Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“

Psychotherapeut warnt vor 'moralischen Narzissten'

12. Dezember 2016 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bonelli: Sie halten sich für gut und werten andere ab – Die Moralisierung ist mitverantwortlich am Erstarken der AfD - Ein Beispiel für einen „moralischen Narziss“ ist Volker Beck


Sankt Augustin (kath.net/idea) Vor einem „moralischen Narzissmus“ in Politik und Medien hat der Wiener Neurologe und Psychotherapeut Raphael M. Bonelli gewarnt. Der Bestsellerautor definiert einen „moralischen Narziss“ als jemand, der seine Weltanschauung dermaßen idealisiert, „dass sie für ihn immer mehr zur einzig möglichen Meinung, ja zur Wahrheit schlechthin wird“. Dadurch werde eine solche Person „dialog- und kompromissunfähig“. Sie sehe sich als moralisch gut, über jeden Zweifel erhaben und verdränge jegliches persönliches Fehlverhalten, sagte Bonelli in einem Interview mit dem Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (St. Augustin bei Bonn). Ein weiteres Kriterium für einen moralischen Narziss sei die Abwertung: „Er ist empört über andere Meinungen, kann es gar nicht fassen, dass jemand so und so denken kann – und vergisst dabei die Grundlage der Demokratie.“ Kürzlich habe der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) seiner Partei geraten, das ständige Moralisieren endlich zu lassen. Die Reaktionen von Grünen seien – im Sinn einer narzisstischen Kränkung – so heftig gewesen, dass der Politiker habe zurückrudern müssen. Bonelli: „Der deutsche Sprachraum ist voll von moralischem Narzissmus – auch in den Medien.“


Die Moralisierung ist mitverantwortlich am Erstarken der AfD

Immer mehr werde der Grundsatz der neutralen, fairen Berichterstattung aufgegeben zugunsten einer moralischen Belehrung des Lesers. Man halte ihn nicht mehr für fähig, sich seine eigene Meinung zu bilden: „Sie wird gleich mitgeliefert.“ Die Abwertung betreffe auch den Wähler. Er werde als Wutbürger dargestellt, „als frustrierter weißer Mann, wenig intelligent und ungebildet und vor allem voller Angst“. Bonelli zufolge ist „so viel Moralinsäure“ auf Dauer unbekömmlich. Zu Recht sehe Ministerpräsident Kretschmann diese Entwicklung kritisch und betrachte sie als mitschuldig am Erstarken der AfD in Deutschland, der FPÖ in Österreich und eines politischen inkorrekten Donald Trump in den USA.

Bonelli: Ein Beispiel für einen „moralischen Narziss“ ist Volker Beck

Als Beispiel für einen Politiker mit „moralischem Narzissmus“ nennt Bonelli den religions- und migrationspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck: „Der hat in den achtziger Jahren die Entkriminalisierung der Pädophilie befürwortet und später abgestritten, dies je getan zu haben. Er hat verbotene Substanzen konsumiert, also ziemlich viel Dreck am Stecken.“ Trotzdem präsentiere er sich unbeirrt als moralische Instanz, verkaufe sich selbstgerecht als „Menschenrechtler“ und verurteile Andersdenkende mit großer Entrüstung. Bonelli gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Narzissmus. Er ist Autor des Buches „Männlicher Narzissmus“ (Kösel-Verlag).

Beiträge von und über Raphael M. Bonelli auf kath.net.

kath.net-Buchtipp
Männlicher Narzissmus
Das Drama der Liebe, die um sich selbst kreist
Von Raphael M. Bonelli
Hardcover, 272 Seiten
2016 Kösel
ISBN 978-3-466-34639-4
Preis 20.60 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.



Foto Bonelli © Raphael Bonelli



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bonelli

  1. Wiener Psychiater Bonelli: 'Trump-Bashing oft auch narzistisch'
  2. Psychiater Bonelli: Schamgefühl wichtig für Persönlichkeitsreifung
  3. Soll es in der Erziehung absolute Verbote geben?
  4. Wiener Psychiater Bonelli rät Synode zu 'klaren Idealen'
  5. 'Nur das kranke Auge sieht sich selbst'
  6. Wenn die Stimmen dann verschwinden, wissen Sie Bescheid.
  7. Über Gottesfurcht, ichhafte Angst und Nächstenliebe
  8. Soll man bei der Erziehung absolute Verbote einsetzen?
  9. Sind manche Menschen prädestiniert, gläubig zu sein?
  10. Wie kann man das Herz stärken?







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  3. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  6. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  7. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  8. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  9. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  10. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  11. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  12. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  13. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  14. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz