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"Ich bin ein Klimaaktivist wider Willen"

3. September 2019 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
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Eine Narrenrede frei nach 2 Kor 11,16 – 12,13 - Keine Satire - Ein Gastkommentar von Paul Willig


Linz (kath.net)
Wie Paulus sein Apostelsein in einem „Selbstruhm wider Willen“ verteidigte und es als Narrenrede bezeichnete, möchte ich mein Klimaverhalten „wider Willen“ hervorheben. Ich bin jetzt 67 Jahre alt, bin mein ganzes Leben lang mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, wo es nur ging, und wenn es nicht ging, lieber zu Fuß gegangen und mit dem Fahrrad gefahren. Bis zu meinem 21. Lebensjahr bin ich nie in Urlaub gefahren, weil es da, wo ich zu Hause war, schön ist. Bis jetzt habe ich einen (beruflichen) Interkontinentalflug und zwei innereuropäische Flüge nach Spanien und Italien hinter mir. Eine Kreuzfahrt habe ich noch nie gemacht, auch noch keine Flusskreuzfahrt, obwohl ich am Rhein lebe. Mit 36 habe ich erst den Führerschein gemacht. Das alles schon zu einer nicht klimasensiblen Zeit. Vor der Kaffeebecherzeit bin ich schon mit einer Kaffeetasse als Grundausstattung herumgelaufen. Obst habe ich jahrzehntelang nur vom Baum oder vom Strauch gegessen, auch jetzt noch, aber nicht ausschließlich. Mein ganzes Leben lang habe ich nie Essbares weggeworfen oder Angegessenes zurückgegeben, im Gegenteil.


Das hat mir wie vielen Vätern in meiner Bekanntschaft den Titel Hausschwein der Familie eingebracht. In Räumen, in denen ich mich wohlfühle, erkälten sich angeblich andere, die mit mir im Raum sind. Am liebsten würde ich jetzt den Führerschein abgeben, wenn ich nicht Gebrechliche zu Ausflügen fahren und Unterachtzehnjährige manchmal nachts zwischen 1 und 2 aus irgendwelchen Partyhütten im Wald abholen müsste. Ich achte Greta, frage mich aber, ob jeder Bischof oder Politiker, der sie lobt, eigentlich weiß, was er sagt, oder ganz ehrlich ist. Ich habe noch nie die Grünen gewählt und werde es auch weiterhin nicht tun. Und verbrennen lasse ich mich auch nicht, wenn es einmal so weit sein sollte. Ich bin also offenbar ein Klimaaktivist wider Willen.

Foto: (c) WIKIPEDIA


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Lesermeinungen

 KathoDole 26. Dezember 2019 
 

Mir geht es ganz ähnlich ....

-- abgesehen davon, daß wir uns schon in den 70ern aktiv für Umweltschutz eingesetzt haben. Der Beitrag zeigt besonders aber auch, wei weit weg viele linke, FfF- & Greta -Akteure samt ihrer öffentl.-rechtlichen Anpeitscher-Massenmedien von der lebenrealität sehr vieler Menschen sind, - nicht nur auf diesem Gebiet !

Ich brauche "Greta" nicht zu achten, denn Sie ist für mich in der ferne keine reale Person, sondern längst zu einer Geschäftsmarke und virtuel-massenmedialen Ikone und Projektionsfläche für den eigenen Fanatismus, Hass auf "die Alten" bei wissenschaftlich-politischer Hohlheit geworden, die ja Greta samt Massenmedien mit ihrem eindimensionalen "Folgt d e r Wissenschaft" samt der falsch monokausalen CO2-Klima-Politideologie direkt vormacht.
I c h würde eher Jeanne d'Arc folgen, als dieser Projektionsfigur eines nur scheinbar arglosen,menschenrettenden Massenanliegens:
Die Greta-& FfF-Bewegung hat mehrere klassische Anzeichen für eine
f a s c h i s t o i d e Bewegung....


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 Steve Acker 6. September 2019 
 

Klimakrise ist Glaubenskrise

Wo kein Glaube ist, werden die Menschen leicht anfällig für Weltuntergangspropheten.


Grad gelesen , zu Eisschmelze.
Die MS Malmö ist grad im Svalbardarchipel unterwegs, und blieb
im Eis stecken !
16 Passagiere musste per Hubschrauber evakuiert werden. Darunter ein Klimawandeldokumentarfilmteam.


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 mirjamvonabelin 6. September 2019 
 

Ich meine

unsere Sünden haben Auswirkung auf das Klima


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 mirjamvonabelin 5. September 2019 
 

Köstlich dieser Artikel

Und wer bedenkt das unsere Sünden, vor allem unsere Lieblosigkeit, Auswirkung auf das Klima heben?


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 Descartes 4. September 2019 
 

@Sol

Sie schrieben "Wie viele Wissenschaftler, (die keine selbsternannten Klimaforscher sind) gehe auch ich davon aus, dass ein Klimawandel nicht durch den Menschen verursacht wird."

Wer sind denn diese "vielen Wissenschaftler"? Und wie viele sind es? Und wann ist ein Klimaforscher "selbsternannt"? Vielleicht genau dann, wenn er nicht die Ihnen genehme Meinung vertritt?


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 priska 3. September 2019 
 

Ich habe keinen Führerschein,fahre mit den Fahrrad...also bin ich auch eine Klimakativistin wieder Willen.


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 Diasporakatholik 3. September 2019 
 

CO2 ist ein ambivalentes Gas

Einerseits absolut lebensnotwendig - das ist richtig.

Andererseits kann man daran bzw. darin ersticken, wenn es sich z.B. an tiefen Stellen in Höhlen oder Senken sammelt, da es schwerer als Luft ist.


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 Pluto16 3. September 2019 
 

Nein, ich bin kein Klimaaktivist,

denn ich bin kein Anhänger der Klimakirche. Ich sehe CO2 nicht als Giftgas, sondern als lebensnotwendiges Spurengas, ohne das es kein Leben auf der Erde gäbe. Ich bin Individualist und versuche mein Leben zu leben wie ich es für richtig halte. Ich mag keine Einmischung und lasse Andere in Ruhe.
Ein Aktivist ist ein Egoist. Er will, dass andere Tun was er für richtig hält. Was "richtig" ist bestimmt der Aktivist selbst. Da wird auch mal ein Stall besetzt und Hühner gestohlen. Das Unrecht dieses Tuns wird dann mit einem moralischen Mäntelchen als Recht umgedeutet.
Ein Terrorist ist auch nur ein Aktivist ohne moralisches Mäntelchen.

Ich vergöttere auch kein Schulmädchen das mir Angst machen will, keine Ahnung hat wovon es spricht und für die Klimaideologie missbraucht wird.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass Gott im Schöpfungsakt gepfuscht hat und ich dazu berufen bin Gottes Fehler auszubügeln.
Die Gesetze Gottes begreifen, sie anwenden und sich die Erde Untertan machen.


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 Sol 3. September 2019 
 

Ich bin kein Klimaaktivist

Ich bin kein Klimaaktivist und will es auch trotz der Indoktrination durch Politik und Medien nicht werden. Mit meinem PKW fahre ich jährlich ca. 25000 km. Aus Kostengründen bevorzuge ich für die Urlaubsreisen Billigflieger. Ich esse sehr gerne Fleisch und beziehe keinen Ökostrom. Trotz allem habe ich ein gutes Gewissen. Wie viele Wissenschaftler, (die keine selbsternannten Klimaforscher sind) gehe auch ich davon aus, dass ein Klimawandel nicht durch den Menschen verursacht wird.


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 Diasporakatholik 3. September 2019 
 

Paul Willig spricht mir aus dem Herzen

Ich bin nicht nur nahezu gleich alt - vieles, was er schreibt, habe ich mein gesamtes Leben genauso gehalten wie er (z.B. was die Wahl der Verkehrsmittel angeht) bzw. werde es in Zukunft genau wie er halten (z.B. weder Grüne noch gar SPD oder Linke wählen).

Ich bin bereits zu einer Zeit Fahrrad gefahren, wo das weder "in" noch "cool" war.

Habe auch keinerlei schlechtes Gewissen für meine 4500km jährlich mit dem Auto einschl. 1 x jährlich Urlaub in unserer Nähe in der "Holsteinischen Schweiz".

Geflogen bin ich noch kürzer und noch weniger als er im Leben: Nur früher bis 1989 dienstlich aus politischen Gründen statt Bahntransit durch die DDR ca. ein halbes Dutzend mal von und nach Berlin und dienstlich 1 x nach Köln auf Drängen meines Vorgesetzten.

Ich habe ein ausgesprochen gutes und ruhiges persönliches Klimagewissen!


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 nazareth 3. September 2019 
 

Sehr wahr!

Danke für den köstlichen Artikel! Ich denke schon dass wir umdenken müssen wenn man in Städten vor lauter Smog nichts mehr sieht, Tiere an Miniplastikpartikeln oder großen Plastikteilen verenden, Menschen krank werden durch die Luft und die Hormone im Grundwasser... Aber ich glaube ni ht, dass Klimaaktivismus der Weg dazu ist. Denn Selbsteinschränkung, Liebe zu Mensch und Schöpfung ist Gehorsam gegenüber Gott, Gnade und Weisheit des Herzens!


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 St. Hildegard 3. September 2019 
 

Ich bin auch eine Klimaaktivistin wider Willen ...

Ich gehöre eher noch zur jüngeren Generation, aber nicht zur Generation Greta. Meine Flugreisen in den letzten 20 Jahren kann man an einer Hand abzählen (zu meiner Schüler- und Studienzeit war das noch ziemlich teuer.) Ich habe kein Auto, nutze dafür Bus und Bahn. Ich kaufe mir auch nicht ständig neue Kleider, und vor kurzem habe ich einen (kaputten) Schrank entsorgt, der noch von meiner Uroma aus den 70ern stammte. Ich hänge auch nicht dauernd am Smartphone, und "Coffee to go" aus Pappbechern habe ich erstmals in den 90ern in den USA kennen gelernt. Fand ich damals dekadent. (Aus dem Südwesten stammend, habe ich eine gewisse Esskultur mitbekommen). Fleisch esse ich selten - schon meine Oma (vor einigen Jahren mit fast hundert verstorben) hat lieber Kartoffeln und Gemüse gegessen und das irgendwie an die Familie weitergegeben.
Um meine "Klimabilanz" mache ich mir also keine Gedanken - und ich habe noch nie Grün gewählt!


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 St. Hildegard 3. September 2019 
 

Ich bin auch eine Klimakativistin wider Willen ...


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 CALIFAX 3. September 2019 

Kalorien, CO2 und Erbsen-zählen...

Selbst wenn Deutschland seine CO2-Emmission durch Sparsamkeit & Einsatz kostspieliger, alternativer Energie-Quellen annulliert, Schwellenländer können sich den "Luxus" kaum leisten, auf den jeweils günstigsten Energieträger zu verzichten...

Generation Thumberg wird mittels kontinuierlichem Schuleschwänzen automatisch ein 20% veringertes Bildungsniveau erreichen und dadurch gewiss ganz viele eifrige kleine Klimaforscher hervorbringen :D


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