30 August 2019, 09:30
Das neue Zeitalter des Totalitarismus
 
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„Es gibt viele Medien, die antichristliche Pläne fördern und jene Christen diffamieren, die für ihren Glauben einstehen oder die Stimme gegen das von der Welt angepriesene Unrecht erheben.“ Gastbeitrag von Alan Ames

Perth (kath.net/Alan Ames) Mit dem Fall der Sowjetunion und des dortigen kommunistischen Systems schien ein neues Morgenrot im Westen einherzugehen und eine Zeit wahrer Freiheit sowie eine bessere Gesellschaft einzuleiten. Obwohl in China immer noch der Kommunismus vorherrscht, wurden seine strikten Regeln im Blick auf die erlaubte Kinderzahl in einer Familie gelockert. Außerdem wurden Geschäftspraktiken gelockert, so dass eine Art freier Markt entstand, welcher einem Teil der Armen in China Wohlstand brachte. Doch natürlich gibt es dort noch viele schwere und schlimme Einschränkungen im Blick auf die Religionsfreiheit, den Lebensstil der Menschen und die Freiheit bei den Wahlen. China bleibt ein kommunistischer Staat, wenn auch etwas verändert.

Im Westen jedoch hat sich eine neue Form des Totalitarismus erhoben: Dieser ist zwar nicht so offensichtlich wie damals in der Sowjetunion oder noch immer in China, aber trotzdem gibt es ihn. Länder schließen sich zu einer Union zusammen und zwingen sodann ihren Willen den Menschen und den anderen Ländern in der Union, die sich nicht einfügen, auf. Länder, die am christlichen bzw. katholischen Glauben festhalten und diesem widersprechende Dinge nicht akzeptieren, werden abgemahnt und bedroht; ihnen werden einflussreiche Positionen verweigert und sie erhalten keine oder weniger Geldmittel.

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Bei dieser Art des Sozialismus setzen sich gewisse Gruppen in der Regierung und im Justizsystem durch. Sie scheinen alles ihnen Mögliche zu tun, um die Diskriminierung zu eliminieren, die natürlich aufhören muss. Doch ebenso zwingen sie die Gesellschaft zur Annahme so genannter „Menschenrechte“, die in Wahrheit menschliches Unrecht sind. Diese Gruppen akzeptieren häufig nicht, dass jemand ihren Ansichten entgegentritt, und greifen jene, die das tun, an, schikanieren und verunglimpfen sie. Diese Gruppen werden manchmal auch von der Regierung unterstützt.

Einige Staaten und Gruppen halten nur ihren eigenen Weg für zulässig, alles andere jedoch für rassistisch, frauenfeindlich oder faschistisch. Die Glaubensfreiheit ist in manchen westlichen Ländern bedroht, in denen gläubige Menschen durch das Gesetz genötigt oder gezwungen werden, Dinge zu akzeptieren, die sich gegen ihren Glauben richten. Es gibt Länder, in denen von christlichen bzw. katholischen Krankenhäusern verlangt wird, Abtreibungen anzubieten und durchzuführen. Weigert sich jemand, kann er seine Stelle verlieren, zu Strafzahlungen verurteilt und vom Verwaltungsrat ausgeschlossen werden. Westliche Regierungen erlassen Gesetze, die Abtreibung zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft für alle frei zugänglich machen. Sie lassen sogar zu, dass das Kind, falls es lebendig zur Welt kommt, liegengelassen wird, bis es stirbt. Wahrlich schockierender Kindesmord!

Christliche Arbeitgeber werden gezwungen, für ihre Mitarbeiter eine Versicherung zu finanzieren, welche nicht nur die Kosten einer Abtreibung, sondern auch der Empfängnisverhütung deckt. In einem europäischen Land verlangte der Staat von der katholischen Kirche, Ratsuchende darüber zu informieren, wo sie einen Abtreibungsarzt oder eine -klinik finden können. Traurigerweise machten auch einige Diözesen dabei mit. Es gibt also Regierungen, die versuchen, die Kirche und den Glauben der Menschen zu kontrollieren. Entspricht dies nicht der Realität, wie sie in totalitären Gesellschaften war und ist?

Von einigen christlichen bzw. katholischen Bildungseinrichtungen wird verlangt zu lehren, dass die Homo-Ehe, homosexuelle Eltern, homosexuelles Verhalten, Transsexualität und außerehelicher Sex schon in sehr jungen Jahren normal sei. Das Unterrichtsmaterial für sehr junge Kinder ist vielfach sehr anschaulich und obszön. Wer sich dagegen ausspricht, wird als homophob, bigott oder als religiöser Extremist bezeichnet. Man kann so sogar seine Arbeit verlieren. Der staatlichen Vorgabe ist Folge zu leisten, sonst gibt es Konsequenzen. Entspricht dies nicht der Realität, wie sie in kommunistischen und faschistischen Gesellschaften war und ist?

Das Justizwesen ist in einigen Fällen ausgesprochen antichristlich geworden. Wird ein Christ beschuldigt, gegen das Gesetz verstoßen zu haben aufgrund seiner religiösen Überzeugung oder weil er sich weigert, etwas zu leisten, das seinem Glauben widerspricht, so kann er dafür ins Gefängnis kommen oder sein Geschäft verlieren. Christen müssen häufig ihre Unschuld beweisen; für sie gilt nicht das Prinzip der Unschuldsvermutung.

Regierungen haben oder werden bald Gesetze erlassen, nach denen ein katholischer Priester gesetzeswidrig handelt, wenn er das Beichtgeheimnis wahrt; ihm droht eine Gefängnisstrafe, sollte er nicht zur Anzeige bringen, was er gehört hat. So etwas entspricht dem Handeln der Nazis und der Kommunisten! Priester und Bischöfe werden – ohne Beweis – schuldig gesprochen und ins Gefängnis gebracht, sobald eine Person entsprechend aussagt. Bei einigen wurde später ihre Unschuld festgestellt, doch der Schaden war bereits angerichtet im Blick auf ihren Ruf und möglicherweise auch im Blick auf ihre Position in der Kirche. Entspricht dies nicht der Realität in einer kommunistischen oder nazistischen Gesellschaft?

Es gibt viele Medien, die antichristliche Pläne fördern und jene Christen diffamieren, die für ihren Glauben einstehen oder die Stimme gegen das von der Welt angepriesene Unrecht erheben. Medien rücken Christen in ein schlechtes Licht, weil diese das Böse in der Gesellschaft nicht sanftmütig akzeptieren. Das Christentum wird von manchen Medienschaffenden als ein tradierter Mythos dargestellt, an den nur Dummköpfe glauben. Die Kommunisten und Nazis handeln bzw. handelten ebenso.

Heute versuchen Regierungen, Christen dazu zu zwingen, den Vorgaben der Regierung und spezieller Interessengruppen nachzukommen und somit ihren Glauben zu verleugnen. Entspricht dies nicht dem, wie es in totalitären Gesellschaften war und ist?

Im Westen gehen wir einen Weg, der eine Gesellschaft hervorbringt, die das Böse dem Guten, die Unmoral der Moral und das Unrecht der Gerechtigkeit vorzieht. Wenn wir diesen Weg gehen, steht fest, dass die Religionsfreiheit den Gläubigen immer weiter abgesprochen werden wird und dass immer mehr Menschen leiden werden unter sogenannten „toleranten Regierungen und Gruppen“, die in Wahrheit intolerant sind.

Es ist Zeit, dass wir für den Glauben, für die wahre Freiheit und wahre Moral aufstehen, indem wir alles Unrecht ablehnen, das uns aufgezwungen wird, ganz gleich, was es uns auch kosten mag. Denn wenn Christen sich dagegen wenden, wird der sozialistische intolerante Trend in der Welt zerschlagen werden. Wir sollten bedenken, dass wir nichts zu fürchten haben, Gott ist mit uns! Wir aber müssen einfach mit Gott bleiben und an Seiner göttlichen Wahrheit festhalten sowie das große Unrecht in der Welt zurückweisen. Mögen wir durch die Gnade Gottes diejenigen sein, die die Welt und die Gesellschaft zum Besseren hin verändern!

Gott segne euch!
Alan Ames

Radio Maria Österreich überträgt vom 30.8.-1.9. (und auch sonst) verschiedene Vorträge, Gebetszeitung und Impulse von Alan Ames

Weitere Informationen über Alan Ames (Foto) auf kathpedia.

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