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Marx spendet nochmals 50.000 Euro an umstrittene 'Seerettung'

30. Jänner 2019 in Deutschland, 46 Lesermeinungen
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Der Münchner Erzbischof hat der Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline“, die laut BILD für Schein-Ehen mit Flüchtlingen und Asylbewerbern geworben hat, eine weitere 50.000-Euro-Spende zukommen lassen.


München (kath.net)
Kardinal Reinhard Marx hat der Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline“, die jetzt auf Twitter laut BILD für Schein-Ehen" mit Flüchtlingen und Asylbewerbern geworben hat, eine weitere 50.000-Euro-Spende zukommen lassen. Bernhard Kellner, der Sprecher von Marx, ging zur möglichen Anbahnung von Scheinehen aber auf Distanz. "Eine Ehe ist ein Bund von zwei Menschen, der nicht aus anderen Zwecken eingegangen werden sollte“, erklärt Kellner gegenüber der Zeitung. Der Kapitän des Schiffes, Claus Peter Reisch, verkauft im Internet auch umstrittenes Spaß-T-Shirts, die vorne die Aufschrift „Schlepperkönig“ und auf dem Rücken „Team Umvolkung“ zeigen. Kardinal Marx ist Erzbischof von München und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.


Ob die Rettung von Bootsflüchtlingen direkt vor ihrer heimischen Küste ohne Rückbringung in ihre Heimat sondern mit Verbringung nach Europa, Sinn macht, ist sehr umstritten. Befürworter sagen, es würde die Zahl der Toten senken, wenn die Flüchtlinge gerettet und nach Europa gebracht würden, sie stufen die Hilfsaktion Reischs als vorbildlich ein und er erhielt dafür beispielsweise im Juli 2018 einen Preis des bayrischen Landtags. Kritiker vertreten, dass gerade dies die Einladung sei, dass sich noch mehr Menschen in nicht meerestauglichen Booten auf die gefährliche Überfahrt begäben, die Zahl der Toten durch die Rettungsaktionen also steige. Außerdem sei es nicht üblich, dass man Menschen, die in Seenot geraten sind, einfach in weit entfernte Häfen bringe, die nicht mal zu ihrem Heimatland gehörten, obwohl man sie oft nah an der Küste ihrer Heimatländer aufgreift.

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Pressefoto: Reinhard Kardinal Marx



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