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Visitation - Gurker Domkapitel nahm keine Einsicht in Bericht

14. März 2019 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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Domkapitel: In der Visitation wegen Causa Schwarz war Bischof Schwarz nur als "Zeuge" geführt worden - Eindruck, "dass die Visitation den Kriterien der Transparenz und Fairness überwiegend nicht gerecht wird " - Link zur Stellungnahme


Klagenfurt (kath.net/KAP) Das Gurker Domkapitel hat nicht in den Visitationsbericht Einsicht genommen, weil das dafür vorgelegte Procedere für das Domkapitel "nicht akzeptabel" war. Das erklärte die Diözese Gurk am Donnerstag in einer Stellungnahme. Die Einsichtnahme der Kärntner Diözesanspitze in den Bericht der Apostolischen Visitation hätte am Donnerstagnachmittag in Salzburg erfolgen sollen.

Das Domkapitel gab zwei Hauptgründe für die nicht erfolgte Einsichtnahme an: So sei am Beginn der Apostolischen Visitation vom Visitationsteam zugesagt worden, dass das Gurker Domkapitel nach Fertigstellung des Visitationsberichtes "entsprechend den Standards eines Rechnungshofberichtes, die eine mindestens mehrtägige Begutachtungsphase vorsehen, die Möglichkeit zur Stellungnahme erhält". Die dann vom Visitationsteam ursprünglich eingeräumten zweieinhalb Stunden für Einsichtnahme und Stellungnahme stünden daher im Widerspruch zu dieser zugesagten Vorgangsweise. Zudem stehe die vom Visitationsteam in diesem Zusammenhang dem Gurker Domkapitel auferlegte Verschwiegenheit gegenüber der Öffentlichkeit im Widerspruch zu dem bei Beginn der Visitation vereinbarten Mindestmaß an Kommunikation relevanter Ergebnisse "nach außen" nach Fertigstellung des Visitationsberichtes.
"Auf Ersuchen des Gurker Domkapitels, wegen der oben genannten Punkte das geplante Procedere zu ändern, hat der Apostolische Visitator zwar die Möglichkeit eingeräumt, diese Einsichtnahme auf mehrere Stunden ausdehnen zu können, was aber nichts am grundsätzlichen Vorbehalt des Domkapitels ändert", heißt es in der Erklärung aus Klagenfurt weiter.


Zudem habe das Gurker Domkapitel Kenntnis davon, dass Bischof Alois Schwarz in der Visitation nur als "Zeuge" geführt werde. Das lasse vermuten, dass hauptsächlich die Zeit der Sedisvakanz geprüft wurde. "Zusammenfassend entsteht der Eindruck, dass die Visitation den Kriterien der Transparenz und Fairness überwiegend nicht gerecht wird und daher auch die Objektivität nicht bestätigt werden kann", wird in der Stellungnahme festgehalten. Gleichzeitig wird darauf verwiesen, dass unabhängig vom Inhalt des Visitationsberichtes "für das Gurker Domkapitel der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Bistum vom 11. Dezember 2018 und das Pressestatement des Domkapitels vom 18. Dezember 2018 uneingeschränkt Richtigkeit und Gültigkeit" hätten.

Auf Anfrage von "Kathpress" beim Apostolischen Visitator verwies dessen Sprecherin, Heidi Zikulnig, auf die für Freitag festgesetzte Pressekonferenz mit Erzbischof Franz Lackner und dem Visitationsteam in Salzburg. Man werde im Rahmen dieses Medientermins auf die Stellungnahme des Gurker Domkapitels eingehen.

Link zur Stellungnahme des Gurker Domkapitels zum Abschluss der Visitation

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto (c) Diözese Gurk-Klagenfurt/Screenshot


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