29 Mai 2017, 09:30
Scheich: Muslime tragen keine Schuld an den aktuellen Terroranschlägen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Aufreger'
Das meinte eine Großscheich bei einem Vortrag des evangelischen Kirchentag in Berlin am Wochenende + Kölner Domradio verbreitete kommentarlos folg. Behauptet: "Terror in Ägypten richtet sich nicht gegen Christen oder Muslime"

Berlin (kath.net) Muslime tragen keine Schuld an den aktuellen Terroranschlägen. Diese These hat Großscheich Ahmed Mohammad al-Tayyeb (Kairo) bei einem Vortrag des evangelischen Kirchentag in Berlin am Wochenende vertreten wie idea bericthet. Der Scheich gilt als eine der höchsten Autoritäten des sunnitischen Islams. Die Anschläge hätten im Westen zu einem Bild geführt, dass der Islam brutal und blutrünstig sei: „Diese Verbrechen sind verabscheuungswürdig und stehen nicht für den Islam und die Muslime.“ Der Scheich behauptete auch, dass Muslime andere nie mit Waffengewalt zum Islam gezwungen haben.

Werbung
messstipendien


Im Zusammenhang mit dem Vortrag des Scheichs sorgte erneut ein Tweet des Kölner Domradios für Aufregung, der eine umstrittene Aussage des Scheichs ohne Anführungszeichen und kommentarlos verbreitete: "Terror in Ägypten richtet sich nicht gegen Christen oder Muslime. Terror will unserem Land schaden und es unsicher machen. al-Tayyeb #dekt17" Besonders bizarr: Am selben Tag fand in Kairo erneut ein Anschlag statt, bei dem viele Kopten von Muslimen ermordet wurden. Auf Twitter gab es daher auch heftige Reaktionen auf den Tweet des Kölner Domradios. "Schämen Sie sich nicht für die Lüge, dass sich der Terror nicht gegen Christen richtet?" oder "Schämen Sie sich eigentlich für diese Propaganda?"

Das Domradio meinte auf Twitter dann nur: "Dieser Tweet gibt Aussagen des Scheich al-Tayyeb beim #dekt17 wieder und nicht die Meinung von domradio.de."

Papst Franziskus sagte gestern nach dem Regina caeli übrigens zu dem Thema: "Ich möchte erneut meinem Bruder Papst Tawadros II und der ganzen ägyptischen Nation meine Nähe zum Ausdruck bringen, die vor zwei Tagen einen weiteren Akt grausamer Gewalt erlitten hat. Die Opfer, unter diesen auch Kinder, sind Gläubige, die zu einem Heiligtum unterwegs waren, um zu beten, und sie wurden getötet, nachdem sie sich geweigert hatten, ihren christlichen Glauben zu verleugnen. Der Herr nehme diese mutigen Zeugen, diese Märtyrer in seinen Frieden auf und er bekehre die Herzen der Terroristen."




Foto: (c) Wikipedia / Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Die ewige Erlösung vieler Seelen steht auf dem Spiel! (95)

Hütet euch vor den rigiden und versteiften Christen! (70)

„Einige junge Leute sind mit Lehre der Kirche nicht einverstanden“ (46)

Der Rassismus des Emmanuel Macron (40)

Cupich: Keine Kommunion für Homo-Paare ‚ist nicht unsere Politik’ (38)

Papst: "Wenn ihr so eine Sache seht, sofort zum Bischof!" (34)

Schick: Eucharistiegemeinschaft ist nicht die wichtigste Ökumenefrage! (33)

Die 12 Tricks des Anti-Christen, um Seelen zu stehlen (33)

Wenn es Gott denn gibt (27)

„Wie geht es der Kirche? Wie immer: Der Teufel stürmt gegen sie an“ (26)

Jugendsynode: Jesuitengeneral Sosa, Multikulti, sexuelle Orientierung (25)

Und nochmals 50.000 Euro für 'Schlepperkönig' und 'Team Umvolkung' (25)

Von der staatlichen Vereinigung der Kirchensteuerzahler abgemeldet! (23)

„Mich verblüfft der geradezu aggressive Tonfall des Interviews“ (23)

Jugendliche aus Panama schenken Papst Weltjugendtag-Kreuzanhänger (22)