Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  11. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Leere der kirchlichen Lehre

Papst versetzt hochumstrittenen Nuntius von Chile nach Portugal

30. August 2019 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Prominentes chilenisches Opfer von Missbrauch durch den inzwischen laisierten Priester Karadima sagt: „Heute wurde Chile von einem makabren Menschen befreit, aber Portugal erhält einen Nuntius, der nicht im Amt bleiben sollte“.


Santiago de Chile (kath.net/pl) Der bisherige Apostolische Nuntius Ivo Scapolo (Archivfoto) habe in Chile eine äußerst unrühmliche Rolle gespielt, es geht um Vertuschung sexuellen Missbrauchs durch chilenische Priester. Das behaupten zumindest seine Gegner. darüber berichtet das im spanischen Madrid ansässige Internetportal „Religión Digital“ unter der Überschrift „Heute wurde Chile von einem makabren Menschen befreit, aber Portugal erhält einen Nuntius, der nicht im Amt bleiben sollte“. Das wörtliche Zitat stammt von Juan Carlos Claret, einem der Missbrauchsopfer des inzwischen laisierten und inhaftierten Priesters Fernando Karadima. Nach weiterer Darstellung von „Religión Digital“ sind Briefe einer weiteren Öffentlichkeit bekannt geworden, aus denen hervorgeht, dass der 66-jährige Scapolo Kenntnis von den Vorwürfen gegen Bischof Juan Barros durch Karadima-Opfer hatte.


Die katholische Kirche in Chile ist in eine Missbrauchskrise von Tsunamiausmaßen getaumelt, die bereits die Rücktritte von mehreren Bischöfen einschließlich des chilenischen Kardinals Ricardo Ezzati Andrello und des Rückzugs des skandalgebeutelten Kardinals und Papstberaters Kardinal Francisco Errazuriz aus dem Beratergremium K9 von Papst Franziskus. Weitere Rücktritte sind zu erwarten. Die Vertuschungsgänge z.B. beschäftigen schon seit geraumer Zeit auch die chilenische Justiz. Die Situation gilt als noch keineswegs aufgearbeitet und könnte auch das Pontifikat von Papst Franziskus nachhaltig beschädigen, u.a. auch deshalb, weil er selbst am Ende seiner Chilereise im Januar 2018 auf Journalistenfragen nach Bischof Juan Barros auffallend ausweichend geantwortet und die (inzwischen offenbar gewordenen) Vorwürfe als „Verleumdung“ bezeichnet hatte, kath.net hat berichtet. Der inzwischen abgelöste Barros war trotz vieler Warnungen über das Vertuschungsproblem von Papst Franziskus 2015 zum Bischof von Osorno ernannt und vom Papst lange gestützt worden, erst im Juni 2018 nahm der Papst dann das Rücktrittsangebot von Barros an. Wie unsensibel der Vatikan weiterhin mit den Vorgängen in der chilenischen Kirche umgeht, machen Kritiker beispielsweise auch daran fest, dass die umstrittenen Kardinäle Ezzati und Errazuriz trotz der gegen sie laufenden Ermittlungen der chilenischen Justiz weiterhin z.b. bei einer Bischofsweihe konzelebrieren dürfen, kath.net hat berichtet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  4. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  5. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  6. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  7. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  8. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  9. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  10. Maria, die Mutter des Friedens
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  13. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  14. Vergebung kennt keine Grenze
  15. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz