20 März 2017, 13:00
Josef – der Mann der Stille, der zu träumen vermag
 
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Franziskus in Santa Marta: Josef – Mann des Gehorsams, Hüter der Schwächen und des ‚Traumes Gottes’. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Der heilige Josef stand im Mittelpunkt der Betrachtungen von Papst Franziskus bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der dritten Woche der Fastenzeit. Da der 19. März auf einen Sonntag fiel, wurde das liturgische Fest des Bräutigams Mariens am heutigen Montag nachgeholt.

Der heilige Josef – er gehorcht, wie dies im Evangelium berichtet wird (Mt 1, 6.18-21.24a), dem Engel, der ihm im Traum erscheint: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte“. Josef also ist, wie der Papst betonte, ein stiller und gehorsamer Mann. Er sei ein Mann, der auf seinen Schultern die Verheißungen „der Nachkommenschaft, des Erbes, der Vaterschaft, der Sohnschaft, der Stabilität“ trage:

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„Und dieser Mann, dieser Träumer ist fähig, seine Aufgabe anzunehmen, diese schwere Aufgabe, und er hat uns in dieser Zeit eines starken Gefühls der Verwaisung viel zu sagen. Und so nimmt dieser Mann die Verheißung Gottes an und bringt sie in Stille mit Kraft voran, er bringt sie voran, damit das, was Gott will, vollbracht werde“.

So sei der heilige Josef ein Mann, der „uns viel sagen kann, aber nicht spricht“, ein „Mann im Verborgenen“, der Mann der Stille, „der in jenem Augenblick die größte Autorität hat, ohne sie sehen zu lassen“. Franziskus hob hervor, dass die Dinge, die Gott dem Josef anvertraue, „schwache Dinge“ seien: „Verheißungen“, und eine Verheißung sei „schwach“. Dazu kämen dann die Geburt des Kindes, die Flucht nach Ägypten, die Situationen der Schwäche. Josef nehme es sich zu Herzen und bringe all diese Schwächen voran, wie man dies mit Schwächen täte: „mit viel Zärtlichkeit“, „mit der Zärtlichkeit, mit der man ein Kind in den Arm nimmt“:

„Er ist der Mann, der nicht spricht, sondern gehorcht, der Mann der Zärtlichkeit, der Mann, der fähig ist, die Verheißungen voranzubringen, damit sie fest, damit sie sicher werden. Der Mann, der die Stabilität des Reiches Gottes gewährleistet, die Vaterschaft Gottes, unsere Sohnschaft als Kinder Gottes. Gern stelle ich mir Josef als den Hüter der Schwächen vor, als den Hüter auch unserer Schwächen: er vermag es, viele schöne Dinge aus unseren Schwächen entstehen zu lassen, auch aus unseren Sünden“.

Josef sei der Hüter der Schwächen, damit sie fest im Glauben würden. Diese Aufgabe aber habe er in einem Traum erhalten. Er sei ein Mann, der träumen könne, betonte Franziskus. So sei er auch der „Hüter des Traumes Gottes“: der Traum Gottes, „uns alle zu retten“, der Traum der Erlösung werde ihm anvertraut. „Groß ist dieser Zimmermann“, so der Papst abschließend: „er ist still, arbeitet, bewahrt, bringt die Schwächen voran und vermag es, zu träumen“. Eine Gestalt also, die eine Botschaft für uns alle habe:

„Darum möchte ich heute bitten: er schenke uns allen die Fähigkeit zu träumen, denn wenn wir Großes träumen, die schönen Dinge, nähern wir uns dem Traum Gottes, den Dingen, die Gott von uns träumt. Er schenke den jungen Menschen – denn er war ein junger Mann – die Fähigkeit zu träumen, ein Risiko einzugehen und die schweren Aufgaben zu übernehmen, die sie in ihren Träumen gesehen haben. Und er schenke uns allen die Treue, die im Allgemeinen in einer gerechten Haltung wächst, er war ein gerechter Mann, sie wächst in der Stille – wenige Worte – und sie wächst in der Zärtlichkeit, die es vermag, die eigenen Schwächen und die der anderen zu behüten“.

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