28 September 2017, 12:00
Widerstand gegen Kommunion für Wiederverheiratete
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Wiederverheiratete'
Weihbischof Schneider: Selbst wenn ihre Bischöfe, Ordensoberen oder der Papst dies verlangen würden, sollten Priester im Einklang mit der zweitausendjährigen Tradition der Kirche wiederverheirateten Geschiedenen nicht die Kommunion spenden.

Astana (kath.net/jg)
Priester sollten bei der überlieferten Praxis der Kirche bleiben und zivilrechtlich wiederverheirateten geschiedenen Katholiken die Kommunion nicht reichen, selbst wenn ihre Bischöfe oder Ordensobere dies von ihnen verlangen sollten. Das sagt Athanasius Schneider, Weihbischof des Erzbistums der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana in Kasachstan in einem Interview mit dem Blog One Peter Five.

Werbung
irak


Nach der Veröffentlichung des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“ im März 2016 haben die Bischofskonferenzen verschiedener Länder unterschiedliche, teilweise einander widersprechende Richtlinien über die Kommunionspendung an wiederverheiratete Geschiedene veröffentlicht.

Priester und Laien, die der Tradition treu blieben, seien „in Gemeinschaft mit alle Päpsten, rechtgläubigen Bischöfen und Heiligen der letzen zweitausend Jahre, insbesondere in Gemeinschaft mit dem heiligen Johannes dem Täufer, dem heiligen Thomas Morus, dem heiligen John Fisher und den vielen verlassenen Eheleuten, die ihren Trauungsversprechen treu geblieben sind, ein Leben der Enthaltsamkeit geführt haben um Gott nicht zu beleidigen“, sagte Weihbischof Schneider wörtlich.

Die beständige Lehre der Kirche über die Ehe und die Kommunion sei, fuhr er fort, „stärker und sicherer als die misstönende Stimmt und Praxis, nicht bußfertige Ehebrecher zur heiligen Kommunion zuzulassen, selbst wenn diese Praxis von einem Papst oder den Diözesanbischöfen forciert wird.“

Priester sollten ihren Bischöfen und Oberen, ja selbst dem Papst, „liebevoll und respektvoll“ erwidern, dass die gesamte katholische Tradition gegen eine kurzlebige Praxis stehe, die in einem wesentlichen Punkt dem Lehramt widerspreche. Priester, die jetzt dazu angewiesen würden, die heilige Kommunion öffentlichen und nicht reuigen Sündern zu geben, sollten mit Überzeugung antworten: „Wir verhalten uns wie die ganze katholische Welt sich zweitausend Jahre lang verhalten hat“, empfahl Weihbischof Schneider.








kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
meist kommentierte Artikel

Papst liest "zum Schutz seiner Gesundheit" keine kritischen Blogs (81)

"Ich missachte keinen Menschen, der homosexuelle Neigungen hat" (40)

Diözese Linz: Paarsegnung für Homosexuelle zum Valentinstag (38)

Kardinal Müller: „Suizidale Modernisierung“ der Kirche (37)

Evangelischer Superintendent möchte Laun 'rechtlich verfolgen' lassen (33)

3 x Fake-News bei Spiegel-Bericht über Laun - Keine Schönborn-Antwort (26)

„Man kann eine homosexuelle Verbindung nicht segnen“ (22)

Katholische Sexualmoral (22)

Segnung von Homopaaren? Bistümer Paderborn und Aachen antworten (21)

Eine Bananenrepublik ohne Bananen (20)

Kardinal Schönborn: Kritik an Bischof Laun, Schweigen zu Homo-Segnung (17)

Schulschließungen in Hamburg – Katholiken wenden sich an Papst (16)

Redakteur eines Jesuitenmagazins bezeichnet sich als ‚Kommunist’ (16)

Junge Schänder einer Marienfigur müssen Mohammeds Marien-Lob lernen (16)

Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten (16)