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Hasenhüttls 'Eichmann'-Vergleich: Ein neues Maß an Blödsinn?

28. Juli 2003 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Wenn Effekthascherei mit spontaner Gläubigkeit verwechselt wird und Medienrummel mit Resonanz bei den Gläubigen, dann ist das nicht Ökumene, sondern "Sektierertum im Fernsehzeitalter", kommentiert die "Welt".


Saarbrücken (www.kath.net) Mit einem bissigen Kommentar reagierte die Zeitung "Die Welt" auf ein Interview der "Saarbrücker Zeitung" mit dem suspendierten Priester Gotthold Hasenhüttl, in dem dieser von einem "Eichmann-Gehorsam" sprach, den die Bischöfe als Vorgesetzte von ihren Priestern forderten. Karl Adolf Eichmann, Obersturmbannführer der SS, hatte sich bei der Juden-Verfolgung im Dritten Reich darauf berufen, Befehle nur im Gehorsam ausgeführt zu haben. Hasenhüttl klagte, er sei suspendiert worden, weil es der Kirchenleitung um ihren Machterhalt gehe.

"Sogar von den unsinnigen NS-Vergleichen der jüngsten Zeit unterscheidet sich der des Gotthold Hasenhüttl durch besondere Absurdität", heißt es im Kommentar der "Welt": "Dass ein katholischer Theologieprofessor erklärt, die Bischöfe seiner Kirche verlangten von ihren Priestern einen "Eichmann-Gehorsam", dass er mithin die Befehlsstruktur der SS mit den Autoritätsverhältnissen der katholischen Kirche auf eine Stufe stellt - damit ist ein neues Maß an Blödsinn erreicht. So nimmt also Gotthold Hasenhüttl, der mit interkonfessionellen Eucharistie-Experimenten beim Berliner Kirchentag ins Rampenlicht trat, seinen geistigen und geistlichen Abschied."

Beschämend sei dies auch für jene, die Hasenhüttl als "Hoffnungsträger der Konfessionsversöhnung" gefeiert hatten. Denn: "Es wirft ein schlechtes Licht auf die Anhänger umfassender Ökumene, wenn ihre Symbolfigur sich solch verbalen Unfugs fähig erweist. Der Verdacht keimt, dass die Bewegung für ein völliges Niederreißen der Konfessionsschranken nicht theologisch ernst zu nehmen, nicht intellektuell kontrolliert ist, sondern eine Strömung, die Effekthascherei mit spontaner Gläubigkeit verwechselt, Vollmundigkeit mit Mission und Medienrummel mit Resonanz bei den Gläubigen - Sektierertum im Fernsehzeitalter."

Gegen Sektierertum sei nichts zu sagen, also: "Warum nicht eine Sekte der 'Evangelokatholiken' gründen, die sich einer der beiden Konfessionen zurechen, zugleich aber das Abendmahl gemeinsam feiern? Niemand würde das verhindern. Freilich würden die Sektenmitglieder dann aus der evangelischen wie der katholischen Kirche ausgeschlossen, aber das würden sie verschmerzen, schließlich ginge es ihnen ja um ihren Glauben. Oder? Oder geht es ihnen darum, sich im Kampf gegen Institutionen zu profilieren, die anderer Meinung sind?"



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