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Warum reagieren katholische Laien auf DIESEN Skandal so verbittert?

27. August 2018 in Kommentar, 49 Lesermeinungen
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Vertrauensverlust unter praktizierenden US-Katholiken hat einen einsamen Gipfelpunkt erreicht – Zukunft unserer Kirche steht auf dem Spiel - kath.net-Kommentar zum Kirchenskandal um sexuellen Missbrauch und massive Vertuschung. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) Was ist dieses Mal anders? Wir sind doch erst in den Jahren 2010/11 durch einen massiven kirchlichen Missbrauchsskandal hindurchgegangen. Es war seinerzeit wirklich keine Kleinigkeit und man hört bis heute immer wieder Stimmen, die den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. mit dieser schlimmen Kirchenkrise in Verbindung bringen. Doch dieses Mal greift das Entsetzen über die Verbrecher in den eigenen Reihen noch tiefer. Es mag überraschen, aber bei manchen treuen, gemäßigt konservativen Katholiken in den USA und im deutschsprachigen Raum liest man erstmals, dass sie über Kirchenaustritt nachdenken. Man liest vom grundsätzlich gestörten Vertrauen in jene Personen, die Papst Franziskus in seinem nicht recht geglückten Schreiben über den Missbrauchsskandal „Kleriker“ nennt. Die Verbitterung in den eigenen, treuesten Reihen, das innerkirchliche Entsetzen über diese Skandal ist in diesem Ausmaß völlig neu!

Neu ist allerdings bei diesem Skandal auch noch einiges mehr! Mussten wir uns 2010/11 schon mühsamst an den Gedanken gewöhnen, dass es einzelne Priester gibt, die straucheln und fallen, und die obendrein für ihre sexuellen Verfehlungen nicht etwa eine erwachsene Frau in freiwilliger und mündiger Gegenseitigkeit als Ziel gesucht haben, sondern deren Vorgehen von unklar verbrecherisch bis hin zu absolut klar verbrecherisch eingestuft werden müssen. Katholische Priester, die gezielt und planmäßig Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts missbrauchen – das hätten viele von uns nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen erfinden können.

Neu ist zudem, dass man die Vorwürfe nicht mehr als Auswüchse von antikatholischen Pressekampagnen kleinreden kann. Im Gegenteil: Derzeit ist man geneigt, der säkularen Presse mehr Glauben zu schenken als so mancher binnenkirchlicher Medienproduktion.

Neu ist aber besonders das furchtbare Ausmaß an gezielter Vertuschung, das zu Tage gekommen ist. Neu ist, dass wir konkret befürchten müssen, ganze Netzwerke von Missbrauchstätern konnten über Jahre hinweg abhängige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergewaltigen und schänden, ohne dass darin verstrickte oder nicht verstrickte klerikale Mitwisser etwas ausplauderten. Obwohl: Wie NEU ist das Ausmaß der Vertuschung wirklich?

Wenn man die Stellungnahme des Vatikans nach einer Apostolischen Visitation bei den vom eigenen Ordensgründer schwerstens beschädigten Legionären Christi vom 1.5.2010 liest, dann fällt einem auf, dass hier bereits zentrale Stichworte genannt werden. Zitat: Die Kirche habe „den festen Willen“, die Ordensgemeinschaft „zu begleiten und ihnen auf dem Weg der Reinigung zu helfen, der ihnen bevorsteht. Dieser wird auch eine ehrliche Begegnung mit jenen beinhalten, die innerhalb und außerhalb der Kongregation der Legionäre Christi Opfer des sexuellen Mißbrauchs und des vom Gründer aufgebauten Machtsystems geworden sind: Ihnen gelten in dieser Stunde die Gedanken und das Gebet des Heiligen Vaters [Anm.d.R.: Benedikt XVI.], verbunden mit der Dankbarkeit gegenüber all jenen unter ihnen, die inmitten großer Schwierigkeiten den Mut und die Beharrlichkeit hatten, die Wahrheit einzufordern.“ Die entscheidenden Stichworte heißen „Machtsystem“ und beharrliches, mutiges „Einfordern der Wahrheit“ inmitten großer Schwierigkeiten. D.h., unsere katholische Kirche wurde (spätestens) 2010 offiziell darauf aufmerksam, dass über die schrecklichen Einzelfälle von sexuellem Missbrauch hinaus Flechtwerke von Macht aufgebaut werden können. „Machtsysteme“ und „Vertuschung“ sind zwei Seiten derselben Medaille – wie ja auch schon die Legionäre Christi äußerst leidvoll erfahren mussten.

Sind wir acht Jahre später in der katholischen Kirche wirklich weiter? Es steht zu befürchten: Nein. Wie könnten wir auch weiter gekommen sein, wenn man liest, dass beispielsweise zur Aufklärung des Skandals um die Legionäre ausgerechnet ein Bischof mit beauftragt war, der inzwischen längst selbst stark unter Beschuss geraten ist: Erzbischof Riccardo Ezzati/Santiago de Chile, von 2010 bis 2016 der Vorsitzende der chilenischen katholischen Bischofkonferenz und von Franziskus 2014 zum Kardinal erhoben. Es darf als recht wahrscheinlich gelten, dass der Vatikan hier ausgerechnet einen Bock zum Gärtner gemacht hatte. Falls zumindest ein Teil der Vorwürfe stimmt, die gegen Kardinal Ezzati erhoben werden, dann könnten wir es mit ihm mit einem regelrechten Spezialisten in Punkto Vertuschung zu tun haben.


Dazu kommen andere Beobachtungen. Seitens katholischer Kardinäle und Bischöfe sieht man auch bereits jetzt wieder deutliche Bemühungen, den Skandal verbal zu verkleinern.

Nehmen wir als Beispiel das Statement des britischen Kardinals Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster und seit 2009 Präsident der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales. Er schreibt zum Brief von Papst Franziskus über kirchlichen Missbrauch eine zunächst durchaus bewegende Stellungnahme. Doch es fällt auf:

1) Es wird faktenwidrig ausschließlich von Missbrauch an „Kindern“ [„children“] gesprochen. Dass auch Jugendliche und selbst junge Erwachsene (Priesteramtskandidaten, um genau zu sein), zu gezielten Opfern Missbrauchs durch Kleriker wurden, wird mit keiner Silbe erwähnt. Auch das Wort „sexuell“ fehlt. Wer spitzfindig ist, könnte anmerken, dass auch „Kinderarbeit“ eine Form von Kindesmissbrauch ist und man deshalb das „Kind“ bei seinem genauen Namen nennen muss.

2) Es wird faktenwidrig ausschließlich von „Missbrauch“ („abuse“) gesprochen. Dass es sich aber aktuell ebenso um das Zutagetreten eines eklatanten VERTUSCHUNGS-Skandals handelt, wird nicht thematisiert. Der Fokus wird einseitig auf die Opfer gelegt, so dass man bereits hier weitere Ansätze zur Verschleierung der kriminellen Strukturen befürchten muss.

3) Schon im Papstschreiben bleibt ja faktenwidrig absolut unerwähnt, dass Missbrauch und Vertuschung auch bei Bischöfen und Kardinälen nachzuweisen oder zumindest sehr wahrscheinlich sind. Papst Franziskus wählte die suboptimale Verallgemeinerung von zu Tätern gewordenen „Klerikern“. Kardinal Nichols toppt diese Verharmlosung noch ein weiteres Mal: hier bleibt auch unerwähnt, dass Priester bzw. „Kleriker“ zu Missbrauchstätern und -mitwissern wurden. In der Terminologie des britischen Kardinals sind die Täter sehr nebulös irgendwelche kirchlichen Täter. Kein Täter wird mit den Worten „Kardinal“, „Bischof“, „Priester“, „Ordensmann“ oder „Kleriker“ bezeichnet.

4) Am Rande sei noch erwähnt, dass das auf der Homepage seiner Erzdiözese veröffentlichte Schreiben von Kardinal Nichols noch einen weiteren Grundsatzmakel aufzeigt: Der Kardinal wendet sich darin ausschließlich an die Geistlichen seines Bistums. Er entschuldigt sich darin nicht bei kirchlichen Missbrauchsopfern noch ruft er sie dazu auf, bisher ungemeldete Anklagen bei der Kirche zu melden. Außerdem wendet sich der Kardinal – in auffallendem Gegensatz zu Papst Franziskus – nicht an die gläubigen Laienchristen seines Bistums, diese dürfen aber immerhin sein Schreiben an den Klerus auf der Homepage zur Kenntnis nehmen. Fast möchte man verbittert dazuschreiben: Die Laien dürfen das Schreiben „gnädigerweise“ ebenfalls lesen. Darf man daraus ablesen, dass Kardinal Nichols die wirklichen Dimensionen dieses Skandals noch nicht recht bewusst sind?

Im Vergleich mit dem Schreiben von Kardinal Nichols ist sogar das Schreiben von Papst Franziskus – an welchem ich bereits deutliche Kritik geübt habe – noch erkennbar besser gelungen.

Der zutiefst verbitterte Aufschrei praktizierender Katholiken besonders in den USA über den Missbrauchsskandal wurzelt darin, dass ihnen erst jetzt – nach der Veröffentlichung des Grand Jury Reports des US-Bundesstaates Pennsylvania – voll bewusst wurde, wie weit sich die Kreise dieser Verbrechen und ihrer Vertuschung ziehen. Es wurde klar, dass bis heute noch keineswegs alle kirchlichen Vertuschungsverantwortlichen erkannt und außer Gefecht gesetzt worden sind. Weiterhin sind offenbar bis in allerhöchste Kreise hinein Verantwortliche und stark Verdächtige nicht suspendiert. Die Causa des US-Kardinals Theodore McCarrick, der glaubhaft beschuldigt wird, Priesteramtskandidaten in größerem Umfang in sein Bett geholt zu haben und der jene, die sich als fügsam erwiesen, dann zu kirchlichen Karrieren verhalf, stößt herb auf: Ohne den massiven öffentlichen Druck (nicht zuletzt durch säkulare Medien) wäre dieser Kardinal höchstwahrscheinlich weiterhin in Amt und Ehren.

Auch die Anfragen an Papst Franziskus werden hier stärker: Warum hat er den oben erwähnten Kardinal Ezzati nicht bereits mit Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren wenigstens schon von der Leitung des Bistums Santiago de Chile verabschiedet? Der Vorgang wäre derart routinemäßig gewesen, dass sich daraus immerhin keine vertieften Folgerungen auf eventuelle Vertuschungsverstrickung von Ezzati angeboten hätten.

Ja, noch schlimmer: Wenn wir ja nun wissen, wie die Geschichte mit den chilenischen Bischöfen weitergegangen ist (der Papst hat das Rücktrittsangebot von bereits fünf chilenischen Ortsbischöfen angenommen, darunter auch den Rücktritt des hochumstrittenen Bischofs Barros – sogar die Büros der Bischofskonferenz wurden inzwischen von der Polizei in einer Razzia durchsucht), dann fragt man sich sehr ernüchtert, warum Papst Franziskus noch im Januar diesen Jahres unangenehmen Fragen von Journalisten zu Bischof Barros abwimmelte.

Nein, es geht nicht darum, kirchenpolitisch einseitiges Kapital aus diesen Skandalen zu ziehen. Liberale Katholiken könnten vielleicht die Gelegenheit nutzen, um den Zölibat zu zu verteufeln, konservative Katholiken, um die Homosexualität zu verteufeln. Beides wäre massiv zu kurz gegriffen, denn man muss kein besonderer Insider sein, um zu wissen, dass Missbrauch sowohl bei homosexuell orientierten Menschen wie auch bei verheirateten Heterosexuellen stattfindet. Ebenso kann man auch bei in Missbrauch verstrickten Heterosexuellen leider von effektiven Vertuschungsstrukturen und Geheimzirkeln ausgehen – weltliches Stichwort: Pornoringe. Unbedingt sollten aber bei dieser Gelegenheit die Notlagen von Frauen, die in Liebesbeziehungen mit zölibatären Priestern hineingeschlittert sind sowie die massiven Probleme der aus solchen Beziehungen entstandenen Kinder einmal in liebend-sorgenden kirchlich-öffentlichen Fokus genommen werden.

Angesichts dieser nicht enden wollenden kirchlichen Missbrauchs- und Vertuschungsskandale sind ALLE praktizierenden Katholiken beiderseits des binnenkirchlichen Grabens dazu aufgerufen, gemeinsam gegen diese Verbrechen vorzugehen. Wenn wir bei allem wichtigem (oft auch ungut überschäumenden) Streit um kirchliche Einzelthemen trotzdem nicht nur Trennendes, sondern im Einsatz gegen mafiöse Verbrechensstrukturen auch Verbindendes wieder neu entdecken, würde sich dies als ein Beispiel dafür erweisen, dass Gott auch auf krummen Linien gerade schreiben kann – wir sollten unseren Herrn nicht daran hindern…

In diesem Sinne bittet kath.net auch das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ um eine Stellungnahme. Der Grand Jury Report des US-Bundesstaates Pennsylvania erschien am 14.8.2018. DREIZEHN Tage später findet sich auf der Homepage des ZdK noch immer keine Pressemeldung zu diesen eklatanten Vorgängen – eine ausschließliche Erklärung mit „Sommerpause“ wäre angesichts des Ausmaßes dieses Skandals nicht ausreichend.

Aktive Katholiken aus beiden binnenkirchlichen Lagern bleiben nach den jüngsten Enthüllungen mit Anfragen zurück, auf die der Vatikan und der Papst bisher keine ausreichenden Antworten gegeben hat:

1) Treue ist keine Einbahnstraße. Katholische Laienchristen, oft bestens ausgebildet, teilweise mit akademischen Abschlüssen, in ihren Berufen hochkompetent und erfolgreich, haben sich bisher aus Einsicht dem katholischen Priestertum noch einigermaßen treu untergeordnet. Man muss nur auf eine x-beliebige Gemeindeveranstaltung gehen, um zu sehen, dass der Priester selbst bei lauten Zölibats- und Kirchenkritikern in den eigenen Reihen einen oft noch erstaunlich guten Stand hat. Doch das bröckelt. Wenn bereits Priesteramtskandidaten mit ausufernder Liebe zu teurer Gourmetküche auffallen, wenn man bei der Suche nach einem Pfarrhaus hören kann: „Vier Zimmer brauche ich allermindestens“ mit der Antwort „Ja, das steht dir zu!“, dann kommen Fragen auf, auch an der Priesterausbildung. Das Priestertum ist eine dienende Berufung, erst recht das Amt des Bischofs und des Papstes (dessen schönster Titel ja bekanntermaßen lautet: Sklave der Sklaven Gottes). Wenn sich Laienchristen anfangen zu fragen, ob die Treue einseitig gebrochen wird, ob das Priestertum zu einem Klub der Privilegierten verkommen ist – dann ist (auch unabhängig von den sexuellen Skandalen) in unserer Kirche etwas massiv schiefgelaufen.

2) Allzugern werden aktive Katholiken glaubwürdige Erläuterungen hören, dass wir nicht Priestern, Bischöfen und Kardinälen ausgesetzt waren, die erst sexuellen Missbrauch begangen haben und dann mit uns die Eucharistie feierten. In diesem Fall mag es den aktiven Katholiken sogar egal sein, ob die Täter die Eucharistiefeier ohne oder mit zuvor abgelegter Beichte gefeiert haben – auch bei wiederholt gebeichteter aber weltlich ungesühnter Sünde wäre dieser Vorgang zutiefst empörend. Wir warten hier auf diese glaubwürdigen Erläuterungen!

3) Ebenso werden wir bereitwillig hören und glauben, dass nicht in größerem Ausmaß und wissentlich Kandidaten geweiht wurden, für die das Priestertum und gegebenenfalls Bischofs- und Kardinalsamt nur noch Zugang zu Privilegien und standesgemäßem Leben war, ohne dass sie ihre Berufung zur Nachfolge Jesu noch mit dem Herz ergriffen hätten. Auch hier warten wir auf entsprechende Erläuterungen, die auch gern direkt vom Papst, von Kardinälen und Bischöfen kommen können.

4) Ein betuliches Schreiben des Papstes ohne administrative Konsequenzen reicht allerdings ebenso wenig wie das deutlich zu kurz greifende Schreiben des englischen Kardinal Nichols. Offenbar plant der Papst weder weitere Suspendierungen und Zurückstufungen von schuldig gewordenen Kardinälen und Bischöfen noch vermittelt er bisher den Eindruck, dass er die Verbrechen irgendwie sonst schärfstens angehen will. Schöne Worte, gemeinsame Buße und Kleinreden der Verbrechen (angefangen vom deutlich suboptimalen Vokabular) lassen Raum für schlimmste Befürchtungen.

5) Außerdem wird scharf zu beobachten sein, ob versucht wird, katholische Laien zum Schweigen zu bringen, die die Kirchenleitung für diese Verbrechen zu kritisieren. Versuche, unliebsame innerkirchliche Kritik zum Schweigen zu bringen, könnten übrigens auch kath.net als gemäßigt konservatives Nachrichtenportal treffen.

6) Außerdem wird genau zu beobachten sein, wie die Kirchenleitung auf die unterstützenswerte Forderung des britischen Bischofs von Portsmouth, Philip Egan, reagiert, der vorschlägt, dass der Vatikan angesichts des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker, der „ein weltweites Phänomen im Klerus zu sein scheint“, eine außergewöhnliche Bischofssynode zusammenruft.

Langer Rede kurzer Sinn: Unsere Kirchenleitung wäre bei diesem Missbrauchs- und Vertuschungsskandal gut beraten, die enorme Verbitterung gerade der aktiven Katholiken zur Kenntnis zu nehmen und verantwortungsbewusst darauf zu reagieren. Wir wollen keine „Kleriker“ mehr ertragen, die Verbrechen begehen bzw. diese Verbrechen kleinreden und vertuschen. Wir bitten unsere Kirche um konkrete Taten! Denn wenn wir diese Verbrechen nicht in den Griff bekommen, werden wir uns innerhalb von ein bis zwei Generationen zur verachtenswerten Minderheit entwickeln und der Vorwurf der „Kinderficker-Sekte“ träfe uns zu Recht. Nein, ich übertreibe nicht…

Bis seitens der Kirche, seitens des Vatikans ausreichende Maßnahmen gegen diese eklatanten Verbrechen ergriffen worden sind, muss die Kirche aber mit der Verbitterung nicht weniger ihrer aktiven Laienchristen leben. Wenn Missbrauchsverdächtige nicht durch die Kirche suspendiert werden, werden die aktiven Laienchristen eben ihre kirchliche Hierarchie – einschließlich Papst – bis zum Erweis ihrer Unschuld in ihrem eigenen Herzen suspendieren.

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Archivfoto Papst Franziskus



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Lesermeinungen

 KT-GK2018 1. September 2018 

@Ginsterbusch vor 4 Stunden

als kath.net-user können Sie sich auch bei kath.tube einloggen.
somit wäre auch der Weg für PN`s frei (persönliche Nachricht ohne Klar-Namen)

für Sie eine Widmung in einem m. Beiträge dort.

iGv (kreuz+ = Einzelperson von KT-GK2018)

www.kathtube.com/player.php?id=46150


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 JusteMilieu 31. August 2018 
 

Sexueller Mi0brauch und Vertuschung

Ipso facto!!!!!


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 hape 29. August 2018 

@griasdigott

Freut mich, wenn Sie damit etwas anfangen können! Das Geschehen am Gründonnerstag ist ja sehr komplex und hat viele geheimnisvolle Facetten. Es lohnt, immer wieder neu darüber nachzudenken. Das, was Sie über die Einsetzung der Weihesakramentes geschrieben haben, das stimmt natürlich auch.

Im Gebet verbunden, hape


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 griasdigott 28. August 2018 

@hape

Werter @hape. Vielen Dank für Ihre durchdachte Antwort. Auf einmal klingt es so logisch, dass ich mich selber wundere, nicht drauf gekommen zu sein!

Vielleicht weil wir gelernt haben, dass am Gründonnerstag die Apostel zu Priestern geweiht wurden und die Fusswaschung zeigen sollte, dass sie einerseits so Anteil (Taufe) an Christus Jesus erhalten und anderseits auch untereinander geschwisterlich sein sollten, einander die Füsse waschen.

Dieses "Anteil haben am Herrn" kann man ja durchaus als Taufe verstehen, zumal die Apostel ja nicht von Jesus getauft wurden, wohl aber die Fusswaschung und natürlich an Pfingsten die Geistausgiessung geschenkt bekamen.

Und ganz richtig schreiben Sie, dass der eigene sündhafte Lebenswandel nicht -mit Blick auf die Fusswaschung des Judas -als kleiner Schwächeanfall, der sowieso barmherzig vergeben wird, abgetan werden darf. Irgendwann erkennt man dann vor lauter Verblendung nicht mehr, wie tief man schon im Sumpf steckt.

Vergelt's Got!


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 hape 28. August 2018 

@griasdigott, Stichwort „Fußwaschung von Judas“

Ich will mal einen Versuch wagen, indem ich die Fußwaschung von Judas mit der Taufe vergleiche. Durch die Taufe werden wir von der Erbsünde befreit. Wir werden Wiedergeborene aus dem Hl. Geist und mit der heiligmachenden Gnade ausgestattet. So werden wir von Gott quasi in den himmlischen Zustand vor der Erbsünde zurückversetzt. Neustart. – Das ist aber kein Blankoscheck. Die Taufgnade muss nämlich von uns auch angenommen werden. Wir tun das, indem wir die Gebote halten. Genau das aber hat Judas nach der Fußwaschung eben nicht getan. Vielmehr hat er Jesus verraten. Judas verharrte lieber in der Sünde. Wenn man also die Fußwaschung des Judas als Beispiel für die Barmherzigkeit Jesu hernimmt, muss man auch erzählen, das von Judas danach das Halten der Gebote verlangt wurde. – Die Fußwaschung des Judas eignet sich also nicht dazu, den eigenen sündhaften Lebenswandel mit dem Argument zu rechtfertigen, Jesus sei ja sowieso unendlich barmherzig. Gerade Judas zeigt, dass das schief geht.


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 M.Schn-Fl 28. August 2018 
 

Gambrinus

Ich glaube Sie haben den falschen Artikel von einer anderen Autorin gelesen.


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 Willigis 28. August 2018 
 

@ Couperin

Es wäre vielleicht angebracht zu überlegen, was eine auf diese Weise regulierte Sexualität an Dysfunktionalitäten hervorgebracht hat.


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  28. August 2018 
 

Das schlimmste an dem Skandal ist

dass sich der "Klerus" jahrelang hinter seiner Weihe versteckt hat und daher in der Kirche als geschützt und kritikfrei zu gelten hatte. Das wird sich nun dahingehend ändern, das die Weihe als "zu höherem berufen" gelten kann, aber nicht muss. Alle geweihten müssen nun zeigen, ob sie dieser Weihe gerecht werden und sich entsprechender weltlicher Kritik stellen. Das geht bis hin zum Papst, der Beweisen muss ob seine Macht vom Heiligen Geist selbst oder von einem den heiligen Geist missbrauchenden Machtapparat stammt. :-(


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 Hadrianus Antonius 28. August 2018 
 

@GriassdieGott Abschlußgottesdienst

Ihre Informationen sind korrekt.
Das Foto auf www.kavlaanderen.blogspot.be ist sehr aussagekräftig.
(kavlaanderen hat immer sehr gute Fotos)
(Sehr interessant auch in der Säule links "Bergolio de Apostaat" mit einer Dokumentierung der Abscheulichkeiten in den letzten 67 Monaten)


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 Kostadinov 28. August 2018 

Nein, Hans Josef

für die Aussagen von EB Vigano gibt es bereits einen Zeugen, der sie bestätigt hat, kath.net hat den Artikel dazu. Jetzt liegt der Ball bei Bergoglio, der ja auch schon bei den Dubia der 4 Kardinäle gelogen hat, dass sich die Balken bogen


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 griasdigott 28. August 2018 

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt

Werte Frau Lorleberg, ich denke, es ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Dank Internet katholischen Medien wie kath.net kommen die schlimmen Dinge mehr und mehr ans Tageslicht. Nun ist es offen sichtbar!

Es mich nur erschüttert, ist dass es offenbar keine Gottesfurcht mehr gibt. Ach ja, die Lehre, dass alle in den Himmel kommen ist wohl die Ursache.

Manchmal hört man in einer Predigt, Jesus habe ja auch Judas die Füsse gewaschen.

Seit längerer Zeit denke ich darüber nach. Ehrlich gesagt, noch habe ich keine Antwort darauf. Vielleicht kann mir einer der Kommentatoren auf die Sprünge helfen.


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 Hadrianus Antonius 27. August 2018 
 

@Couperin: Eine Sünde gg. den Hl. Geist

Unverzeihbar.
Misericordia ist hier fehl am Platz.
@Gambrinus und @wedlerg sind zuzustimmen.
Die Verstörung und die Verbitterung der bisher treuherzigen Katholiken ist gut beschrieben.
Aber inhaltlich irrt Fr. Lorleberg:
Die gut organisierte Netze von Banditen sind schon seit 20 Jahren bekannt (der pädophile Bischof VanGheluwe war auch zu Gast im Hotel "Cromwell" in Knokke, Hauptquartier des Pädophilenrings um den Mädchendieb und -Töter Dutroux;
es war die belgische Polizei die bei der Sexsklavenhälterei der Broeders van Liefde ermittelte (Fall "Anneke": lese INFO); Stockman ist übr. gut befreundet mit PF und war beim Kardinalshut für DeKesel dabei.
Das Netz um Danneels ist seit 25 Jahren bekannt; PF ist ihm jedoch sehr dankbar...
Und jetzt weinen: die "Bußzeit"/Besinnung/Ruhe für die Täter beträgt nach deren eigenen Einschätzung max. 1(ein) Jahr.
Julio Cesar Grassi/Mario Sancinetti
Alles sehr lang gewußt und alles sehr lang vertuscht und totgeschwiegen
IPM commilitonum Mil.Imm.


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 Ginsterbusch 27. August 2018 

@kreuz+

Ihre Aussage: es ist immer noch Aschermittwoch 2013 trifft mich mitten ins Herz.
Genau so empfinde ich es.
Bleiben Sie behütet.


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  27. August 2018 
 

@ Herbert Klupp

Ich kann Ihren klaren, verurteilungsfreien Gedankengängen beipflichten. Hans Josef Stein


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  27. August 2018 
 

Klar Sie schreibt "Die"

was aber auf dasselbe herauskommt!


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  27. August 2018 
 

So sollte

sie von mir aus eine Unterschriftenliste fertigen, die andere unterschreiben können. Und trotzdem kann sie dann nicht im Namen " DER" Laienchristen schreiben, weil meine Unterschrift als Laienchrist dort fehlen würde, wie andere Unterschriften auch! Anmaßend kann ich da nur schreiben. Auch das Zentralkommittee " Der " deutschen Katholiken hat nicht meine Unterschrift, weshalb deren Verbandlage somit eine Lüge beinhaltet.


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 rosenkranzbeter 27. August 2018 
 

Zeichen der Hoffnung u Ermutigung aus Heiligenkreuz

Während andere vertuschen oder missbraucht haben und wir verzweifelt diskutieren, gibt es andere, die Hoffnungszeichen setzen. Zum Beispiel die ZISTERZIENSER aus Heiligenkreuz. Am 2. Sept. wird in Neuelle ein neues Priorat gegründet und die jüngste Frohbotschaft zu diesem Projekt. Die Abtei Heiligenkreuz will auch ein komplett neues Klostergebäude bauen lassen, neben dem "Barockwunder", angepasst da die heutige Sitution (Mönchszellen, Gästezimmer usw.) mit Spenden der Gläubigen und einem Zuschuss des kleinsten Bistums in D: Das Bistum Görlitz beteiligt sich mit 1 Mio €. Das ist sinnvolle Verwendung von Kirchensteuern. Das sind Nachrichten, die freuen! Kirche im Aufbruch! Danke Bischof Ipolt, Danke Abt Maximilian und seinen Mönchen! Gäbe es doch mehr solcher aufbauenden Nachrichten!


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 Fatima 1713 27. August 2018 
 

Sehr gute, umfassende Analyse

Besonders wichtig: kompetente, gut ausgebildete Laienchristen, die bis jetzt "still gehalten" haben, müssen sich jetzt mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu Wort melden, sich einbringen. Wir alle sind gefragt!

Das einzige, womit ich nicht ganz glücklich bin: dass (selbstverständlich auch nicht zulässige) Beziehungen mit Frauen und diesen Beziehungen entstammende Kinder in einem Atemzug mit homosexuellen und pädophilen Vergehen genannt werden. Für mich besteht da schon nochmal ein großer Unterschied und man sollte diese beiden Fragen getrennt voneinander behandeln.

Mir persönlich gefällt auch die Formulierung "sich ins Bett geholt hat", die mir jetzt schon öfter aufgefallen ist, nicht besonders, aber das nur so nebenbei.


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 kreuz+ 27. August 2018 

lb. Petra,

es ist so viel auszuhalten und zu ertragen in der "neuen Kirche". Himmel hilf! Maria hilf! Amen +

ruhen wir uns eine Minute aus in der alten Kirche, bis Aschermittwoch 2013.
es ist immer noch Aschermittwoch 2013

und mit "holy" meinte ich damals nicht nur den song-Titel.
ich meinte auch den Mann auf dem Vorschaubild.

www.kathtube.com/player.php?id=30258


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 Herbert Klupp 27. August 2018 
 

Bemühen um Gerechtigkeit

ZITAT: "Derzeit ist man geneigt, der säkularen Presse mehr Glauben zu schenken als so mancher binnenkirchlicher Medienproduktion" ZITATENDE. Eine gefährliche Aussage. Die (Mainstream-)Medien bekämpfen die Kirche, auch (und meistens) durch Übertreibung und Verleumdung. Wir müssen uns (immer - aber eben auch hier) um Gerechtigkeit bei der Beurteilung von "Vorgängen" bemühen. Hier nur ein Punkt von vielen: im letzten Jahrhundert war es üblich, und zwar allgemein und überall üblich, bei sexuellen Vergehen gegen Abhängige, Kinder, usw das Problem intern zu lösen: Gespräche, Schulungen, Versetzungen. Die Kirche ist halt AUCH in die Zeitläufte hineingeworfen, wie alle. Das damals übliche gesellschaftliche Schweigen bei solchen Vorgängen im Nachhinein als "Verbrechen" zu bezeichnen, ist ungerecht ! Bei den letzten US-Fällen sollte man auch mal zur Kenntnis nehmen, daß alles getreu und ehrlich schriftlich festgehalten wurde. Die Ankläger haben es ja nur von der Kirche. "Vertuschung" ? Njet !


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 Labrador 27. August 2018 
 

Lieber Sebi1983

Was fordern Sie denn als Beweis. Eine gerichtliche Verurteilung?

OK aber was ist mit den Fällen, wo man den Täter solange geschützt hat, bis die Verjährungsfrist eingetreten ist?

Reichen Ihnen bekanntgewordene Schadenersatzzahlungen als Beweis? (Da stehet oft neben der Verpflichtung zum Stillschweigen, dass die Zahlung kein Eingeständnis der Schuld ist ...)

Wenn ich die Antwort von SpatzInDerHand etwas weiterentwickeln darf:
Was würden Sie zu einer Grand Jury sagen, die in der Nuntiatur (OK, die ist exterritorial, aber vielleicht findet sich dafür eine juristische Begründung) und in den Ordinariaten (da dürfte es keine Schwierigkeiten geben, siehe Chile) Mal raz faz Hausdurchsuchungen veranstalltet, um nach vorenthaltenen Unterlagen zu suchen?

Da ich weder in Amerika lebe noch dort eine Funktion im Justizsystem habe, sollte klar sein, dass der vorige Absatz keine Drohung sein kann. Eine durchaus mögliche Sicht auf die Zukunft ist er aber allemal.


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 SpatzInDerHand 27. August 2018 

@Sebi1983: Leider haben Sie nur auf den ersten Blick recht.

Auf den zweiten Blick muss man nämlich zugeben, dass wir es in unserer Kirche möglicherweise mit jahrzehntelanger, äußerst geschickter Vertuschung schwerer Verbrechen und mafiaähnlicher Strukturen zu tun haben. Mit etwas Pech bis direkt in die Leitungsspitze hinein. Gegen solchen Filz kommt man nicht einfach mit Ihren an sich ehrenhaften Bemerkungen weiter.


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 goegy 27. August 2018 
 

Nicht die Kirche hat diese Täter gesucht und ausgewählt. Diese haben vielmehr die Kirche gewählt als Schlupfloch und berufliche Alternative zu andern Möglichkeiten, bei denen ein bürgerliches Privatleben mit Frau und Kindern zwingend gewesen wäre. Dies konnten und wollten diese Leute aber nicht.

Nicht tiefe Gläubigkeit und Liebe zu Kirche und Menschen waren dann bei der Berufswahl ausschlaggebend.
Wenn man intelligent und diplomatisch geschickt war, wurde man mit Hilfe bestehender Netzwerke nach oben getragen.
Wie hätte man aus dem fernen Rom solche Machenschaften durchschauen können, ohne den Einsatz eines funktionierenden Spitzel-und Denunziations-Systems?
Ähnliche schwule - und auch freimaurerische - Seilschaften gab es lange Zeit in der französischen Diplomatie. Diese waren nicht leicht auszumachen und dann auszuräuchern. Diese Seilschaften waren allerdings weniger schädlich als die kirchlichen, funktionierten aber ähnlich als nepotistisches Protektionssystem.


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 Sebi1983 27. August 2018 
 

Ja, aber...

Ich kann Zorn und Verbitterung verstehen, aber Sätzen wie "Wenn Missbrauchsverdächtige nicht durch die Kirche suspendiert werden, werden die aktiven Laienchristen eben ihre kirchliche Hierarchie – einschließlich Papst – bis zum Erweis ihrer Unschuld in ihrem eigenen Herzen suspendieren." --- Das stellt unser Rechtssystem auf den Kopf. Schuld muss bewiesen werden, nicht Unschuld! Bis zum Beweis des Gegenteils gilt IMMER die Unschuldsvermutung.


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 M.Schn-Fl 27. August 2018 
 

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Petra Lorleberg hat diesen unwürdigen Misthaufen mit angemessenen und deutlichen Worten beschrieben und dabei alle Aspekte ausgeleuchtet, wobei der Misthaufen nicht die geschändete Kirche ist, sondern die genannte Netzwerke und Gruppen von "Klerikern" sowie das erbärmliche Versagen so vieler Bischöfe und auch von Kardinälen.
Dafür meinen Dank.
Immer mehr wird mir das Wort Christi bedeutsam: "Betet ohne Unterlass".

All das hier so präzise Beschriebene bestätigt eben die Worte Josef Ratzingers aus den 50ziger Jahren, dass wir immer mehr eine Kirche von getauften Heiden sind. Es legt offen, wie viele Kardinäle, Bischöfe, Priester und Ordensleute das Charisma so vieler heiligmäßiger Vorgänger verloren haben und kein geistliches Leben mehr führen, ja nicht einmal mehr wissen, was das ist.
Vergessen wir in unserem Gebet nicht die zahllosen treuen, wirklich geistlichen "Kleriker", Ordensleute und haupt-und ehrenamtlichen Laien.


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 Stefan Fleischer 27. August 2018 

Herr

Dieser "Weiterentwicklung" des Klostergelübdes ist mir auch schon aufgefallen. Sie ist m.E. symptomatisch für die heutige Verkündigung (Kirche?): Nur keine eindeutigen Begriffe mehr. Alles ist relativ.
Wie schon gesagt: Neuevangelisation ist dingend. Aber "aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird." (1.Kor 1,17) Ich glaube, wenn das Kreuz Christi nicht schon seit langer Zeit immer mehr um seine Kraft und Weisheit gebracht worden wäre, wir hätten den ganzen Schlamassel heute nicht.


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 Diadochus 27. August 2018 
 

Priesterkinder

In dem Kommentar wird die ganze Bandbreite der Verfehlungen angesprochen. Das gefällt mir. Jetzt muss alles auf den Tisch. Es ist auch die Rede, wenn auch nur kurz, von den Verhältnissen zu den Frauen und den daraus resultierenden Priesterkindern. Das geht ganz unter, obwohl es davon hunderte gibt. Ich möchte damit andeuten, dass es sehr viel Verbitterungen im Kirchenvolk gibt, von Menschen, die bisher kein Gehör fanden und auch weiter keins finden werden. Die Schadenfreude und die Genugtuung ist unbeschreiblich groß. Aus der Nummer kommt die Kirche nicht mehr heil raus, nicht mit dem Papst und erst recht nicht in Deutschland mit den Amtsträgern. Da ist das Vertrauen vollkommen futsch. Bei mir selber übrigens auch. Meines Wissens hat der Untersuchungsbeauftragte des letzten Missbrauchsskandals frustriert aufgegeben. Er wurde in seiner Tätigkeit massiv behindert. Das wars mit der größtmöglichen Aufklärung gewesen. Weg mit den Heuchlern und Pharisäern!


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 griasdigott 27. August 2018 

Abschlussgottesdienst

Auf einem anderen Portal habe ich ein Photo gesehen und die Information gelesen, dass statt der 500000 angemeldeten weniger als 130000 beim Abschlussgottesdienst gewesen sein sollen. Ich weiss aber nicht, wann das Bild aufgenommen wurde. Laut "Welt" wollten ja viele Karten erwerben für diesen Gottesdienst, dann aber nicht hingehen als Zeichen des Protests. Es soll aber auch eine stille Protestgruppe dagewesen sein, die Schilder hochgehoben hat.

Nach dem Gottesdienst habe ich nichts mehr davon gelesen, vermutlich weil sich alle auf das 11 seitige Statement konzentrierten.

Hat jemand via TV den Abschlussgottesdienst gesehen? Stimmen die obigen Informationen?


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 lesa 27. August 2018 

@kirchental: Was Sie da anführen, ist schon klar. Ein Seminar ist kein kontemplatives Kloster, und von einem solchen war die Rede. Allerdings fand ich es nicht so daneben, als ein Seminar seinen Kandidaten den Umgang mit dem Netz stark einschränkte ...
Wie Sie lesen, nütze ich es ja selber (nach langem Zögern und Widerstreben allerdings, aus Gründen der Glaubensverkündigung.) Und wir können um kath.net nur heilfroh sein.
Es ist aber Fakt, dass das Internet vielen auch unnötig viel Zeit raubt, die sie besser für das Beten verwenden würden und dass Internet und Pornosucht offensichtlich bei Geistlichen auch nicht Halt macht. Es geht also um den Stellenwert, den man dem Internet gibt, der Zeit, die man darauf verwendet, um das Gefangensein in der eindimensionale Digitalwelt etc. Dieser Verführung ist schwer standzuhalten. Und viel Zeit und innere Energie wird auf diesem Gebiet vergeudet. Zu dieser Beobachtung stehe ich.


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 Kirchental 27. August 2018 

@lesa

Natürlich sind Seminaristen auch im Netz unterwegs! Im Nebenberuf studieren diese jungen Leute nämlich auch noch - und Studium ist heute ohne Internet und entsprechende Ausrüstung nicht mehr möglich.

Und sie dürfen auch gerne auf Facebook etc unterwegs sein. Gerne auch auf kath.net. Viele stehen auch dort für ihre Berufung ein. Und das ist sicher nicht einfach.

Um einen bekannten bayerischen Ministerpräsidenten abzuwandeln: Laptop und Rosenkranz wäre gefragt!

Diese Kirchenkrise ist definitiv nicht zu lösen, wenn an den Seminaren das Internet verboten wird.

Es nervt auch kolossal, wenn man dem Pfarrer ein vernünftiges, sicheres Auto vorenthalten wollte. Einerseits schickt man die Leute in Pfarrverbände mit 10 Pfarreien - aber dann bitte am besten bescheiden mit Maultier.


Sollten wir uns nicht auf die echten Probleme konzentrieren?


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 lesa 27. August 2018 

Sprachverflachung hat Folgen

griasdigott: Fein beobachtet. Verflachende, gehaltsvermindernde Ausdrücke haben Folgen, wie überhaupt die Sprache bewusstseinsprägend ist.


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 griasdigott 27. August 2018 

@lesa und @st. Laurentius

Früher gelobte man beim Klostereintritt:

Gehorsam, Armut und Keuschheit

Heute

Klösterlichen Lebenswandel, Besitzlosigkeit und Ehelosigkeit

Ob das in allen Klöstern ist, weiss ich nicht, auch nicht, wann dieser Wechsel kam. Vat II?

Ein Unterschied ist da schon!


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 St. Laurentius 27. August 2018 
 

huegel

Das große Problem hinter allem ist die Desinformation. Es müsste eigentlich die ganze sog. wissenschaftliche Theologie auf den Prüfstand. Der gesamte ideologische Schrott gehört rausgeschmissen.


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 huegel76 27. August 2018 

Was mich beschäftigt

ist folgendes: Ich unterstelle den Vertuschern gute Absichten in der Hinsicht, dass sie dem Sünder gegenüber Barmherzigkeit zeigen wollten. Was aber diese falsch verstandene / ausgeführte Barmherzigkeit anrichten kann sehen wir jetzt. Nun ist diese falsche Barmherzigkeit aber mittlerweile in vielen Bereichen der Kirche das Leitmotiv, auch z.B. beim Eucharistieempfang. Die Sünde wird marginalisiert, nichts ist dieser Kirche mehr heilig. Wir wenden uns - wie vormals das Volk Israel - vom Herrn ab. Keiner der von den Ägyptern befreiten Sklaven hat das gelobte Land betreten dürfen. Ich fürchte mich davor, dass uns das gleiche blüht.


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 St. Laurentius 27. August 2018 
 

Vertrauensverlust

Sehr treffender Artikel. Absolut praxisnah und aus der Erfahrung der Basis heraus geschrieben. Der Artikel bringt die ganze Bandbreite auf den Punkt.


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 St. Laurentius 27. August 2018 
 

Gourmet

@lesa
Ergänzung:Betrifft auch Klöster und verwandte Institute.
Leider wird das Rosenkranzgebet nicht mehr gepflegt bzw sogar belächelt.


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 lesa 27. August 2018 

Zuet Nachfolge Christi, dann gourmet (den gibt`s dann im Himmel)

@bayrischer Engel: Zuerst einmal Johannes vom Kreuz (Aufstieg zum Berg Krmel) und Nachfolge Christi von Thomas von Kempen. Aber diese Stufe wird weitgehend übergangen. Sofort "Gourmet". (Und stundenlanges Internetsurfen und Fernsehen bis Mitternacht statt einmal einen Rosenkranz zu beten, oder gar mehrere etc.) Keine gute Startbasis für geistliches Leben und Stärkung der Kirche. Sorry. Aber das scheint mir weitgehend die Realität zu sein.


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 Philipp Neri 27. August 2018 

Glaubensabfall ist das eigentliche Problem

Ich glaube, dass innerhalb der Kirche ein großer Glaubensabfall zu beobachten ist, sei es bei vielen Amtlichen, sei es bei vielen Nichtamtlichen.
Nur so sind die vielen negativen Entwicklungen zu erklären.
Wenn man nicht bereit ist die Wahrheit, Jesus, zu suchen, dann wird es noch weitergehen!
Beschäftigen wir uns alle eigentlich noch mit diesem zentralen Thema?
Auch das Thema Eucharistie und das Thema Maria sind die Themen, die immer mehr vernachlässigt wurden in den letzten Jahrzehnten. Müssen wir uns da noch wundern?


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 Stefan Fleischer 27. August 2018 

@ girsberg74

"Es müssen die Glaubensverwässerer in den Blick genommen werden"
Ich glaube, Sie haben hier den Nagel auf den Kopf getroffen. Die ganze Katastrophe wäre, soweit ich dies beurteilen kann, gar nicht möglich ohne den Perspektivenwechsel von gottzentriert zu menschzentriert. Denn, wo Gott aber nicht mehr wahrhaft Gott der Herr sein darf, wo er nichts mehr zu befehlen hat, wo die Gebote relativ werden und Gott kein Recht mehr hat, notfalls auch – aus Liebe! – zu strafen, da hat der Teufel freie Hand. Nur das Gebet und eine damit verbundene klare, ungeschönte, allumfassende Neuevangelisation kann hier noch helfen. Alles andere ist Symptombekämpfung.


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  27. August 2018 
 

Zusammenhang?

Bei allen richtigen Aussagen: Worin bitte besteht der Zusammenhang zwischen dem Thema und der "Gourmetküche"? Dürfen Priester nicht das Gute und Schöne schätzen? Oder gehören Sie zu den Vertretern einer "armen" Kirche, hoffentlich persönlich?


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 Micha1984 27. August 2018 

Lebensschutz vs. Kindesmissbrauch

Ein häufiger Vorwurf an Lebensschützer von der Gegenseite ist, dass nur das ungeborene Leben interessiert und die Hilfestellung danach nachlässt. Das ist natürlich Blödsinn!
Trotzdem muss ich in diesem Zusammenhang schon auch feststellen, dass ich es komisch finde, dass Abtreibung zur Exkommunikation als Tatstrafe führt, auch wenn dies bspw. den meisten künstlich befruchtenden Christen gar nicht klar ist, und für sich wiederholenden Kindesmissbrauch unter Ausnutzung des Ansehens und der Macht eines Klerikers nicht einmal regelmäßig das Werkzeug der Exkommunikation als Spruchstrafe benutzt wird. Was soll einen noch weiter vom liebenden Christus entfernen als solch eine widerliche Tat, die alles beschädigt, woran wir Christen glauben.


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 hape 27. August 2018 

@wedlerg

Dem letzten Punkt Ihres Statements schließe ich mich an:

"Die Sünde darf nicht tabuisiert werden."

Wenn wir aber von Sünde sprechen, dann reden wir über Moraltheologie. Genauer über moderne Moraltheologie und über die entspr. theol. Fakultäten, wo diese Theologie entwickelt und verbreitet wird.

Wir reden über die Leugnung von objektiven Wahrheiten, über die Entfremdung von Dogmen, über das Vorgaukeln einer lehramtlichen Kontinuität. Wir reden über die Einzelfallentscheidung des Gewissens, über eine falsche Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit, über Verweltlichung usw. usf.

Das, was wir gerade erleben, halte ich für den weltweiten Offenbarungseid des modernen theologischen Paradigmenwechsels, welcher der Homo- und Genderszene überhaupt erst den Eintritt in die Kirche ermöglicht.

Auch das muss jetzt auf den Tisch. Wenn das Eindringen der Homoszene in die Kirche wirklich eine Folge moderner Theologie ist, dann muss diese jetzt erkennen, dass sie krachend gescheitert ist.


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 Kairos 27. August 2018 
 

Sehr guter Kommentar

Das Problem ist leider, dass hier tatsächlich aus der Hierarchie selbst keinerlei Verbesserung zu erwarten ist. Solange hier keine unabhängige Kontrollinstanz außerhalb des Klerus mit seiner "Befehl und Gehorsam"-Struktur existiert, ist echte Verbesserung nicht zu erwarten, weil die Hierarchie jede Aufklärung immer unter ihren Vorbehalt anderer Interessen, wie Wahrung von Macht und Ansehen stellen kann.
Also muss es eine Instanz außerhalb geben, die allein dem Schutz des Kirchenvolks vor Verbrechen von Klerus und Mitarbeitern dient, nicht aber durch klerikale Machtspiele manipuliert werden kann, wie es ja anscheinend bisher jederzeit möglich ist.


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 julifix 27. August 2018 

Warum z.B. ...

...hört man nach all dem kaum entsprechende Fürbittgebete in den Hl. Messen? Warum geht in den Homilien kaum ein Pfarrer auf das Thema ein? Warum entstehen in den Gemeinden keine Gebetsstürme gegen diesen Wahnsinn? Warum hört man KEINERLEI Reaktion von unserer DBK? Warum? Warum?
Weil der Anteil der Priester, die wirklich noch eine Berufung aus Liebe zu Christus haben so gering ist, dass man verzweifeln könnte. Der größere Teil - und das wage ich jetzt so auszusprechen - hat sich's mit fetten Gehältern BEQUEM gemacht. Sie sind bezahlte Knechte und keine Hirten!
Herr Jesus Christus, flehentlich bitte ich: reinige Deine Kirche, wie Du damals den Tempel in Jerusale3m gereinigt hast! Treib' sie mit Stricken raus aus DEINER heiligen, katholischen Kirche.
Und bei denen es noch möglich ist: hilf zu konsequenter Umkehr zu Dir Herr!


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 girsberg74 27. August 2018 
 

Voll abdeckend!

Danke für diesen umfänglichen Bericht / Kommentar.

Die Folgerung:
Es muss in Rom angefangen werden.
Sollte dort weiter verniedlicht und / oder ausgewichen werden, so stellt sich die Frage, wer dort in hohem Maße befangen ist oder starke Verpflichtungen (Hemmnisse) hat.

Es muss auch in Deutschland vorangehen. Missbräuche sind kein isoliertes Problem. Es müssen die Glaubensverwässerer in den Blick genommen werden, die ich in der Spitze der Bischofskonferenz verorte, die bedenkenlos katholisches Tafelsilber auf dem ökumenischen Flohmarkt verscherbeln.

Das letztere Problem darf nicht in der Diskussion um sexuellen Missbrauch untergehen.


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 wedlerg 27. August 2018 
 

Nicht besonders überzeugend

Diesmal gefällt mir der Beitrag nicht besonders.

Das liegt insbesondere daran, dass

a) so getan wird, als ob die "Kirche" den Missbrauch begangen hätte und
b) der Missbrauch von jedem ausgehen könnte

Nein: Der Missbrauch ist nicht von der Kirche erzeugt worden. Die Kirche ist unterminiert von Menschen, die sexuelle Netzwerke befördern und geheimhalten. Mir fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff "Vertuschung" auch unangenehm auf. Es geht nicht um Vertuschung, sondern um Vernebelung und Macht.

Niemand ist damit gedient, dass die Presse mit dem Finger auf die Kirche oder vermeintlich Schuldige zeigt. Es ist vielmehr nötig, den Nebel zu beseitigen, der verhindert zu sehen, was los war/ist und warum.

Nach dem, was wir wissen, geht es zu 80% und mehr um homosexuelle Netzwerke. Es geht nicht nur um Missbrauch, sondern um sexuelle Ausschweifungen, die auch nicht in Ordnung sind, wenn sie unter erwachsenen Priestern stattfinden.

Die Sünde darf nicht tabuisiert werden.


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 Gambrinus 27. August 2018 
 

Nein, gute Frau...

... es ist keineswegs zu kurz gegriffen, aus Anlass dieses Skandals die (praktizierte) Homosexualität zu "verteufeln". Das hier ist nicht nur ein Vertuschungs-Skandal, sondern zuallererst ein Homosexuellen-Skandal: homosexuelle Netzwerke haben die Kirche von innen infiltriert.

Den Priesterzölibat und die Homosexuellen-Netzwerke in ein und demselben Atemzug zu nennen und somit quasi auf dieselbe Stufe zu stellen, ist schlicht eine Frechheit. Man kann über die Sinnhaftigkeit des Zölibats vielleicht unterschiedlicher Meinung sein (ich gehöre zu denen die ihn wertvoll finden), aber die homosexuelle Unzucht ist eine himmelschreiende Sünde. Solange dieses einfache Faktum nicht akzeptiert wird, werden die Missbrauchsskandale (innerhalb der Krche UND ausserhalb) nie aufhören.

Schämen Sie sich für diese Gleichsetzung!


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 Guingamp 27. August 2018 
 

Wie soll hier die Reinigung gelingen?

Der Artikel faßt gut zusammen, daß das Vertrauen in die Hierarchie mittlerweile vollkommen erschüttert ist. Genau jene, die eigentlich dazu berufen sind, hier entsprechend drastische Reformen durchzuführen, sind jene, die Teil des Problems sind; mittlerweile bis hin zum Papst. Die Diskrepanz zwischen häufig moralisierenden Reden und dem willentlichen Vertuschen von sexuellen Vergehen (wobei die Pädophilie nur einen besonders widerlichen Fall darstellt), ist einfach nur unerträglich. Es reicht wirklich mittlerweile. Ich weiß nicht, WIE eine Reform aussehen sollte, und vor allem WIE sie gelingen kann, aber wenn sie nicht gelingen sollte, dann droht eine nahezu totale Erosion des Glaubens.


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 Couperin 27. August 2018 
 

Gravitas materiae in sexto

Gemäß der traditionellen Moraltheologie ist jede Verfehlung gegen das 6. Gebot schwere Sünde - also schon eine unerlaubte Berührung, Blicke etc. Was ist dann dies?


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