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Zulehner hofft: Ab 2019 mit verheirateten Priestern

8. Jänner 2018 in Weltkirche, 117 Lesermeinungen
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"Ich vermute, dass dies lateinamerikanische Bischöfe auf der Amazonassynode 2019 beschließen werden. Der Papst dürfte ihnen die Rückendeckung geben" - Anders als Franziskus sei Johannes Paul II. ein "um die Einheit besorgter Zentralist" gewesen


Wien (kath.net/KAP) Der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner rechnet mit einer baldigen Öffnung des katholisch-kirchlichen Priesteramtes für verheiratete Männer. "Ich vermute, dass dies lateinamerikanische Bischöfe auf der Amazonassynode 2019 beschließen werden. Der Papst dürfte ihnen die Rückendeckung geben", so Zulehner am Samstag in einem Interview mit dem "Kurier". Das werde andere unter Druck setzten, dem Beispiel der Lateinamerikaner zu folgen und auf diese Weise die Kirche verändern. "Es ist eine der wichtigsten Entscheidungen in diesem Pontifikat, dass der Papst den Zentralismus überwindet", so die Einschätzung des Theologen.

Bisher habe alle Welt nach der "römischen Pfeife" getanzt, das werde sich künftig aber ändern und zu einer "Revolution" führen. Rom sei bereit, in die "Schule der Regionen, der Kontinente, der Bischofskonferenzen" zu gehen, dort zu lernen und Entscheidungen regional zuzulassen oder für die Weltkirche zu übernehmen. Und auch Bischöfe könnten sich künftig etwa im Umgang mit Kirchenvolksbegehren nicht mehr alleinige auf Vorgaben aus Rom berufen.


Anders als Franziskus sei Papst Johannes Paul II. laut dem Theologen ein "um die Einheit besorgter Zentralist" gewesen, der verhindert habe, dass vieles, das sich regional entwickelt habe, in die Politik der Weltkirche einging. Diesen Entwicklungsverlust, diese Stagnation mache Papst Franziskus jetzt wett, "indem er sagt: Der Heilige Geist ist nicht nur in Rom".

Papst mutet Kirche neue pastorale Kultur zu

Der Papst mute der Kirche auch eine neue pastorale Kultur zu, die nicht mehr Gesetze, sondern den konkreten Menschen und seine Beziehung zur Kirche in den Mittelpunkt stelle. "Man spricht weniger von Sünden der Menschen, sondern von ihren Wunden, man moralisiert nicht, sondern man heilt." Der Papst sei weniger Ideologe, sondern Hirte, der sich um den einzelnen Menschen in seiner je einzelnen Situation kümmere, so Zulehner.

Die Schlüsselfrage laute: "Wie kann der Mensch Gott verbunden sein und von da her in einer unglaublichen Freiheit Mensch sein? Wer sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor einer Partei, vor der Wirtschaft, vor sozialen Medien. Der trägt seine Autonomie als Geschenk Gottes in sich: eine unantastbare Freiheit des Gewissens."

Kirche sozialer geworden

Unter Franziskus sei die Kirche auch sozialer geworden. "Der Papst hat aus erster Hand gelernt, dass die Kirche nicht in erster Linie die Reichen zu unterstützen hat, sondern dass vor allem die, die unter die Räder kommen, die bevorzugten Adressaten sind, darum wünscht er sich eine arme Kirche an der Seite der Armen und von den Reichen bittet er, mit ihm für die Armen zu wirken." Für die reichen Länder erwachse daraus die Frage, was es heiße, eine Option für die Schwächeren abzugeben. Dem Einzelnen zu helfen, sei dabei zu wenig, gefordert sei, so der Theologe, vielmehr eine Sozialpolitik zur Überwindung der Armut.

Deutlich erkennbar werde im Pontifikat Franziskus außerdem die Zunahme außereuropäischen Einflusses auf die Kirche. Zulehner rechnet damit, dass auch der nächste Papst kein Europäer sein wird. Das nächste Konvent werde hart, "was sich jetzt in Kleingefechten abspielt, wird sich dort im Großen abspielen" und es werde sich zeigen, ob der Kurs des jetzigen Papstes weitergeführt wird.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 15. Jänner 2018 
 

@ landpfarrer

Inzwischen habe ich mich in der Ukraine informiert,gemäß der kath.Lehre wird die Nottaufe von den kath. Byzantinern anerkannt,die Firmung muss rasch durch den Priester erfolgen!
Ein tragischer Fall,der die Zerrissenheit der 3 streitenden orth. Kirchen in der Ukraine zeigt,ereignete sich im Gebiet der Saporozer (Kosaken).Ein Mann beging Selbstmord, indem er aus dem Fenster sprang und fiel dabei auf ein 2jähriges Kind,das kurz darauf im Spital starb.Die verzweifelten Eltern gingen in die orth.Kirche (Patriarchat v. Moskau)neben dem Spital und baten den Priester um eine Liturgie. Weil das Kind aber in Kiew von einem Priester der autokephalen orth.Kirche der Ukraine getauft worden war,erklärte der russische Priester das Kind für UNGETAUFT u.verweigerte die Liturgie!!Das ging durch alle ukrainischen Medien!Seither legen die Leute Babypuppen in die Eingänge der orth. Kirchen des Moskauer Patriarchates!Und die Orthodoxen schreien "PROSELYTISMUS",wenn ihre Gläubigen griech.kath.werden!


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 Federico R. 15. Jänner 2018 
 

@Schlegl et al.: In meiner letzten Stellungnahme vom 11.1. habe ich in der Hitze des Gefechts leider übersehen, dass die Begriffe „Ästhetizismus“ und „Mystizismus“ meist eher abwertende Bedeutung haben. Das Positive dieser Begriffe, also Ästhetik und Mystik ohne das Suffix -zismus, habe ich natürlich gemeint. Bitte um Verzeihung.


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 SCHLEGL 13. Jänner 2018 
 

@landpfarrer

Ich werde mich erkundigen, ob etwa in der Ukraine so ein Problem mit einer Nottaufe vorgekommen ist(dort gibt es auch römisch-katholische Polen!).
Von einem Problem weiß ich allerdings, nämlich, dass manche griechisch katholischen Priester Probleme mit der Zulassung römisch-katholischer Kinder zur Kommunion im byzantinischen Ritus haben, wenn diese Kinder noch nicht gefirmt sind! Das könnte auch das Problem bei der Taufe erklären, weil diese immer zugleich mit der Firmung und gegebenenfalls der Eucharistie gespendet wird.
Was die orthodoxe Kirche betrifft, so gibt es tatsächlich Hardliner, die die Gültigkeit der römisch-katholischen Taufe nicht anerkennen. Übrigens anerkennen diese Hardliner auch nicht die Taufe durch einen orthodoxen Priester einer unkanonischen orth. Kirche. Ich kenne so einen Fall,wo der frühere griechische Metropolit die Taufe in der ukr. orth. Kirche,die nicht von Konstantinopel anerkannt ist,für nicht EXISTENT erklärt hat und sie wiederholen ließ.Msgr.Schlegl


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 freya 13. Jänner 2018 
 

@trueman

Sie meinen wohl einem anderen wiederverheiratet geschiedenen Priester?!
Was Franziskus für "erlaubt" erklärt hat, das erkläre man nicht für "unerlaubt"!! ;-)

Zum Thema Zölibat beschäftige man sich mit den Visionen der hl. Brigitta von Schweden: Jesus prophezeite dieser großen Mystikerin schon im 13. Jh., dass der Papst, der es wagen würde, den Zölibat aufzuheben, ewig verlustig gehen würde!
Ergo ist die Ehelosigkeit bzw. Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen in den Augen des Herrn unendlich kostbar und darüber überhaupt zu diskutieren pure Anmaßung!! Nicht umsonst verheißt der Herr denen, die Ihm uneingeschränkt nachfolgen einen 100fachen Lohn im Himmel!
Was Gott ge- und verordnet hat, das darf der Mensch nicht mutwillig ändern!!


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 landpfarrer 12. Jänner 2018 
 

@Vielen Dank für Ihre Auskunft.
Sollte ein unierter Priester (egal wo auf der Welt) z.B. die Ungültigkeit einer durch Laien gespendeten Taufe vertreten, wäre dies ein Skandal und würde einen schismatischen und häretischen Geist zeigen !
Dass auch die durch Laien gespendete Tauge gültig ist, ist ein Dogma, dabei ist das Vorliegen eines Notfalls nicht einmal zur Gültigkeit erfordert sondern nur zur Erlaubtheit.
Allerdings wird nach mir vorliegenden Lehrbüchern der Dogmatik auch in den getrennten Ostkirchen die Taufe durch Laien im Notfall nicht a priori abgelehnt. Man hört jedoch auch immer wieder z.B. von extremen Athos-Mönchen oder Hardlinern in der griechisch-orthodoxen Kirche, die nicht einmal die in der lateinischen Kirche (durch Priester ! ) geschweige denn bei Protestanten gespendete Taufe für gültig halten. Nach verbindlicher Lehre der Kirche ist auch die Taufe durch einen Heiden als gültig zu betrachten.


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 Zeitzeuge 12. Jänner 2018 
 

Habe ich da etwas falsch verstanden?

Nach der von Papst Benedikt XVI. angenommenen Erklärung der Internat.theol. Kommission bleibt die
Theorie des Limbus puerorum "eine mögliche theologische Hypothese", wer an ihr festhält, ist also kein Häretiker!
Lt. dem vorg. Text d a r f dieser jedoch nicht dazu verwendet werden,
"die Notwendigkeit der Taufe zu negieren oder die Spendung des Sakraments aufzuschieben."

Der Text spricht davon "eher gibt es Gründe zu hoffen, daß Gott diese Kinder genau deshalb retten wird, weil es nicht möglich war, für sie zu tun, was höchst wünschenswert gewesen wäre: Sie im Glauben der Kirche zu taufen..... ."

Die Notwendigkeit der Kindertaufe wegen
der Erbsünde wurde vom Konzil v. Trient
als Dogma definiert (DH 1514, NR 356), vgl. auch CIC § 849 i.V.m. 867,2!

Meine Frau hatte leider zwei Fehlgeburten erlitten, wir hoffen natürlich f.d. Kinder auf die Barmherzigkeit Gottes ohne aber den Limbus absolut auszuschliessen!

Vgl. auch KKK 1261!


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 trueman 12. Jänner 2018 

2019 mit verheirateten, 2020 mit den ersten geschiedenen Priester

eine tolle und hoffnungsvolle Zukunft wird da von Herrn Zulehner verheißen.
Wie wirkt sich allerdings das Weihesakrament aus, wenn ein geschiedener und wiederverheirateter Priester einem wiederverheirateten Geschiedenen unerlaubt die Sakramente spendet?


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 landpfarrer 12. Jänner 2018 
 

@Schlegl

aufgrund der östlichen Tradition. Aber was sagt ein unierter Geistlicher zu solchen Ehen (von Nicht-Unierten) ? Er wird ja nicht behaupten können, solche Ehen seien als ungültig zu betrachten oder sogar in der Praxis so zu verfahren ?


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 landpfarrer 12. Jänner 2018 
 

@Schlegl (1)

Die andere von Ihnen angesprochene Frage ist die nach den Spendern des Ehesakramentes. Die Spendung durch die Eheleute ist die allgemeine Lehre in der lateinischen Kirche, die Spendung durch den Priester (Segnung durch den Priester als Gültigkeitskriterium) wird in den Ostkirchen vertreten. Es ist dies keine rein akademische Frage sondern auch von praktischer Relevanz. Im lateinischen Ritus können auch Diakone beim Eheabschluss assistieren, in Ausnahmefällen sogar Laien (z.B. in den Missionsgebieten) und es gibt ja auch die Formdispens, nach der bei einer Mischehe bei erteilter Genehmigung auch die Eheschliessung durch einen nichtkatholoischen Amtsträger (z.b. evangelisch) oder die Ziviltrauung als gültig angesehen wird. All dies ermöglicht nach lateinischem Kirchenrecht eine gültige eheschliessung. Die getrennten Ostkirchen lehnen dies ab. Meine Frage: Wie wird dies in den unierten Kirchen gehandhabt ? Dass diese Formen dort nicht vorgesehen ist, scheint nachvollziehbar


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 SCHLEGL 12. Jänner 2018 
 

@Fatima 1713

Den von Ihnen zitierten Satz aus Ostungarn (griechisch katholische Diözese Hajdudorog) habe ich vor circa 20 Jahren in einer bekannten Ostkirchenzeitschrift gelesen, wobei es sich um das Zitat eines russisch orthodoxen Theologen gehandelt hat. Ich kann dieser Satz auch unterschreiben, die Lateiner sind zu wenig mystisch, sie leben viel zu wenig aus dem Geist der "Göttlichen Liturgie" und dem damit verbundenen Mysterium der Anbetung. Eine oft einseitig anthropologisch zentrierte Liturgie, wird dem Mysterium der realen Gegenwart des Sohnes Gottes nicht gerecht. So wichtig katechetische Aspekte auch sind, die Kirchenväter haben die heilige Liturgie als logike latreia = vernunftgemäßen Gottesdienst, bezeichnet.
Abgesehen davon ist das Mönchtum in den orientalischen Kirchen viel stärker präsent.Msgr. Franz Schlegl


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 Steve Acker 11. Jänner 2018 
 

Bücherwurm - Kirchendisziplin

An der Kirchendisziplin wird doch grad an allen Ecken massiv gerüttelt, da sie ja sooo hart und soo rigide und sooo unbarmherzig ist.

Was ich einfach sagen möchte: man meint mit der Öffnung des Priestertums für verheiratete Männer ein Problem zu lösen, aber es werden in der Folge noch viel mehr zusätzliche Probleme kommen.

Wenn dann die ersten Fälle von Scheidung und gewünschter Wiederheirat kommen, und der Priester dann suspendiert wird, gibt es dann Proteste und Shitstorms und eingaben beim Bischof und Papst...


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 gebsy 11. Jänner 2018 

wenn das stimmt,

dass die helfende Liebe Gottes die Gegenliebe des Geschöpfes weckt, ist es angebracht, den Begriff "KEUSCHHEIT" für ALLE Menschen verständlich darzustellen.
http://www.gebsy.at/433565304


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 Fatima 1713 11. Jänner 2018 
 

Korrektur

Ich habe in meinem letzten Kommentar (Aussage eines griech.-kath. Priesters) einen bedauerlichen Fehler gemacht, der den Sinn dessen, was ich sagen wollte, völlig verdreht hat. Der Priester sagte: "Die Westkirche würde die AUFHEBUNG des Zölibats nicht überleben, weil sie viel zu wenig mystisch ist." Ich wollte damit u.a. an Bernhard Josephs Kommentar bzgl. der anderen Glaubenssituation im Osten anschließen.


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 Einsiedlerin 11. Jänner 2018 
 

@Philosophus

"Man sollte Zulehner nicht so wichtig nehmen!"
GENAU!!!!!


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 SCHLEGL 11. Jänner 2018 
 

@ lesa

Der Ideologieverdacht(Unter dem Strich muss herauskommen,was vorher postuliert wurde)bezog sich auf die Unkenntnis der Praxis der Altorientalen,lang vor den Byzantinern. Das Thema ist völlig ausgespart!
@Federico R.:
Den Ästhetizismus und Mystizismus der Byzantiner hat mir Prof. Zulehner als ich Seminarist war,vorgeworfen.Die pastorale Seite hat er damals noch nicht klar gesehen.Viel später jedoch hat er sich wirklich bemüht armen Priesterstudenten aus Gebieten der griechisch katholischen Kirche Stipendien zu verschaffen.Also hat er die Notwendigkeit der Ausbildung von Seelsorgern aus Osteuropa gesehen und unterstützt.
Im 1.Jt.missionierten die Assyrer ganz Persien,Teile Indiens,sogar bis China. Der höchste Minister eines Mongolenherrschers war nestorianischer Christ!
Die Griechen missionierten ganz Osteuropa(Bulgarien,Serbien,Kiewer Reich,Rumänien usw.),die Expansion der Tataren,später des Islam waren dann große Hindernisse weiterer Mission.Msgr.Franz Schlegl


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 lesa 11. Jänner 2018 

Historisch gesichert

@Federico R. Danke, DAS jedenfalls ist historisch eindeutig verifizierbar.


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 Federico R. 11. Jänner 2018 
 

@Msgr. Schlegl, Sie verweisen etwas weiter unten ...

... auf Prof. Zulehner, der erkannt haben will, dass es in den Ostkirchen nicht um Ästhetizismus und Mystizismus in der Liturgie gehe, sondern um Seelsorge. Dazu mein Einspruch: Zur echten und wirksamen Seelsorge gehören neben dem Gebet zuvorderst auch Ästhetizismus und Mystizismus in der Liturgie, zwei Wesensmerkmale eigentlich per se, die sogar unter misslichsten Umständen zum Tragen kommen, etwa bei den heimlichen Messopfern in den Konzentrations- und Gefangenenlagern. Auch oder gerade dies war/ist Liturgie in Reinform, ästhetisch und mystisch zugleich trotz Blechdose als Kelch, vollzogen an Christi Statt von heiligmäßigen Priestern und somit tiefste Seelsorge. Ja, da Bestand/besteht keine Notwendigkeit mehr zur Verwaltung von Strukturen und Gebäuden, zum Organisieren von Ausflügen, Pfarrfesten, Seniorennachmittagen usw. Und dafür braucht es in der Tat keine zölibatären und heiligmäßigen Priester.


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 Federico R. 11. Jänner 2018 
 

@Msgr. Schlegl - Wenn man davon ausgeht, ...

... dass die lateinisch geprägte Röm.-Kath. Kirche im geschichtlichen Ablauf bis heute die erfolgreichste und bedeutendste christliche Gemeinschaft überhaupt war (und bislang noch ist), dann wage ich zu behaupten, dass sie dies ganz wesentlich ihrer hierarchischen Verfassung einschließlich ihres heiligmäßig handelnden (und auch selbst lebenden) zölibatären Klerus‘ verdankt. Es gab natürlich zu allen Zeiten auch „unheilige“ Vertreter unter der Geistlichkeit. Aber sie konnten das Wachsen, Blühen und Fruchten der Kirche in ihrer Geschichte nicht verhindern. Und letztlich war/ist das der Wirkmacht des Heiligen Geistes zu verdanken – oder etwa nicht? Auch die mit Rom unierten Kirchen profitieren bis heute davon – nicht trotz, sondern, wie ich meine, wegen der hierarchischen Ordnung Roms und wegen des Zölibats. Man muss nur mal darüber nachdenken.


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 lesa 11. Jänner 2018 

@schlegl: Sie haben recht: Es ist wichtig, bei Fakten zu bleiben und nicht auf der Basis von Eindrücken zu argumtieren. Wie ist demgegenüber Ihre Äußerung einzuordnen in Ihrer Antwort an Landpfarrer: "Trotz guten Aufbaus muss ich einen Ideologieverdacht wahrnehmen."? Auf diese Weise streuen man doch auch "Eindrücke", und nicht nur ddas ...


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 Fatima 1713 11. Jänner 2018 
 

Ich bin absolut keine Expertin zu diesem Thema

Aber ich möchte die Aussage eines Bekannten aus Ostungarn wiedergeben, zu dem ein griech.-kath. Priester gesagt hat:"Die Westkirche würde den Zölibat nicht überleben. Dafür ist sie viel zu wenig mystisch."


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 Stephaninus 11. Jänner 2018 
 

@Msgr Schlegl

vielen Dank. Ihre Hinweise helfen mir schon etwas. Ich werde versuchen .
Beste Grüsse


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 Bernhard Joseph 11. Jänner 2018 
 

Verehrter Msgr. Schlegl,

die Situation der Ostkirchen ist eine Besondere und lässt sich nicht einfach auf die Westkirche übertragen. Wie Sie sagen, gab es in den Ostkirchen eine viel stärkere äußere Bedrohung des Glaubens und der Kultur, so z.B. durch den Islam, so dass dort der Glaube tief in allen Bevölkerungsschichten verwurzelt blieb. Hingegen erleben wir im Westen insbesondere durch die Säkularisation eine innere Erosion des Glaubens, die tief in das Alltagsleben der Menschen hineinwirkt.

Zu dieser Säkularisation gehört natürlich auch ein ganz anderes Verständnis der Sexualität - siehe Emanzipation und 68er Bewegung. Damit verbinden sich ganz andere Gefahren für den Glauben, zumal unsere Gesellschaft immer mehr entsittlicht.

Man wäre sehr naiv, wenn man glaubte, dass diese Entsittlichung nicht auch in die Kirche hineinwirkte, sofern in ihr nicht ein Gegengewicht (Zölibat) erhalten bleibt. Gerade in heutiger Zeit wird der Zölibat, weil er gegen das Diktat des Zeitgeistes steht, zum Fels in der Brandung.


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 SCHLEGL 11. Jänner 2018 
 

@Laus Deo

Ihre Beurteilung der byz.Praxis in Sachen 2.Ehe bzw.der Weihe verheirateter Männer zu Priestern als LIBERAL,geht an der Wirklichkeit vorbei!
Die Ostkirchen sind von ihrem Wesen her ÄUSSERST KONSERVATIV,schon deshalb,weil sie sich immer in einer feindlichen Umwelt bewähren mussten (Assyrer/Armenier gegenüber den Persern,die Zarathustrianer waren, Byzantiner gegenüber dem Islam,bzw. Russland gegenüber den Tataren).Es geht um das gegenüber der 2 Prinzipien: AKRIBIA und OIKONOMIA.Es ist richtig, dass manchmal die Zulassung zu einer 2. Ehe zu locker gehandhabt wird,was auch orth.Theologen,z.B. John Meyendorff kritisiert haben!
Den Lateinern wirft man vor, nicht wenige Annullierung seien "Scheidung auf katholisch".
Wenn ich an viele,sicher ungsgültigen Ehen(vgl. Buch "Habsburgs verkaufte Töchter")denke,die von der Kirche toleriert wurden..,oder die Eheschließung Napoleons durch Prokurator ,die nach heutigem Recht absolut unmöglich ist..!Welche Form Gott am besten gefällt,überlassen Sie IHM!


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 SCHLEGL 11. Jänner 2018 
 

@Steve Acker

Diesen Heiratsstress,wie Sie sagen,hat die größte katholische Ostkirche (Ukrainer 6 Millionen Gläubige) von den jungen Theologen genommen.Die Priesterweihe soll in Zukunft VERHEIRATETEN erst ab 35 gespendet werden, die Weihe zum Diakon erst nach einigen Jahren Ehe, denn diese katholische Ostkirche hat sehr viel Nachwuchs und kann sich das leisten. Auch die griechisch-orthodoxe Kirche von Wien und Österreich hat jetzt wieder zusätzlich 2 junge Priester, Mitte 30, die natürlich verheiratet sind, während immer mehr Pfarren des lateinischen Ritus zu größeren Einheiten zusammengelegt werden müssen.Die serbisch orthodoxe Kirche von Österreich übernimmt immer mehr leerstehende römische Kirchen und hat ebenfalls eine große Anzahl junger Priester, die auch Religionsunterricht (Sammelunterricht) erteilen.Bei uns gibt es kaum mehr Priester, die in der Schule unterrichten, ich kann mir in meinen letzten Dienstjahren schon wie ein "Fossil" vor.Msgr.Franz Schlegl


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 SCHLEGL 11. Jänner 2018 
 

@Bernhard Joseph

Wissen Sie,-Federico R. hat es unten treffend gesagt-,befinde ich mich tatsächlich in einer schwierigen Situation.Als Priester des lat.Ritus habe ich die Ehelosigkeit als Wesensmerkmal des lat. Priesters überzeugt übernommen.Gleichzeitig kam ich aber durch das Studium der orth. Theologie und den Auftrag der Ostkirchenkongregation auch Seelsorger der griech.kath.Gläubigen zu sein,in Berührung mit der byz.Welt.Der damalige ukr.Pfarrer,röm.Doktorat,ehelos,konnte 5 Sprachen,hat mir viel erzählt.Unsäglicher Druck der Lateiner außerhalb der ethnischen Gebiete KEINE verheirateten Priester für byz.Gläubige einzusetzen.
Er sollte Bischof in Kanada werden,worauf er erklärte,er werde auch Verheiratete weihen, worauf man das Angebot zurücknahm!
Mit Benedikt XVI u.Franziskus wurde dieser ungerechte,den Unionsverhandlungen widersprechende Druck zurückgenommen!
Ich habe lat.Priester am Zölibat/byz. Priester in der Ehe scheitern gesehen.Zölibat ist die Lebensform Jesu, aber NICHT ALLER Apostel!


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 Laus Deo 11. Jänner 2018 

Teile die Ansicht von Bernhard

Wenn der Zölibat von Gott gewollt ist, und sich so durch die Kirche entwickelt hat, kann man nicht sagen, dass er kein Vorteil ist gegen der Orthodoxen Praxis. Das gleiche gilt ja auch bei den Widerverheiratetet, auch dort gibt es bei der Orthodoxie eine lockere Art, welche nicht mit einer Annulation zu vergleichen ist. Mir mag Msgr. Schlegl wiedersprechen, aber die Orthodoxe oder Östliche Tradition sehe ich persönlich eher liberal, betreffend der Ehescheidung wie auch der verheirateten Priester. Für mich ist die lateinische Form die Form welche so Gott am besten gefällt ist aber eine PERSÖNLICHE MEINUNG.


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 Zeitzeuge 11. Jänner 2018 
 

Werte Lesa! T. 2

Es geht jedoch mitunter nicht "nur" um den Zölibat, sondern um viel mehr bzgl.
Ökumenismus mit den Orthodoxen.

Theologen wie z.B. Prof. Suttner interpretieren die historischen Forschungsergebnisse doch klar im Sinne
einer an Hegel erinnernden Ideologie der "Einheit i.d. Verschiedenheit" mit den "Orthodoxen",
was i.V. mit einem "antirömischen Affekt" (v. Balthasar) auf einen "Ökumenismus ohne Wahrheit" (Lortz) hinausläuft!

Die mit Rom verbundenen Ostkirchen werden von solchen Theologen nicht mehr als Vorbild angesehen bzgl. Anerkennung
des päpstl. Jurisdiktionsprimats etc.!

Eine Bemerkung von J. Ratzinger, v.d. "Orthodoxen" nicht mehr zu verlangen, wie vor dem Jahr 1000 expliziert gewesen wäre,
wird gerne aus der Schublade geholt ohne zu beachten, daß der nachmalige Papst Benedikt XVI. dieses
dann natürl. nicht so umgesetzt hat!

Vor dem Konzil haben wir f.d. Wiedervereinigung im Glauben gebetet und genau das ist auch heute noch richtig, damit ein bevollm. Hirt und eine Herde werde!


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 Zeitzeuge 11. Jänner 2018 
 

Werte Lesa!

Für den Zölibat bei den "Lateinern" sind die theol. Begründungen, "Der ungeteilte Dienst" (Möhler, Neuaufl. wäre super mit Vorwort von Prof. Heid!) unwiderleglich!

Das die andere Variante von Rom bei den
kath. Ostkirchen um der Wiedervereinigung willen akzeptiert wurde und wird, hebt natürlich die theol. Begründungen für den Zölibat nicht auf.

Subjektiv wäre mir, wie ich schon einmal hier sagte, natürlich ein verh. kath. Ostkirchenpriester lieber wenn er denn
wirklich rechtgläubig, sittenstreng, fromm und ein eifriger Seelsorger wäre,
als die Herren, die hier in meiner Pfarrei seit ca. 45 Jahren sich "progressiv" gebärden.

Teil 2 folgt


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 bücherwurm 11. Jänner 2018 

@Steve Acker:

Ja, solche Diakone gibt es. Bei Wiederheirat werden sie bleibend vom Amt suspendiert. Wie auch Priester, die sich verheiraten wollen. Dafür gibt es eine Kirchendisziplin. Ich bin absolut kein Fan der Aufhebung des Priesterzölibates, aber dass es Menschen gibt, die diese Lebensform nicht durchhalten, kann nicht als Gegenargument überzeugen.

P.S.: Wussten Sie übrigens, dass wenn einem ständigen Diakon die Ehefrau stirbt, dass er dann automatisch im Zölibat lebt? Ohne weiteres Versprechen, sondern einfach als Folge der Diakonenweihe? Er darf nicht erneut heiraten.


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 Steve Acker 11. Jänner 2018 
 

ein paar Anmerkungen

Bei den Orthodoxen darf der Priesteramtskandidat nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt heiraten,ich glaube vor der Diakonsweihe. Das führt dazu dass er schauen muss, schnell noch zu heiraten, bevor es zu spät ist, sozusagen Heiratsstress. Keine gute Ausgangslage für eine ehe.
Ich sprach mal mit einem Priester, der in seiner Diözese die ständigen Diakone betreut. Er erzählte dass von einem der Probleme mit denen er zu kämpfen hat: so manche Diakone sind geschieden und heiraten wieder oder wollen wieder heiraten...
Sowas kommt dann garantiert auch, wenn verheiratete Priester generell zugelassen werden.

Aber
Die Kirche ist Gottes Werk und hat in 2000 Jahren so manchen STurm überlebt.
Sie wird auch diesen überleben.


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 Konrad Georg 10. Jänner 2018 
 

Joh 21,25

zeigt, daß die Schrift nur ein Teil der Überlieferung ist.
Nie hätte sich der Zölibat als etwas ganz Neues durchsetzen lassen.


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 Aschermittwoch 10. Jänner 2018 
 

Eine andere Möglichkeit...

Ich glaube viel eher, vor 2019 haben wir einen anderen Papst....


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 christine.klara.mm 10. Jänner 2018 
 

ff

...und flirtende Weiber,Trennung.Zu Trennungen wird es unvermeidlich kommen.Und Weiber,die keine Zurückhaltung vor dem zölibatären Priesterstand haben,einem absoluten Tabu,kennen noch viel weniger Zurückhaltung vor einem Verheirateten.Auch die Priesterfrau,mit den Kindern niemals in ungeteilter Zuwendung stehen könnend,wird anfälliger für eine erhoffte ungeteilte Zuwendung.Diese ist ja ohnehin auch allgemein äußerst selten.
So gesehen sollten Menschen mit sie total ausfüllenden Berufen nie heiraten dürfen. Sie brauchen nur Dienstleistungen für Nahrung und Putzdienste.Der jeweilige Ehepartner ist allein und die Kinder eher Vaterlos.
Und was das Beichtgeheimnis betrifft...
Zwischen zwei sich herzlich Liebenden ist StummSein müssen!!! dann natürlich verbunden mit einem mehr und mehr verstummenden Partner.
Also: Der Zölibat ist schwer aber vernünftiger. Um des Himmelreiches willen.


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 christine.klara.mm 10. Jänner 2018 
 

Der Zölibat

Ich erinnere mich daran,daß bei Paulus steht,daß er diesbezüglich(verheirateter Priester)von Christus keine Weisung erhalten hat.Diesen Umstand sollten wir nicht vergessen.Also schließe ich mich nicht der aufgescheuchten Meinung an,der Zölibat sei absolut unverzichtbar.Die Trennung in verheiratete Weltpriester,vor Ort in den Pfarren,und Mönchspriester,denen allein dann die Bischofsweihe zugestanden werden kann,ist im byzantinischen Ritus,ob mit Rom vereinigt oder Orthodox,üblich.
Paulus warnt aber davor,da der verheiratete Priester seine Frau und Kinder und Hausstand nicht vernachlässigen wird können und damit der"Sache Gottes":die Sorge für alle Gemeindemitglieder als seine geistlich Schutzbefohlenen nur geteilt nachkommen wird können.Auch sind Versetzungen viel komplizierter.Erpressungen in wirren Zeiten noch schwerwiegender.Der Druck auf die Familie immer top zu sein vor einer beständig beobachtenden Umgebung kann zur unerträglichen Belastung werden.Und:flirtende Weiber,Trennung....


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 SCHLEGL 10. Jänner 2018 
 

@Stephaninus

Was die Literatur betrifft, müsste ich mich auf die Suche begeben. Mit Sicherheit findet sich etwas in einem der vielen Hefte der "Catholica unio"-Zeitschrift "Der christliche Osten", die ich alle seit 1954 besitze. Leider wurde die in Würzburg herausgegebene Zeitschrift voriges Jahr eingestellt. Über das Thema: Entwicklung des Schismas zwischen Rom und Byzanz zwischen 867-1563 hat der Wiener Universitätsprofessor Dr. Ernst Christoph Suttner (er gehört zum byzantinischen Teil der Abtei von Niederaltaich) Bahnbrechendes erforscht. Aber ich müsste mich jetzt auf die Suche begeben, was zeitlich ziemlich aufwändig wäre. Mit besten Grüßen aus Wien,Msgr. Franz Schlegl


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 SCHLEGL 10. Jänner 2018 
 

@lesa

Auch wenn sie sich darüber aufregen,ich kann Ihnen leider nicht helfen.Die Studie von Heid,die ich mir vor vielen Jahren gleich nach dem Erscheinen gekauft habe,berücksichtigt die Tradition der Altorientalen praktisch überhaupt nicht.Ich habe eben auch von ostkirchlichen Theologen,sowohl orthodoxen, als auch griechisch katholischen sehr wohl Kritik an manchen unbeweisbaren Thesen des Autors gehört.
Der so genannte "Enthaltsamkeitszölibat",hat eben nicht funktioniert,nicht im Westen,nicht im Osten.
Die Behauptung die betreffenden Geistlichen hätten ab der Weihe enthaltsam gelebt,lässt sich nicht beweisen,wir haben nämlich keine Geburtsurkunden von deren Kinder.Hier ist bei den Lateinern eine gewisse "Verkrampfung" festzustellen,wie beim II. Vatikanum vor versammelten Auditorium der seligste griechisch katholische Patriarch Maximos IV Saigh von Damaskus und dem ganzen Orient festgestellt hat.Er sprach sogar von einer gewissen Hypokrisie der Lateiner in der Angelegenheit.Msgr.F.Schlegl


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 Laus Deo 10. Jänner 2018 

@Msgr Schlegl

Wir reden vielleicht aneinander vorbei, wir reden ja nicht über verheiratet Priester sondern über die Enthaltsamkeit. Kardinal Brandmüller sagte ja, dass es verheiratet Priester gab, in der Urkirche diese aber enthaltsam leben mussten. Sicherlich gibt es 2 Traditionen, aber ich persönlich und ich denke auch Kardinal Brandmüller sind überzeugt, dass der Zölibat der Wille Gottes ist.


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 Thomas-Karl 10. Jänner 2018 

Regionale Zölibats-Aufhebung?

Nehmen wir an, der Zölibat würde - regional begrenzt - für Amazonien aufgehoben. Die Zahl der europäischen Priester, die deshalb nach Südamerika übersiedeln, wäre wohl sehr gering...


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 hape 10. Jänner 2018 

Lieber @Zeitzeuge,

ganz herzlichen Dank für den Hinweis auf den kath.net-Artikel "Paul Zulehner, der große Manipulator". Es ist erschreckend, dass er im Fahrwasser von Papst Franziskus jetzt aus der Versenkung wieder auftaucht und seine Unheilsbotschaft erneut unters Volk bringen möchte.

Zeitgleich irrlichtert auch noch Bischof Bode mit seinen Phantasien zur Homosegnung durch die unendlichen Weiten des www. Soweit ich mich erinnere, sieht er auch schon die Interkommunion in Reichweite.

Halleluja. Die Kirche zerlegt sich selbst. Und zwar mit der Abrissbirne.

Lieber @Zeitzuge, Sie haben recht: Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 Zeitzeuge 10. Jänner 2018 
 

Mehr über den Rahnerschüler Prof.(sic!)Dr. Zulehner

kann man u.a. googeln unter:

kath.net vom 02.08.2010

Paul Zulehner, der große Manipulator,

v. Stephan Baier, übernommen aus der "Tagespost"

Aus einem Interview vom 10.08.16 in "Der Sonntag"

"Ganz toll fände ich es, würde Papst Franziskus zum Telefon greifen und Holl (1976 v. Priesteramt suspendiert), Drewermann (Häretiker, 2005 a.d. Kirche "ausgetreten") und Küng
anrufen und sie bitten (sic!), sich ihrem eigenen biographischen Traum entsprechend wieder mehr in die Kirche und ihre Entwicklung einzubringen."
(Einklammerungen von mir!)

Fast schon logischerweise ist Z. natürlich Anhänger der Mariatroster Erklärung der ÖBK, die der Königsteiner
Erklärung der DBK bzgl. des subjektivistischen "Gewissensbegriff" entspricht, diese Leute haben eben auch ihre pers. Konvergenzen, die Animosität gegen den Zölibat und partikularistische
"Kirchenträume" gehören ebenfalls dazu!

Custos quid de nocte?

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 Smaragdos 10. Jänner 2018 
 

Die ganze Diskussion in diesem Forum zeigt doch, dass es sinnvoller wäre, wenn Papst Franziskus eine Kommission einsetzen würde, die den Priesterzölibat in all seinen Aspekten untersucht (historisch, theoretisch, praktisch) statt eine solche, die den Diakonat der Frauen untersucht! Doch ihn interessiert ja nicht die geschichtliche Wahrheit, sondern seine eigene Agenda :(


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 landpfarrer 10. Jänner 2018 
 

@Richelius

Wenn Sie Patrologe sind, wie Sie behaupten, dann sollten Sie sich aber auch mit der umfangreichen Literatur zum Thema "Zölibat in der Alten Kirche" auseinandersetzen: hier ist zum Beispiel die luzide Studie von Stefan heid zu nennen. Selbstverständlich wurden in den ersten Jahrhunderten auch Verheiratete zu Priestern und Bischöfen geweiht. Nur die Frage ist, was nach der Weihe geschah. Oft war es so, dass vom Zeitpunkt der Weihe an Enthaltsamkeit erwartet wurde, nicht selten trat die Frau in ein Kloster oder eine Gemeinschaft von Asketinnen ein.


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 SCHLEGL 10. Jänner 2018 
 

@Federico R.

Da wird der Herr Professor jetzt keine Freude haben,wenn Sie mich in die Nähe seines Schülerkreises stellen!Er war unser Subregens im Priesterseminar von 1969-1971,gleichzeitig Dozent der Pastoralsoziologie(Vorlesungen waren übrigens gut!).
Aber er hatte keine Freude damit,dass ich die Erlaubnis für den byz. Ritus zur Unterstützung des damals einzigen ukr. griech.kath.Pfarrers anstrebte.
Die neue Führung des Seminars,ab Herbst 1971 unter Regens Dr. Josef Toth,der als Ungar aus der Diözese Gran(= Esztergom) in heroischer Weise die 1956 vor den brutalen Sowjettruppen in den Westen geflohenen Ungarn österreichweit betreut hat,hat mich TATKRÄFTIGST unterstützt und Kardinal Dr.König von meinen Absichten informiert.
Allerdings,das muss ich auch sagen,hat Prof.Zulehner als Pastoraltheologe sich um Stipendien für griech. kath. Studenten aus Osteuropa bemüht und erkannt,es geht in den Ostkirchen nicht um Ästhetizismus und Mystizismus in der Liturgie, sondern um Seelsorge.Msgr. Franz Schlegl


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 bernhard_k 10. Jänner 2018 
 

Wer Jesus ganz und radikal liebt ...

... kann gar nicht anders als zölibatär leben. Wer es fassen kann, der möge es fassen.

Ein Zeichen, dass die Hl.Kath. Kirche näher an Jesus Christus - und damit der Wahrheit - ist.

-> Zölibatäre Lebensform: Note 1
-> Nicht-zölibatäre Lebensform: Note 2

(nicht falsch verstehen: ein 2er ist keine schlechte Note ...)


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 Federico R. 10. Jänner 2018 
 

@Philosophus - @Msgr.Schlegl

Philosophus - Wie unschwer erkennbar, fördert Franziskus auseinanderdriftende Entwicklungen in der Kirche - zumindest lässt er sie zu. Und so ist auch die angekündigte Amazonassynode einzuordnen. Insofern ist doch jetzt schon zu erahnen, was kommen wird. Sicher mehr, als in Südamerika nur eine neue Tradition zu eröffnen. Gott bewahre uns und die Welt vor der weiteren Ausbreitung einer Funktionärskirche.

Msgr. Schlegl - Sie treten mit einem solchen Eifer für verheiratete Priester ein, dass man schon fast meinen könnte, Sie gehören zum Schülerkreis des Herrn Zulehner. (Das ist natürlich ironisch, also nicht ganz ernst gemeint.) Sicherlich ist es für Sie nicht einfach, da Sie ja quasi zweigleisig fahren müssen: auf dem einen Gleis in der westlichen (lat.), auf dem andern in der östlichen (byz.) Hemisphäre. Und jede hat halt ihre eigenen Traditionen, und diese dürfen/sollen ja auch beibehalten werden.


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 SCHLEGL 10. Jänner 2018 
 

@Richelius

Gut,dass Sie das gesagt haben!Ich habe mich nicht nur hier,sondern auch unter anderen Berichten,oft bemüht zu zeigen,dass es 2 Traditionen in der kath.Kirche gibt.Viele User wissen nämlich nicht,dass die Trennung von der byzantinischen Kirche nicht 1054 erfolgte,sondern ein Prozess war,der damals zwischen Patriarch Michael und Kardinal Humbert begonnen hat,aber erst mit dem Ende des Konzils von Trient (1563) abgeschlossen war.Die Lateiner haben 1439 am Konzil von Ferrara Florenz die byz. Tradition akzeptiert.
Der Zölibat der Lateiner war zwar im 1. Jt auf viele Synoden gefordert,aber offensichtlich nicht durchsetzbar.
Als ein Legat des Papstes Gregor VII um 1077 den deutschen Bischöfen und Priestern die absolute Forderung des Zölibats übermittelte,wäre er von den Priestern fast gelyncht worden.Das sagt schon etwas über die Zustände aus.Die Frau und der Priester als rechtlos und die Kinder als unfrei zu erklären, war auch alles andere als christlich!Das halten uns Orientalen auch vor!


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 Philosophus 10. Jänner 2018 
 

Herrn Zulehners Hoffnung und sonst gar nichts!

Hat Papst Franziskus jemals irgendwann gesagt, dass er am Zölibatsgesetz irgendetwas ändern möchte? Oder hat er sich nicht sogar zum Zölibatsgesetz der lateinischen Kirche bekannt?
Der emeritierte Professor Zulehner hofft auf die Zulassung verheirateter Priester im Jahre 2019. So lange der Heilige Vater nichts in diese Richtung sagt, halte ich eine derartige Diskussion für verfrüht auch übertrieben!
Man sollte Zulehner nicht so wichtig nehmen!


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 Bernhard Joseph 10. Jänner 2018 
 

@Richelius

"Es gibt hier schlicht zwei Traditionen, das ist alles."

Das mag ja so sein, aber darum ist diese unterschiedliche Entwicklung nicht unbedeutend, sonst hätte ja Luther Recht mit dem "sola scriptura". So sieht es aber die katholische Kirche nicht, in der eben auch die Tradition eine inhaltliche Wahrheit des Glaubens ausdrückt. Die westliche (römische) Tradition beruht ja nicht auf bloßem Brauchtum, sondern ihr wohnt ein tieferer Sinn bezogen auf den Zölibat inne, der nicht darum obsolet geworden ist, weil er heute von einem relativistisch eingestellten Teil des Klerus nicht mehr verstanden wird.


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 Richelius 10. Jänner 2018 
 

@ Laus Deo u. Smaragdos

Ich musy ihnen als Patrologe wiedersprechen. Zeugnisse fuer die Priesterehe finden sich bereits lange vor dem Trullanum. Es gab sogar verheiratete Bischoefe. Allerdings war dies immer eine oestliche Tradition. In der Westkirche wird die Ehelosigkeit bereits sehr frueh gefordert.
Es gibt hier schlicht zwei Traditionen, das ist alles.


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 hape 9. Jänner 2018 

Zölibat: Zeugnis der übernatürlichen Gnade

Wir lösen die Glaubenskrise nicht, indem wir freie Planstellen technokratisch mit verheirateten Priestern besetzen. Wir brauchen etwas anderes. Wir brauchen glaubwürdige Zeugnisse für die Existenz der übernatürliche Gnade. Deshalb brauchen wir den Zölibat.

Dazu Benedikt XVI (2010): „Der Zölibat … ist ein endgültiges ‚Ja‘, ein sich von den Händen Gottes Ergreifenlassen, ein sich in die Hände Gottes, in sein ‚Ich‘ Hineinlegen, das heißt es ist ein Akt der Treue und des Vertrauens, ein Akt, der auch Voraussetzung ist für die Treue in der Ehe. … Und diese Ehe ist die biblische Form, die natürliche Form des Mann- und Frau-Seins, die Grundlage der großen christlichen Kultur und großer Kulturen der Welt. Und wenn das verschwindet, wird die Wurzel unserer Kultur zerstört. Deshalb bestätigt der Zölibat das ‚Ja‘ der Ehe mit seinem ‚Ja‘ zur zukünftigen Welt …“

Quelle: http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/speeches/2010/june/documents/hf_ben-xvi_spe_20100610_concl-anno-sac.html


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 Federico R. 9. Jänner 2018 
 

@Msgr.Schlegl

Wie zu sehen, bewegt die Zölibatfrage doch noch die Leute. Gut so. Ich würde auf jeden Fall aus mehreren guten Gründen der Entwicklung in der latein. Kirche den Vorzug geben - etwa: War es nicht die Russisch-orth. Kirche, die sich recht bald mit der kommunistischen Diktatur ganz gut arrangiert hatte – vielleicht, weil die Familien des niederen Klerus damals ganz gut über die Runden kamen. Auch die protestantisch-nationalkirchlichen Gemeinschaften in Deutschland konnten sich im Dritten Reich problemlos entwickeln, weil ihre Familien keine Repressalien zu befürchten hatten. Und den Chinesen wäre heute die Aufhebung des Zölibats auch nur recht. Ein verheirateter katholischer Klerus im Reich der Mitte wäre wahrscheinlich zuverlässig und linientreu – dem Staat gegenüber.
Päpste, die die Übernahme von verheirateten Priestern aus anderen Konfessionen erlauben, verbinden das mit bestimmten Auflagen, z.B. keine Folge-Ehe nach dem Tod der Gattin, oder kein Einsatz in der norm. Gemeindepastoral.


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 Zeitzeuge 9. Jänner 2018 
 

Lieber hape!

Die Glaubenskrise sehe ich als die Wurzel
auch vieler anderer von Ihnen beschriebener Krisen an, insbesondere natürlich der seit 50 Jahren bestehenden Krise der Ehe-und Sexualmoral.

Vor einiger Zeit habe ich selbst im Fernsehen gesehen, daß der jetzige Bischof von Limburg den Geburtenschwund
als mitverantwortlich für den Priestermangel bezeichnet hat, natürlich
hat er dabei über Königstein kein Wort verloren.

Früher kamen die Priester u. Ordensleute oft aus kinderreichen Familien und auch viele Heilige!

Mit dem Glaubensschwund ging auch die Opferbereitschaft verloren.

Als Eltern einer für heutige Begriffe
großen Familie (4 Kinder, davon zwei schwerbehindert, zwei Fehlgeburten) können meine liebe Frau und ich wohl mitreden beim Thema Opferbereitschaft und Verzicht, vgl. jedoch Math. 7,13-24!

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 hape 9. Jänner 2018 

Noch was:

keine dieser Ursachen für den Priestermangel wird durch die Aufhebung des Zölibates beseitigt.


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 hape 9. Jänner 2018 

Priestermangel wegen Glaubensmangel?

Immer wieder taucht das Argument auf, Priestermangel entstehe durch Glaubensmangel. Das ist zu kurz gegriffen. Priestermangel hat noch mehr Ursachen. Etwa die Familienkrise. Hauskirche? Fehlanzeige. Statt dessen: Lebensabschnittsbeziehungen. Finanzielle Unsicherheit, Zeitverträge. Ehekrise. Scheidung. Unfähigkeit zur Bindung. Egotrip: zuerst Karriere, dann Kinder. Mist: zu alt, zu spät. Haben wir nicht irgendwo noch eine tiefgekühlte Eizelle rumliegen? Früher waren kinderreiche Familien normal, heute sind sie ein Armutsrisiko. Abtreibung. Alleinerziehende. Erst, Zweit-, Drittehe. Kein Problem. Dann die Kirche: Missbrauch, Missbrauch, Missbrauch. Finanzskandale ohne Ende. Gremiendiktatur. In jedem Provinznest bestimmen pensionierte Theologen und Ehrenamtliche, welcher Priester unter ihnen dienen darf. Welcher Junge nimmt sich da noch einen Priester zum Vorbild? Wo sollen Priester denn herkommen? Aus Patchworkfamilien? Nach Genderprinzipien von Homo-Eltern politisch korrekt erzogen?


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 Zeitzeuge 9. Jänner 2018 
 

Zur Zölibatsfrage bei den "Lateinern" ein Artikel zum Googeln:

Zehn Thesen der Deutschen Bischofskonferenz über die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen
30. November 1969

Zitat daraus:

X. "Die Zölibatskrise unserer Zeit darf nicht isoliert gesehen werden. Sie hängt innerlich mit der Priesterkrise und Glaubenskrise zusammen."

Diese Thesen sind bei Kathpedia zu finden mit einem zusätzlichen Hinweis
auf ein hoch int. Worddokument:

Dietrich von Hildebrand: Zölibat und Glaubeskrise

Zulehner & Co. sind also faktisch auf dem Stand gewisser holländischer Kreise aus dem Jahr 1969!

Meine persönliche These:

Wer hier im Westen gegen den Zölibat ist, wird mit Sicherheit auch kein Verteidiger von "Humane Vitae" sein!

Natürlich rede ich nur von den "Lateinern" (die dabei sind das Latein zu elimninieren, es gibt wohl nur ganz wenige Priester, die im o. Ritus vollständig auf Latein zelebrieren, ich freue mich über jeden einzelnen, kenne pers. aber keinen!).

Ich rede hier nicht über die Ostkirchen
oder seltene Indulte für Konvertiten!


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 Laus Deo 9. Jänner 2018 

Msgr Schlegl

Wenn wir aber historisch betrachten, wie ich es im Bericht von Kardinal Brandmüller bereits zitiert habe, ist der Zölibat, die Form des Priestertum seit der Zeit der Apostel. Jesus selber war unverheiratet, und seine Apostel war seit der Berufung ohne Frauen. Wie sie beschrieben haben gibt es viele Orthodoxe Priester welche die Familien fast nicht über die Runde bringen, hier müssen wir auch fairer Weise sagen, dass es menschlich ist, dass hier die Familie vor der Pfarrei vor dem Dienst kommt und somit eigentlich nicht dem Auftrag Christi entspricht. Ich sehe den Priestermangel nicht wegen dem Zölibat sondern eher wegen dem Glaubensabfall. Wenn man heute in die Kirchen geht sieht man wie bereits dort die Ehrfrucht vor dem Heiligen verloren ging. Wenn ein Junger Mann die Gnaden erkennt was es bedeutet Priester zu sein, in Persona Christi zu Handeln glaube ich gäbe es auch mehr berufe und jeder würde den Zölibat selber wählen, sie sagen ja selber in der Ostkirche hat mein ein Achtung dav


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 Stephaninus 9. Jänner 2018 
 

Verbürgerlichung der Kirche

Persönlich habe ich als junger Mann lange mit mir gerungen, den Weg des Priestertums zu gehen. Schliesslich habe ich mich für Frau und Familie entschieden. Aber es ist schon so, dass ich, obwohl ich überzeugter Vater und Ehemann bin, oft leicht "neidisch" auf unsere unierten (oder auch orthodoxen, zuweilen auch anglikanischen [ich weiss, ihr Priestertum wird nicht anerkannt] Geschwister mit ihren verheirateten Priestern blicke. Dann denke ich: warum stand mir dieser Weg nicht offen? Zuweilen leide ich an dieser Situation.
Ich habe aber den Eindruck, dass, wenn heute die Zölibatsverpflichtung abgeschafft oder relativiert würde, das im Westen zu einer noch hemmungsloseren Verbürgerlichung der Kirche führen würde. Aber genau dagegen steht ja unser Papst, so ich ihn richtig verstehe, mit aller Klarheit.


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 Federico R. 9. Jänner 2018 
 

@ verehrter Msgr. Schlegl, ich respektiere ...

... und bewundere Ihren engagierten Einsatz im Forum. Was ich sicher nicht bin (und nicht sein möchte): ein purer Theoretiker in Glaubensdingen. So glaube ich schlicht und einfach aus innerer Überzeugung, dass die Entwicklung der priesterlichen Ehelosigkeit in der katholischen Kirche ganz und gar geistgeführt war. Nur der Hl. Geist lässt uns das Jesus-Wort „Wer es fassen kann, der fasse es“ in seiner ganzen Bedeutung und Tragweite erkennen. Die Apostelfürsten Petrus und Paulus, zwei Felsen, auf denen Christus seine Kirche gebaut hat, starben in Rom als Blutzeugen den Märtyrertod. Sie hatten ihre Familienverbände verlassen. Über das Schicksal ihrer Familien – Eltern, Frauen, Kinder? - nach dem Märtyrertod ist, soweit ich weiß, nichts bekannt. Sie waren letztlich frei für Christus und können als die bedeutendsten ersten Heiligen der Kirche uns den tiefen Sinn der priesterlichen Ehelosigkeit erschließen helfen. Ist das nicht ein Alleinstellungsmerkmal und Erfolgsmodell unserer Kirche?


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 lesa 9. Jänner 2018 

tragende Wirklichkeit

Ein Großer Mann der Ökumene (er war evangelisch) äußerte seine Sorge, die Kirche könnte das Band zwischen Priestertum und Zölibat völlig auflösen: „Weiß die katholische Kirche, welch radikale Umkehrung der Werte sie damit einleiten würde? Der Zölibat der Priester, Torheit des Evangeliums, hat in ihr eine verborgene Wirklichkeit bewahrt. Mit der Priesterehe würde die Kirche stärker funktionsbezogen und zweckorientiert werden. Die Heirat der Priester wird zur Lösung der derzeitigen Krise nichts beitragen. Der zahlenmäßige Rückgang der Berufungen hat andere Gründe und erfordert andere, wesentlichere Maßnahmen.“


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 SCHLEGL 9. Jänner 2018 
 

@ Laus Deo

Da irren Sie sich!Ebenso Kardinal Brandmüller. Warum?
Das Kuppelkonzil von Konstantinopel (691) bezieht sich NUR auf die Byzantiner!
Dieselbe Praxis, nämlich verheiratete Männer zu Priestern zu weihen,kennen die Assyrer (Kirche des Ostens, früher Nestorianer genannt),obwohl sie bereits 431 jeden Kontakt mit Konstantinopel und Rom abgebrochen haben.
Genau dasselbe gilt für die Kopten, Äthiopier, Westsyrer (früher Jakobiten) und die Armenier,die die Einheit mit Rom und Konstantinopel nach dem Konzil von Chalcedon(451)abgebrochen haben.Auch diese weihten schon immer verheiratete Männer zu Priestern,weshalb die von Brandmüller aufgestellte Behauptung des "Enthaltsamkeitszölibats" für den Osten nicht aufrechtzuerhalten ist.
Das Ganze ist ein Eiertanz,der im Letzten dem Zölibat schadet.Der ehelose Priester und der Bischof erfreuen sich bei allen Orientalen besonders großer Wertschätzung als geistliche Führer, ohne damit die verheirateten Priester herabzusetzen.Msgr. Franz Schlegl


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 Bernhard Joseph 9. Jänner 2018 
 

@Msgr. Franz Schlegl - Fortsetzung

Mir scheint, die Ursachen des Priestermangels liegen nicht im Zölibat sondern im Schwund des Glaubens, was natürlich gravierende Rückwirkungen auf die Bereitschaft hat, sich ganz in den Dienst Gottes zu stellen.

Dass eine Vertiefung des Glaubens dadurch erreicht wird, dass man den Zölibat in der lat. Kirche abschafft, darf man bezweifeln, denn damit verbindet sich ja kein neuer Glaubensaufbruch.

Es ist doch eher ein Zeichen tiefer Glaubenserschütterung, dass viele Menschen nicht mehr bereit sind, ihr Leben ganz auf Gott zu stellen.

Leser wie @krak des chevaliers sehen gerne durch Priestermangel die Kirche in Gefahr und wollen so glauben machen, dass diese Gefahr durch eine Beseitigung des Zölibates zu bannen wäre, wobei die eigentliche Gefahr, die rasante Erosion des Glaubens im Sinne des Gott-Vertrauens, einfach ignoriert wird. Ich sehe den Priestermangel als eine Mahnung, wieder zum tragenden Glauben zurückzufinden und jedem Glaubensrelativismus eine klare Absage zu erteilen.


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 Bernhard Joseph 9. Jänner 2018 
 

Verehrter Msgr. Schlegl, ich erlaube mir, an die "Kölner Kircheninitiative" zu erinnern

Darf ich nochmals auf Ihren unteren Kommentar zurückkommen, in dem Sie das Thema Weihe von Frauen zu Priestern als endgültig entschieden und damit erledigt ansehen. Zu den Unterstützern der "Kölner Kircheninitiative" zählten die Theologen Hermann Häring, Hans Küng und Paul Zulehner. Solche "Initiativen" greifen in mehr oder weniger verdeckter Form das Thema immer wieder auf. Insofern darf man gerade bei den Aussagen Zulehners hier weiterführende Motivlagen durchaus annehmen.

Sie schreiben unten: "Ich halte den Zölibat der lat.Kirche in Zeiten,wie diesen für sinnvoll,sehe aber auch die funktionierende Praxis d.kath.Ostkirchen mit mehr Nachwuchs!"

Mir scheint, es wäre doch erst einmal deutlich zu machen, worin das Sinnhafte des Zölibates genau liegt. Erst dann ergibt sich doch eine Unterscheidung, die ja nicht belanglos sein kann.

Leider ist zu vermuten, dass viele junge Menschen heute Angst haben, dass wenn sie ganz auf Gott vertrauten, sie am Ende auf Sand gebaut haben könnten.


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 Smaragdos 9. Jänner 2018 
 

Aus dem exzellenten Artikel von Kardinal Brandmüller

Wenn es denn gesicherte historische Erkenntnis ist, dass alle Kirchenreform, die diesen Namen verdient, aus einer vertieften Erkenntnis des Glaubens der Kirche erwächst, dann wird auch die gegenwärtige Bestreitung des Zölibats durch eine neue und tiefere Erfassung des Wesens des Priestertums überwunden werden. Je deutlicher es gelehrt und verstanden wird, dass das Priestertum der Kirche nicht eine Dienstfunktion ist, die im Auftrag der Gemeinde ausgeübt wird, sondern darin besteht, dass der Priester kraft des Sakraments der Weihe "in persona Christi" lehrt, leitet und heiligt, dann wird neu verstanden, dass er auch die Lebensform Christi übernimmt. Ein so verstandenes und gelebtes Priestertum wird aufs Neue seine Anziehungskraft auf die Elite der Jugend erweisen.

Im übrigen wird der Zölibat wie die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen für eine säkulare Lebensauffassung immer ein Ärgernis bleiben. Schon Jesus selbst hat dazu gesagt: "Wer es fassen kann, der fasse es".


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 bernhard_k 9. Jänner 2018 
 

Was sollte denn durch verheiratete Priester besser werden?

Können denn die Zölibatsabschaffer gar nicht mehr vernünftig bzw. jesusgemäß denken?

Der Zölibat ist heilig, kraftvoll und für die Hl. Kath. Kirche äußerst segensreich. Zölibatäre Priester leben ganz für ihren Herrn und eben nicht nur "neben" ihren Frauen (die dann ohnehin nur eifersüchtig wären).

Zölibat = Radikalnachfolge aufgrund radikaler Liebe zu Jesus!

Der Zölibat ist DER benchmark für andere Kirchen, und eben nicht umgekehrt ...


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 SCHLEGL 9. Jänner 2018 
 

@Zeitzeuge

Vielleicht können Sie sich erinnern, ich habe schon einmal geschrieben, die Erklärung der byzantinischen Priester habe ich auf deren Wunsch verfasst, weil ich der einzige in der Pfarre tätige Priester bin, für den Deutsch die Muttersprache ist. Der Text wurde vom Generalvikar der Byzantiner, zusammen mit dem griechisch katholischer Weihbischof von Kiew überarbeitet,teilweise etwas abgemildert, aber über 80 % meines Textes sind geblieben.
Natürlich ist die Weihe verheirateter Männer zu Priestern KEIN Allheilmittel, aber immerhin eine Möglichkeit,die im Osten gut funktioniert. Nicht wenige verheiratete Priester sind in der kommunistischen Zeit ebenfalls Märtyrer geworden!Msgr. Franz Schlegl


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 SCHLEGL 9. Jänner 2018 
 

@francomacorisano/ @Pirkheimer/@Gebsy

Sie haben die Kommentare unten überhaupt nicht gelesen! Es geht nicht um die Protestanten, sondern um die katholischen Ostkirchen und die Orthodoxen, die sowohl den ehelosen Mönch, als auch den verheirateten Priester kennen und genügend Nachwuchs haben!
@Pirkheimer: Sie haben keine Ahnung! Die orthodoxen, beziehungsweise griechisch katholischen Priester haben in Osteuropa ÜBERHAUPT kein geregeltes Einkommen! Sie leben von den Spenden der Gläubigen.
Ein Mitbruder mit Familie musste in der Ukraine von Kirche zu Kirche hetzen,um diverse Gottesdienste zu zelebrieren, damit seine Familie überleben konnte. Ohne fixes Einkommen,können sie überhaupt nicht budgetieren. Sowohl griechisch katholische, wie auch orthodoxe Priester außerhalb der ethnischen Gebiete, sind manchmal gezwungen daneben noch einen weltlichen Beruf auszuüben,zum Beispiel Bibliothekar,oder Lehrer,um existieren zu können.
@Gebsy: der Priester,den Sie meinen, bekäme in diesem Fall wohl Unterstützung seiner Gläubigen!


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 gebsy 9. Jänner 2018 

Gegenseitiger Beistand

als Argument für den Zölibat ist sicher berechtigt.
Der pensionierter Arbeitskollege KONRAD pflegt seit sieben Jahren seine bettlägerige Frau.
Wäre diese Situation einem SEELENEIFRIGEN verheirateten Priester auch zuzumuten?


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 Richelius 9. Jänner 2018 
 

Die Aussagen von Hw. Zulehner yum Zoelibat sind angesichts des Restes, den er von sich gibt zu vernachlaessigen. Die Forderungen des Kirchenvolksbegehrens waren ja gerade etwas, was groszteils nicht regional entschieden werden koennte.

@ Schlegl
Bei Ihrer Aufzaehlung der Kirchen haben Sie die Kirche des Ostens vergessen, die ebenfalls in der apostolischen Sukzession steht.


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 francomacorisano 9. Jänner 2018 
 

Ein Holzweg!

Wer sich einbildet, den Priestermangel mit der Abschaffung des Zölibats zu beheben, ist auf dem Holzweg! Auch bei den Protestanten fehlen Pastoren, obwohl die heiraten dürfen!


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 Federico R. 9. Jänner 2018 
 

@Msgr. Schlegl, ...

... darf ich Sie in einem wichtigen Punkt korrigieren? Der Zölibat ist für die katholische Kirche nicht nur für die gegenwärtige, sondern auch für die uns noch bevorstehende Zeit bis zur Wiederkunft Christi absolut sinnvoll und derzeit geradezu eine Notwendigkeit. Er muss allerdings überzeugend gelebt werden. Glauben wir nicht, dass der Priester, also auch Sie, in persona Christi handelt. Kathpedia: „Nur die dazu Berufenen und in Übereinstimmung mit der Kirche mit dem Weihesakrament ausgestatteten Priester und Bischöfe haben in einer besonderen Weise Anteil am mystischen Leib Christi, der die Kirche ist.“ Jesus hat ehelos gelebt und ist ehelos gestorben – für unsere Schuld. Ihr Priester, lasst Jesus Christus nicht allein, dann werdet auch ihr letztlich niemals allein sein.
Und was die Weihe von Frauen betrifft: Johannes Paul II. und seine Vorgänger haben auch zu anderen Themen Verbindliches gesagt, das man heute unbedingt uminterpretieren möchte.


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 girsberg74 8. Jänner 2018 
 

Nichts für ungut!

@Cremarius :
„Folgeprobleme … Wohl erst wenn alles geschliffen ist, wird Ruhe eintreten,- Friedhofsstille.“

Sie meinten sicherlich „geschleift“, nicht „geschliffen“.(?)


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 Montfort 8. Jänner 2018 

@st. michael - Zu Ihrer Frage

"Wer um Gottes Willen soll die Herrschaften aufhalten?"

Gott natürlich! Und der Hl. Erzengel Michael wird wohl allen, die glauben, die Kirche eigenmächtig für sich ausnutzen und umbauen zu können, die entscheidende Frage entgegenhalten: "Wer ist wie Gott?", und ihnen im Auftrag Gottes den Zugang zum "verlorenen Paradies" verwehren.

Heiliger Erzengel Michael, ...


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 hape 8. Jänner 2018 

Wollen wir verkünden, dass die Gnade unzureichend ist?

„Die entscheidende Herausforderung bei der Frage nach dem kirchlichen Zölibat [ist] nicht der Priestermangel … In Wirklichkeit stellt das Problem des priesterlichen Zölibats die Frage nach der Wirksamkeit der Gnade. Der Zölibat ist eine Gnade, wie der heilige Johannes-Maria Vianney wiederholte: ‚Die Reinheit stammt vom Himmel, man muss sie von Gott erbeten. Wenn wir darum bitten, werden wir sie erhalten.‘ Den Zölibat aufgeben hieße, auf den Druck des Zeitgeistes hin zu verkünden, dass die Gnade unzureichend ist, dass sie nicht dazu befähigt, ein übernatürliches Leben zu führen.“

Quelle: http://www.fssp.org/de/pretre7.htm


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 Pirkheimer 8. Jänner 2018 
 

@SCHLEGL

Sehr geehrter Monsignore,
Sie schreiben u.a.: " Interessanterweise gibt es aber in der griechisch katholischen Kirche in Transsilvanien, Ukraine, Ostungarn, Ostslowakei einen derartigen Priesternachwuchs,dass sogar kleine Pfarren besetzt werden können und die Priester mit 62 Jahren die Pension antreten.Das Durchschnittsalter der Priester liegt zwischen 35-40 Jahren,.."

Um diese Situation richtig beurteilen zu können, muss man allerdings einmal dazu schreiben, wie in den entsprechenden Ländern einerseits das Durchschnittseinkommen der Bevölkerung und andererseits das Einkommen der Priester ist.
Wenn man das mit in die Überlegung einbezieht, sieht die Sache aber schon etwas sehr anders aus!


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 Zeitzeuge 8. Jänner 2018 
 

Im Westen war die Forderung nach Abschaffung des Pflichtzölibats

immer ein Postualt der sich "liberal" Nennenden, die dann oft in Häresie und Schisma endeten, z.B. "Altkatholiken" oder
"Mariaviten"!

Welcher Heilige (i. Westen) hat jemals dieses gefordert?

Der ungeteilte Dienst (Möhler) ist unbedingt beizubehalten!

Bzgl. der Praxis der mit Rom verbundenen Ostkirchen verweise ich auf die Erklärung der öst. Priester des byz. Ritus, die dankenswerterweise von Msgr. Schlegl mit veranlaßt wurde.

Dort auch die Aussage, daß die Berufungskrise im Westen nicht mit dem Lebensstand verbunden ist, sondern mit
der Krise des Glaubens in der westl. Gesellschaft!

Die Ausführungen der Priester des byz. Ritus sind aufschlußreich und unbedingt lesenswert!

Zu googeln wie folgt:

kath.net 17. Februar 2012 Verheiratete Priester sind kein Allheilmittel.

Ansonsten habe ich hier zu diesem Thema
mich bereits geäussert, so daß ich das
nicht noch einmal wiederholen will!


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 Stephaninus 8. Jänner 2018 
 

Verheiratete Priester

wären für mich nicht die absolute Unmöglichkeit. Ihre Einführung in der aktuellen Situation würde aber zu einer weiteren Errosion des Katholischen in der westlichen Welt beitragen, vielleicht den Priestermangel eine gewisse Zeit durchaus lindern, aber gleichzeitig zu neuen, weit gravierenderen Problemen führen (Priester mit Freundin zusammenleben, geschiedenen, wiederverheiratete Priester, Priester mit mehr oder minder offenen Homoehen, Indifferenz zum protestantischen Pastorenamt...um nur ein paar Belange zu nennen).


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 hape 8. Jänner 2018 

Jerzy Popieluszko

Der polnische katholische Priester Jerzy Popieluszko, der es gewagt hatte, dem kommunistischen Regime zu trotzen. Eine gute Dokumentation lief vor ein paar Tagen auf arte.tv

Für mich ist Jerzy Popieluszko ein Heiliger und Martyrer. Ich stelle mir lieber nicht vor, wie das damalige kommunistische Regime Polens mit seiner Familie umgesprungen wäre, wenn Jerzy Popieluszko verheiratet gewesen wäre. Zum Glück aber lebte er zölibatär.

Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/054775-001-A/vergissmeinnicht/


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 Smaragdos 8. Jänner 2018 
 

"Der Priesterzölibat ist unbezweifelbar apostolische Überlieferung!" (Kardinal Brandmüller)

@Laus Deo:

Tausend Dank für Ihren Hinweis auf den Artikel von Kardinal Brandmüller über den Zölibat! Da ist alles Wesentliche gesagt, u.a. dass der Priesterzölibat apostolische Überlieferung ist, und zwar unbezweifelbar (wie ich übrigens schon vor einiger Zeit in diesem Forum sagte), und dass die Orthodoxen 691 auf dem Konzil in Trullo diese apostolische Tradition bewusst gebrochen haben.

Möge Kardinal Brandmüller dem Papst vor der Amazonassynode diesen Artikel zum Lesen geben!


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 gebsy 8. Jänner 2018 

Vergelt's Gott!

Msgr. Schlegl - Ihr Hinweis ist mir sehr wertvoll.
Es wäre das Letzte, jemanden zu beleidigen; Sie machen mich darauf aufmerksam, dass auch diese Darstellung beleidigend sein kann: http://www.kathtube.com/player.php?id=12385


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 leibniz 8. Jänner 2018 
 

Verehrter Monsignore Schlegl,
nichts für Ungut, aber ich sehe im Moment einen gewissen Teil der Kirche in einem ICE sitzen, welcher gerade im Begriff ist, mit einer Geschwindigkeit von 400 km pro Stunde den katholischen Glauben zu überfahren.
Ich bezweifle, ob es für diese Personen "endgültig verpflichtende Entscheidungen" gibt.


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 Cremarius 8. Jänner 2018 

Folgeprobleme, Amerikanische Päpstin

Priestern wird zugestanden, heiraten zu dürfen. Nicht als Ausnahme, sondern grundsätzlich. Gut. Dann wird aber irgendwann der Fall eintreten, dass ein Priester sich scheiden lassen und sich neu verlieben werde. Und dann wird die Diskussion sich nicht mehr um das Zölibat drehen, sondern um die Frage, ob geschiedene Priester im Besonderen und geschiedene Laien im Allgemeinen nicht erneut kirchlich heiraten sollten dürfen. Es gehe doch um Liebe und um Barmherzigkeit.

Kurzum, die Diskussion wird sich nur verlagern. Salamitaktik. Und dann fällt ein Gebot nach dem anderen. Wohl erst wenn alles geschliffen ist, wird Ruhe eintreten,- Friedhofsstille.

Das kirchenfeindliche Theaterstück "Die amerikanische Päpstin" zeigt auf, wohin die Reise gehen könnte. Die progressive, liberale, zeitgeistige Kirche hat sich selbst abgeschafft. Nichts bleibt am Ende mehr übrig.

Man sollte dieses Stück als Mahnung lesen. Manche, innerhalb der Kirche, scheinen es indes als "to-do-Liste" aufzufassen...


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 pjka 8. Jänner 2018 

Keine Ahnung von Kirchenrecht

Wenn die Tradition eine Lehre über mehrere Bischofsgenerationen besteht, dann erlangt sie nach Kirchenrecht Dogmenstatus. Insofern kann selbst der Papst das Zölibat nicht kippen ohne fundamentale Grundsätze des Kirchenrechts über Bord zu werfen.


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 Laus Deo 8. Jänner 2018 

@ Msgr Schlegl

Haben Sie den Bericht vom Kardinal Brandmüller gelesen? Er ist einer der besten Kirchenkenner und Historiker. Bei ihnen habe ich einfach oft den Eindruck das sie die Orthdoxe Praxis in vielen der Katholischen vorziehen. Im Bericht steht auch ganz klar weshalb die Griechisch Katholischen Priester auch Verheiratet sind.... für mich ist der Zölibat das beste für das Priestertum. Lesen sie bitte den Bericht und wenn sie was kritisieren gilt diese Kritik dem Kardinal welchen ich zitiert habe


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 SCHLEGL 8. Jänner 2018 
 

@ Bernhard Joseph

Darf ich Sie erinnern, dass die Frage der Weihe von Frauen zu Priestern ENDGÜLTIG VERPFLICHTEND von Papst Johannes Paul II entschieden worden ist! Da fährt die Eisenbahn drüber, wie man bei uns sagt!
Rom wird niemals wegen der konkurrierenden Denominationen der Reformation, die bisher erreichten Fortschritte in den ökumenischen Beziehungen mit den Orthodoxen und Altorientalen aufs Spiel setzen.
Natürlich ist der Priester eines orientalischen Ritus (gleichgültig ob er einer katholischen Ostkirche angehört, oder einer von Rom getrennten Kirche) auch für seine Familie verantwortlich. Interessanterweise gibt es aber in der griechisch katholischen Kirche in Transsilvanien, Ukraine, Ostungarn, Ostslowakei einen derartigen Priesternachwuchs,dass sogar kleine Pfarren besetzt werden können und die Priester mit 62 Jahren die Pension antreten.Das Durchschnittsalter der Priester liegt zwischen 35-40 Jahren, davon kann ein lateinischer Bischof nur träumen.Das müssen Sie bedenken.Msgr. Franz Schlegl


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 Rolando 8. Jänner 2018 
 

Wozu verh. Priester

Hier http://www.kath.net/news/62280 sieht man doch das stärkere Schrumpfen derer, die verh. Priester haben. Es ist eine Doppelbelastung, Familie und Gemeinde, und auf ein junge Frau zu hoffen, die einen im Alter versorgt ist eine Spekulation. Viele dieser Ehen gehen auseinander, wieviele prot. Bischöfe/innen sind geschieden, die Ehevorbildfunktion ist dahin.


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 hape 8. Jänner 2018 

@doda: Hl. Familie spielen

Familie als Hauskirche, nach dem Vorbild der Heiligen Familie. Welch ein Segen, wenn es ehrlich gelebt würde! Die Hauskirche wäre die überzeugendste Missionsmethode weit und breit.

Dieser Effekt würde aber in sein Gegenteil umschlagen, würde die Hl. Familie nur gespielt. Sollte das tatsächlich die Lebenswirklichkeit in der orthodoxen Kirche sein, wäre die Aufhebung des Zölibates in der lateinischen Kirche fatal.

Doch wie viele verheiratete Diakone und Pastoralreferenten träumen wohl schon seit langem davon, Priester zu werden! Für viele ist das Konzept der „Viri probati“ ein erster Schritt in diese Richtung. Als ob die Berufung zur Ehe nicht schon genug Herausforderung wäre.

Das Leben eines verheirateten Priesters stelle mir jedenfalls als großen Spagat vor. Hin- und hergerissen zwischen Familie und Priesteramt sehe ich die große Gefahr, dass er weder der einen noch der anderen Berufung gerecht wird.

Ob der Kirche damit wirklich gedient ist, das wage ich zu bezweifeln.


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 Bernhard Joseph 8. Jänner 2018 
 

Verehrter Msgr. Schlegl - Ihre Antwort an @st.michael

Es sollte Einvernehmen darüber bestehen, dass der Zölibat einen tiefen Sinn hat und nicht als bloße Schikane angesehen werden kann. In Ihrer Antwort auf den Kommentar von @st.michael kommt mir das etwas zu kurz, denn in der Tat fordert der Zölibat doch eine ganz andere Treue des Dienstes als es bei einem verheirateten Priester der Fall ist, der immer zwischen den Ansprüchen der Familie und denen des Glaubens respektive der Gemeinde abwägt und so einen Ausgleich zu schaffen sucht.

Der Zölibat ist somit kein überflüssiger Zopf, den man nun besser abschneiden sollte, damit endlich frische Luft in die Kirche kommt, sondern wahrhaft gelebt, trägt er entscheidend dazu bei, dass der Glaube in seinem letzten Ernst auch glaubhaft verkündet wird. Den Zölibat zu leben, erfordert doch eine viel tiefere Hingabe - weil eben in ihm Bedeutendes (Ehe) aufgegeben wird.

Ich sehe daher nicht, dass man hier die beiden Formen des Priestertums als egalitär bezeichnen könnte.


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 SCHLEGL 8. Jänner 2018 
 

@gebsy / @Laus Deo

@ Gebsy
Also Ihnen möchte ich raten nicht alles auf "Triebhaftigkeit und Sexualität" auszurichten,das ist nämlich ihr Lieblingsthema(Bekanntlich gibt es aber 10 Gebote!).
Ich weiß, wie es in Osteuropa lateinischen Priestern,die keine Angehörigen haben,im Alter und Krankheit geht.
Bei uns kann sich heute kaum ein Pfarrer eine Haushälterin leisten,wenn er krank wird, bleibt nur noch das Spital. Altenheime für Priester gibt es in Osteuropa selten.
Einer der Ehezwecke ist die GEGENSEITIGE UNTERSTÜTZUNG,so lehrt die heilige Kirche.Dass Sie kath. orientalischen Priestern mangelnde Askese unterstellen, ist beleidigend!
@Laus Deo
Sie sehen wieder einmal den "Rauch Satans",nur haben Sie vergessen,dass der Zölibat Kirchengesetz ist,aber nicht Göttlichen Rechtes!
Nach Ihrer Theorie wäre der Rauch Satans bereits 1439 eingedrungen,als beim Unionskonzil Ferrara- Florenz selbstverständlich die Regelung des Kuppelkonzils(680)bezüglich der Weihe Verheirateter akzeptiert worden ist.Msgr.Franz Schlegl


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 SCHLEGL 8. Jänner 2018 
 

@st.michael

Da muss ich Ihnen jetzt helfen ein theologisches Defizit zu beheben!
Krak des chevaliers hat AUSDRÜCKLICH auf Kirchen mit SAKRAMENTALER Struktur hingewiesen und Sie schreiben etwas über die Protestanten!
Kirchen mit sakramentaler Struktur sind aber neben der römisch-katholischen Kirche,nur die orthodoxen Nationalkirchen und die Altorientalen (Assyrer, Kopten, Äthiopier, Syrer, Armenier)!Diese orientalischen Kirchen haben nämlich infolge der Beibehaltung der apostolischen Sukzession gültig geweihte Bischöfe und Priester,weshalb sie alle Sakramente gültig feiern.Der Priesterweihe MUSS die Eheschließung vorangehen,Priester können auch bei den Orientalen NICHT heiraten (ausgenommen Assyrer und unter bestimmten Voraussetzungen Armenier).
Die katholischen orientalischen Priester als "weniger fromm" zu bezeichnen, ist eine Beleidigung!Msgr. Franz Schlegl


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 Laus Deo 8. Jänner 2018 

Lest doch bitte ALLE mal den Bericht von Kardinal Brandmüller

In diesem Bericht wird es schön und genau beschrieben. Jesus war unverheiratet. Die Argumente der Orthodoxen sind zu schwach wenn man diesen Bericht mal liest. http://chiesa.espresso.repubblica.it/articolo/1351397.html


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 Florian75 8. Jänner 2018 
 

Geschiedene Priester wären das ALLERLETZTE,was wir noch brauchen können.
Msgr.Erzpr.Franz Schlegl und genau das würde dann auch kommen. Das bleibt gar nicht aus. Siehe Evangelische Kirche!
Warum sollte das in der Katholischen Kirche dann anders sein? Gibt genügend ehemalige Priester die wieder geschieden sind.


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 st.michael 8. Jänner 2018 
 

Laeuft doch........................

@krak de chevaliers:
Zitat: "Andere Kirchen, die ebenso wie die katholische Kirche sakramental aufgebaut ist, haben verheiratete Priester. Läuft doch gut dort."
Wie sagt Radio Eriwan: Im Prinzip ja,aber wussten Sie das die evangelischen Pastoere die Berufsgruppe mit der hoechsten Scheidungsrate sind?"

Der Zoelibat ist fuer einen frommen Priester unabdingbare Voraussetzung fuer seine Aufgaben.


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 Hadrianus Antonius 8. Jänner 2018 
 

Die Amazonassynode wird es durchboxen

Zulehner dürfte es richtig einschätzen:
der Priesterzölibat wird in der Amazonassynode abgeschafft werden.
Das ist dann wohl nicht der "autoritäre römische Geist", sondern viel mehr der autoritäre Geist von Lateinamerika (Honduras, Argentinien usw.)
Wird kaum einen Unterschied zu jetzt machen in vielen Gegenden:
ein Großteil des Klerus in Nordbelgien ist homophil (und bevorzugt besonders junge Personen) und einige leben offen mit der Pastoralassistentin ("Pastor") more concubinato zusammen; inzwischen gibt es schon im Bistum Brügge den ersten Fall von Bisexualität, sehr pikant noch mit Unterschlagung einer Millionensumme (in Euro) verknüpft.
Geehrter @Leibniz, für die Armen und sozial Schwachen bleibt nichts mehr übrig.
Ossa tardis venientibus manent...


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 doda 8. Jänner 2018 

Nein, es läuft z.B. für orthodoxe Ehefrauen von Priestern und Laien nicht so gut,

denn es gibt - so erzählten mir orthodoxe Frauen, zunehmend mehr Ehefrauen von Priestern, die ihre Ehemänner verlassen.
Die Ehefrauen und Kinder müssen 'heilige' Familie spielen und stehen unter Druck und gerade Ehefrauen sind überfordert und es schlicht leid in einer Art 'Sippenhaft' funktionieren zu müssen. Orthodoxe Laien erleben es so, daß die verheirateten Priester zu wenig Zeit und Kraft in die Seelsorge investieren, da viele neben der Sorge um ihre kinderreiche (da Vorbild) Familie noch einem Brotberuf ( da keine Kirchensteuer) nachgehen müssen.
Nein, die orthodoxen Priesterfamilien sind nicht erstrebenswert. Es herrscht wohl leider viel Vertuschung von Missständen.


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 Laus Deo 8. Jänner 2018 

Der Rauch Satans ist in die Kirche gedrungen...

Alle diese versuchen die Kirche zu zerstören kommen nun von innen. In La Salette sagte Maria: ROM WIRD DEN GLAUBEN VERLIEREN, hiermit ist nicht die römisch katholische Kirche gemeint sondern Hirten in Rom und wenn wir sehen was leider alles für Vorschläge aus der Kurie kommen erkennt man dieses Rauch leider. Beten wir für die Kirche welche immer siegen wird.


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 Smaragdos 8. Jänner 2018 
 

Fortsetzung

Hat er (Franziskus) eigentlich jemals die Enzyklika "Sacerdotalis Caelibatus" des sel. Papstes Paul VI. über den priesterlichen Zölibat gelesen? Dieses Dokument ist gerade 50 Jahre alt geworden, es ist nachkonziliar und somit bestimmt noch nicht überholt, es sei denn für Ideologen wie Papst Franziskus…

Vor der Amazonassynode würde ich dem Papst raten, unvoreingenommen diese Enzyklika zu lesen, dann kann er eigentlich seine Amazonassynode wieder abblasen. Hier nur eine Nummer aus besagte Enzyklika:

41. Wie dem auch sei: Die abendländische Kirche kann nicht wanken in der Treue zu ihrer alten Überlieferung (sc. des Priesterzölibats); und es ist undenkbar, daß sie durch so viele Jahrhunderte einem Weg gefolgt wäre, auf dem sie irgendwie die größere Heiligkeit und Tugend der einzelnen Seelen und des Volkes Gottes eher beeinträchtigt als gefördert hätte, oder daß sie durch übertriebene und allzu strenge Gesetze die freie Entfaltung der verborgenen Güter der Natur und Gnade gehemmt hätte.


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 Smaragdos 8. Jänner 2018 
 

Sacerdotalis Caelibatus (vom 24.06.1967) schon vergessen?

Das Problem ist ja nicht, dass Zulehner (wer ist er?) "mit einer baldigen Öffnung des katholisch-kirchlichen Priesteramtes für verheiratete Männer" rechnet und dies auf der Amazonassynode entschieden werden wird "mit Rückendeckung" des Papstes, sondern dass der Papst selbst dies will! Er wird dafür nicht nur "Rückendeckung" geben, sondern seine eigene geheime Agenda rücksichtslos durchdrücken, indem er sich hinter den Amazonasbischöfen versteckt bzw. diese vorschiebt.

Das gleiche Spiel hat er ja schon bei der so genannten Familiensynode gespielt hat, wo es ihm letztlich nur um die Einführung der Kommunion für WvG – freilich durch die Hintertür - ging, das hat die ganze Nachgeschichte von AL überdeutlich gezeigt.

Die Amazonassynode dürfte schon in der Absicht genauso eine reine Alibiübung werden, um den priesterlichen Zölibat – genauso durch die Hintertür – abzuschaffen. Hauptsache, die Kirche kurzfristig schwächen, um sie langfristig zu zerstören, scheint seine Devise zu sein.


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 leibniz 8. Jänner 2018 
 

@ krak des chevaliers

Ob Priester heiraten dürfen, ist doch nicht das eigentliche Problem.
Es soll eine Kirche aufgebaut werden, die sich völlig der Gesellschaft angeglichen hat.
Der Glaube soll zu einer religio civilis wie im alten Rom werden, ein Beruhigungsmittel für das "dumme" Volk.
Das Christentum soll seine gesellschaftskritische Funktion aufgeben und zu einer Gesellschaftsstütze im Sinne der Mächtigen und Reichen werden. Es geht darum, dass jeder Pfarrer, jeder Bischof machen darf, was er will, d. h. machen darf, was ihm persönlich nützt.


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 SCHLEGL 8. Jänner 2018 
 

Bei der Vorstellung von Dr. Zulehner habe ich Zweifel.Es ist nicht möglich in einer bestimmten Region etwas einzuführen,was in einer anderen Region keine Geltung hat!
Als Seelsorger einer kath.Ostkirche (Ukrainer) sehe ich kein Problem verheiratete Männer zu Priestern zu weihen.In Westeuropa sind nicht wenige verheiratete griech.kath. Priester,in lateinischen Pfarren eingesetzt.Wenn es mit der Landessprache klappt,werden die sehr gut angenommen!
Gleichzeitig ist aber darauf hinzuweisen, dass die griech.kath. Bischöfe der Ukraine das Alter der Weihe auf 35 Jahre hinaufgesetzt haben.Es muss sichergestellt sein,dass Ehe und Familie mindestens 10 Jahre gut funktionierten. Geschiedene Priester wären das ALLERLETZTE,was wir noch brauchen können.
Nachdem aber eine gute christl. Ehe zu führen heute eine schwierige Angelegenheit ist,ist wohl die Kombination von Priesteramt und Ehe noch viel schwieriger.Die Frau und die Kinder müssen verstehen,zuerst kommt die Pfarre!Msgr.Erzpr.Franz Schlegl


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 Ad Verbum Tuum 8. Jänner 2018 

Offenbarungseid ...

"Man spricht weniger von Sünden der Menschen, sondern von ihren Wunden, man moralisiert nicht, sondern man heilt."
Man heilt eben nicht, man klebt sich die Augen zu, oder deckt die Wunde notdüfrtig ab - anstatt sie zu heilen.
"Jeder soll nach seiner Facon selig werden" ist meines Wissens nicht die Lehre Jesu Christi - oder halt nuraußerhalb der Kirche Christi.


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  8. Jänner 2018 
 

verheiratete Priester

Ich fände verheiratete Priester in keiner Weise problematisch. Problematisch wird jedoch allmählich, dass es kaum noch Priester gibt und der Nachwuchs auch ausbleibt. Die wenigen, die sich auf den Weg zum Priestertum machen, können die Lücken nicht füllen. In vielen Diözesen wird jetzt mit Wort-Gottes-Feiern herum experimentiert. Das wird nicht funktionieren. Die katholische Kirche braucht Priester - ob zölibatär oder verheiratet. In der orthodoxen Kirche ist das überhaupt kein Thema.


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 Aloe 8. Jänner 2018 

Wie immer die Zeichen stehen: Wir vergessen oft,Pessimismus ist kein Merkmal von Gottes Geist.
Vertrauen = Hoffnung und hat Wirkkraft,ist verändernde Kraft,weil es nicht auf Menschen baut,sondern alles GOTT zutraut: ein Vertrauen darauf,dass Gott in Seiner Kraft verändert,so wie ER will.
(Für uns Besorgte keine leichte Übung)!
Siehe Lk8,22-24 Es geschah aber eines Tages: Er stieg mit seinen Jüngern in ein Boot und sagte zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer des Sees hinüberfahren.Und sie fuhren ab.Während der Fahrt aber schlief er ein.Und ein Sturmwind fuhr auf d. See herab;das Wasser schlug in das Boot und sie gerieten in Gefahr.Da traten sie zu ihm und weckten ihn;sie riefen:Meister, Meister, wir gehen zugrunde!Er stand auf,drohte dem Wind und den Wellen und sie legten sich und es trat Stille ein.Er aber sagte zu ihnen:Wo ist euer Glaube?Sie aber fragten einander voll Schrecken und Staunen:Wer ist denn dieser, dass er sogar den Winden und dem Wasser gebietet und sie ihm gehorchen?


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 Federico R. 8. Jänner 2018 
 

Schicksalsdrama

Für mich nicht ganz klar ist, welche Rolle Walter Kasper in diesem weltkirchlichen Schicksalsdrama spielt. Soweit mir bekannt, steht der Kardinal für die grundsätzliche Beibehaltung der Zölibatpflicht in der lateinischen Kirche. Oder unterstützt er vielleicht doch, wie im Falle der Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen, diesmal aber stillschweigend, eine schrittweise Öffnung für die Priesterehe? Wird dann auch von ihm, dem Franziskus bescheinigt hatte, er betreibe „Theologie auf den Knien“, nach „erfolgreichem“ Abschluss der Amazonassynode zu hören sein, auch hier habe sich die Tür jetzt einen Spalt weit geöffnet?
Die Zerstörung des Zentralismus bedeutet unweigerlich das Ende der Röm.-Kath. Kirche. Aber welche Bedeutung hätten dann noch die Apostel und Blutzeugen St. Petrus und St. Paulus, deren Gräber sich in Rom befinden? Mein (fast schon tröstlicher) Eindruck: Wir erleben gerade den letzten Kampf des großen Widersachers gegen Jesus Christus - „die letzten Tage“ ...


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 wedlerg 8. Jänner 2018 
 

Kirche der Reichen!

Ich denke, dieses Pontifikat zeigt, dass wir eine reiche Kirche brauchen!

Eine Kirche, die Arme aller Art
reich macht - nicht als Betreuungsmasse benutzt, um materielle, liberale Politik zu machen.

Wir brauchen eine Kirche, die Menschen wirklich reich macht, indem sie Gottes Reich verkündet, Gottes Allmacht
lehrt und so die Heiligkeit als größten Schatz und Reichtum bringt: sprich Gott zu den Menschen bringt, nicht die Menschen ins Nichts der Beliebigkeit abdriften zu lassen.

"Blinde sehen, Lahme gehen und den Armen wird das Evangelium verkündet"
übermittelt Christus dem Täufer im Gefängnis. Nicht: ich sammle, protestiere und bin im Herzen bei Dir.

Dieser Verherrlichung und ewigen Perspektive geht Umkehr voraus, die der Täufer gepredigt hat und die Jesus verkündet und um die Weitergabe des Hl. Geistes ergänzt hat.

Marxismus für alle auch in der 28.Verpackung a la "Zuwendung", die am Ende nur Umverteilung meint) braucht Christus nicht-und macht alle Menschen arm.


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 Mr. Incredible 8. Jänner 2018 
 

Kennt Hr.Zulehner den Film

"The Devil's advocate"? Der letzte Satz von Al Pacino alias ihrwisstschonwer:
„Eitelkeit, eindeutig meine Lieblingssünde.“


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 gebsy 8. Jänner 2018 

Zölibatsgegner

geben sich doch nur eine peinliche Blöße:
Es ist ihnen (noch) nicht gelungen, dem Trieb durch den Geist Einhalt zu gebieten ...


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 wedlerg 8. Jänner 2018 
 

Nichts als Widersprüche

Die lateinamerik. Bischöfe forcieren nicht die Priesterehe, sondern westeuropäische Amazonas-Befreiungstheologen.

Die Kirche ist unter Franziskus nicht regionaler, sondern totalitärer geworden: Widerspruch wird nicht mehr geduldet. Von einem Zentralismus unter Joh. Paul II. kann nicht die Rede sein: Vielmehr von Klarheit in Glaube und Verkündigung.

Die kath. Kirche braucht weder Revolutionen noch auseinanderlaufende Entwicklungen. Sie braucht Glauben und Treue zu Christus.

Der Hl.Geist hat es in der Tat derzeit schwer in Rom. Machtpolitik a la Zulehner macht der Hl. Geist aber nicht.

Der Papst ist der größte Ideologe auf dem Papsttrohn seit 500 Jahren. Sozialideologie unter "Barmherzigkeit" hat nichts mit Nachfolge und Evangelium zu tun.

Gottes Gesetz auf menschliche Gewissen zu reduzieren ist das Gegenteil der Bergpredigt und absolutes Pharisäertum.

Letztlich geht es Zulehner um einer sozialistische NGO als Kirche (siehe vorletzter Absatz): Venezuela für alle!


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 hape 8. Jänner 2018 

Hopfen und Malz verloren?

Als ich Prof. Zulehner vor einigen Tagen im Fernsehen sah und hörte, wirkte er auf mich, als sei er völlig beratungsresistent.

Ich weiß nicht, wie sich konservative Katholiken mit seiner Position einigen können. Die Gräben scheinen unüberwindbar zu sein.

Zulehner scheint über den früheren Ungehorsam der Katholiken geradezu stolz zu sein.

Jetzt, unter Papst Franziskus sind plötzlich die Konservativen ungehorsam. Und Zulehner wähnt sich am Ziel seines Lebenswerkes.

Ob er da nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat?


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  8. Jänner 2018 
 

warum eigentlich nicht?

warum eigentlich sollte es keine verheirateten Priester geben? Der Zölibat hat seinen Wert, keine Frage. Aber muss das die einzige Lebensform für Priester sein? Andere Kirchen, die ebenso wie die katholische Kirche sakramental aufgebaut ist, haben verheiratete Priester. Läuft doch gut dort.


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 Herbstlicht 8. Jänner 2018 
 

Ich fürchte, es kommt so, wie Pastoraltheologe Paul Zulehner es voraussagt.
Es scheint, die katholische Kirche hat, wie Jesus, einen bitteren Kreuzweg vor sich. Aber sie wird, wie ihr Stifter, auferstehen.
Dann wird es allein Christus sein, der das Zepter in der Hand hält.


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 st.michael 8. Jänner 2018 
 

Mehrheit ist Wahrheit

Es scheint so als ob diese Maxime jetzt endgueltig regiert.
Es wird ein neues Lehrschreiben geben indem man verheiratete Priester zulaesst, allerdings fest am Zoelibat orientiert bleibt(wie bei AL, das ja fest zum 6.Gebot steht,fuer den der will, wer nicht will auch gut)
So wird es gehen mit der Euthanasie und der Abtreibung, alles nur noch eine Frage der Zeit.
Wer um Gottes Willen soll die Herrschaften aufhalten ?


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 Bernhard Joseph 8. Jänner 2018 
 

Seit wann ist "Wir sind Kirche" der Heilige Geist

"Der Heilige Geist ist nicht nur in Rom"

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut sich progressiv gestimmte Kleriker bezüglich des Wirkens des Heiligen Geistes auskennen, wenn es darum geht, dem innerkirchlichen Relativismus weiteren Raum zu geben.

"eine unantastbare Freiheit des Gewissens"

Mit der Gewissensfreiheit ist es so eine Sache, denn hier einem unreflektierten Automatismus das Wort zu reden, macht das subjektive Urteil zu einer absoluten Instanz, was es ganz sicher nicht ist. Die schon fast bräsige Selbstsicherheit, dass das eigene Weltbild die objektive Wirklichkeit abbildet, findet man in der Regel sehr stark ausgeprägt bei denen, die stets dem Glaubensrelativismus das Wort reden.

Glaube ist aber kein demokratischer Entscheid oder eine Frage des subjektiven Geschmacks, sondern er bleibt immer gebunden an Offenbarung. Wo diese aber im subjektiv interpretativen aufgelöst wird, entstehen keine neuen Aufbrüche, sondern nur kapitale Abbrüche.


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 girsberg74 8. Jänner 2018 
 

Zulehner hat bei sich falsch tapeziert,

Es gibt genügend Wohnungen, die er sich gemäß seinem Tapetenwunsch aussuchen mag.

Pastoraltheologisch: Es stehen für ihn weit über eintausend Denominationen aus dem christlichen Bereich bereit.


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 athanasius1957 8. Jänner 2018 
 

Verheiratete Priester in der römisch-katholischen Kirche

sind nix Neues.
Es gibt Priester des lateinischen Ritus, welche
1. protestantische Pastoren waren, aber auch bzw. vor allem
2. jene Geistlichkeit, die im Volksmund "Unierte" sind und den unierten orientalischen Kirchen angehören. Letztere sind in der römisch-katholischen Kirche seit dem Schisma von 1054 beheimatet.
Das, was der Pensionist Zulehner meint (ihn als Hochwürden zu tituliert, wäre zuviel der Ehre), ist die Aufhebung des Zölibats im lateinischen Ritus.


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 Gandalf 8. Jänner 2018 

Möchte sich Zulehner 2019 noch verändern? ;-)


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 lesa 8. Jänner 2018 

Epheser 6

"Hütet euch vor den falschen Propheten. Sie kommen in Schafskleidern zu euch. Inwendig aber sind sie reißende Wölfe." (Mt 7, 15)
@stephaninus: Ja, ein Horror.
Wie "zur Zeit von Lebanto" Anscheinend aussichtslos. Aber: "Maria lenkt unser zerbrechliches Boot auf den stürmischen Wellen, sie kann uns nicht untergehen lassen, das ist unmöglich! ...( (Hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit) Der Traum des Hl. Don Bosco - Eucharistie und Rosenkranz. Das sind unüberwindliche Felsen der liebe und der Wahrheit. Die Heiligen Engel sind da mit von der Partie. Eph 6 ...


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 Stephaninus 8. Jänner 2018 
 

Ein Horror

sollte das stimmen! Das wäre ja die Politik eines trojanischen Pferdes. Solches Vorgehen würde der Kirche mit Sicherheit grössten Schaden zufügen.


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  12. "Köln gilt im Volksmund als 'die Domstadt', nicht als Dom- und DITIB-Stadt"
  13. Hartl: „Wer außer mir teilt diese Wünsche?“
  14. US-Bischof stellt Exkommunikation eines Priester fest, der Papst Franziskus nicht anerkennt
  15. Deutscher Corona-Irrsinn: Kinder sollen Eltern weggenommen werden können

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