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Kardinal Marx: Geistlicher Stand soll nicht hochnäsig sein

21. Mai 2013 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
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Münchner Erzbischof bei Weihe von Durchgangsdiakonen: «Der Klerikalismus ist die größte Gefahr für den Klerus», allerdings gebe es auch die Gefahr, im Sinne einer «Gleichmacherei» wie alle anderen sein zu wollen


München (kath.net/pem) Reinhard Kardinal Marx (Foto) warnte die Vertreter des geistlichen Standes davor, sich „mit Hochnäsigkeit“ über andere Menschen zu stellen. „Der Klerikalismus ist die größte Gefahr für den Klerus“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei einem Gottesdienst am Samstag, 18. Mai, im Münchner Dom, bei dem er sieben Priesteramtskandidaten zu Diakonen weihte. Ebenso sei es jedoch eine Gefahr, im Sinne einer „Gleichmacherei“ wie alle anderen sein zu wollen. Der Kardinal rief in seiner Predigt insbesondere die Weihekandidaten dazu auf, ihre Berufung anzunehmen und zu leben: „Jesus sucht besondere Zeugen für seine Botschaft, die das Volk Gottes zusammenführen und allen Menschen helfen, ihren Weg zu finden.“ Kleriker sollten also Zeugen dafür sein, „dass es den Himmel gibt und dass jeder dazu gerufen ist, diesen österlichen Glauben an den auferstandenen Christus zu leben“.


Zu dieser besondern Berufung gehört laut Kardinal Marx auch die Verpflichtung zur Ehelosigkeit (Zölibat), die mit der Diakonenweihe der Priesteramtskandidaten verbunden ist. Bei diesem Zeichen, das heute für viele so schwer nachvollziehbar sei, gehe es aber nicht um Verzicht, sondern um eine Wahl, „eine Wahl, die Christus selbst getroffen hat“. In dieser Lebensform werde deutlich, „dass es nicht nur dieses Leben gibt, dass wir ein Ziel haben, das vollendet wird, wenn wir dem auferstandenen Christus begegnen“. Kardinal Marx erinnerte auch an die wesentlichen Aufgaben der Diakone, darunter die Verkündigung des Evangeliums als der Botschaft Jesu, die mehr als nur eine „gute Nachricht“ sei. Beim Dienst der Sakramente hob der Kardinal die Spendung der Taufe hervor, die er als Tor zum Glauben und zur Gemeinschaft der Kirche bezeichnete, „durch das alle gehen sollten“, und die Assistenz bei der Eucharistie, die immer wieder verdeutliche, dass der österliche Glaube das Zentrum der Kirche sei. Die Hinwendung zu den Armen als weiterer zentraler Dienst erschöpfe sich nicht in „mehr Caritas oder Betreuung“, sondern erfordere, „dass wir die Kranken, die Schwachen, die Dementen, die Elenden mit in unsere Gemeinschaft hinein nehmen und sie präsent haben, im Gebet und real“.

Die sieben neuen Diakone haben Theologie studiert und bereiten sich derzeit im Rahmen des zweijährigen Pastoralkurses in der praktischen Ausbildung in einer Pfarrei auf ihre Arbeit als Priester vor: Bruno Bibinger (30 Jahre) aus der Pfarrei St. Sixtus in Schliersee, derzeit für den Pastoralkurs im Pfarrverband Bergkirchen-Schwabhausen; Michael Brüderl (26) aus der Pfarrei St. Michael Kirchanschöring, absolviert seinen Pastoralkurs im Pfarrverband Rohrdorf; Anton Hagl (29) aus der Pfarrei St. Johann Baptist in München-Haidhausen, eingesetzt für den Pastoralkurs in St. Thomas/St. Lorenz in München-Oberföhring; Emmeran Hilger (29) aus der Pfarrei Heilig Kreuz in Traunstein, für den Pastoralkurs im Pfarrverband Amerang; Antony Prise (32) aus der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres, absolviert seinen Pastoralkurs bei der Marymatha Church in Kuttur im indischen Bundesstaat Kerala; Björn Wagner (33) aus der Dompfarrei St. Peter und St. Georg in Bamberg, derzeit für den Pastoralkurs in der Stadtkirche Traunstein; Gerhard Wiesheu (47) aus St. Kastulus in Moosburg, für den Pastoralkurs im Pfarrverband Röhrmoos.

Foto Kardinal Marx: (c) Erbistum München


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Lesermeinungen

 Passero 21. Mai 2013 
 

Splitter und Balken...

Kardinal Marx (Foto) warnte die Vertreter des geistlichen Standes davor, sich „mit Hochnäsigkeit“ über andere Menschen zu stellen. „Der Klerikalismus ist die größte Gefahr für den Klerus“, sagte er.
Wie wahr, wie wahr! Allerdings, Eminenz, gibt es Priester und Laien, die sich das auch von den Bischöfen und Erzbischöfen erwarten, und da enttäuschen manche sehr!


1
 
  21. Mai 2013 
 

Könnte Seine Eminenz

auch diesen Umstand gemeint haben?
http://www.kathtube.at/player.php?id=12385
Es scheint tatsächlich eine Wurzel im zeitgeistigen Umgang mit der Geschlechtskraft verantwortlich zu sein:
http://www.auf-christus-schauen.at/meinung/1878


0
 
 Catholicus Thuringius 21. Mai 2013 

Ich kann mich des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass Kard. Marx ein bisschen seinem "Chef" nach dem Munde redet, da Franziskus dieses Thema ja auch schon mehrfach angesprochen hat (siehe auch sein kürzlich erschienenes Interviewbuch). Ehrlich gesagt habe ich bislang hierzulande keine größeren Erfahrungen mit "klerikalem Hochmut" machen müssen. Vielmehr ist m.E. eher ein "wissenschaftlicher Hochmut" zu spüren, in denen Universitätstheologen sich über den vermeintlich naiven Glauben "des Volkes" erheben. Das ist aber m.E. weniger ein Problem des Klerikalismus als intellektueller Dünkel.


5
 
 Theobald 21. Mai 2013 
 

leider wahr

Kardinal Marx hat (zum Glück nur in wenigen Fällen) leider Recht.
Wohlverstanden: ich will keinen Priester, der seinen Stand leugnet oder ihm Unehre macht, zotige Witze reißt oder sonst weltlich-allzuweltlich daherkommt.

Aber mir persönlich passiert: ein vormals guter Freund, den ich auf dem Weg zum Priestertum begleiten durfte, hält sich seit dem Tag seiner Weihe für ein Wesen höherer Art.
Wo wir früher Abendelang über geistliche Themen diskutieren konnten - hüllt er sich jetzt nur noch in "wissendes" Schweigen. Sofern er sich überhaupt noch mit seinen früheren Bekannten "aus dem alten Leben" treffen mag.
Für mich persönlich bitter und unter all meinen geweihten Freunden zum Glück ein Ausreisser.


1
 
 Bonifaz2010 21. Mai 2013 
 

Geisterdiskussion

Die Warnung von Kardinal Marx ist völlig überflüssig. Wer erfährt seinen Pfarrer wirklich als hochnäsig? Die Priester, mit denen ich in meinem Leben zu tun hatte, waren alles andere als hochnäsig und eher bemüht, sich auf eine Stufe mit den Gläubigen zu stellen. Das sieht man schon daran, daß sie es strikt ablehnen, geistliche Kleidung zu tragen. Hier wäre etwas "Hochnäsigkeit" seitens der Geistlichen durchaus angebracht.


4
 
  21. Mai 2013 
 

Klerus

Ja, dies sind schon gute Ausführungen von Kardinal Marx.
Wichtig ist, dass Priester und Laien gemeinsam für Christus Zeugnis ablegen.
Dieses Bezeugen von Christus forderte auch Papst Franziskus bei seiner ersten Hl. Messe mit den Kardinälen nach seiner Wahl zum Papst in der Sixtinischen Kapelle.
Es geht dabei auch um die Glaubwürdig-
keit, denn das Handeln und Tun sollte mit dem Denken übereinstimmen.
H. Kraft


6
 

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