Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  2. Vertrauenskrise in der Kirche
  3. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  11. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  14. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  15. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen

Hessen: Kritik am Sexualkundelehrplan nimmt zu

6. November 2016 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Philologenverband: Lehrkräfte werden überfordert.


Wiesbaden (kath.net/ idea)
Die Kritik am neuen Lehrplan zur Sexualerziehung an Hessens Schulen nimmt zu. Er sieht vor, dass Schüler unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Familiensituationen kennenlernen und akzeptieren. Der Lehrplan war von Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) in Kraft gesetzt worden, obwohl der Landeselternbeirat und die katholischen Bischöfe in Hessen sich dagegen geäußert hatten. Inzwischen haben sich über 22.000 Bürger in einer Online-Petition im Kultusministerium über den Lehrplan beschwert. Bei einer „Demo für alle“ am 30. Oktober in Wiesbaden forderten 1.900 Teilnehmer die Rücknahme des Lehrplans.

Lehrplan belastet Pädagogen unzumutbar

Der Hessische Philologenverband (Wiesbaden) kritisiert nun vor allem das Ziel des Lehrplans, Schüler „zur Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“ zu erziehen. Damit lasse er „weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen“.


Ferner wendet sich der Verband gegen die Ausrichtung des Lehrplans: „Persönlichkeitsaspekte, die zutiefst privat und primär in den elterlichen Erziehungsbereich gehören, werden in das unterrichtliche Geschehen einbezogen.“ Wenn der Unterricht alle Probleme und Konflikte im Bereich Sexualität ansprechen und lösen solle, müssten neue Konzepte entwickelt werden. Doch dies führe zu einer „unzumutbaren Belastung“ der Lehrkräfte. Besonders kritisiert der Philologenverband, „dass einerseits Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit thematisiert werden sollen, aber andererseits auch auf unterschiedliche kulturelle und religiöse Werte Rücksicht genommen werden soll“. Dazu schreibt der Vorsitzende, Oberstudienrat Jürgen Hartmann: „Lehrkräfte sind damit schlichtweg überfordert.“

CDU-Landtagsabgeordneter Irmer: Keine Indoktrination an der Schule

Bedenken am Sexualkundelehrplan äußert auch der frühere bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer (Wetzlar). Der neue Plan nehme eine Akzentverschiebung zu Lasten von Ehe und Familie vor. Der bisherige Bildungsplan von 2007 habe deren grundlegende Bedeutung vermitteln sollen. Nach dem neuen Lehrplan sollen die Schüler dagegen „ein wertschätzendes Verständnis für die Verschiedenheit und Vielfalt der partnerschaftlichen Beziehungen“ kennenlernen, schreibt der Politiker in der von ihm herausgegebenen Zeitung „Wetzlar Kurier“. Irmer moniert ferner, dass nun auch Lobbyistengruppen in den Unterricht einbezogen werden können, etwa die Gruppe SchLAu (Schwul Lesbisch Bi Trans Aufklärung). Solche Gruppen hätten in der Schule nichts zu suchen.

Es gelte ein Indoktrinationsverbot. Irmer verweist auch auf ein Gutachten des Juristen Prof. Christian Winterhoff (Göttingen) zu einem entsprechenden Schulgesetz von Schleswig-Holstein, das dieser im August dieses Jahres angefertigt hatte. Danach darf die Schule nicht versuchen, Schüler zu beeinflussen und ein bestimmtes Sexualverhalten zu befürworten oder abzulehnen. Deshalb sei das Anliegen des neuen hessischen Lehrplans, wonach Schüler sexuelle Vielfalt akzeptieren sollen, verfassungswidrig.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erziehung

  1. Deutschland verdummt
  2. Was tun, wenn Kinder streiten?
  3. Wahlfreiheit für junge Eltern – der Pakt für junge Familien
  4. Die AfD will Kinder vor Frühsexualisierung schützen
  5. Die Kritik am neuen Lehrplan zur Sexualerziehung hält an
  6. Kanadischer Psychologe: In der Erziehung (liebevoll) autoritär sein
  7. Sachsen-Anhalt: DEMO FÜR ALLE verurteilt Werbung für sexuelle Vielfalt
  8. Demo für Alle ruft zur 'Weckruf-Demo' nach München
  9. Erzieht Kinder! Setzt Grenzen!
  10. Immer mehr Eltern versagen bei der Erziehung ihrer Kinder






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  6. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  7. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  8. Vertrauenskrise in der Kirche
  9. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  10. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  11. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  12. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  13. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  14. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  15. Warum die deutsche „Demokratie-Kirche“ keine Zukunft hat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz