30 April 2018, 15:30
'Kreuz-Kardinal' greift Markus Söder an
 
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Kardinal Marx hat den bayerischen Ministerpräsidenten Söder für dessen Vorstoß zu Kreuzen in Landesbehörden scharf kritisiert und meint, dass dadurch es zu "Spaltung und Unruhe" komme - 2015 forderte Marx noch Kreuze in Schulen und Gerichten

München (kath.net)
Kardinal Reinhard Marx hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für dessen Vorstoß zu Kreuzen in Landesbehörden ungewöhnlich scharf kritisiert. Marx, der selber wegen seines Kreuzablegens am Jerusalem Tempelsbergs seit geraumer Zeit in der Kritik steht, behauptet, dass durch die Aussagen von Söder jetzt "Spaltung und Unruhe" entstanden seien. "Wenn das Kreuz nur als kulturelles Symbol gesehen wird, hat man es nicht verstanden", meint Erzbischof von München und Freising. "Dann würde das Kreuz im Namen des Staates enteignet." Laut Marx stehe es dem Staat nicht zu, zu erklären, was das Kreuz bedeute. Das Kreuz könne man laut Marx nicht haben ohne den Mann, der daran gehangen hat. "Es ist ein Zeichen des Widerspruchs gegen Gewalt, Ungerechtigkeit, Sünde und Tod, aber kein Zeichen gegen andere Menschen. Ein Kreuz aufhängen heißt: Ich möchte mich an den Worten dessen orientieren, der am Kreuz für die ganze Welt gestorben ist. Das ist eine Provokation, für jeden Christen, für die Kirche, aber auch für den Staat, der sich auf dieses Zeichen beziehen will", so der Kardinal weiter. Laut dem Münchner Erzbischof müssten bei der gesellschaftliche Debatte über das alle einbezogen werden: Christen, Muslime, Juden und jene, die gar nicht gläubig sind

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Söder hatte vor kurzem angeordnet, dass ab Juni in jeder Behörde in Bayern des Bundeslandes ein Kreuz hängen muss. Dies soll nach Ansicht der Landesregierung die "geschichtliche und kulturelle Prägung" Bayerns zum Ausdruck bringen und "sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung" sein.

Ein interessantes Detail: 2015 hatte Kardinal Marx gefordert, dass
in Schulen und Gerichtssälen weiterhin ein Kreuz hängen soll.










Foto: (c) Erzbistum München

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