Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

„Es hat in meinem Leben nie eine Kirchen-Situation gegeben wie heute“

4. Dezember 2018 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich bin mit Kritik von Kardinal Müller und Bischof Schneider am Verhalten ‚Roms‘ zum Eindringen der Homosexualität in Lehre ganz einverstanden und ebenso mit ihrer Ablehnung des UN-Migrationspaktes.“ kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Ich möchte meinen Lesern zuerst sagen, dass ich der Kritik von Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Bischof Athanasius Schneider am Verhalten „Roms“ gegenüber dem Eindringen der Homosexualität in Lehre und Duldung in der Kirche ganz einverstanden bin und ebenso mit ihrer Ablehnung des UN-Migrationspaktes und damit ihrer Kritik an der offiziellen Stellungnahme des Vatikans dazu. Das tut mir leid, aber es hat noch nie in meinem Leben eine Situation in der Kirche gegeben wie heute.

Daran schließe ich zwei Themen an, die nicht direkt mit dem Glauben zu tun haben, aber die öffentliche Meinung beschäftigen und dort und auch in der Kirche diskutiert werden.

Die Kirche hat den Auftrag, Säule der Wahrheit (1 Tim 3, 15) zu sein bezüglich Gott und seinen Geboten. Aber nicht der Wahrheit in Medizin und Physik, nicht Wahrheit in der Naturwissenschaft. Trotzdem wissen auch Christen Bescheid über Zusammenhänge in Meteorologie und Biologie. Dass sie über das Wetter nachdenken, setzt Jesus selbst voraus (Lk 12, 54) und will es offenbar, aber sie haben nicht mehr und besseres Wissen darüber, weil sie Christen sind, als in anderen Bereichen auch. Das gilt auch für Bischöfe, die nicht über Fragen reden sollten, für die sie nicht kompetent sind. Zugegeben es ist nicht leicht, die Unterscheidung der Zuständigkeiten in jedem Bereich einzuhalten. Aber ohne hier zu versuchen, die Frage zu klären: Die Kirche, auch der Papst, sollte nicht über Klimawandel sprechen, weil sie davon nicht mehr versteht als jeder andere Mensch. Darum erlaube ich mir anzumerken: Ich glaube nicht, dass sich das Klima geändert hat, weil wir weniger mit Fahrrädern und viel mit Autos fahren. Niemand ist es verboten, in dieser Frage anders zu denken als ich, niemand sollte mir in dieser Frage glauben, weil ich Bischof bin. Ich sage es nur, weil ich Mensch bin, weil ich Fachleute kenne, die das auch sagen, und weil ich gelernt habe, dass ganz Salzburg einmal, in der Eiszeit, unter dem Eis war und jetzt sogar da und dort Feigen reif werden ohne Veränderung der Verkehrsmittel. Daraus folgere ich: Klimawandel ist ein natürlicher Vorgang, den wir noch immer nicht genau verstehen, aber er ist nicht menschengemacht.


Ebenfalls abgesehen von meiner Bischofsweihe bin ich empört, wie die Plastikflut mehr und mehr zunimmt und auch „grüne“ Christen ihre frommen Publikationen mit Plastik verpacken, ohne an die Tiere zu denken, die an diesen Resten verenden, und auch nicht an sich selbst, wenn doch Fachleute jetzt bereits in menschlichen Mägen Plastikteilchen finden. Gesund bleiben wollen doch Christen und Heiden und auch Hitler und Stalin wollten es gleichermaßen, oder etwa nicht? Wäre es nicht leicht für die Regierungen oder die Post-Direktoren, entsprechende Verbote zu erlassen? Bio auch bei den Büchern, die heute in der Regel in Plastikhüllen verpackt werden wie geputzte Kleidungsstücke, also BIO wie wir es überall wollen, wo wir uns selbst beim Essen oder für unsere Kinder mit ihrem Spielzeug betroffen fühlen? Beispiele gibt es genug und man muss kein Doktorat haben, um zu wissen, warum in den Weltmeeren riesige Plastik-Teppiche schwimmen, die sich nicht von selbst zersetzen werden. Also, stoppt die Autos wegen des Smogs und der Atemluft in bestimmten Städten, aber nicht wegen des Weltklimas, und stoppt die Plastikflut, wo wir ihr begegnen und in den Weltmeeren zum Schutz der Tiere und für uns selbst.

Archivfoto Weihbischof Laun



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Laun

  1. Requiem für Bischof Andreas Laun am 13. Januar im Salzburger Dom
  2. Wir sehen uns (hoffentlich) im Himmel wieder, lieber Andreas!
  3. Hat Corona mit Gott zu tun?
  4. Abtreibung – das globale Blutbad im Blutrausch der Welt
  5. NEIN. NEIN und nochmals NEIN!
  6. „Gott liebt auch die Tiere“
  7. Wenn ein Rechtsstaat (ungeborene) Kinder schreddern lässt
  8. „Mich mit dieser Entscheidung vor Gott stellen“
  9. Woran die Kirche leidet
  10. Ehe für alle und Politiker ohne Rückgrat







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz