Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus

Umstrittenes DBK-Portal wettert gegen den Marsch für das Leben

20. September 2019 in Prolife, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nuntius Eterovic würdigt die Prolife-Kundgebung und übermittelt Grüße von Papst Franziskus – Das umstrittene DBK-Portal „katholisch.de“ gefällt sich dagegen wieder im Zweifelsäen gegen den Marsch. Kommentar von Petra Lorleberg - UPDATE


Berlin (kath.net/pl) Erzbischof Nikola Eterovic, der Apostolische Nuntius in Deutschland, ermutigt die Teilnehmer am Marsch für das Leben, der am 21.9.2019 in Berlin stattfinden wird. „Angesichts der vielfältigen Herausforderungen sind“ die Teilnehmer „wie ein Licht zur Orientierung in christlicher Verantwortung“, formuliert er in seinem Grußwort. „Im Namen von Papst Franziskus grüße ich Sie alle, die Sie mit dem ‚Marsch für das Leben‘ Zeugnis geben für die Menschenwürde, die jedem vom ersten Augenblick seiner Existenz bis zum letzten Augenblick zukommt und die zu nehmen niemand das Recht hat.“ Er dankte ausdrücklich „allen, die sich in Politik, Justiz, Gesundheitswesen, Bildung, Erziehung und Beratung für das Leben einsetzen, es fördern, schützen und mahnen, daß keiner einen anderen zum Objekt machen darf“. Außerdem zitiert Eterovic ausführlich aus der in anderen Themenbereichen in der katholischen Kirche Deutschlands ausdrücklich hochgeschätzten Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Der Papst bezieht dort – keineswegs zum ersten Mal – zweifelsfrei die Positionen des Lebensschutzes. Zweifel am Wert des „Marsch für das Leben“ äußert auch der Apostolische Nuntius nicht einmal zwischen den Zeilen, vielmehr ist seinem Schreiben (unten in voller Länge) eine kompromisslose Unterstützung dieser Prolife-Kundgebung zu entnehmen.

Dagegen gefällt sich das von der Deutschen Bischofskonferenz mit jährlich zwei Millionen Euro geförderten Internetportal „katholisch.de“ wieder in bösartiger Kritik am Marsch für das Leben und scheut sich nicht, behauptete Nähe zur AfD herbeizuschreiben. „Am Samstag ziehen wieder ‚Lebensschützer‘ durch Berlin – Der ‚Marsch für das Leben‘ – eine Demonstration mit Konfliktpotential“. Das „offiziell nicht offizielle“ Portal setzt sogar den Begriff „Lebensschützer“ in Anführungszeichen. Den Kommentar – den man durchaus auch als innerkirchliche „Hassrede“ verbuchen könnte (und der obendrein nicht als „Kommentar“ gekennzeichnet ist) – schrieb übrigens Steffen Zimmermann, früher Chef vom Dienst bei katholisch.de und inzwischen Berlin-Korrespondent des Portals, der keineswegs zum ersten Mal durch Beiträge mit unangenehmster Schlagseite auffällt, kath.net hat berichtet.


„Das Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland“ (Selbstbezeichnung) schildert breit die (teilweise gewaltsamen) Gegendemonstranten und ihr Verständnis, durchaus nach dem Motto: An diesen Gegendemonstrationen seien die Lebensrechtler selbst schuld. Dann versteigt sich der Beitrag des langjährigen „katholisch.de“-Mitarbeiters zu folgenden Sätzen: „Doch nicht nur im linken Milieu stößt der ‚Marsch für das Leben‘ auf Vorbehalte. Auch die beiden großen Kirchen tun sich mit dem Protestzug schwer. Das zeigt sich etwa an der traditionell geringen Teilnahmezahl evangelischer und katholischer Bischöfe.“ Zimmermann zitiert den evangelischen Berliner Landesbischof Markus Dröge, der den Marsch für das Leben als zu polarisierend empfindet, sowie den Diözesanrat des Erzbistums Berlin, dem der Marsch zu „plakativ“ war. Zimmermann wörtlich: „Diese Begründung hört man hinter vorgehaltener Hand auch in manchen Ordinariaten. Beim sensiblen Thema Abtreibung, so der Tenor, sei eine Demonstration zu konfrontativ. Hinter dieser Sichtweise verbirgt sich häufig auch die Überzeugung, dass die seit 1995 geltenden Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland der ‚bestmögliche Kompromiss‘ sind, der politisch erreicht werden kann, wie es ein führender Vertreter der katholischen Kirche gegenüber katholisch.de formuliert. Eine Aussage, die durch handfeste Zahlen gestützt wird, denn die Zahl der Abtreibungen ist in vielen europäischen Ländern (darunter katholisch geprägte Staaten wie Spanien) deutlich höher als in Deutschland.“

Der „bestmögliche Kompromiss“, Herr Zimmermann, kostet jedes Jahr in unserem Staat rund 100.000 Kinder das Leben, mit hoher Dunkelziffer, weil beispielsweise die Abtreibungen durch die „Pille danach“ in dieser Zahl gar nicht mehr erfasst werden. Welche Gründe können Sie, Herr Zimmermann, aufführen, um dies zu verantworten und durch Ihren Beitrag – keineswegs nur unterschwellig – weiter zu fördern?

Bei der Abtreibung sterben hierzulande behinderte und nichtbehinderte Kinder, Kinder von Geflüchteten und Kinder von Hiesigen, Kinder mit unterschiedlichen Hautfarben und kulturellen Hintergründen, möglicherweise auch Mädchen durch den (offiziell verbotenen) Genderzid, also nur deshalb, weil die Familie sich einen Sohn wünscht. Lässt Sie das derart ruhig schlafen, dass Sie sich mit dem „bestmöglichen Kompromiss“ abfinden können und dass Sie – nur weil ein paar Typen von der AfD nicht am Mitdemonstrieren gehindert werden können – keinerlei Sympathie für den „Marsch für das Leben“ aufzubringen fähig sind?

Übrigens, Herr Zimmermann, führt sich Ihr AfD-Argument selbst ad absurdum: Die AfD „engagiert“ sich – wie wir ja alle wissen – auch stark im Deutschen Bundestag. Sollen wir deshalb jetzt ernsthaft den Deutschen Bundestag als „Schnittstelle“ zu rechtsgerichteten Milieus empfinden und folgerichtig ablehnen? Folgen wir Ihrer Argumentation, so müssten wir diese Frage mit „ja“ beantworten.

Bitte, Herr Zimmermann, lassen Sie sich von Ihren Vorurteilen gegen die Lebensschützer nicht Sand in die Augen streuen, sondern öffnen Sie Ihre Augen zur lebensvernichtenden Realität der Abtreibung: lesen Sie beispielsweise einfach mal mit offenen Herzen nach, was unser Papst Franziskus dazu unermüdlich zu sagen hat! Sie können gern mit dem Grußwort von Nuntius Eterovic beginnen.

Und wie wäre es, wenn künftig das DBK-Internetportal seine Berufung insgesamt nicht mehr im Vertiefen des schmerzlichen innerkirchlichen Grabens (nicht nur beim Thema Abtreibung) sehen würde, sondern im Zusammenführen von Katholiken über diesen Graben hinweg? Wäre DIES nicht die originäre Aufgabe eines von der Deutschen Bischofskonferenz mit unseren Kirchensteuergeldern teuer geförderten Mediums?

UPDATE: 12.25 Uhr
Tomasz Kycia, der Deutschlandkorrespondent der polnischsprachigen Ausgabe von „Vatican News“ und Radio&TV-Moderator bei WDR und RBB, twitterte zu dem Kommentar: „Liebe Kollegen von @katholisch_de, mit diesem Artikel habt Ihr die Grenze des guten Anstands überschritten. Alle Teilnehmer des Marsches in die Nähe der politischen Rechten zu ziehen, ist einfach eine Sauerei. Das Konfliktpotenzial schafft Ihr selber.“

Einladung zum Marsch für das Leben Berlin am 21.9.2019!

Zur Dokumentation - Titel und Untertitel einer katholisch.de-Kritik an der Prolife-Kundgebung Marsch für das Leben


Grußwort des Apostolischen Nuntius in Berlin, Erzbischof Nikola Etervovic, an die Teilnehmer des ´Marsch für das Leben´ - Mit Grüßen vom Papst!



Foto (c) katholisch.de/Screenshot/Zur Dokumentation


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  2. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  3. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  4. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  5. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  8. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  9. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  10. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  3. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  4. Was auch immer Synodalität sein soll
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Europa „entseuchen“?
  7. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  8. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  9. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  10. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  11. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  12. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  13. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  14. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  15. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz