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Belgischer Orden will weiterhin die aktive Sterbehilfe durchführen

13. September 2017 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Die belgische Ordensgemeinschaft Broeders van Liefde (Brüder der Nächstenliebe) bleibt bei ihrem „Nein“ zur Forderung von Papst Franziskus, in ihren 15 psychiatrischen Einrichtungen keine Euthanasie mehr durchzuführen.


Brüssel (kath.net) Die belgische Ordensgemeinschaft Broeders van Liefde (Brüder der Nächstenliebe) bleibt bei ihrem „Nein“ zur Forderung von Papst Franziskus, in ihren 15 psychiatrischen Einrichtungen keine Euthanasie mehr durchzuführen. In einer Pressekonferenz vertraten die Ordensmänner in einem Statement, dass man in den eigenen Einrichtungen die Freiheit der Ärzte, Euthanasie durchzuführen oder nicht, respektiere. Ebenso respektiere man die freie Entscheidung des Pflegepersonals, dabei mitzuhelfen oder nicht. Diese Freiheit, stellen die Ordensmänner weiter fest, sei durch das (belgische) Gesetz gewährleistet. Der Provinzialobere Raf De Rycke bestätigte bei der Pressekonferenz, dass die Brüder und das medizinische Fachpersonal auch künftig aktive Sterbehilfe leisten werden, obendrein sogar an Patienten, die nicht in absehbarer Zeit sowieso sterben werden. Er stufte diese Haltung als vereinbar mit der Glaubenslehre der Kirche ein, auch reagiere man damit auf Entwicklungen und Veränderungen in der Gesellschaft.


Allerdings teilt der Generalobere des Ordens, René Stockmann, diese Einstellung nicht und hat seinen eigenen Orden deshalb zuvor in Rom angezeigt, um die Frage zur Klärung zu führen.

Unbekannt ist bisher, wie Papst Franziskus dazu reagieren wird. Jedenfalls hatte er im Vorfeld dem Orden eine klare Frist und Maßgabe gegeben. Der Vorgang ist sowohl ein klares Nein zur grundsätzlich lebensbejahenden Lehre der Kirche wie auch eine direkte Provokation an Kirche und Papst.

Vgl. dazu auch: Euthanasie: Vatikanisches Ultimatum für belgischen Orden

Symbolbild: Sterbehilfe



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