22 März 2018, 16:00
'katholisch.de' diffamiert Benedikt XVI.
 
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Das "nicht offizielle katholische Internetportal" der katholischen Kirche Deutschland diffamiert Benedikt XVI., den berühmtesten Theologen der Gegenwart, und lässt dafür den "renommierten Kirchenjournalisten" Joachim Frank antreten

Bonn (kath.net)
"katholisch.de", das laut der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz "nicht offizielle katholische Internetportal" der katholischen Kirche, hat diese Woche einen Diffamierungsversuch von Benedikt XVI. gestartet. So lässt das Portal, welches durch die deutschen Bistümer mit zwei Millionen Euro an Kirchensteuergeldern finanziert wird, den Journalisten Joachim Frank zu Wort kommen, der den emeritierten Papst erneut als "Panzerkardinal" verunglimpfen darf. So schreibt Frank: "Eine weniger nachsichtige Betrachtung führt auf die Frage, wie viele innerkirchliche Konflikte der letzten 30 Jahre ohne diese Nickeligkeiten und Kleingeistereien des "großen Theologen" im Kardinals- und Papstgewand hätten vermieden werden können."

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Der Anlass ist die Ablehnung einer Unterstützung der elf "theologischen Schriften" für Papst Franziskus, die unter anderem vom umstrittenen deutschen Theologen Peter Hünermann verfasst wurden. Hünermann ist einer der Mitinitiatoren der anti-kirchlichen "Kölner Erklärung", die 1989 gegen Papst Johannes Paul II. agierte. Wörtlich schrieb Benedikt: "Nur am Rande möchte ich meiner Überraschung über die Tatsache Ausdruck verleihen, dass unter den Autoren auch Professor Hünermann ist, der sich während meines Pontifikates damit hervorgetan hat, führende antipäpstliche Initiativen zu unterstützen. Er spielte eine relevante Rolle bei der Veröffentlichung der ‚Kölner Erklärung‘, welche im Zusammenhang mit der Enzyklika ‚Veritatis splendor‘ das päpstliche Lehramt massiv attackierte, besonders in Fragen der Moraltheologie."

Der Kommentar hat inzwischen zu heftigen Reaktionen und Schreiben von Katholiken an deutsche Bischöfe gesorgt. Auch "katholisch.de" hat inzwischen reagiert. In einem Schreiben von Thomas Jansen, dem Chef vom Dienst, wird zwar bedauert, dass man die "religiösen Gefühle" mit dem Kommentar verletzt habe. "Ich darf zudem darauf hinweisen, dass der Kommentar in keiner Weise die Meinung der katholisch.de-Redaktion widerspiegelt und Joachim Frank nur Gastautor bei uns ist, der sein Thema frei wählen kann." Man möchte aber damit das "Meinungsspektrum innerhalb der katholischen Kirche" in seiner Vielfalt abbilden. Um "als journalistisch arbeitendes, katholisches Portal" ernstgenommen zu werden, müsse man auch "einen solchen Frank- Kommentar" zulassen. Laut Jansen ist der Autor "einer der renommiertesten Kirchenjournalisten" Deutschlands ist, an dessen Katholizität es keinen Zweifel geben könne.

LINKHINWEISE:
- Die Causa "Joachim Frank" - Unterlassungserklärung

- Kopp: katholisch.de nicht das offizielle katholische Internetportal

Zur Dokumentation - Überschrift eines Gastkommentars bei ´katholisch.de´, einem offiziellen Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland



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