Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  2. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  3. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Maria, die Mutter des Friedens
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

Ex-Kardinal McCarrick fühlt sich offenbar von den Medien gejagt

8. Jänner 2020 in Weltkirche, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der wegen starkem Verdacht auf Missbrauch in Ungnade gefallene frühere US-Kardinal ist aus dem Kapuzinerkloster an einen nicht öffentlich bekannten Ort gezogen – Der 89-Jährige sowie das Kloster befürchteten offenbar neue Medienaufmerksamkeit


Denver (kath.net/pl) Der nach massiven Missbrauchsvorwürfen laisierte frühere US-Kardinal Theodore McCarrick (Archivfoto) hat das Kapuzinerkloster verlassen, in dem er seit 2018 Zuflucht gesucht hatte. Ein Sprecher der US-amerikanischen Kapuzinerprovinz St. Conrad teilte der „Catholic News Agency“ am 7. Januar mit, McCarrick habe das Kloster St. Fidelis in Victoria, Kansas, vor wenigen Tagen verlassen. Nach bisher unbestätigten Informationen durch hochrangige Kirchenpersönlichkeiten berichtete „CNA“ weiter, dass McCarrick in eine Wohngemeinschaft von Ex-Priestern gezogen sei, die aus dem Dienst entlassen wurden. Der neue Wohnort des gesundheitlich angeschlagenen 89-Jährigen ist noch nicht bekannt. Er habe das Kloster freiwillig verlassen.


Mit McCarricks Situation vertraute Quellen berichteten CNA, dass sowohl das Kloster in Kansas als auch McCarrick besorgt waren, dass ein bevorstehender Bericht über die Karriere des ehemaligen Kardinals, der in naher Zukunft vom Vatikan veröffentlicht werden soll, die Medien auf das Kloster aufmerksam machen würde.


Ein ungenannt bleibender kirchlicher Angestellter sagte CNA, dass der neue „abgeschiedene“ Wohnort Medienversuche zur Kontaktaufnahme einschränken werden, falls erneutes Interesse an seinem Fall aufkomme.

Noch im Juni 2019 hatte ein Sprecher der Kapuzinerprovinz erläutert, dass „Herr McCarrick den Alltag und die Routine eines Bruders lebt, außer dass er nicht zu öffentlichen Messfeiern geht. Er lebt in der gleichen Art von Raum wie die anderen Brüder, nimmt an den Gemeinschaftsgebeten und der Feier der Messe sowie an gemeinsamen Mahlzeiten und Interaktionen teil.“

Gegen McCarrick war der Vorwurf sexueller Belästigung und sexuellen Missbrauchs vieler junger Männer derart stark geworden, dass der Vatikan ihn zunächst suspendiert, dann laisiert hatte. Bereits unter Papst Benedikt XVI. war McCarrick gemaßregelt worden, dann war er unter Papst Franziskus zunächst rehabilitiert und auch international eingesetzt worden, beispielsweise bei Verhandlungen in China. Der noch nicht wirklich aufgearbeitete Fall McCarrick hat die US-amerikanische Kirche in eine beispiellose Krise gestürzt. Die US-amerikanischen Katholiken und die US-amerikanische Bischofskonferenz warten weiterhin dringend auf die Veröffentlichung des vatikanischen McCarrick-Berichts, der offenlegen soll, wie es möglich gewesen, dass McCarrick Erzbischof und Kardinal wird, wenn offenbar zumindest seine sexuellen Belästigungen von Priesteramtskandidaten weithin bekannt gewesen waren, kath.net hat berichtet

McCarrick war vor seiner Emeritierung der Erzbischof von Washington D.C. gewesen.

Archivfoto von McCarrick


Archivfoto (c) Erzbistum Washington D.C.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  3. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Prophetische Theologie Benedikts XVI., gefunden in Paris
  6. Bei Papst Leos Frankreichreise wird die Hl. Tunika Jesu den 80.000 Jugendlichen gezeigt werden
  7. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“
  8. Theologen: Der hl. John Henry Newman bleibt für Gewissens- und Glaubensfragen aktuell
  9. … und das Leben der kommenden Welt
  10. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Warum Sie am 17. September in die Kinos gehen sollten!
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  15. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz