Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  12. Die Stunde der Heuchler
  13. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs

Kardinal Müller betont gutes Verhältnis zu Papst Franziskus

29. Februar 2016 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus' Reformprogramm sei nichts revolutionär Neues, sondern bewege sich auf der Linie seiner Vorgänger


Köln (kath.net/KNA) Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, hat sein gutes Verhältnis zum Papst betont. Vorwürfe, er leiste Widerstand gegen Franziskus, bezeichnete er im «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag) als «dummes Gerede» und ein «Märchen». Anders als er selbst, so Müller weiter, sei der Papst «kein Berufstheologe», sondern in erster Linie Seelsorger. Dies in die Ausübung des Papstamtes einzubringen, sei indes völlig legitim.

Franziskus' Reformprogramm sei nichts revolutionär Neues, sondern bewege sich auf der Linie seiner Vorgänger, so Müller weiter. «Das Besondere ist sein Charisma, mit dem er es versteht, Blockaden und verhärtete Positionen aufzubrechen.» Der Kurienkardinal nannte das «einfach genial». Er betrachte seine eigene Rolle als theologisches Korrektiv für den charismatischen Überschwang des Papstes.


Eine Zulassung wiederverheirateter geschiedener Katholiken zur Kommunion schloss Müller auch künftig aus. «Eine zweite Ehe oder ein zweiter Ehepartner, solange der rechtmäßige Ehepartner noch lebt, ist nach katholischer Auslegung der Worte Jesu nicht möglich», erläuterte er. Er habe Verständnis für die Sorge des Papstes, dass «Menschen in unklaren Eheverhältnissen» von der Kirche «wegdriften» könnten. Er empfahl den Betroffenen aber «andere - theologisch wertvolle und legitime Formen der Teilhabe am kirchlichen Leben». Gemeinschaft mit Gott und der Kirche bestehe «nicht nur durch den mündlichen Empfang der heiligen Kommunion».

Auf der Bischofssynode zu Ehe und Familie im Vatikan hatte die deutsche Sprachgruppe mit Müllers Beteiligung im vorigen Oktober diese Möglichkeit für wiederverheiratete Geschiedene als eine Gewissensentscheidung für denkbar erklärt. Dies gelte aber, so Müller jetzt, nur dann, «wenn die Eheleute wie Bruder und Schwester zusammenleben» - also in sexueller Enthaltsamkeit. Mit der Gnade Gottes sei dies möglich, so der Kardinal.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Johann Martin 29. Februar 2016 
 

Ja, es ist möglich!

Ich kenne mehrere wiederverheiratet-geschiedene Ehepaare, die wir Bruder und Schwester zusammenleben. Es ist also - mit Hilfe der Gnade Gottes - möglich. Allerdings kennen viele diese "Hilfe von oben" nicht mehr - andernfalls wären sie in ihrer ersten Ehe wahrscheinlich gar nicht erst gescheitert. Es ist die Gottesferne, die heute so viele Ehen scheitern lässt.


4
 
 hortensius 29. Februar 2016 
 

Beruhigung

Ich empfinde diese Erklärung von Kardinal Müller beruhigend. Danke! Sorgen machte mir schon, dass der Papst für seine Entscheidung so lange braucht.


5
 
 Veritatis Splendor 29. Februar 2016 

@Spes,

...ich teile Ihre Besorgnis!

Es "genügt" eine schwere, unbereute Sünde, um aus dem Empfang der Hl. Kommunion einen "Judaskuss" zu machen.


2
 
 spes 29. Februar 2016 

Nachdenklich

Zitat:
"Er empfahl den Betroffenen aber «andere - theologisch wertvolle und legitime Formen der Teilhabe am kirchlichen Leben». Gemeinschaft mit Gott und der Kirche bestehe «nicht nur durch den mündlichen Empfang der heiligen Kommunion»"

Diese Passage - sowie deren stetiges Bemühen - stimmt mich nachdenklich.
Es ist doch nur dann nicht erlaubt zur Kommunion zu gehen, wenn man sich im Stande der Todsünde befindet, oder bin ich falsch informiert?
Wenn dem so ist, dann ist diese Position doch eine recht leichtsinnig eingenommene Scheinlösung, die am eigentlichen Ziel, nämlich die Seelen für das ewige Heil zu gewinnen, total vorbei geht...
Was nützt es denn auf Erden am "kirchliche Leben teilzunehmen", sich scheinbar in der Gemeinschaft der Gläubigen zu befinden und dann doch das Lebensziel - nämlich das Ewige Heil - zu verfehlen?
Hier fehlen deutlichere Worte der Aufforderung zur Umkehr.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Müller

  1. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  5. Kard. Müller: „Deutsche Diözesen sind Teil der Weltkirche und nur insofern katholisch, als sie…“
  6. „Jesus ist also nicht aus religiöser Poesie geboren…“
  7. „Im Jubiläumsjahr ermutigt uns die Kirche, vom Geschenk der Barmherzigkeit Gottes zu profitieren“
  8. Kardinal Müller im „Giornale“-Interview: „Der Papst ist kein Star – Nein zum LGBTQ+-Jubiläum“
  9. Erste Papstreisen von Leo XIV. gehen in die Türkei und in den Libanon
  10. Erntedank: „Der Kosmos besteht um des Menschen willen“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  13. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz