23 November 2017, 06:00
Abtreibung ist keine normale medizinische Leistung
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Abtreibung'
„Ärzte für das Leben“: Vorsätzliche Tötung eines unschuldigen Menschen vor seiner Geburt darf nie zum Tagesgeschäft einer Arztpraxis werden, das wie im vorliegenden Fall in einer Liste mit Blutegeltherapie und Therapeutischem Reiten angeboten wird

Gießen (kath.net/Ärzte für das Leben) Morgen, am 24. November 2017 wird das Landgericht in Gießen über einen Fall der unerlaubten Werbung für Abtreibung in einer Praxis für Allgemeinmedizin in dieser Stadt entscheiden. Grundlage des Verfahrens ist § 219a des Strafgesetzbuchs, das außerhalb von anerkannten Beratungsstellen das „Verbreiten von Schriften [des eigenen] Vermögensvorteils wegen“, in dem Abtreibungen angeboten oder Erklärungen darüber bekannt gegeben werden, unter Strafe stellt. In einer Online-Petition bestreitet die leitende Ärztin der betroffenen Praxis nicht, dass auf deren Homepage Information über Abtreibung angefordert werden kann. Vielmehr argumentiert sie, dass § 219a „veraltet und überflüssig“ ist, da hierdurch die Beratungsstellen und nicht die Frauen entscheiden, wo diese abtreiben.

Werbung
christenverfolgung


Wie bereits der Berufsverband der Frauenärzte vor wenigen Tagen betont hat, soll § 219a StGB verhindern, dass Abtreibung in der Öffentlichkeit als etwas Normales dargestellt und kommerzialisiert wird.

Der Verein „Ärzte für das Leben“ schließt sich ausdrücklich dieser Auffassung des Berufsverbands an. Wie Prof. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins, heute morgen betonte „darf nicht vergessen werden, dass bei jedem – wie es euphemistisch heißt – ‚Schwangerschaftsabbruch‘ nicht nur die Schwangerschaft einer Frau abgebrochen, sondern das Leben ihres noch nicht geborenen Kindes beendet wird.“

Laut Cullen „darf die vorsätzliche Tötung eines unschuldigen Menschen vor seiner Geburt nie zum Tagesgeschäft einer Arztpraxis werden, das, wie im vorliegenden Fall in einer Liste mit ‚Blutegeltherapie‘ und ‚Therapeutisches Reiten‘ angeboten wird.“

Nicht umsonst ist die Abtreibung in Deutschland noch wie vor gesetzlich verboten und nur unter bestimmten Umständen straffrei. In einer humanen Gesellschaft darf dieser eklatante Verstoß gegen das elementarste aller Menschenrechte, nämlich das Recht auf Leben, nicht beworben werden. Ihre Trivialisierung wie im vorliegenden Fall lässt jede Sensibilität in einer so gravierenden Sache vollends vermissen.

Symbolbild: Blut

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Einsiedler Abt Urban Federer meint: „Schwul und zölibatär ist okay“ (62)

„Der Schutz des Lebens hat für die CDU überragende Bedeutung“ (56)

Der Traum alter Männer (46)

Causa 'Alois Schwarz' - Rom untersagt Pressekonferenz der Diözese Gurk (36)

Anglikanische Kirche führt Feier für Transgender-Personen ein (35)

„Deutsche Bischöfe überschritten klar ihre lehramtliche Kompetenz“ (33)

R. I. P. Robert Spaemann (31)

Das wäre der Dschungel... (30)

NEU! - kath.net-WhatsApp-Newsletter - NEWS und MISSION (26)

Weihbischof Michael Gerber wird neuer Bischof von Fulda (26)

Bischof: Keine Untersuchung eines möglichen eucharistischen Wunders (26)

Zollitsch-Satz ist „sehr katholisch“ (23)

Argentinien: Erzbischof spricht von „einer Art klerikaler Homolobby“ (21)

Polen und Ungarn blockieren erfolgreich die „LGBTIQ-Rechte“ in der EU (20)

Die Todesengel von links (20)