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„Mich verblüfft der geradezu aggressive Tonfall des Interviews“

15. Oktober 2018 in Interview, 23 Lesermeinungen
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Augsburger Theologe Hartl zu Kritik an MISSION MANIFEST und Augsburger Gebetshaus: „Ich frage mich, ob Prof. Nothelle-Wildfeuer ein anderes Buch vorliegen hatte“ – „Uns liegt all das fern, was sie uns unterstellt“. kath.net-Interview von Roland Noé


Augsburg (kath.net/rn) „Ich frage mich schon, ob Prof. Nothelle-Wildfeuer ein anderes Buch vorliegen hatte oder aus welchen Gründen auch immer sie dem Mission Manifest Aussagen unterstellt, die wir explizit und ausdrücklich ablehnen. Geht so theologisch verantwortungsvoller Diskurs?“ Das sagte der Leiter des Gebetshauses, Johannes Hartl, im kath.net-Interview über die Kritik der Professorin Ursula Nothelle-Wildfeuer an MISSION MANIFEST und am Augsburger Gebetshaus. Nothelle-Wildfeuer ist Professorin für Christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität in Freiburg und Beraterin der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. Der promovierte Theologe Hartl fragte nach Kritik an angeblichen Aussagen eines anonym bleibenden „Gebetshaus-Anhängers“ umgekehrt: „Wie klänge es, wenn ich sagen würde, ein Bekannter von mir habe eine Aussage von Frau Nothelle-Wildfeuer so und so verstanden – und ich nähme diese Aussage zum Gegenstand einer theologischen Kontroverse? Ich bin mir sicher, dass solche Argumentationen doch eher untypisch für eine Wissenschaftlerin vom Format von Prof. Nothelle-Wildfeuer ist.“ Die Theologieprofessorin hatte sich im Interview mit Madeleine Spendier bei „katholisch.de“ zu ihrem gemeinsam mit dem Freiburger Fundamentaltheologen Magnus Striet herausgegebenenen Buch „Einfach nur Jesus?: Eine Kritik am "Mission Manifest" (Katholizismus im Umbruch)“ geäußert.

kath.net: Herr Dr. Hartl, immerhin machten zwei Theologieprofessoren sich die Mühe, ein ganzes Buch mit Kritik an „Mission Manifest“ zu schreiben. Ärgert Sie das – oder freut Sie das eher?

Hartl: Das finde ich großartig. Denn genau das wollten wir: eine – gerne auch kontroverse – Diskussion über das Thema anzustoßen. Wir müssen über Mission sprechen und über Evangelisation. Wir freuen uns, dass das Thema gerade an vielen Stellen aufgegriffen wird, denn es ist an der Zeit.

kath.net: Eigentlich dürften Sie sich mit Prof. Nothelle-Wildfeuer sogar in vielem einig sein. So erläutert sie beispielsweise im Interview, dass die Diakonia, also „der Dienst an Menschen und Gesellschaft“, „konstitutiv für die Identität von Kirche“ sei. Für wie wichtig stufen Sie die kirchliche Diakonia?

Hartl: Selbstverständlich ist Frau Nothelle-Wildfeuer voll zuzustimmen. Noch mehr gefreut hätte mich, wenn sie die zahlreichen Stellen in „Mission Manifest“ nicht überlesen hätte, in denen wir ausdrücklich von der diakonischen Dimension des Glaubens sprechen (etwa auf den Seiten 23, 33 oder 34).

Richtig abenteuerlich wird es, wenn die Theologin behauptet, Mission Manifest propagiere eine Elitekirche, die im Widerspruch von Papst Franziskus’ Rede von der Kirche als „Lazarett für Kranke“ steht. Nun, eben genau jenes Papstzitat findet sich auf Seite 117 unseres Buches.

Nun frage ich mich schon, ob Prof. Nothelle-Wildfeuer ein anderes Buch vorliegen hatte oder aus welchen Gründen auch immer sie dem Mission Manifest Aussagen unterstellt, die wir explizit und ausdrücklich ablehnen. Geht so theologisch verantwortungsvoller Diskurs?


kath.net: Auch bei folgender Aussage von Prof. Nothelle-Wildfeuer würde ich Ihre volle Zustimmung erwarten, Herr Hartl: „Unser Glaube ist kein Glaube, bei dem man den Verstand an der Garderobe abgibt. Wir brauchen eine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten, sonst wird er fundamentalistisch. Und es braucht eine Auseinandersetzung mit der Entwicklung in der Gesellschaft, sonst wird es weltfremd.“ Wie stufen Sie aber die Kritik ein, dass in „Mission Manifest“ die Theologie „komplett ausgeklammert werden“ soll? Und: Wieviel „Theologie“ und wieviel „kritische Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten“ findet sich eigentlich landauf, landab in normalen Pfarrgemeinden?

Hartl: Auch hier verblüfft mich der geradezu aggressive Tonfall des Interviews und die Wucht der Unterstellungen. Ist der Theologin unbekannt, dass es innerhalb der neuen geistlichen Bewegungen und auch in den von ihr scheinbar zuvörderst mit Sektierertum assoziierten Freikirchen durchaus intensiven theologischen Diskurs gibt? Oder gefallen schlichtweg die theologischen Inhalte nicht, weil sie zu wenig liberale und historisch-kritische Kategorien rezipiert?

Doch dass Mission Manifest kein theologisches Fachbuch ist, das steht außer Frage.

Nun liegt bald eine fachtheologische Kritik vor und auf diese wird es auch eine fachtheologische Antwort geben. Eine solche theologische Kontroverse gab es auch schon in der „Herder Korrespondenz“ zwischen dem Fundamentaltheologen Aron Langenfeld und mir. Weitere Symposien und Texte werden folgen.

kath.net: Prof. Nothelle-Wildfeuer zitiert einen „Gebetshaus-Anhänger“, der angesichts von Fragen nach „dem Sinn und dem Warum von Krankheit und Leid“ geantwortet haben soll, „der kranke Mensch früher wohl zu wenig gebetet habe, sonst wäre er jetzt nicht so krank“. Über diese – dem Gebetshaus ja fremden – Antwort kann man sich, gemeinsam mit der Theologieprofessorin, wirklich nur entsetzen.

Hartl: Auch hier wieder kann ich nur den Kopf schütteln. Ist das Zitieren nicht näher erwähnter Bekannter vom Hörensagen tatsächlich Mittel der Wahl einer niveauvollen inhaltlichen Auseinandersetzung?

Wie klänge es, wenn ich sagen würde, ein Bekannter von mir habe eine Aussage von Frau Nothelle-Wildfeuer so und so verstanden – und ich nähme diese Aussage zum Gegenstand einer theologischen Kontroverse? Ich bin mir sicher, dass solche Argumentationen doch eher untypisch für eine Wissenschaftlerin vom Format von Prof. Nothelle-Wildfeuer ist.

Dass eine so absurde Aussage nicht nur niemals von mir oder einem der anderen Initiatoren gemacht wurde, liegt auf der Hand. Eine kurze Recherche meiner öffentlich einsehbaren Vorträge auf YouTube etwa zu den Themen „Leid und Scheitern“ hätte das exakte Gegenteil gezeigt.

Mir scheint es hilfreich, das, was man mit schwerem verbalen Kaliber kritisiert, doch erst einmal hinreichend anzusehen. Auch ist mir nicht bekannt, dass Frau Nothelle-Wildfeuer schon einmal bei einer jener Veranstaltungen war, über die mit scharfen und schärfsten Worten zu urteilen sie nicht zögert.

kath.net: Wir leiden derzeit an einer steigenden Polarisierung in der Gesellschaft wie in der Kirche. Menschen wandern in Filterblasen ab und werden zunehmend unfähig, mit Positionen umzugehen, die nicht ihren eigenen Einschätzungen entsprechen. Für die katholische Kirche, die ja schon immer verschiedenste Strömungen in sich vereinigt hat, wird dies als gefährliche, ja spalterische Entwicklung eingestuft. Wie werten Sie deshalb die Wortwahl von Prof. Nothelle-Wildfeuer? Ich zitiere: „Das Gebetshaus und seine Anhänger haben Züge von einer sektiererischen Ausrichtung“, sagt sie beispielsweise. Ihre Reden, Herr Hartl, zeigten „Schwarz-Weiß-Malerei“ und „demagogische Züge“, dies würde „viele betören“.

Hartl: Ich denke es würde etwas helfen, verbal abzurüsten und sich in der Kritik auf das zu beschränken, was tatsächlich gesagt oder geschrieben wurde. Das ist dann auch ein erster Schritt gegen Schwarz-Weiß-Malerei und Lagerbildung.

kath.net: Ganz konkret: Wieviel Meinungsvielfalt schätzen Sie eigentlich in unserer Kirche, Herr Hartl –wieviel Freiheit für die eigene Meinung geben Sie und erwarten Sie auch umgekehrt von anderen aktiven Kirchenmitgliedern? Welchen Wunsch hätten Sie da an Prof. Nothelle-Wildfeuer?

Hartl: Ich freue mich sehr auf den weiteren Diskurs und bin dankbar für die inhaltliche Beschäftigung mit Mission Manifest.

Ob einem solchen Dialog tatsächlich dadurch optimal gedient ist, wenn man den Gesprächspartner erst einmal vorsorglich als demagogischen Sektierer bezeichnet, ist vielleicht eine nicht ganz unwesentliche Frage des zwischenmenschlichen Stils… Aber die Tür zum Gespräch ist natürlich von unserer Seite her weit offen.

kath.net: Die Freiburger Theologieprofessorin zeigt sich verwundert, dass trotz der vielen Teilnehmer bei der letzten Mehr-Konferenz bisher nur 4.000 Personen das „Mission Manifest“ unterschrieben haben. Was möchten Sie ihr antworten?

Hartl: Nun, es ging dabei ja nicht um die bloße Zustimmung zu einem theologischen Papier. Sondern um eine Selbstverpflichtung, konkret missionarisch tätig zu werden. Und dass innerhalb weniger Wochen 4000 überwiegend junge Menschen sagen, dass sie konkret anpacken wollen, ist doch ein Zeichen der Hoffnung. Auch, dass Mission Manifest in Paris begeistert aufgegriffen wurde und dieses Wochenende auch in Warschau vorgestellt wurde, ist doch wunderbar. Schade, dass Frau Nothelle-Wildfeuer sich darüber offensichtlich nicht freuen kann.

kath.net: Welche Anfrage(n) möchten Sie nun umgekehrt an Prof. Nothelle-Wildfeuer stellen?

Hartl: Mir würde persönlich interessieren, woher ihre so deutlich spürbare heftige emotionale Abwehr gegen Mission Manifest kommt. Denn es scheint fast, als fühlte sie sich persönlich angegriffen.

Derweil liegt uns all das fern, was sie uns unterstellt.

Es geht eben nicht um kirchliche Lagerbildung, um Abwertung des Diakonischen oder Elitismus. Sondern um einen freudig-missionarischen Aufbruch. Ich glaube, dass Frau Nothelle-Wildfeuer diesem Anliegen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber steht. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir etwaige atmosphärische Verstimmungen oder eine der Hermeneutik des Verdachts geschuldeten Frontbildung durch konstruktiven Dialog und vielleicht auch einmal persönliches Kennenlernen entgegen wirken könnten.

Denn in der Kirche brauchen wir kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander: die Welt da draußen wartet darauf.

Weiterführende Links:
- Alle vier deutschsprachigen Jugendbischöfe stehen bei derVorstellung von „Mission Manifest“ auf der #MEHR-Bühne

- Augsburger Weihbischof Wörner bei Abschlussmesse der #MEHR2018: Ich habe „Mission Manifest“ unterschrieben

kath.net-Buchtipp
kath.net-Buchtipp
Mission Manifest
Die Thesen für das Comeback der Kirche
Von Bernhard Meuser; Johannes Hartl; Karl Wallner
Taschenbuch, 240 Seiten
2018 Herder, Freiburg
ISBN 978-3-451-38147-8
Preis Österreich: 20.60 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

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Die Schweizer Bischofskonferenz machte Januar 2018 auf ihrer offiziellen Homepage auf Mission Manifest aufmerksam


Archivfoto Johannes Hartl (c) Gebetshaus Augsburg


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Lesermeinungen

 Mr. Incredible 18. Oktober 2018 
 

promoviert & habil. in kath. Soziallehre etc.

Schon wieder eine. Warum wundert mich das nicht? Das muss eine Seuche sein. Immer über die Soziallehre. Die Soziallehre ist ein Sekundärphänomen, nicht die Initialzündung des Christentums. Wir schöpfen hier in D was den Glauben angeht doch nicht aus dem Vollen, ihr Irren! Die Bsais ist längst weg. Und eure Lehre ist langweilige Leere, geschrieben für Lehrstuhlinhaber von Personen, die gern Lehrstuhlinhaber wären. Das ist zumindest der EIndruck, wenn ich in manche Promotionen dieser Art hineinlese.

Ich wage eine statistische These:
Weniger als 3% der Doktoranden in Soziallehre, die aktuell in höheren Ämtern sitzen haben irgend etwas Sinnvolles zur aktuellen Situation der Kirche (Neuevangelisierung, Katechese, Bewältigung d. Missbrauch etc.) beigetragen. Mehr 97% der Doktoranden geben gern politisch linksliberale soziologische Belanglosigkeiten von sich und halten dies für katholisches Gold.


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 Green 15. Oktober 2018 
 

Kennenlernen

Genau dieser Wunsch von Dr. Harald am Ende des Interviews-sich zu begegnen und kennenzulernen-rückt das Mission Manifest ins richtige Licht. Das ist nicht sektiererisch, das ist ganz praktisch und liebevoll.


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 lesa 15. Oktober 2018 

@Nussknacker: Danke! Der Herr ist näher als wir ermessen können, und Er ist der Retter.


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 Nussknacker 15. Oktober 2018 
 

@ lesa

Genau werte lesa!Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.Das Gebet zum Herrn, in rechter Gesinnung,ist unglaublich mächtig.


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 Kurti 15. Oktober 2018 
 

Es gibt genug solche und andere Wissenschaftler,

die anderen die Worte umdrehen. Bei Frauen mit Doppelnamen hat mir letzte Woche gerade eine Frau gesagt, solle man sehr vorsichtig sein. Jedenfalls kann man aus der Aussage eines Anhängers von MM keine Schlüsse über die Leitung von MM schliessen. Anhänger egal von wem können vieles falsch verstehen. Man muss schon den Schmid fragen und nicht das Schmidle.
Grundsätzlich sind jedenfalls solche Bewegungen wie MM zu begrüssen. Mir gefällt daran aber manches auch nicht, wiewohl die Absichten der Mission grundlegend richtig sind, heute mehr denn je.


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 Fides Mariae 15. Oktober 2018 
 

Großartig würdevolle Entgegnung

von Herrn Dr. Hartl, vor allem der letzte Absatz. Es ist wirklich ein Kunststück, so zu reagieren, wenn man emotional angegriffen wird. So geht Christentum. Bravo!


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 lesa 15. Oktober 2018 

Betet füreinander damit ihr geheilt werdet

Und überhaupt - wenn man über den Zusammenhang von Gebet und Gesundheit nicht mehr reden dürfte in einem Gebetshaus! Gebet lässt Segenskräfte, auch in Form körperlicher Gesundheit frei werden. Das ist eine tausendfache Glaubenserfahrung. Durch das Hineingenommensein in das Christusgeschehen kann jemand mit seiner KRANKHEIT zur Gesundung der Welt beitragen, was gerade sehr aktuell sein dürfte. Z.B. die Hl. Bernadette war sehr krank. Sie ließ sich nicht an die Quelle bringen, wo viele Kranke geheilt wurden, sondern sie "wurde selber zur Quelle". Aber Jesus ist umfassendes Hei und hat auch viele körperlich Kranke geheilt, wenn auch bisweilen zuerst den Geist, weil oft dort die Ursache der Erkrankung liegt. Wie viele Menschen wurden geheilt durch gegenseitiges Gebet oder beschützt vor Krankheiten durch regelmäßiges Gebetsleben! Warum gibt es so viele Kranke in unserer Zeit? Man kann das nicht eins zu eins erklären, aber über den Zusammenhang darf und sollte man nachdenken.


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 girsberg74 15. Oktober 2018 
 

„Format“ - Überlastung eines Begriff?

Johannes Hartl: „Wie klänge es, wenn ich sagen würde, ... , dass solche Argumentationen doch eher untypisch für eine Wissenschaftlerin vom Format von Prof. Nothelle-Wildfeuer ist.“

Was bitte bedeutet in dieser Geschichte „Format“? Ich sehe keine besonderen Zusammenhänge. Meist erstreckt „Format“ sich doch über mehr als einen einzelnen Punkt?

(Naja, auch recht!)


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 derGl?ckliche 15. Oktober 2018 
 

Die Kritik als Ansporn und Bestätigung sehen auf dem richtigen Weg zu sein!

Es wäre ein fatales Zeichen wenn "Mission Manifest" ohne Widerstände (auch innerhalb der katholischen Kirche) aufgenommen werden würde. Hysterischer Widerstand und keinerlei sachbezogene Argumente von besagter Fachtheologin adelt "Mission Manifest". Für mich war klar, wenn der Dogmatikprofessor und Rektor der Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Pater Karl Wallner OCist als Mitunterzeichner von "Mission Manifest" mit dabei ist, dann ist selbige Sache eine gute Sache.

Nur weiter so Dr. Johannes Hartl!


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 freya 15. Oktober 2018 
 

Getroffene Hunde bellen!

Die Aussagen des angeblichen Gebetshausbesuchers nimmt ihr niemand ab! - Weil völlig an den Haaren
herbeigezogen und frei erfunden! Frau Nothelle (Nomen der Omen) fühlt sich durch Mission Manifest wohl allzusehr auf den Schlips getreten?! - Wer hätte von deutschen Theologie ProfessorInnen auch etwas anderes erwartet?!
Wieder ein Grund mehr, unsere Kirchensteuern besser dem Gebetshaus Augsburg zukommen zulassen.....


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 lesa 15. Oktober 2018 

Am Widerstand wachsen

@Karlmaria: 2Es sind nicht die schlechtesten Früchte, an denen die Wespen nagen."
Das müssen alle "Neuevangelisationsinstrumente" dieser Tage wissen, und erst recht weitermachen.


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 wedlerg 15. Oktober 2018 
 

Sind das die Frauen von Kardinal Marx

Diese Theologin in Barbara John, die gerade Front macht gegen das Zitat von Papst Franziskus ("Abtreibung ist wie ein Auftragsmord"): "Frauen, die abtreiben, sind Opfer" sind wohl diejenigen, die Kardinal Marx protegieren will.

Im Prinzip ist Marx damit beim linken Flügel der GRÜNEN angekommen: ungläubig, politisch extrem und spalterisch.


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 Karlmaria 15. Oktober 2018 

Irgend was wird man ja immer finden

Selbst bei dem Allerfrömmsten. Deshalb sollten wir erkennen dass beim Anklagen immer der Große Ankläger mit im Spiel ist. Der Große Ankläger wird einmal einen Teil der Kirche übernehmen. Sein Mittel um das zu erreichen ist die Anklage. Wieviel Gutes ist schon verhindert worden und wieviel Gebet ist schon verhindert worden durch die Anklage. Es stimmt ja wir sind nicht vollkommen und irgend was wird man immer finden. Deshalb sollten wir aber nicht Gebet und Gute Arbeit verhindern!


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 ThomasR 15. Oktober 2018 
 

@+++BedaVenerabilis +++ danke für Ihr Kommentar

Papst Benedikt zeigte während Seines Pontifikates auf mehrere Wege das Gebetsleben zu erneuern beginnend von der Liturgie (damit Liturgie noch tiefer als Gebet wahrgenommen wird) u.A. über die Iplementierung der Momente der Stille und Zelebration "cum crucifisso" in Novus Ordo (auf der Ebene der Pfarrereien kaum ungestezt, momentan an die Bitten von Papst Benedikt hält sich v.A. Papst Franziskus).
Alte Messe (wo Bedeutung des individuellen Gebets unterstrichen wird) wird weder in diözesanen Priestersemianren noch in den Pfarren angeboten und das ganze obwohl nicht nur Gebetshaus Augsburg (es ist wahrlich ein gutes Werk) sondern auch die Zelebartionen der alten Messe oft von Jugendlichen von heute beusucht werden.

Ausgerechnet bei den Zelebrationen im alten Ritus trifft man oft auch viele kinderreiche Familien, die zu Hauskirchen geworden sind (man erkennt es oft and er Frömmigkeit der Kindern)

Was wir auf jeden Fall nicht dürfen, ist nur "dem nackten König zuschauen".


8

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 lesa 15. Oktober 2018 

Hoffnung

Das Anhören einer Leseprobe letzte Woche aus "Mission Manifest" war Erfrischung pur. Der Geist der Unterscheidung, theologische Sauberkeit und gründliche Kenntnisse, Freude an der Kirche, Liebe zur Wahrheit, Zivilcourage gepaart mit Ablehnung von Polemik, Mut zur Klarheit ohne Verwischungen - das gibt Hoffnung auf die Zukunft unserer Kirche!


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 BedaVenerabilis 15. Oktober 2018 

@ThomasR

Lieber ThomasR,
woher sollen es die Familien kennen, wer hat den Familien Glauben und das Hauskirchesein beigebracht? Wer lehrt die jungen Menschen heute noch einen Glauben an Gott und das Beten - das Gespräch mit Gott? Wer lebt den Familien heute noch tiefe Spiritualität vor? Die Kirche etwa?

Aber wen kann man dafür verurteilen? Und - kann man überhaupt jemanden verurteilen? Es ist ein schleichender Prozess, in dem kaum jemand seine Verantwortung sieht.

Wir sind es, wir müssen unseren Glauben leben, wir müssen Vorbild sein. Nicht in der Klage über das Böse, sondern in der Freude über unseren Glauben, über Jesus Christus, über unseren Gott, über seine Liebe zu uns! Das ist unsere Aufgabe, wir müssen Zeugnis ablegen für unseren Herrn! Und dann können wir auch wieder andere anstecken.

Wer das Feuer in anderen entzünden will muss selber brennen, sagte Augustinus. Lasst uns also Kerzen sein für unseren Herrn Jesus Christus!


12

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 nazareth 15. Oktober 2018 
 

Johannes Hartl

Lieber Johannes Hartl. Die Menschen kamen zu Jesus weil sie Heilung und Befreiung suchten. Danke dass du und das Gebetshaus im Gebet die Wege ebnet dass Menschen (endlich) zu dieser konkreten Heilserfahrung kommen. Und darum und nur darum geht es in der gesamten Theologie.


11

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 Antonia54 15. Oktober 2018 

Kein Wunder,

Daran sieht man, wie weit die deutsche Kirche sich vom katholischen, das heißt weltumfassenden Glauben entfernt hat, wenn sie es nicht mehr aushält, dass Jugendliche beten, sogar 24 Stunden, und andere Lieder singen. Arme deutsche Kirche!


25

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 ThomasR 15. Oktober 2018 
 

im Gebetshaus Augsburg treffen sich Jugendliche, w

die woanders (u.A. in eigener Pfarrgemeinde) an verschlossene Türe stößen.

Die dogmatische Quelle von allen Krankheiten liegt in der Ursünde der menschlichen Ureltern im Pardiesgarten Eden. Das Leben von Adam&Eva war im biblischen Paradies auch durch das Gebetsleben und Verehrung des Gottes nicht geprägt. Damit ist die Aussage über die Ursache von Krankheiten im Fehlen des Gebets nicht unbedingt falsch.
Problem der Kirche von heute ist auch das Fehlen des Gebets (dafür bekommen die Gläubigen oft ein Bild vom Intrigantenstadl über die Medien und Kirchensteuerbescheid vom eigenem Bistum) . Die Familien sind oft keine Hauskirchen mehr. Oft (wenn diese überhaupt angeboten wird) besucht man Heilige Messe ohne hier ins Gebet zu versinken. Die Volksfrömmigkeit (außer vom alten Ritus) zeichnet sich inzwischen durch massives Sterben aus.


9

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 Bernhard Joseph 15. Oktober 2018 
 

"demagogische Züge"

Mir scheint, dass die "liberale" Theologie des jesuitischen Aggornamento, die derzeit bei der DBK und ihren theologischen Beratern en vogue ist, ausgesprochen demagogische Züge aufweist, in dem sie den Glauben im Prozesshaften auflöst und einem rein technologischen Denken unterwirft, indem die Schöpfungsordnung keine tragende Rolle mehr spielt. Ein nebulöses dieseitiges heilsversprechen ersetzt dabei den Glauben an die Auferstehung.

Das Demogogische daran ist, dass gerade die Gottesferne, das Ungeordnete als bindend erklärt wird, indem man dem sakularen Relativismus die Tore weit öffnet und so Theologie auf eine bloße Gesinnungsebene heruntertransponiert, wobei eine deutlich politische Intention den "Glauben" anleitet.

Das aber ist wohl das genau Gegenteil von wahrer Mission.


23

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 Kephas_de 15. Oktober 2018 

Beratung der Bischofskonferenz II

Vox populi: Gerade im Augenblick dachte ich dasselbe wie Rolando. Zudem ist auch die Frage zu stellen, wieweit das System akademischer Protektion dazu führt, dass der Beraterkader der Bischofskonferenz höchst einseitig aufgestellt ist. Schockenhoff protegiert Striet, striet protegiert Nothelle-Wildfeuer – das Ergebnis scheint mir dich eine sehr fragwürdige und einseitige theologische Gesamttendenz zu sein.

Also, falls eine der hochwürdigsten Exzellenzen mitliest: Empfohlen ist, wen der Herr empfiehlt!


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 Rolando 15. Oktober 2018 
 

Beratung der Bischofskonferenz

Es wäre besser, Herr Hartl würde die Bischöfe beraten als Frau Nothelle-Wildfeuer.


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 BedaVenerabilis 15. Oktober 2018 

Das Interview mit...

...Frau Nothelle-Wildfeuer (zu lesen auf https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/das-mission-manifest-bedeutet-eine-versektung-der-kirche) hatte mich auch stark befremdet und ich fragte mich auch, ob sie sich mit MM überhaupt auseinander gesetzt hatte. Schön, dass Herr Hartl hier nun so antwortet, dass ein Diskurs stattfinden kann. Ob er allerdings gewünscht ist (der Diskurs), steht auf einem anderen Blatt und wird sich nun zeigen. Die Toleranz der ach so Toleranten ist soch immer wieder spannend... Frau Prof. Nothelle-Wildfeuer, nun bitte weiter, nun sind sie am Zug, ich warte gespannt!


26

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