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„Rassismus ist ein direkter Widerspruch zu Gott“

9. Juni 2020 in Aktuelles, 38 Lesermeinungen
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Kardinal Gerhard Ludwig Müller: „Ich bete und hoffe, dass gläubige und engagierte Christen in keiner Weise sich vom Rassismus verführen lassen.“ kath.net-Interview zum gewaltsamen Tod von George Floyd und den folgenden Unruhen. Von Lothar C. Rilinger


Vatikan (kath.net) Der am 25. Mai 2020 von Polizisten verursachte gewaltsame Tod des Afro-Amerikaners George Floyd wirft die entscheidende Frage bezüglich der Geltung von Menschenrechten auf – die aus dem Staatsverständnis hervorgehende Frage, ob die Menschenrechte, deren unterschiedslose Geltung in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte seitens der UNO im Jahre 1948 festgeschrieben worden ist, wirklich für alle Menschen – gerade auch in den Vereinigten Staaten – gelten. Zweifel sinderlaubt, wenn wir uns die immer wieder auftretende Gewalt gegenüber dem afro-amerikanischen Teil der Bevölkerung in den USA vor Augen führen. Zu diesen juristischen, aber vor allen Dingen theologischen Fragen haben wir den ehemaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, befragt.

 

Rilinger: Ist nach Ihren Kenntnissen die Rassentrennung in den USA erfolgreich überwunden worden?

 

Kardinal Müller: Es ist ein großer Unterschied, ob die Menschen aller Hautfarben gleiche Rechte nur vor dem Gesetz oder auch in der Mentalität der Mehrheit und der tonangebenden Kreise haben. Es ist bekannt, dass in weiten Teilen der US-Gesellschaft das gute Zusammenleben der Bürger afrikanischer und europäischer Herkunft nicht ohne Spannungen abläuft. Allerdings gibt es auch Millionen, die sich um ein gutes Miteinander ehrlich und erfolgreich bemühen. Ich habe vor kurzem die tief beeindruckende Lebensgeschichte des ehemaligen Sklaven Augustus Tolton (1854-1897) von Harold Burke-Sivers (EWTN-Publishing 2018) gelesen. Trotz aller Hindernisse wurde der junge Tolton schließlich katholischer Priester, doch er musste auch in der Kirche mit vielen Vorurteilen kämpfen. Die Kirche ist durch Gottes Geist pfingstlich zusammengerufen aus den Menschen aller Sprachen und Kulturen. Aber dennoch müssen auch die Christen in ihren Köpfen und Herzen die überlieferten Vorurteile, die sie über die Erziehung und vorherrschende Mentalität einatmen, überwinden. Denn durch den Glauben und die Taufe sind alle trennenden Unterschiede aufgehoben. „Wir sind einer in Christus" (Galater 3, 28). Rassismus ist nicht nur ein intellektueller und moralischer Defekt, sondern auch eine schwere Sünde und damit ein direkter Widerspruch zu Gott, der uns alle in seine väterliche Liebe einschließt und uns zu Brüdern und Schwestern macht.

 

Rilinger: Haben die Afro-Amerikaner die gleichen Rechte wie die Weißen?

 

Kard. Müller: Die müssen sie haben, wenn die amerikanische Verfassung auf den in der Würde eines jeden Menschen begründeten Grundrechten basieren soll.

 

Rilinger: Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen der Polizeigewalt gegenüber Afro-Amerikanern und der Negierung von Menschenrechten?

 

Kard. Müller: Theoretisch wird wohl kaum jemand in Amerika die Geltung der Menschenrechte für alle Personen in Frage stellen. Es geht aber um die Entwicklung eines Bewusstseins der Zusammengehörigkeit und Solidarität im ganzen Land, in den einzelnen Staaten sowie in den Städten und Gemeinden. Hier kann sich Amerika auf seine Wurzeln besinnen. Ursprünglich kamen die verfolgten dissenters aus England, dann im 19. Jahrhundert die Freiheitskämpfer aus Polen und Italien und danach die Auswanderer aus anderen europäischen Ländern. Sie alle suchten in Amerika eine würdige Existenz. Dass die Afroamerikaner von den „Sklaven“ abstammen, die durch furchtbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach Nordamerika verschleppt wurden, ist eine Narbe, die unter Belastung wieder aufbrechen kann. Hier ist viel zu beten und zu tun im Blick auf eine Tiefenversöhnung. Gerade die überzeugten Christen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Rassistische Vorurteile, die es auch viceversa gibt, muss jeder aus seinem Herzen wie die sieben Wurzelsünden: Stolz, Neid, Habsucht, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, träger Überdruss ausreißen.


 

Rilinger: In der französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 ist festgestellt worden, dass durch den Allgemeinen Willen zugeteilt wird, wem Menschenrechte zustehen, so dass dann in einem Gesellschaftsvertag die Rechtszuteilung festgeschrieben wurde. Können Sie sich eine derartige Rechtsbegründung der Menschenrechte für allgemeinverbindlich vorstellen?

 

Kard. Müller: Der Bezug auf den Gesellschaftsvertrag und die Unterscheidung der volonté générale und der volonté de tous sind zu sehr an die spezifische Theorie von Rousseau gebunden als dass sie die Grundlage einer modernen Verfassung sein könnten. Es muss das Jakobinertum mit dem Tugendterror von vornherein ausgeschaltet sein. Die deutsche Verfassung beruht auf der unveräußerlichen Würde jedes Menschen und seiner Rechte, die in seiner Natur liegen, so dass alle staatliche Gesetzgebung hier ihr Maß und ihre Grenze vorfindet. Dahinter steht die furchtbare Erfahrung mit dem totalitären Willkürstaat, der vom Rechtspositivismus nicht aufgehalten werden konnte. Eine Verfassung kann nicht allein auf die wissenschaftliche Kompetenz von Juristen aufgebaut sein, sondern muss auch aus den positiven und negativen geschichtlichen Erfahrungen Lehren ziehen, ohne dabei das philosophische und theologische Menschenbild zu vergessen.

 

Rilinger: Können Menschenrechte durch Menschen, also durch den Staat oder durch die Partei, zugewiesen werden?

 

Kard. Müller: Wenn alle Menschen gleich sind der Würde nach und in der Gleichbehandlung vor dem Gesetz, kann unmöglich ein Mensch das Maß des andern Menschen sein. Historisch gesehen, stammt diese Vorstellung aus dem Missbrauch von Macht, die den legitimen Vertretern des Volkes immer zum Gemeinwohl und nicht zum Eigennutz anvertraut wurde.

 

In der Kirche ist den Aposteln und den Nachfolgern im Bischofs- und Priesteramt keine Macht über andere übergeben worden, sondern die geistliche Vollmacht, das Wort Gottes zu verkünden, die Sakramente der Gnade zu feiern und das Volk Gottes zu leiten wie der gute Hirte, der sein Leben hingibt für die Schafe und Lämmer Christi.

 

Rilinger: Wenn Sie die Zuteilung der Menschenrechte durch Menschen ablehnen, muss dann nicht die Geltung der Menschenrechte dadurch angenommen werden, dass jeder Mensch als imago Dei, als Ebenbild Gottes, anzusehen ist, so dass alle Menschen gleich sind und dass deshalb ausnahmslos alle Menschen Inhaber der Menschenrechte sind?

 

Kard. Müller: Die Gottesebenbildlichkeit seit unserer Erschaffung und die Gotteskindschaft, die uns durch die Taufe geschenkt wird, sind für uns Christen die Grundlagen der Menschenrechte, die in die Liebe Gottes zu jedem Menschen hineinreichen. Es gibt aber auch viele Menschen anderen religiösen Glaubens oder Agnostikern, die von der Existenz Gottes nicht überzeugt sind oder nicht an ihn glauben im Sinne des jüdischen und christlichen Bekenntnisses. Sie müssten aber im Sinne des Philosophen Immanuel Kant zu der Einsicht kommen, dass eine Gesellschaft ihr Ziel, nämlich das Handeln aller nach dem Moralgesetz (kategorischer Imperativ), nur erreichen kann, wenn der andere Mensch nicht Selbstzweck ist. Niemals darf ein Mensch Mittel zum Zweck sein.

 

Rilinger: Wenn also jeder Mensch Inhaber von Menschenrechten ist, stellt sich uns die Frage, warum eine Bevölkerungsgruppe schlechter als die anderen behandelt wird. Werden Afro-Amerikaner nicht in jedem Fall als Inhaber von Menschenrechten angesehen?

 

Kard. Müller: Die Verantwortlichen in der Politik, im Erziehungswesen und in der Bildung der öffentlichen Meinung müssen gemeinsam alles tun, um ein Klima der wechselseitigen Achtung vorzubereiten. Erzwingen kann man eine sittliche Haltung nicht. Propagandawellen und Gehirnwäsche mitDenk- und Sprechverboten, also mainstreaming zur political correctness, sind meist wirkungslos oder rufen die gegenteilige Wirkung hervor. Es geht darum, die Menschen zu überzeugen – am besten durch Vorbilder und das Anknüpfen von Freundschaften. Die Kirche, Priester, Ordensleute und Laien, muss beispielhaft vorangehen.

 

Rilinger: Sehen Sie in der partiellen Negierung der Menschenrechte einen Zusammenhang mit der späten Abschaffung der Sklaverei?

 

Kard. Müller: Der Skandal war die Einführung der Sklaverei in Ländern christlicher Tradition, die sich später auf die Aufklärung so viel einbildeten. Doch erst viele Jahrzehnte nach der amerikanischen Verfassung wurde im Jahre 1865 das Verbrechen der Versklavung von Menschen verboten. Auch im russischen Zarenreich ist die Leibeigenschaft erst 1861 abgeschafft worden, ohne dass es in der Folge zur echten Gleichbehandlung der entwürdigten und geknechteten bäuerlichen Bevölkerungsmehrheit kam. Aber schauen wir auf den rassistischen Sozialdarwinismus im hochzivilisierten Deutschland zwischen 1933 und 1945, dann wissen wir zu welchen Exzessen falsches und unmoralisches Denken führt. „Denn aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Lästerungen." (Mt, 15, 19)

 

Rilinger: Die Vereinigten Staaten gelten noch als ein christlich geprägtes Land. Gleichwohl können wir Diskriminierungen der schwarzen Bevölkerung feststellen. Was sind nach Ihrer Auffassung die Gründe für die teilweise schlechtere Behandlung und Diskriminierung der afro-amerikanischen Bevölkerung?

 

Kard. Müller: Ich bete und hoffe, dass gläubige und engagierte Christen in keiner Weise sich vom Rassismus verführen lassen. Das wäre ein Verrat an ihrer Berufung. Die Meinung, dass diese oder jene Ethnie der andern überlegen sei, hat weder eine naturwissenschaftliche, noch eine geschichtlich-kulturellen Begründung und Rechtfertigung. Wir sind in der Wurzel des Menschseins, d.h. in Adam, gleich, weil wir im Schöpfungsakt sowohl unmittelbar zu Gott hin geordnet sind und – auch durch die Generationenfolge – eine Schicksalsgemeinschaft bilden, wie Paulus den Athenern erklärte. (Apg 17, 25) Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Es gibt nur einen einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus (1 Timotheus 2, 4f). Der Sohn Gottes hat unsere menschliche Natur angenommen. Zu unserem Heil gab er am Kreuz sein Leben dahin. Und in seiner Auferstehung hat er für alle das Tor zum Himmel geöffnet, denn er hat „mit seinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern." (Offb 5, 9).

 

Lothar C. Rilinger ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht i.R., Stellvertretendes Mitglied des Niedersächischen Staatsgerichtshofes a.D.. Er veröffentlichte das Buch " VRBS AETERNA. Bd.3, Begegnungen mit der deutschsprachigen religiösen Kultur in Rom".

kath.net-Buchtipp:
VRBS AETERNA. Bd.3
Begegnungen mit der deutschsprachigen religiösen Kultur in Rom
Von Lothar C. Rilinger
Sonstiger Urheber: Gerhard Ludwig Müller
Taschenbuch
364 Seiten; 28 Abb.
2020 Bernardus
ISBN 978-3-8107-0310-1
Preis Österreich: 20.40 EUR

 



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Lesermeinungen

 Steve Acker 10. Juni 2020 
 

salvian

zitat: "Konfessionelle Borniertheit ist nicht dasselbe wie Rassismus. Wir sollten vorsichtig sein mit solchen Gleichsetzungen, sonst verniedlichen wir am Ende den echten Rassismus."

Sie haben vollkommen recht. Heutzutage wird alles mögliche als Rassismus bezeichnet.
Dadurch wird echter Rassismus banalisiert und verharmlost.


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 Steve Acker 10. Juni 2020 
 

Herbstlicht

Letztes Jahr wurde in Dallas Tony Timpa genau auf die gleiche Weise getötet wie jetzt Floyd.
Aber... er war Weisser.


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 Herbstlicht 10. Juni 2020 
 

@JP2B16

Ihrem Kommentar möchte ich vorbehaltlos zustimmen.
Einmal angenommen, das Opfer wäre ein Weißer gewesen, überdies ein Lebensschützer, womöglich sogar noch ein praktizierender Christ - wie sähe dann die Reaktion aus?
Was mich auch ziemlich erstaunt, ist die kurze Zeit, bis die Demos von den Vereinigten Staaten nach Europa und speziell Deutschland übergeschwappt sind.
Das sieht mir sehr nach gezielter Steuerung aus.


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2
 
 JP2B16 10. Juni 2020 
 

Vorsicht: ein politisch unkorrekter Kommentar!

Satans Werk, dass dem Rassismus in jeglicher Form (auch(!) gegenüber bekennenden Christen - insbesondere dem weiß-farbigen, wertkonservativen Katholik) trotz allen "humanistischen" Anstrengungen in der westl. Welt mit reiner Vernunft nicht beizukommen ist. Die Frage sei dennoch erlaubt: gäbe es den jetzigen Hype um George Floyd auch, wenn er ein weißer ProLife Anhänger gewesen wäre und Obama noch der Präsident? Denn grundsätzlich sollte roher, gewalttätiger Hass bei der Amtsausübung eines jeden Polizisten immer auf's Schärfste mit allen Mitteln des Gesetzes geahndet werden ... und diesbezügliche öffentliche Solidaritätsbekundungen (des vornehmlich politischen Klientels zweier Couleurs - und bitte unter Wahrung des Abstandes wie er auch in Kirchenräumen verordnet ist) aus fernen Ländern, wie das kleine Deutschland, dann auch gutzuheißen. Doch warum nur beschleicht mich das Gefühl, daß es weniger Solidaritätsbekundungen sind als viel mehr reine Empörungsrituale mit ganz anderen Motiven?


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 Diasporakatholik 10. Juni 2020 
 

@mm31

Die Vorurteile mancher in einer überwiegend protestantischen Gesellschaft gegen die kleine katholische Minderheit kann ich voll bestätigen.

Habe es selbst in der Kindheit und Jugend bis in meine späten Erwachsenenjahre hinein in Norddeutschland und insbesondere in dem "ach so weltoffenen und toleranten Hamburg" zur Genüge selbst ähnlich wie Sie selbst erlebt.

Umgekehrt mag es manchen evangelischen Minderheiten auch in katholisch geprägten Landstrichen ergangen sein.

Bei mir blieb davon eine erhöhte Vorsicht und Wachsamkeit aber auch ein feines Gespür für Spott und mehr oder weniger subtile Diskriminierung von Minderheiten im Alltag zurück.


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 Labrador 10. Juni 2020 
 

Zum Interview (2)

Das Kard Müller in der ersten Frage auf einen schwarzen Priester aus dem 19 Jhd zurückgreift sagt wenig

Rilinger behauptet Polizeigewalt speziell gegen Schwarze (die NICHT Afroamerikaner genannt werden wollen!), ohne Kontext wie zB
dass 6% schwarze Männer für 44% der Morde verantwortlich sind,
dass die Polizei, oft selbst Schwarz, daher überproportional mit Schwarzen zu tun hat
dass ein Weißen eher von der Polizei erschossen wird,
dass ein Polizisten viel eher von einem Schwarzen erschossen wird als umgekehrt

Rilinger behauptet eine Bevölkerungsgruppe (Schwarze) würden schlechter behandelt. Ich sehe nicht, woran er es festmachen will.

Rilinger stellt eine Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung fest, wiederholt sich damit aber


Einfach mal Candace Owens zuhören (link)
bei Dave Rubin nach Brandon Tatum suchen, beide haben Blexit (black exit from Democrats) gegründet oder
Thomas Sowell, Larry Elder, Jesse Lee Peterson zuhören, die die Probleme der Schwarzen beschreiben

www.youtube.com/watch?v=JtPfoEvNJ74


2

1
 
 stephanus2 9. Juni 2020 
 

@mm31...

...ich darf einen Satz von Ihnen aufgreifen, in dem Sie schreiben, Sie hätten als Kind unter rassistischen Vorurteilen zu leiden gehabt,weil Sie katholisch in protestantischer Umgebung aufgewachsen sind.Das war sicher eine Kindheit mit vielen Schmerzen und Selbstbehauptungskämpfen. Jedoch waren die Vorurteile Ihnen gegenüber eben nicht 'rassistisch'zu nennen, sondern es beruhte auf religiöser Anschauung. Ich finde das wichtig, weil mit dem Wort rassistisch sehr viel Schindluder getrieben wird zur Zeit.Wer bitte ist überhaupt wirklich als Rassist in Deutschland unterwegs, fühlt sich höherwertig, möchte die angeblich niederen Rassen unterdrücken ? In meinen Augen ein Popanz seit einigen Jahren, um Menschen, die Kritik an einigen der eingewanderten Kulturen üben oder Migration auch nur beschränken möchten,mit der Rassismuskeule oder Rechtsextremkeule k.o. zu schlagen und mundtot zu machen.- Wir sind Brüder und Schwestern vor Gott- möchte mir jedoch jemand das Haus überm Kopf anzünden,


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1
 
 Labrador 9. Juni 2020 
 

Zum Interview selbst (1)

Beim ersten Durchlesen war ich von Kard Müller enttäuscht. Davon blieb beim zweiten durchlesen wenig übrig
1) Russland (und 2 Jahre später Rumänien) waren die letzten in Europa, aber so viel später waren sie auch nicht. Die Erbuntertänigkeit wurde in Österreich erst 1848 abgeschafft, die Leibeigenschaft 1781/1782 (In Tirol bereits vor 1563) In DE ist laut wiki die Spanne zwischen Braunschweig (1433) und Hannover (1833)

2) Dass
+ Sklaverei über Jahrtausende ein absolut normaler Zustand war, auch zur Zeit Jesu,
+ es heute noch Länder mit mehr oder weniger versteckter Sklaverei gibt.
+ wohin etwa 90% der Sklaven verbracht wurden (nicht nach Nordwesten sondern nach Nordosten,
+ Einheimische (Stammesfürsten) und andere, die man aus Gründen der PC nicht erwähnen darf, da kräftig mitgemischt haben
+ wer die Sklaverei beseitigt hat

all das wird ausgeblendet, weil der Interviewer gegen Ende "ergebnisorientierte" Fragen stellt, die den Kontext verschleiern und Antworten vorgeben. Mehr dazu (2)


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0
 
 Salvian 9. Juni 2020 

Denkanstöße

@mm31: Als ich als junger Mann eine Zeitlang in Israel gearbeitet habe, wurde ich oft, auch von Wildfremden, gefragt, aus welchem Land ich komme. Das war manchmal ein Anknüpfungspunkt für interessante Unterhaltungen. Glauben Sie im Ernst, dass solche Fragen schon der Beginn von Rassismus sind?

Auch Ihr Beispiel aus Ihrer persönlichen Erfahrung überzeugt nicht wirklich. Konfessionelle Borniertheit ist nicht dasselbe wie Rassismus. Wir sollten vorsichtig sein mit solchen Gleichsetzungen, sonst verniedlichen wir am Ende den echten Rassismus.


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0
 
 Labrador 9. Juni 2020 
 

Lieb. mm31 - in Osteuropa gibt es viele Minderheiten

Im Austausch mit jungen Menschen dort habe ich die Erfahrung gemacht, dass einige die ganz normalen Widrigkeiten des Lebens mit ihrer Existenz als Minderheit verbinden. Mir als Teil der Mehrheit hier ist diese Erklärung, Gott sei Dank, verwehrt. Ich bin deshalb froh, weil diese Zuschreibung selbst für einen mit der Minderheit sympathisierenden oft überzogenen scheint.

Es tut mit leid, dass Sie in der Diaspora als Kind leiden mussten. Das ist das Eine. Deshalb ist aber noch lange nicht jeder Unterschied zwischen Religionen falsch oder unbedeutend.


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0
 
 Winrod 9. Juni 2020 
 

@mm31

Das Zitat, das Sie auf mich beziehen ("Wenn man einen Dunkelhäutigen fragt.....") gehört gar nicht zu mir. Bitte nochmal nachlesen!


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0
 
 Steve Acker 9. Juni 2020 
 

mm31

wenn man sich den "rassistischen Unterton" schön fest einbilden will, wird man ihn auch immer hören.

Wenn man sich mit jemanden unterhält ist es, finde ich normal, dass man sich für den anderen interessiert, und dann kommt auch die Frage hoch,wo derjenige herkommt.
Ich wohne in einem kleinen Dorf in Bayern, komme aus einem anderen Bundesland. Mir wurde die Frage auch oft gestellt. Ist doch nix dabei.

Ebenso in der Arbeit: in der Abteilung phasenweise Kollegen aus 8 verschiedenen Ländern und die Deutschen auch noch aus verschiedenen Bundesländern.


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0
 
 Chris2 9. Juni 2020 
 

@mm31

Nein, genau da beginnt die Ideologie. Wenn ich jemanden frage, woher er stammt, tue ich das aus Interesse an ihm und nicht, weil ich Rassist bin. Ich würde auch keinen Schwarzen nach seiner Herkunft fragen, der perfektes Deutsch spricht. Und wenn jemand fremdländisch aussieht und nur schlechtes Deutsch spricht, obwohl er hier geboren wurde, liegt der Fehler nicht bei dem, der höflich fragt. Wohin das Ganze führen kann, hat man gerade bei der Frau im Central Park gesehen, die eine aberwitzige (Wahlkampf-?) Kampagne über sich ergehen lassen musste und sogar ihren Arbeitsplatz verlor, weil sie sich bedroht fühlte und der Polizei sagte, "Da ist ein Schwarzer....". Das ist schon längst nicht mehr berechtigter Antirassismus, das ist Gedankenterror, der früher oder später mehr als nur Arbeitsplätze kostet. Wehret den Anfängen!


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0
 
 mm31 9. Juni 2020 
 

Ich selbst musste mich als Kind mit solchen rassistischen Vorurteilen rumschlagen. Ich würde katholisch erzogen, bin aber in einer Gegend aufgewachsen, die praktisch rein protestantisch war. Viele andere Kinder haben mir immer vorgeworden, ich würde lügen, eben weil Katholiken "stockverlogen und scheinheilig" wären. Als Begründung auf meine Fragen dazu folgte dann stets: "Die Eltern sagen das oder der Großvater, die Großmutter, der Pastor ...". Leider finde ich solche Vorurteile gegenüber anderen Religionen auch hier im Forum. Zu so etwas sollten wir uns zu schade sein!


2

2
 
 Labrador 9. Juni 2020 
 

Lieb. mm31 - klar, kann man so sehen wie Sie, dann schweigen wir uns am besten alle gegenseitig an,

hab mal einen Tiroler, der seine Herkunft sprachlich nicht verschleiern konnte, gefragt, wie er zu seinem tschechischen Familiennamen kam. Das wer der Beginn eines interesannten Austauschs. Was gäbe es harmloseres als die Herkunft? das Wetter (Klimawandel), Politik, ...?

Und wenn Sie keine Gefühle verletzen wollen (tue ich auch nicht, aber ab einen Level von Vorsicht wird es lähmend) dann sollten Sie sehr gut wissen, ob Sie mit einem Griechen aus Kleinasien oder einem Türken zu tun haben (Hutu/Tutsi) ...

Da Sie Untertönen ansprechen, eine Frage: Darf ich in Ihren Behauptungen nach Untertönen fischen?
Alsda wären:
- warum finden Sie es schlimm, aus Afrika zu kommen?
- warum bezeichnen Sie es als ausfragen, wenn man dem Gegenüber Raum gibt sich auszudrücken?
- Warum sollte es schlimm sein, DIESE Frage Wildfremden zu beantworten?
Mich hatte mal ein Wildfremder gefragt ob ich homosexuell wäre, etwas viel, viel intimeres, ich darauf: Anderes Ufer, danke kein Bedarf und das wars.


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1
 
 mm31 9. Juni 2020 
 

@Winrod

"heutzutage gilt es schon als rassistisch, wenn man einen dunkelhäutigen fragt, wo er herkommt."
Genau aber dort beginnt der Rassismus. Erstens leben bereits viele dunkelhäutige Menschen in 2. Generation in Deutschland, manche haben einen deutschen Pass. So eine Frage hat immer den Unterton: "aus welchem afrikanischen Land kommst Du eigentlich?
Und zweitens, wer gibt Ihnen das Recht, andere auszufragen? Wollen Sie vor wildfremden Menschen Rede und Antwort stehen?


5

5
 
 Steve Acker 9. Juni 2020 
 

Adamo. das wollte ich ausdrücken

Özil versuchte die Kritik an ihm zu diskreditieren
indem er sie als rassistisch bezeichnete.

In mehrfacher Hinsicht Unsinn.
- die Kritik an seinem Verhalten in seiner Position
als deutscher Nationalspieler war sachlich völlig berechtigt.
- Özil ist Deutscher mit türkischen Wurzeln. hat aber nichts mit anderer Rasse zu tun.

Aber die Rassismuskeule kann man immer rausholen.


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 Winrod 9. Juni 2020 
 

Und nicht wenige nehmen den Begriff "Rassismus"

dankbar an, wenden ihn als Waffe gegen andere an, um sich selbst ins unverdiente Recht zu setzen.


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 Adamo 9. Juni 2020 
 

@Steve Acker, Rassismusvorwurf vom Fußballer Mesut Özil

Richtigstellung:

Auslöser war das Foto mit dem höchst umstrittenen türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan in der Presse. Das wurde von allen Lesern als politische Parteinahme für Erdogan gewertet.

Zudem hatte Özil 2019 Erdogan auch noch als Trauzeuge eingeladen.

Weil dies beides von den Menschen abgelehnt wurde,
klagte sie Özil an, dass dies RASSISMUS sei!

Dabei hatte das mit Rassismus gar nichts zu tun.


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 maryellen 9. Juni 2020 
 

Angeblicher Rassismus in den USA - ein sehr komplexes Thema

Die Rassismuskeule wird von kommunistischen und anarchistischen Kräften benutzt, ihre Ziele zu erreichen! (Black Lives matter, Antifa!)

Sie ist eine sehr potente Waffe, mit ihr kann man so ziemlich jeden in die Knie zwingen.

Die oben genannten Gruppen benützten den Mord an Gorge Floyd nur als Anlass, und die rassistisch empörten werden als "nützliche Idioten" missbraucht.
Was zur Zeit in den USA abgeht, (angeblich friedliche Demonstrationen gegen Rassismus) ist nur noch kriminell.
Mit Hammer, Brechstangen, Benzin gefüllte Plastikflaschen, die von Organisierern strategisch inden Innenstaetden verteilet wurden, zu schlägern, brandschatzen und stehlen und sogar morden ist hoch kriminell!
Die linken Mainstream Medien und viele Demokraten taten als ob es sich um spontane friedliche Proteste handelte.
Die Lügen wegen Pres. Trump's angeblichem Photo-op wo angebliche friedliche Protester mit Tränengas vertrieben wurden sind nur das: Lügen verbreitet von CNN etc.


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 maryellen 9. Juni 2020 
 

Es gibt viele Formen von Rassismus

Der Mord an George Floyd wurde von allen Amerikanern aufs schärfste verurteilt, aber die Staatsanwaltschaft (Demokraten)! in Minneapolis konnte sich tagelang nicht entschliessen, Anklage gegen die Polizisten zu erheben, nicht einmal gegen den eigentlichen Täter, (die anderen drei schauten zu.)
Minnesota und Minneapolis werden seit Jahrzehnten von Demokraten regiert, (was auch für viele andere Staaten und Staedte zutrifft.) Der Polizist war früher schon aufgefallen, konnte aber nicht gefeuert werden wegen der starken Gewerkschaften.
Kurz, es krankt an der grenzenlos dummen und unfähigen linken Führung in vielen Grosstaedten!

Die Demokraten haben nachdem Zivil Rights Act in den Sechziger Jahren ein Klima geschaffen, das die Schwarzen auf eine andere Weise unterdrückte, nämlich, dass man ihnen nicht zutraute, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen. Es wurde ihnen in subtiler Weise gesagt, ihr braucht unsere Hilfe, ich könnt es ja garnicht schaffen.


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 Steve Acker 9. Juni 2020 
 

Winrod - völlig richtig

heutzutage gilt es schon als rassistisch, wenn man einen dunkelhäutigen fragt, wo er herkommt.
Auch wird der Begriff ausgedehnt auf andere Gruppen.
der Fussballer Özil wurde ja scharf kritisiert, er klagte dann darüber dass das Rassismus sei.
Auf Zeit.de waren letztes Jahr einige Artikel über "Alltagsrassismus". quinteszens: wird sind alle kleine Rassisten.
Dann ist Rassismus aber auch nichts besonderes mehr.

Ich bin mir ziemlich sicher. Der Tod Floyds hat wenig mit Rassismus zu tun, sondern vielmehr mit dem Grundproblem der USA mit Gewalt,Waffen, Polizei.
Letztes Jahr kam Tony Timpa in Dallas auf die gleiche Weise ums Leben.
Es gab keine so Aufstände wie jetzt denn.... er war weisser.


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 maryellen 9. Juni 2020 
 

Was ist Rassismus?

Es wird scheinbar immer davon ausgegangen, dass nur Weisse Menschen des Rassismus fähig sind.
Warum ist da so? Sicher gab und gibt es den, aber das Thema ist doch sehr viel mehr komplex.
Nach dem Bürgerkrieg wurden die Sklaven befreit und unter Lincolns Nachfolgern wurden die befreiten Sklaven mit Rechten ausgestattet, und ihr Leben verbesserte sich nach und nach.
Erst im frühen 20. Jahrhundert, unter Pres. Woodrow Wilson, (Demokrat) wurden die Rechte der Schwarzen wieder beschnitten und Segregation eingeführt.
Jahrzehnte lange Versuche der Republikaner einZivil Rechts Gesetz einzuführen, wurden von den Demokraten sabotiert, bis endlich, unter John F. Kennedy, die Demokraten bereit waren ein solches abzusegnen, was Kennedy aber nicht mehr erlebte.
Von diesem Zeitpunkt an erhoben sich die Demokraten (die Nachkommen der Sklavenhalter) als die Freunde und Wohltäter der Schwarzen.
Pres. Lyndon B. Johnson sagte : "Jetzt werden sie (die Schwarzen) für immer uns Demokraten wählen!"


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 Winrod 9. Juni 2020 
 

Wir reden alle wie selbstverständnlich von "Rassismus",

dabei meist nicht genau definiert, was "Rassismus" ist. Der Begriff ist schwammig und dient nicht selten als Totschlagargument. Auch berechtigte Kritik kann z. B. als "Rassismus" ausgelegt werden. Es kommt ganz darauf an, wie eng und fanatisch und mit welcher Absicht man diesen Begriff auslegt.


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 Stefan Fleischer 9. Juni 2020 

@ SCHLEGL

Ich habe mich wahrscheinlich nicht klar genug ausgedrückt. Es ist in dieser aufgeheizten Situation auch recht schwer zu erklären. Aber die an sich natürliche Vorsicht und die damit verbundenen Abwehrmechanismen gegenüber fremdartigen Menschen aller Art riskieren immer in Rassismus im weitesten Sinn abzugleiten. Dazu baucht es meist nur entsprechende Umstände und/oder das Schlechtreden durch die eigene Umgebung. Für mich ist das ein Faktor, der in der ganzen Debatte besser berücksichtigt werden müsste. Denken wir nur an die Mechanismen welche vor nicht allzu langer Zeit in der Flüchtlingsfrage spielten.


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 Chris2 9. Juni 2020 
 

@SCHLEGL

Wenn z.B., wie in den USA, über 50% aller Morde durch Schwarze begangen werden, ist es kein Rassimus, wenn man sich nachts im Bus wegsetzt, wenn sich mehrere junge Schwarze mit ins Gesicht gezogenen Baseballkapuzen zu einem setzen. Das ist Selbsterhaltungstrieb, etwas, das man im dekadenten Westen kaum noch kennt. Gilt in den USA im Übrigen ganz besonders für andere Schwarze, die zu ebenfalls über 50% Opfer werden.
Analoges gilt für "südländische" (also arabisch-nordafrikanisch aussehende) junge Männer mit Salafistenbärten bei uns, von denen in über 50% der Fälle noch nicht eimal der Name sicher bekannt ist (danke, liebe SPD für die "straffreien falschen Identitäten"). Im Übrigen: Auch "positiver Rassimus" (= Weißenfeindlichkeit) ist Rassismus.


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 Chris2 9. Juni 2020 
 

Achtung: "Antirassimus" immer mehr eine Ideologie!

Bitte nicht der Propaganda von "Aktivisten" auf den Leim gehen: 2018 wurden in den USA 2.925 Schwarze ermordet, davon 2.600 durch andere Schwarze, nur 234 durch weiße Mörder. Im Gegenteil werden mehr als doppelt so viele Weiße Opfer von Schwarzen (Q jeweils FBI), die 12,7% der Bevölkerung ausmachen.
Wer wissen will, welche Früchte diese aus Rand und Band geratene Ideologie bereits trägt, möge den Artikel "„Rassismus, ganz einfach“ – Streit im New Yorker Central Park eskaliert" bei der WELT lesen. Und sich klarmachen, warum die Frau ihre Arbeitsstelle verloren hat. Komplett irre...


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 Adamo 9. Juni 2020 
 

Ob Schwarze oder Weisse, rothäutige oder gelbhäutige Menschen,

alle sind sie Gottes Geschöpfe. Von Gott geliebt. Kein Mensch hat das Recht Gottes Geschöpfe als minderwertig einzustufen!


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 myschkin 9. Juni 2020 
 

Besonders gefreut

habe ich mich über folgende Sätze der Eminenz: " Es geht darum, die Menschen zu überzeugen – am besten durch Vorbilder und das Anknüpfen von Freundschaften. Die Kirche, Priester, Ordensleute und Laien, muss beispielhaft vorangehen." Denn hier gibt uns der Herr Kardinal einen lebenspraktischen Rat, den jeder und jede für sich im Alltag umsetzen kann. Wer jedem anderen Menschen mit einer Grundfreundlichkeit begegnet, macht nichts falsch. Er gibt dem anderen Menschen viel mehr ebenfalls die Möglichkeit zur Freundlichkeit. Rassistische Voreingenommenheit kann es dann gar nicht geben.


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 SCHLEGL 9. Juni 2020 
 

@Stefan Fleischer

Ich verstehe nicht ganz,was Sie meinen?
Zitat: "Im Fall des Rassismus kommt dazu,dass Gott uns auch mit einem Selbsterhaltungstrieb ausgestattet hat.Dieser hat den Zweck vor blindem Vertrauen gegenüber allem und jedem und damit vor unnötigem Schaden zu bewahren."-ENDE
Heißt das,dass wir nur Personen,die nicht weiß sind,aus Selbsterhaltungstrieb misstrauisch gegenüberstehen sollen? Die Vorsicht lässt man unbekannten Personen gegenüber immer walten!Lassen Sie fremde Personen, die nicht angemeldet sind,in Ihre Wohnung?(Installateur, Elektriker, Schornsteinfeger melden sich an!)oder nehmen Sie in Ihrem Auto völlig unbekannte Personen,-außer Sie werden Zeuge eines Notfalls-, so einfach mit? Da wird Ihnen im Falle eines Unfalls mit Personenschaden die Versicherung einen Strich durch die Rechnung machen. Leider hat uns die Massengesellschaft einer Großstadt misstrauisch gemacht, aber nicht nur einzelnen Gruppen gegenüber.Am Land ist das alles noch viel einfacher.


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 Zeitzeuge 9. Juni 2020 
 

Berichtigung: Weltkatechismus, Ziff. 1855 - 1861!


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 Zeitzeuge 9. Juni 2020 
 

Im Link zur Vertiefung ein Auszug aus dem Weltkatechimus,

über die Todsünde vgl. Ziff. 1856-1861.

www.vatican.va/archive/DEU0035/_P6I.HTM


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 Zeitzeuge 9. Juni 2020 
 

Direkter Widerspruch zu GOTT, aktuelle Beispiele:

Vorsätzliche Tötung eines Menschen, aber auch
fahrlässige Tötung z.B. bei Unfällen,

Rassismus als falsche Weltanschauung,

Töten von Menschen bei Plünderungen (schwerer
Diebstahl),

Nichtbeachtung von aktuellen Regeln bei Demos,

wie z.B. Teilnehmerzahl, Abstand, Mundschutz,
dadurch in kauf nehmen von Schaden für Leib,
Leben und Gesundheit von Mitmenschen (Polizisten sind auch Mitmenschen!) und sich selber gegenüber,

willkürliche Beschädigung von fremden Eigentum.


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 Stefan Fleischer 9. Juni 2020 

@ martin fohl

Gott allein ist in der Lage im konkreten Einzelfall wirklich gerecht, unter Berücksichtigung aller Umstände und Ursachen und der wahren Absicht des Täters zu urteilen. Wir müssen hier sehr aufpassen, dass wir weder den Tatbestand an sich verharmlosen, noch den Täter ungerecht be- bzw. aburteilen. Keine leichte Aufgabe, besonders wenn das Gefühl auch noch mitreden will.
Im Fall des Rassismus kommt dazu, dass Gott uns auch mit einem Selbsterhaltungstrieb ausgestattet hat. Dieser hat den Zweck vor blindem Vertrauen gegenüber allem und jedem und damit vor unnötigem Schaden zu bewahren. Natürlich muss er von der Vernunft kontrolliert und gesteuert werden. Ihn aber von vorherein auszuschalten ist nicht unbedingt ratsam.
Und als Drittes: Wo der Mob zu schreien beginnt, oder gar gewalttätig wird, da ist immer höchste Vorsicht angebracht. Wir wollen doch nicht ins Zeitalter der Lynchjustiz zurück fallen!


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 martin fohl 9. Juni 2020 
 

Rassismus ist sicherlich eine Todsünde

und muss gebeichtet werden. Der Mord an Georg Floyd ist verabscheuungswürdig und menschenverachtend und führt, wenn nicht bereut, in die ewige Verdammnis. Gott hat den Menschen in verschiedenen Ethnien geschaffen. Gottes Schöpfung, den Menschen, in wertvoll und minderwertig einzuordnen, ist und bleibt frevelhaft! Denn Gott hat alles sehr gut gemacht. Wehe dem Menschen, der Gottes Schöpfung verachtet! "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie"(Gen 1,27).


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 SCHLEGL 9. Juni 2020 
 

@Karlmaria

Ja, da haben Sie ganz recht! Haben Sie vielleicht die Kommentare einiger User unter dem Bericht über Beschädigungen im Zuge der medizinisch durchaus problematischen Demonstration gegen Rassismus vor der amerikanischen Botschaft gelesen? Da waren einige Kommentare, die jedenfalls den Hauptgebot der Gottes-und Nächstenliebe nicht entsprochen haben. Es ist gar nicht so leicht, dem Hauptgebot gerecht zu werden, wenn man sich ärgern muss. Da bewundere ich immer die Geduld unseres Herrn und das Zeugnis des sterbenden Stephanus.


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 Karlmaria 9. Juni 2020 

Wenn man das Hauptgebot lebt

Das Hauptgebot Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst lieben. Und dann noch die drei Göttlichen Tugenden: Glaube Hoffnung Liebe. Dann kann es ja automatisch keinen Rassismus geben. Ich denke mal das ist wie so ziemlich alles andere auch eine Frage des Unglaubens. Wenn wir glauben würden wie wir sollen dann gibt es doch all diese Probleme gar nicht. Auch das mit den anderen Religionen ist doch etwa genau so. Mir geht es so ähnlich wie Charles de Foucauld der beim Anblick von betenden Muslimen sehr beeindruckt war. Auch die Selbstverständlichkeit seinen Glauben ohne Scheu zu bezeugen habe ich von den Muslimen gelernt!


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 Stefan Fleischer 9. Juni 2020 

Ich bete und hoffe

«Ich bete und hoffe, dass gläubige und engagierte Christen in keiner Weise sich vom Rassismus verführen lassen.»
Vielleicht müsste man noch hinzufügen: Ich bete und hoffe auch, dass gläubige und engagierte Christen in keiner Weise sich nun vom Antirassismus zu Hass und Gewalt etc. verführen lassen einerseits, dass andererseits auch von den Betroffenen niemand dieser Versuchung erliegt, und drittens, dass niemand durch die Exzesse in dieser Auseinandersetzung selbst in den Rassismus getrieben wird. Ich bete und hoffe, dass viele Christen wieder zu Einsicht gelangen, dass es nur bei Gott wahre Gerechtigkeit gibt, dass wir also mit Blick auf Gottes Gerechtigkeit wieder lernen müssen, notfalls auf unser Recht zu verzichten, damit anderen nicht, oder doch weniger leiden, wobei wir diesen Verzicht selbstverständlich zuerst einmal von uns selbst verlangen müssen. Nur dann können wir ihn auch glaubwürdig anderen predigen.


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