24 Juli 2018, 11:30
Jesuitenpater für 'Entkriminalisierung' der Abtreibung
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Abtreibung'
Eine Kampagne in der Dominikanischen Republik will die Legalisierung der Abtreibung bei Gefahr für Leben oder Gesundheit der Mutter, Vergewaltigung oder Inzest sowie fötalen Missbildungen. Dies sei gerecht, behauptet der Jesuit Mario Serrano.

Dajabon (kath.net/LSN/jg)
P. Mario Serrano Marte SJ hat über sein Twitterkonto Werbung für die Entkriminalisierung der Abtreibung in der Dominikanischen Republik gemacht.

Serranos Kampagne begann am 12. Juli, als er eine Reihe von Twitternachrichten weiter leitete, die sich positiv über eine Demonstration am 15. Juli äußerten. Die Demonstration fand zur Unterstützung einer Gesetzesvorlage statt, die Abtreibung in drei Fällen straffrei stellen soll: Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Mutter, Vergewaltigung und Inzest sowie Fehlbildungen des Fötus, die ein Überleben unmöglich machen.

Werbung
ninive 4


Um seiner Unterstützung für das Anliegen Ausdruck zu verleihen, versandte Serrano weitere Nachrichten, in denen er die seiner Ansicht nach positiven Aspekte des Gesetzesvorschlages hervorhob. „Ich glaube dass die Entkriminalisierung der Abtreibung unter drei Bedingungen (Leben oder Gesundheit der Mutter, Vergewaltigung oder Missbildungen des Fötus) eine sehr gerechte Sache ist, die das Leben berücksichtigt“, schrieb er wörtlich.

Am 15. Juli schrieb er, dass die Teilnehmer an der Demonstration Jesus nahe sein würden, der die Menschen „liebt, begleitet, und niemanden in extremen Situationen verurteilt“.

Mit seinem Einsatz für die Entkriminalisierung der Abtreibung hat Serrano viel Aufmerksamkeit in den Medien bekommen. Unter anderem ist er mehrmals im Fernsehen der Dominikanischen Republik aufgetreten.

Mehrere Bischöfe haben das Engagement Serranos öffentlich und in direkten Gesprächen mit ihm verurteilt. Der Jesuitenpater blieb bei seiner Haltung und bekannte sich auch einige Tage nach der Demonstration gegenüber der Presse zu deren Anliegen.

In der Dominikanischen Republik ist Abtreibung derzeit nur dann gesetzlich möglich, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Ermittler gehen von über 1.000 Missbrauchsopfern aus (125)

US-Missbrauchsskandal: Vatikan räumt Missbrauch und Vertuschung ein (100)

Mit Papst Franziskus beginnt ‚neue Phase’ für die Kirche (75)

Die heiligste Eucharistie verdient unsere ganze Liebe (40)

Nein zu einem „Humanismus der Nettigkeit“ (39)

Papst an Jugendliche: Klerikalismus Hauptproblem der Kirche (36)

Fidschi-Inseln: „Es geht um Leben und Tod“ (36)

Kritik an Kardinal Cupich - ‚Das hat etwas mit Homosexualität zu tun’ (33)

Missbrauch: Warum eine Verteidigung der Kirche nicht angemessen ist! (30)

Gelehrte fordern Wiedererlaubnis der Todesstrafe im Katechismus (30)

"Er sah aus wie Don Camillo" (29)

Bericht: Kardinal Maradiaga beschützt schwule Seminaristen (29)

Kartenspielen in geweihter katholischer Kirche (26)

"Welt": Salvini wird für Papst Franziskus zur Bedrohung (23)

Elfen auf der Autobahn - das Sommerloch hat zugeschlagen (20)