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Lateinamerikas Bischöfe weihen Kontinent der Madonna von Guadalupe

1. April 2020 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Marienfeier anlässlich der Bedrohung durch die Coronavirus-Pandemie am Ostersonntag in der Guadalupe-Basilika von Mexiko-Stadt sowie in den Ortskirchen


Rom (kath.net/KAP) Einen außergewöhnlichen Schritt, um Fürsprache für ein "baldiges Ende der Pandemie" zu erbitten, setzt der Rat der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen (CELAM) zusammen mit den Bischöfen von Mexiko: Am Ostersonntag um 12 Uhr mexikanischer Ortszeit (19 Uhr MESZ) werden Lateinamerika und die Karibik der Gottesmutter von Guadalupe, die auch Schutzpatronin des Kontinents ist, geweiht, berichtete der römische Nachrichtendienst "Fides" am Mittwoch. Hauptort des Geschehens ist die Guadalupe-Basilika in Mexiko-Stadt.

Die gegenwärtige Situation mache es erforderlich, "dass wir als Hirten die Leiden unserer Völker sehen und hören, und die Hoffnung wecken, indem wir uns auf unsere Mutter im Himmels blicken", so der CELAM-Vorsitzende Miguel Cabrejos Vidarte, Erzbischof von Trujillo. Alle Länder Lateinamerikas und der Karibik seien eingeladen, sich über die Medien der Feier anzuschließen. Zeitgleich sollen auch die Glocken aller Kirchen läuten.

Auf dem Programm der Feier steht zunächst das Gebet eines "Missionsrosenkranzes für die Gesundheit der Menschen auf den fünf Kontinenten". Es folgt der Ostergottesdienst und an dessen Ende dann der Akt der Weihe des Kontinents an "Unsere Liebe Frau von Guadalupe". Die Betrachtung der Mutter Jesu stärke Glaube und Hoffnung, zudem stärke es darin, "dass wir solidarische Liebe einsetzen besonders für jene, die heute Krankheit, Schmerz, Armut, Einsamkeit, Angst oder Unruhe empfinden", heißt es in dem CELAM-Schreiben.

Der Entscheidung der Bischöfe vorausgegangen waren mehrere Anrufungen der Jungfrau Maria durch lateinamerikanische Präsidenten im Zuge der Corona-Krise, darunter durch Kolumbiens Staatschef Ivan Duque. In Paraguay hatte Präsident Mario Abdo Benitez, in El Salvador sein Amtskollege Nayib Bukele und in Mexiko Andres Manuel Lopez Obrador zu Gebeten aufgerufen. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn der Coronavirus-Pandemie in seinem Land den 15. März zum "Nationalen Gebetstag" erklärt.

Beschützerin in Bedrängnis

Die Weihe an die Gottesmutter Maria ist eine Frömmigkeitsform der katholischen Kirche. Dabei werden Einzelpersonen oder Gruppen, Kirchen, Klöster, Diözesen oder auch Nationen der Fürbitte Mariens und ihrem besonderen Schutz anvertraut. Die Marienweihe wird häufig, aber nicht nur in Ausnahmesituationen praktiziert.

Die traditionelle Marienfrömmigkeit sieht Maria als Beschützerin in Bedrängnis. Auf vielen Andachtsbildern und Werken der Kunstgeschichte wird sie mit einem Schutzmantel dargestellt, unter dem Notleidende Zuflucht finden. Mehrfach hat Papst Johannes Paul II. (1978-2005) die ganze Menschheit der Gottesmutter geweiht, was vor ihm zuvor bereits Papst Pius XII. im Jahr 1942 tat. Auch in Österreich gab es etliche Marienweihen, zuletzt am Donnerstag der Vorwoche - dem Fest Verkündigung des Herrn - die Weihe Tirols durch Bischof Hermann Glettler.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten




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