierten Katholiken zu unserem Herrn schickt und ihm sagt:"Ja Herr, wir sind immer noch da! Wir preisen Dich und Danken Dir für diese Gnade."
So - das musste ich Ihnen/Euch einfach mal mitteilen. (Jetzt können wir gerne weiterdiskutieren. )


6

0
 
 Eremitin 15. Oktober 2014 
 

Frau Bonelli ist nicht nur eine sehr kluge

und theologisch gebildete junge Frau, sondern auch eine sehr schöne, mit ganz reinen Augen. Da sieht man, dass ihr Lebensstil mit ihrem Inneren konform geht.
Es sind in der tat verschwindend wenige WiVeKs ,denen der Kommunionempfang wirklich wichtig ist und die sich genau an das halten, was Lehre der Kirche ist...einige , die noch praktizieren gehen zur Kommunion, weil sie das " mit ihrem gewissen" vereinbaren und kein Priester nachfragt, die meisten haben sich schon vor der Scheidung der Kirche entfremdet. Aber dieses "Problem" wird so aufgeputscht, das einem übel wird.
Von Ehelebén vor der Ehe, fehlender Beichte und Unglauben bei den Synodalen kaum die Rede. Übrigens auch die geistliche Kommunion wirkt nur in der Gnade. Nicht gebeichtete Sünden schließen auch von dieser Gnade aus.
Damit widerspreche ich einigen Bischöfen!


9

0
 
 benedetto05 15. Oktober 2014 
 

0,1%-Anteil stimmt letztlich doch!!!

@Weinberg
Ich habe, nochmal nachgedacht und Sie haben natürlich Recht, wenn man das Problem
wirklich nur von den Zahlen her betrachtet. Aber im tiefsten Wesenskern haben trotz-
dem nicht Recht.

Ich stimme Ihnen zu, dass es rein mathematisch ganz klar ein Denkfehler ist, wie ich
den 1%-Anteil an den praktizierenden Katholiken auf einen 0,1%-Anteil an der Gesamt-
katholikenzahl übertragen habe.

Aber, berücksichtigen Sie bitte auch, dass der Schmerz, nicht die Kommunion empfangen zu dürfen, nur von den praktizierenden Katholiken, die geschieden und
wiederverheiratet sind, glaubhaft angemahnt werden kann. Die WvG, die sowieso nicht
in die Messe gehen, für die ist doch die traditionelle Regelung (also Nichterlaub-
nis Sakramentenempfang)überhaupt kein Verlust und kein Schmerz!

Daher kann auch weiterhin gesagt werden: der Anteil der WvG an der Gesamtkatholiken-
zahl in Deutschland, für die das Verbot des Kommunionempfanges ein Schmerz ist, be-
trägt nur 0,1%.

Aber danke für den Einwand


4

0
 
 speedy 14. Oktober 2014 
 

ich wünsche mir mehr junge menschen wie Frau bonelli, Gottes Segen für das frisch verheiratete paar!


11

0
 
 Victoria-Fan 14. Oktober 2014 
 

@theostudent

Denkfehler! Nicht derjenige hat recht, der älter ist sondern der, der die besseren Argumente und die schärferen Gedanken hat - wie in diesem Fall Frau Bonelli. Dass sie noch nicht 80 ist kann doch bitte kein Argument sein!


11

0
 
 Zwerg 14. Oktober 2014 
 

@Aventin

volle Zustimmung!!

Die Werke der Barmherzigkeit bestehen auch darin, zu "belehren" - das bedeutet anderen die heilbringende Lehre zu schenken.


8

0
 
 Weinberg 14. Oktober 2014 
 

@ Benedetto05

Sie kommen "nach Adam Riese" zu dem Ergebnis, dass der Anteil der WvG an der Gesamtheit der Katholiken nur 0,1 % beträgt. Ihre Rechnung ist jedoch vom Ansatz her unlogisch und grundfalsch. Denn sie setzt voraus, dass es unter den 90 Prozent nicht praktizierenden Katholiken überhaupt keine wiederverheirateten Geschiedenen gäbe. Bekanntlich liegt aber die Scheidungs-Quote und der Anteil der Wiederverheirateten bei den nicht praktizierenden Katholiken höher als bei den praktizierenden. Da die nicht praktizierenden K. 90 % ausmachen, muss die Quote der WvG bei den Katholiken insgesamt deutlich höher als 1 Prozent sein. Beim Fragebogen-Rücklauf der Erzdiözese München wurde wurde die Quote der WvG auf 10-30% geschätzt. 10% dürften es wohl schon sein. Ich konnte keine offiziellen staatlichen u. kirchlichen Statistiken zur Quote der geschiedenen zivil wiederverheirateten Katholiken finden. Vielleicht hat aber unter den Foristen jemand Zugang zu belastbaren Daten und kann diese mitteilen.


0

0
 
 Aventin 14. Oktober 2014 
 

@theostudent

Mit ihrem Kommentar unterstellen Sie allen, die die kirchliche Ehelehre verteidigen, herzenshart und unbarmherzig zu sein. Damit war dann nach Ihrer Auffassung auch Johannes Paul II. Hartherzige und unbarmherzig. Glauben Sie nicht das diejenigen, die jetzt die Lehre det Kirche durch pastorale Praxis gegenstandslos machen wollen, in Wirklichkeit nicht barmherzig sondern nur gleichgültig sind?


8

0
 
 C.S.Lewis 14. Oktober 2014 

Lebenserfahrung

@theostudent
Das mit den 50 Jahren Lebenserfahrung sagt nichts über eine wahre Einschätzung der Realität aus. Manchen Bischöfe leben schon in einem Elfenbeinturm, dialogisieren immer mit den lautesten Schreiern (was im Normalfall nicht die treuen Katholiken, von manchen als fundamentalisten verschrien sind) und wollen nur allzu gern, das bei Visitationen vorgegaukelte Bild, dass die Pfarren ja noch bis ins Mark katholisch sind (da alles, was irgendwie Rang und Namen hat aufläuft) glauben. Dann wird bei offiziellen Veranstaltungen, wo einfache Gläubige vielleicht die Gelegenheit hätten, mit dem Bischof zu sprechen, dessen Redezeit und die Zeit für Fragen so kurz bemessen, dass ohnehin kein echter Austausch zustande kommt. Als Pfarrgemeinderatsobfrau habe ich schon öfter mit Bischöfen zu tun haben dürfen. Nur 1x ist mir ein echter Hirte begegnet, der sich für meine Seele, meine Familiensituation interessiert hat und mir Wegweisung gab, statt sich mit Smalltalk und Anekdoten aufzuhalten.


5

0
 
 Rosaire 14. Oktober 2014 

"Böse und Gute"

Die Auslegung des Sonntagsevangeliums, die hier als Grundlage der Argumentation genommen wird, kann - aus Gründen, die im Text selbst stehen! - so nicht stehen gelassen werden: Im Evangelium steht ausdrücklich, dass "Gute und Böse" eingeladen werden, aber nur einer das unpassende Gewand trägt und deshalb ausgestoßen wird. Sollte das Hochzeitsgewand wirklich die "weiße Weste" sein, dann wären doch alle Bösen hinausgeworfen worden. Aber offentsichtlich ist mit dem passenden Hochzeitsgewand nicht der moralische Zustand der Gäste gemeint.


5

0
 
 Antonius Bacci 14. Oktober 2014 
 

Kannte Jesus bedingslose Barmherzigkeit?

Eine Frage, die man in dieser Thematik einwerfen sollte, ist: Kannte Jesus bedingslose Barmherzigkeit oder war diese nicht vielmehr an den Willen zur Umkehr aus der Sünde geknüpft? Jesu Begegnung mit der Ehebrecherin scheint hier exemplarisch zu sein. So wäre m. E. auch der Umgang Jesu mit Homosexuellen vorstellbar, auch wenn wir hier keine Überlieferung haben. Man kann sehr wohl an der Liturgie teilnehmen, aber nicht zur Kommunion gehen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Problem nicht sehe. Nicht nur in der Alten Kirche war dies eine Grundüberzeugung, dass Sünder nicht zur Kommunion zugelassen sind. Voraussetzung ist die Umkehr, und das ist gute "jesuanische" Praxis. Oder etwa nicht?


13

0
 
 Angelika 14. Oktober 2014 
 

@Hörbuch

"Das war doch der Stein des Anstoßes und war sicher auch bekannt."
Wenn DAS bekannt war (was aus dem Artikel nicht eindeutig hervorgeht), dann kann der Priester es natürlich weitergeben.

Für mich war aber nicht DAS der Stein des Anstoßes, sondern das Weitererzählen dessen, was das Kind *gebeichtet* hat. War es denn wirklich nötig, das zu erzählen? Hätte nicht auch ein allgemein gehaltener Bericht gereicht, um auf die skandalöse Haltung der Religionslehrerin hinzweisen?


2

0
 
 Diasporakatholik 14. Oktober 2014 
 

priester müssen bei falschen Erstbeichtvorbereitungen korrigierend eingreifen

Wenn wie in dem Bericht von Frau Bonelli beschrieben solche Missstände bei der Erstbeichtvorbereitung durch eine Religionslehrerin oder Katechetin vorkommen, ist der vorgesetzte Pfarrer aber auch jeder andere mit der betr. Person zusammenarbeitende Priester zumindest zu einem korrigierenden Personalgespräch aufgefordert. Keinesfalls darf ein "weiter so wie bisher" nach dem Laissez-Faire-Prinzip (=Larifari!) zugelassen werden.
Wenn das alles nichts hilft, muss der für das Seelenheil seiner Gläubigen verantwortliche Priester den Erstbeichtunterricht anders organisieren und notfalls in die Eigenen Hände nehmen!


12

0
 
 Null8fünfzehn 14. Oktober 2014 
 

@louisms

1) die Auslegung der Schrift war gar nicht der Punkt, den Bonelli so treffend gemacht hat, sondern die verbitterte Reaktion auf eine Darlegung der unveränderlichen Lehre der Kirche
2) Sie wissen doch sicherlich, dass die Schrift immer in mehreren Dimensionen ausgelegt werden kann, und somit Ihr Alleinanspruch auf die "richtige" Auslegung definitiv nicht katholisch und damit falsch ist.
3) bei diesen beiden gravierenden Punkten kommt bei mir der Verdacht auf, dass Sie gar nicht verstehen wollen, was Bonelli da so beeindruckend entwickelnd hat


11

0
 
 theostudent 14. Oktober 2014 

Mit 50 Jahren weniger Lebenserfahrung hat man auch 50 Jahre weniger Lebensrealität mitbekommen. Ich habe allergrößte Hochschtung vor den Synodenvätern, die Rennen, dass man Leid nicht durch neues Leid wieder gut machen kann. Das Hochzeitsgewand in der Sonntagsprdigt bedeutet Liebe und Barmherzigkeit in sich zutragen und zu leben. Wer treu zur Kirchenlehre lebt, aber Herzenshärte in sich trägt, der hat kein Hochzeitsgewand an.
Ich halte den Zwischenbericht für sehr hoffnungsvoll. Er gibt denen ( auch wenn es nur 0,1% der Katholiken sind) die trotz ihrer zerfahrenen und teilweise unumkehrbaren Lebenssituation endlich Hoffnung auf die Barmherzigkeit der katholischen Kirche.


4

0
 
 louisms 14. Oktober 2014 

Kurzschluss in der Schriftauslegung

Die Messe ist nicht das Reich Gottes, welches im Gleichnis gemeint ist.
Und das hochzeitliche Gewand wird meist mit den notwendigen guten Früchten in Tat und Wahrheit verglichen, während eine rein formale bequeme Zugehörigkeit nicht genügt
Bei den Früchten aber wird sich gemäß Mt 25 zeigen, dass viele "Herr, Herr" - Schwätzer die letzten sein werden, während die in Tat und Wahrheit Liebenden (auch in manchen Patchwork Familien)die ersten sein werden.


3

0
 
 benedetto05 13. Oktober 2014 
 

Schon von den Zahlen her - ein Unding

Wie vor einiger Zeit der Brief an Ackermann,so ist auch das Schreiben an Kasper ganz ausgezeichnet, weil er die Problematik auf den Punkt bringt.
In diesem Zusammenhang sei nochmal erwähnt, was Kardinal Brandmüller neulich in einem Interview gesagt hat: die WvG sind mit 1% Anteil an den praktizierenden (!) Katholiken, das bedeutet nach Adam Riese 0,1% an der Gesamtkatholikenzahl, mehr
als eine absolute Minderheit. Wobei ich bei dieser Rechnung von Deutschland aus-
gehe, wo relativ aktuelle Zahlen zeigen, dass nur noch 10% der Katholiken prak-
tizieren. Oder anders gesagt: für 90% der deutschen Katholiken ist Feiern am Samstagabend bis in die Puppen, Ausschlafen am Sonntag, Brunchen, irgendwelchen Hobbys nachgehen etc. wichtiger als das Sakrament der Eucharistie.

Zurück zur absoluten Minderheit: ich kann, schon von den Zahlen her, dijenigenen Hirten nicht verstehen, die es in Kauf nehmen, deshalb die Lehre der Kirche aufzuweichen. Die Brennpunkte sind ganz andere in unserer Kirche!


9

0
 
 gebsy 13. Oktober 2014 

Könnte das gemeint sein?

"Betet, um nicht in Versuchung zu geraten" ist die Empfehlung des Herrn; darf davon abgeleitet werden:
"Bete wenigstens in der Versuchung, um GOTTES HILFE zu erfahren und nicht sündigen zu müssen"?
Ist es nicht unser einziger Verdienst, auf Gottes Hilfe (durch den Schutzengel) zu vertrauen, wenn uns die Versuchung lockt?
Aus dieser erlebten Hilfe wächst die LIEBESREUE, wenn uns die Sünde wieder passiert.
Diese Liebesreue bittet um die VERSÖHNUNG im Sakrament der Buße.
Das Geschenk der Versöhnung führt zur Anbetung des Eucharistischen Herrn.
Den Höhepunkt christlicher Berufung bildet die VEREINIGUNG mit dem Geopferten und Auferstandenen in der (geistigen) Kommunion bei der Messfeier.
Daraus wächst die Dankbarkeit für JEDEN PRIESTER ...


3

0
 
 Victoria-Fan 13. Oktober 2014 
 

Starke Frau

Solche ausgewogenen, sanften aber gleichzeitig auch unerschrocken starken Worte. Deo gratias, was wir für Frauen in unseren Reihen haben!!


20

0
 
 bellis 13. Oktober 2014 

Kommuniongang

In einer Kirche in Berlin mit ca. 40 Mitfeiernden der Hl. Messe gingen nach diesem Evangelium erstmals 7 Personen nicht zum Kommunionempfang, hoffentlich ist dies ein Anfang!


15

0
 
 serafina 13. Oktober 2014 
 

SUPER - Ewiges "Vergelt's GOTT"

Ob Paulus in diesem Falle auch sagen würde: "Das Weib schweige in der Gemeinde"?
Heute wäre es vielleicht manchmal besser, wenn der eine oder andere Priester/Bischof/Kardinal schweigen würde.


12

0
 
 nicodemus 13. Oktober 2014 
 

Danke - Victoria Bonelli - sehr schön!


11

0
 
 benefranz 13. Oktober 2014 
 

Liebe Frau Benelli, danke!!

Es stimmt wirklich was nicht an der kath. Basis und ich hoffe, daß Ihr großartiger Brief auch bei den Hirten "ankommt", die vor lauter Würde träger geworden sind..

Wenn alle an die Kommunionbank rennen, aber kaum noch einer beichtet, ist wirklich was kaputt und oft nur noch "Kirchenvolkbegehren" plus eines gewissen "Gruppendruck zum Hostienempfang".

Ich lernte noch: Wer den Leib Christi nicht unterscheidet -- der ißt und trinkt sich das Gericht. Das ist keine Drohbotschaft, sondern der dringende Appell, sich der Heiligkeit des Geschehens bewußt zu werden.

Nochmals, meinen Respekt für diesen guten Brief, Frau Benelli. Hoffentlich erfahren wir hier von einer adäquaten Antwort.


17

0
 
 gloriosa 13. Oktober 2014 
 

Dieser Brief aus Siena

bringt es auf den Punkt.
Alles dies weiß sicher jeder Bischof und erst recht jeder Kardinal. Darum ist es schade, dass dieser Brief nicht als Hirtenbrief von Kardinal Kasper selbst kommt. Warum versteckt er sich hinter seinen populistischen Aussagen? In anderen Ländern vergießen unsere Glaubensgeschwister ihr Blut, weil sie dem rechten Glauben treu bleiben wollen. Warum nur haben unsere Hirten in Europa - vor allem auch im deutschsprachigen Raum - solch eine Angst vor den Medien und vor der sogenannten Mehrheitsmeinung?


24

0
 
 Bernade 13. Oktober 2014 
 

Kapitulation

Es ist offenbar immer wieder das Gleiche! Wenn ein Priester die Gläubigen darauf hinweist, dass nur der zur Hl. Kommunion gehen darf, der im Stand der Gnade ist, und dann erklärt, was das bedeutet, muckt die Gemeinde auf. Diese Haltung ist, wie ich hier lese, also nicht nur in meiner Diözese aktuell. Und wehe, in der Predigt ist mal die Rede vom Sterben in Todsünde oder gar der Hölle. Dann beschränken sich einige der Empörten nicht nur auf Missfallenskundgebungen, sondern verlassen gleich die Kirche. Ihren Protest drücken sie dabei durch lautes Fußstampfen aus. Wie kann man so verblendete Kirchgänger eigentlich noch erreichen? Mittlerweile habe ich Mitleid mit zahlreichen Priestern, die vor soviel Borniertheit kapituliert haben und sich bei allem, was Anstoß erregen könnte, zurückhalten. Aber das ist ganz gewiss nicht die Haltung, die der Herr von ihnen verlangt!


18

0
 
 waghäusler 13. Oktober 2014 
 

Kardinal Kasper müßte sich

wenn er den Brief liest wohl etwas beschämt vorkommen.
An der Stelle des Briefes,wo einige erbost die Messe verließen,wurde ich unwillkürlich an einen
Auszug aus dem Evangelium erinnert.
...den das Herz dieses Volkes ist hart geworden..
und die Schriftgelehrten sind schon sehr verwässert.


16

0
 
 Null8fünfzehn 13. Oktober 2014 
 

@GerogBer

Die Trennung vom Konkubinats-"Partner".


6

0
 
 Zwerg 13. Oktober 2014 
 

Mut der Märtyrer!!

"Glauben Sie mir bitte, hier unten würden viele nicht mehr für die konsekrierte Hostie das Leben geben, wie Sie das seit Ihrer Kardinalsernennung mit dem Märtyrerrot bekennen."

Mir erscheint Kardinal Kasper viel weniger mutig und bereit zum Martyrium als diese junge Frau, die so treffend den Finger in die Wunde längt!


10

0
 
 Elster 13. Oktober 2014 

Fels und Behutsamkeit!

Danke, liebe Frau Victoria Bonelli!

vielleicht kleine Ergänzung:
a) die Basis der Kirche denkt, empfindet und lebt, wie Sie es formulieren! Nämlich ganz senkrecht! Und sie ist die Trägerin der Kirche. - Was Sie natürlich ansprechen ist vielleicht die "Basis" einer "basisdemokratischen" Illusionsblase von Kirche ... puff .. die trägt nie, hat nie getragen und wird nie Fundament, Fels sein, auch wenn manche Kirchenfürsten das vielleicht meinen sollten wie zu allen Zeiten, ... wird aber nie tragen. Nie Basis sein! Daher wird auch der Papst nie unfehlbar ex kathedra etwas äußern, was auch nicht der Basis harter undverbrüchlicher Kern ist. Daher keep cool in der ganzen Debatte! Christus ist, war und bleibt immer der Eckstein, der der alles trägt! Er ist der erste und der letzte Stein im Haus voll Glorie, ...
b)Josefsehe. JPII logo. Und wer Gott liebt aus ganzem Herzen, mit all seiner Kraft, ... doch man und frau bedenke es ist auch ein Wachstum! Daher behutsame Pastoral! Gruß u Gottes S!


9

0
 
 GerogBer 13. Oktober 2014 

Diesen Satz aus dem Evangelium..

...für die Familie verstehe ich nicht:
"zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder - der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, sie sich verpflichten". Was ist mit "Verpflichtung zur Trennung" gemeint?


1

0
 
 Wiederkunft 13. Oktober 2014 
 

Kommunion

Danke, mutige Analyse! Kommunion für alle, da müssen sich ja die GwV ein bisschen ausgestoßen vor kommen. Die Probleme liegen tiefer. Alle die ohne Trauschein zusammen leben können genauso nicht zur Kommunion, auch alle die nie beichten gehen. In unserer Pfarre sind das keine 5% die das Sakrament der Beichte in Anspruch nehmen. Die Priester haben angst vor dem Volk Gottes die wahre Lehre zu verkünden. Alle gehören ermahnt ob sie sich würdig halten, bei jeder Messe!


18

0
 
 Eremitin 13. Oktober 2014 
 

wunderbar

herzlichen Dank für diese klaren , tief spirituellen und durchdachten Worte eines jungen Menschen über den Wert und die Würde der heiligen Eucharistie, dem größten Geschenk Gottes an uns Menschen.


22

0
 
 Null8fünfzehn 13. Oktober 2014 
 

@Hörbuch

es gibt ganz tolle Religionslehrer, aber viele scheinen wirklich politisch korrekt verblödet zu sein.
Ein solcher liebevoller und klarer Artikel mit Herz und gesunden Menschenverstand deckt diesen Missstand der Religionspädagogen und Pastoralspezialisten auf.


26

0
 
 Hörbuch 13. Oktober 2014 
 

Angelika

"Denn die Religionslehrerin kam auf die brillante Idee, dass die kleinen Erstkommunionsanwärter mal ihre positiven Seiten hervorheben und die böse Kirche nicht immer auf den Schwächen der Menschen herumhacken sollte."
Das war doch der Stein des Anstoßes und war sicher auch bekannt. Daran sieht man das fragwürdige Fundament unserer Religionslehrer/in.
Der Brief ist einerseits einfach nur großartig, andererseits traurig, daß es nötig ist, solche grundlegenden Wahrheiten unserem Klerus nahe zu bringen.


31

0
 
 Aventin 13. Oktober 2014 
 

Meine Messe gestern abend

war so ziemlich das Gegenteil derjenigen von Frau Bonelli. Der Priester ging einmal darauf ein, dass in dem Evangelium Boese und Gute zum Hochzeitsmahl geladen sind. Um das Ende desselben verstand er, mit viel Geschick herumzupredigen.


13

0
 
 Dottrina 13. Oktober 2014 
 

Super!

Das ist total klasse. Wunderbar formuliert und vor allem - wie wahr! Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Briefes.


32

0
 
 Null8fünfzehn 13. Oktober 2014 
 

@mirjamvonabelin

"Ja, man kann nur Wow! sagen weil man einfach sprachlos ist, ja, es hat mir wieder einmal gezeigt, die Jungend wird es besser machen. Sie ist nicht von den 68ziger verseucht."
Genau! Die Wahrheit lässt sich nicht zum schweigen bringen, und wenn die Kleriker schweigen dann schreien die Steine (Lk 19,40), oder, wie in diesem Fall, die schönen katholischen Frauen.


24

0
 
 mirjamvonabelin 13. Oktober 2014 
 

Ja, man kann nur Wow! sagen

weil man einfach sprachlos ist, ja, es hat mir wieder einmal gezeigt, die Jungend wird es besser machen. Sie ist nicht von den 68ziger verseucht.

@Angelika
Der Priester hat kein Beichtgeheimnis gebrochen, er hat keine Namen gennant und auch keine Orte.
Wir als Menschen sind auf Beispiele angewiesen, gute und schlechte.
Anhand von Beispielen, erkennen wir unser Tun, es ist wie ein Spiegel, wir sehen uns darin selber.


26

0
 
 julifix 13. Oktober 2014 

Schöner kann man es nicht sagen

Das ist die Art der "liebevollen Zurechtweisung", die der Hl. Josemaria Escrivar de Balaguer immer meinte.
Selbst erleben wir das auch in unserer Gemeinde immer wieder: kaum einer geht zur Beichte, aber alle rennen zur Kommunion, die mehr und mehr zum "Kekseverteilen" herabgewürdigt wird.
Es fehlt einfach das Glaubenswissen! Die Menschen brauchen echte Katechesen!
Sehr zu empfehlen, wenn's viele Hirten schon nicht tun: RADIO HOREB; EWTN; KTV!


31

0
 
 Zwerg 13. Oktober 2014 
 

Genial!

Einfach nur genial!!!


21

0
 
 Null8fünfzehn 13. Oktober 2014 
 

Wow!!

Bin einfach nur sprachlos! Dieser lebendige Realismus und die spirituelle Tiefe! Großartig!
Hoffentlich lesen das die Synodenväter!


34

0
 
 w-maria 13. Oktober 2014 
 

--> Lieber Stephanus1972

Es ist nicht nur (sondern natürlich auch) Aufgabe des Klerus, das Glaubenswissen zu verbreiten. Es ist Aufgabe jedes getauften Christen.


13

0
 
 w-maria 13. Oktober 2014 
 

Wunderbar formuliert!

Ein wunderbarer Text, der die Problematik, ja Dramatik sehr schön zum Ausdruck bringt. Wir katholische Christen sind aufgefordert, den Menschen liebevoll zu erklären, worum es geht. Offenbar müssen wir teilweise in der Kirche selbst beginnen, zu missionieren, weil immer weniger wissen, worum es im Glauben geht. Wir alle sind unwürdig. Bitten wir den Herrn für uns und für alle um Vergebung ufür unsere Unfähigkeit.


27

0
 
 Stephanus1972 13. Oktober 2014 
 

Bringt vieles auf den Punkt!

Das NICHT-Wissen um die Glaubensinhalte führt zu einem Unverständnis der Sakramente. Diesen Unglauben zu bekämpfen ist orginäre Aufgabe des Klerus. Dieser Aufgabe kommt aber der Klerus fast überhaupt nicht mehr nach. Wer soll sich da noch wundern, das es diese "Blüten", wie im Artikel beschrieben, gibt. Unsere Hirten sind leider faul und in der Welt zu Hause - haben wir keinen Anderen? Der Papst in allen Ehren, aber nur nette Worte und GEsten machen noch keinen Hirten aus - er muss vor allem Handeln.


14

0
 
 Gandalf 13. Oktober 2014 

@Angelika

Allgemein darf ein Priester natürlich von Sünden sprechen, es gibt im Prinzip ja auch nur 10 große Arten von Sünden (Stichwort 10 Gebote)


15

0
 
 novara 13. Oktober 2014 
 

SUPER!

Vielen, vielen DANK!


20

0
 
 mrschrissibe 13. Oktober 2014 
 

wunderschön

Besser hätte man es nicht formulieren können! Liebe Victoria, vielen Dank für deinen Mut und deine offenen, wahren Worte!


31

0
 
 bernhard_k 13. Oktober 2014 
 

Vergelt's Gott vielmals!

G-E-N-I-A-L


31

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Briefe aus Siena

  1. Herr Bischof, auch Homosexuellen darf man die Wahrheit zumuten!
  2. Eminenz Marx, I have a dream!
  3. Bischof Bode und 'die Realität von Menschen und der Welt'
  4. Ein Brief aus Trier
  5. Seien Sie uns doch ein guter Hirte, nicht ein Mietling!
  6. Liebe Frau Fender, you made my day!
  7. Lieber Kardinal Reinhard!
  8. Lieber Bischof Benno, bitte seien Sie unser Vater!








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  4. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  5. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  6. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  7. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an
  10. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  11. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  12. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  13. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  14. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  15. Prominenter US-Priester verteidigt seine offene Unterstützung für Trump

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz