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Rom: Erzbistum Freiburg muss pastorale Handreichung zurückziehen!

12. November 2013 in Aktuelles, 71 Lesermeinungen
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Erzbischof Müller fordert Zollitsch auf, die umstrittene Freiburger Handreichung der Erzdiözese Freiburg über wiederverheiratete Geschiedene zurückzunehmen - UPDATE: Der Brief der Glaubenskongregation im Wortlaut


Freiburg (kath.net)
Die vatikanische Glaubenskongregation hat sich in die Diskussion um den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen eingeschaltet und der diesbezüglichen pastoralen Handreichung der Erzdiözese Freiburg eine klare Absage erteilt. Dies berichtet die "Tagespost" in der jüngsten Ausgabe. In einem Brief des Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller (Foto), wird der Freiburger Erzbischof em. Robert Zollitsch aufgefordert, die Handreichung zurückzunehmen und zu überarbeiten. Die Begründung ist, dass die Handreichung "in der Terminologie unklar ist und in zwei Punkten nicht mit der kirchlichen Lehre übereinstimmt“, schreibt der Präfekt der Glaubenskongregation. Der Brief Müllers ging in Kopie an alle Diözesanbischöfe in Deutschland.

Kritik übt Müller besonders daran, dass in der Handreichung Betroffene zur „verantwortlich getroffenen Gewissensentscheidung“ kommen können und diese dann Sakramente zu empfangen können. "Im Gegensatz zu dieser Auffassung betont das Lehramt der Kirche, dass die Hirten die verschiedenen Situationen gut unterscheiden und die betroffenen Gläubigen zur Teilnahme am Leben der Kirche einladen sollen, bekräftigt jedoch ihre auf die Heilige Schrift gestützte Praxis, wiederverheiratete Geschiedene nicht zum eucharistischen Mahl zuzulassen“, betont der Präfekt und warnt vor einer „Verwirrung der Gläubigen hinsichtlich der Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe“. Auch die Möglichkeit, dass es eine Gebetsfeier für dienjenigen geben könnte, die eine neue zivile Verbindung eingehen, wird von Rom entschieden abgelehnt. "Feiern dieser Art wurden von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ausdrücklich untersagt“, stellt Müller klar, der in dem Schreiben auch mitteilte, dass er Papst Franziskus informiert und nach Rücksprache mit dem Hl. Vater einen Artikel im L'Osservatore Romano verfasst habe, in dem er die „verbindliche Lehre der Kirche in dieser Frage“ zusammengefasst habe.

kath.net dokumentiert das Schreiben des Präfekten der Glaubenskongregation an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, „Der Entwurf der Handreichung ist zurückzunehmen und zu überarbeiten“, im Wortlaut


Exzellenz!

Hochwürdigster Herr Erzbischof!

Mit Schreiben Prot. N. 2922/13 vom 8. Oktober 2013 hat der Apostolische Nuntius der Kongregation für die Glaubenslehre den Entwurf der Handreichung für die Seelsorge zur Begleitung von Menschen in Trennung, Scheidung und nach ziviler Wiederverheiratung in der Erzdiözese Freiburg sowie Ihres Rundbriefes an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz zur Vorabveröffentlichung dieses Textes übermittelt. Eine aufmerksame Lektüre des Entwurfs zeigt, dass dieser zwar richtige und wichtige pastorale Hinweise enthält, aber in der Terminologie unklar ist und in zwei Punkten nicht mit der kirchlichen Lehre übereinstimmt:

„Wiederverheiratete Geschiedene stehen selbst ihrer Zulassung zur Eucharistie im Weg“

1. Bezüglich des Empfangs der Sakramente durch geschiedene wiederverheiratete Gläubige wird der 1993 von den Oberrheinischen Bischöfen gemachte Vorschlag neu als pastoraler Weg empfohlen: Nach einem Gesprächsprozess mit dem Pfarrer könnten Betroffene zur Überzeugung gelangen, am Leben der Kirche vielfaltig teilzunehmen, aber bewusst auf den Empfang der Sakramente zu verzichten, andere hingegen könnten in der konkreten Situation zur „verantwortlich getroffenen Gewissensentscheidung“ kommen, die Sakramente der Taufe, der Heiligen Kommunion, der Firmung, der Versöhnung und der Krankensalbung empfangen zu können, und diese Entscheidung wäre vom Pfarrer und von der Gemeinde „zu respektieren“.

Im Gegensatz zu dieser Auffassung betont das Lehramt der Kirche, dass die Hirten die verschiedenen Situationen gut unterscheiden und die betroffenen Gläubigen zur Teilnahme am Leben der Kirche einladen sollen, „bekräftigt jedoch ihre auf die Heilige Schrift gestützte Praxis, wiederverheiratete Geschiedene nicht zum eucharistischen Mahl zuzulassen“ (Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio vom 22. November 1981, Nr. 84; vgl. auch das Schreiben dieser Kongregation vom 14. September 1994 über den Kommunionempfang von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen, mit dem der Vorschlag der Oberrheinischen Bischöfe abgelehnt wurde; Benedikt XVI., Apostolisches Schreiben Sacramentum caritatis vom 22. Februar 2007, Nr. 29).

Diese Position des Lehramts ist wohl begründet: Wiederverheiratete Geschiedene stehen selbst ihrer Zulassung zur Eucharistie im Weg, insofern ihr Lebensstand in objektivem Widerspruch zu jenem Bund der Liebe zwischen Christus und der Kirche ist, den die Eucharistie sichtbar und gegenwärtig macht (lehrmäßiger Grund). Ließe man solche Menschen zur Eucharistie zu, bewirkte dies Verwirrung bei den Gläubigen hinsichtlich der Lehre der Kirche über die Unauflöslichkeit der Ehe (pastoraler Grund).

2. Darüber hinaus wird für geschiedene Gläubige, die eine neue zivile Verbindung eingehen, eine Gebetsfeier vorgeschlagen. Es heißt zwar ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um eine „Quasi-Trauung“ handelt und die Gestaltung schlicht sein soll, aber der Entwurf bietet dann doch eine Art „Ritus“ mit Eröffnung, Hören auf das Wort Gottes, Segnung und Übergabe einer Kerze, Gebetsteil und Abschluss.

Feiern dieser Art wurden von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ausdrücklich untersagt: „Die erforderliche Achtung vor dem Sakrament der Ehe, vor den Eheleuten selbst und deren Angehörigen wie auch gegenüber der Gemeinschaft der Gläubigen verbietet es jedem Geistlichen, aus welchem Grund oder Vorwand auch immer, sei er auch pastoraler Natur, für Geschiedene, die sich wiederverheiraten, irgendwelche liturgischen Handlungen (ritus cuiusvis generis) vorzunehmen. Sie würden ja den Eindruck einer neuen sakramental gültigen Eheschließung erwecken und daher zu Irrtümern hinsichtlich der Unauflöslichkeit der gültig geschlossenen Ehe führen“ (Familiaris consortio, Nr. 84).

Den betroffenen Gläubigen sind Hilfen anzubieten, „wobei in jedem Fall zu vermeiden ist, diese Verbindungen zu segnen, damit unter den Gläubigen keine Verwirrungen in Bezug auf den Wert der Ehe aufkommen“ (Sacramentum caritatis, Nr. 29).

Aufgrund der genannten Divergenzen ist der Entwurf der Handreichung zurückzunehmen und zu überarbeiten, damit nicht pastorale Wege offiziell gutgeheißen werden, die der kirchlichen Lehre entgegenstehen. Weil der Text nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Teilen der Welt Fragen aufgeworfen und in einer pastoral delikaten Problematik zu Verunsicherungen geführt hat, fühlte ich mich verpflichtet, Papst Franziskus darüber zu informieren.

„Wege gehen, die ganz mit der Glaubenslehre der Kirche übereinstimmen“

Nach Rücksprache mit dem Heiligen Vater wird nun im L'Osservatore Romano vom 23. Oktober 2013 ein Artikel von mir erscheinen, der die verbindliche Lehre der Kirche in dieser Frage zusammenfasst. Dieser Beitrag wird auch in den Wochenausgaben der Vatikanzeitung abgedruckt werden.

Da eine Reihe von Bischöfen sich an mich gewandt haben und eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz sich mit dem Thema beschäftigt, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich eine Kopie dieses Schreibens an alle Diözesanbischöfe in Deutschland senden werde. In der Hoffnung, dass wir in dieser delikaten Frage pastorale Wege gehen, die ganz mit der Glaubenslehre der Kirche übereinstimmen, verbleibe ich mit besten Grüßen und Segenswünschen im Herrn

Ihr
Gerhard L. Müller
Präfekt


Der von Kurienerzbischof Müller erwähnte Artikel ist hier nachlesbar: „Die Unauflöslichkeit der Ehe - Das Zeugnis der kirchlichen Tradition“

kathTube: EWTN-Interview mit Erzbischof Gerhard Ludwig Müller



Foto Kurienerzbischof Müller (c) Erzbistum Regensburg



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Lesermeinungen

 Romika 18. November 2013 
 

Erzbistum Freiburg

Mit diesen Handreichungen widersetzt sich das Erzbistum Freiburg geltenden Bestimmungen. Das kann nicht gebilligt werden.


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 blacksheep 14. November 2013 
 

Viele Pfarrer wissen gar nicht, ob die Person, die zur heil. Kommunion geht gescheiden wiederverheiratet ist, gebeichtet hat oder überhaupt katholisch ist. Sie teilen die Kommunion aus. Sollen sie vor der Messe ein Art Abstimmung machen? Die, die "unehrlich" die Kommunion, also den Leib Christi, empfangen wollen, sollten sich das vor der Kommunion gut überlegen und besser ehrlich sitzen bleiben.


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  14. November 2013 
 

Selbsterkenntnis - Der Weg zum Herzen Jesu

Die Zeitgeist-Christen wollen die Kirche vom schmalen auf den breiten Weg führen durch Widerstand gegen das Lehramt, Anpassung der christl. Sexualmoral an deren faktische Auflösung bis hin zum kirchlichen Segen für die „Homoehe“, Akzeptanz des alltäglichen Massenmords an ungeborenen Kindern. Sie ecken nicht an, sie sind getragen vom Mainstream, von den Medien, von den meisten ihrer Zeitgenossen und bestärken sich beständig darin, dass sie mündige, mutige, moderne Christen seien, berufen, die mittelalterl. Zöpfe der Kirche abzuschneiden. All dies wird mit „Liebe“ gerechtfertigt, aber Liebe, die nicht in der Wahrheit wurzelt, ist keine Liebe. Wird die Liebe aus der Wahrheit entwurzelt, wird sie zu einem Ohrenschmeichler, der den Weg zur Liebe Jesu verbaut (vgl. 2 Tim 4,1-5).
Eine andere Strategie im Umgang mit dem Bösen besteht darin, zu fordern, alle Gesetze und Gebote akribisch einzuhalten, wodurch man gleichzeitig zum Gefangenen und zum Wächter seiner ..http://www.gabriele-kuby.de/bu


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 T.P. 13. November 2013 
 

Geistige Kommunion

Mir wurde noch in diesem Jahr in einem Wortgottesdienstleiterkurs auf meine Frage nach der Geistigen Kommunion geantwortet einer Mitarbeiterin des Seelsorgeamtes, dass es sie nicht mehr gebe und es gebe in der Hl. Messe so viele Möglichkeiten für Vergebung, das wäre unnötig. So schwere Sünden würde man ja auch nicht begehen, dass man nicht zur Kommunion gehen könnte. Ich war schockiert.


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 Aegidius 13. November 2013 
 

Da hat EB Zollitsch Recht!

So, jetzt wo die allfällige Disziplinierung der nach dem deutschkatholischen Kryptoschisma strebenden Kirchenfunktionäre zu beginnen scheint - nachdem der Kirchenlehrer Benedikt der Vielgeliebte und Vielgeschmähte es in Milde und durch Überzeugungsarbeit versucht hat: Entweltlichung, Kirchensteuersimonie, Bischofsmobbing, Wegducken beim Lebensschutz, Pro Multis, Summorum Pontificum/Universae Ecclesiae, Religionsunterricht/Katechese usw.
wird es wieder interessant, katholisch zu sein!
Der Reformstau ist gewaltig!


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 Victor 13. November 2013 
 

Ich freue mich

Eine gute Richtigstellung von Herrn Erzbischof Müller.
Jedenfalls können sich die Bischöfe nach dieser "Watschn" nicht mehr dumm stellen.
Der Erzbischof Zollitsch kommt aus seinen selbstgemachten Problemen nicht mehr heraus.
Unvergessen sind seine offenen und öffentlichen Angriffe auf Papst Benedikt XVI. Nach dessen Rücktritt sollte es ja so richtig losgehen, tönte er.
Ja, es geht richtig los, aber anders als es der qeehrte Herr EB Zollitsch sagte und/oder suggerierte.


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 Jochebed 13. November 2013 
 

Zollitsch denkt nicht an Rücknahme! (2)

Die Handreichung ist immer noch online, ebenso die Einladung des Freiburger Seelsorgeamts zur Pastoralen Werkstatt am 26. und 27.11., bei der die Handreichung vorgestellt und eingeübt werden soll (http://www.familienseelsorge-freiburg.de/html/veranst/detail.html?&m=6419&vt=2&tid=635664). Damit dürfte nunmehr hinreichend erwiesen sein, dass Zollitsch gar nicht daran denkt, die Handreichung aus dem Verkehr zu ziehen. Es würde mich doch brennend interessieren, wer Müllers Brief an die Presse gegeben hat, und wann und wie der Vatikan gegen Zollitschs offenen Ungehorsam vorzugehen gedenkt. Vielleicht könnte ja kath.net einmal in Rom und Freiburg diesbezüglich nachhaken? Ich vermute, Zollitsch hat wieder einmal überhaupt nichts davon gewusst, was sein Seelsorgeamt tut oder in diesem Fall wohl eher unterlässt.


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 Jochebed 13. November 2013 
 

Zollitsch denkt nicht an Rücknahme!

Müllers Brief an Zollitsch und die DBK dürfte gut einen Monat alt sein, denn immerhin ist die angekündigte, sehr ausführliche und lesenswerte Zusammenfassung der kirchlichen Ehelehre ja bereits am 23. Oktober erschienen (http://www.osservatoreromano.va/portal/dt?JSPTabContainer.setSelected=JSPTabContainer%2FDetail&last=false=&path=/news/cultura/2013/243q13-Sull-indissolubilit--del-matrimonio-e-il-di.html&title=%20%20%20Die%20Macht%20der%20Gnade%20%20%20&locale=de). Wortwörtlich war derselbe Beitrag schon in der Tagespost vom 15.06.13 abgebruckt und ist auf der Webseite der Glaubenskongregation dokumentiert (http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/muller/rc_con_cfaith_20130615_tagespost_ge.html). Genauso wenig wie die deutschen Bischöfe offenbar derartigen Veröffentlichungen Aufmerksamkeit schenken, beachten sie nunmehr das direkte Anschreiben durch die Glaubenskongregation, die in diesem Falle ja nun sehr zügig auf den Alleingang Freiburgs reagiert hat.


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 ThomasMoore 12. November 2013 

@Vicentinus

"Kleinigkeiten , die (Sie) vielleicht stören, aber die Gültigkeit des Messopfers nicht stören."
--
Lesen Sie mal die Instruktion Redemptionis Sacramentum. Von Kleinigkeiten ist da nicht die Rede, sondern etwa bei Nr. 55 (Hostienbrechen bei der Wandlung):Er (der Brauch) ist zu verwerfen und dringend zu korrigieren.


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 girsberg74 12. November 2013 
 

Mancher Schuss geht nach hinten los

@ Vincentius
„Schadenfreude?
Ich bin ehrlichgesagt überrascht davon, dass hier viele eine Art Trotzkonflikt zwischen Ex. Zollitsch und Ex. Müller konstruieren. Der erstere und der zweitere versuchen doch nur eine zeitgemäße Umsetzung des Willens Jesu zu finde“


Vielleicht, lieber Vincentius, mögen Sie noch mal über das Argument der zeitgemäßen Umsetzung des Willens Jesu nachdenken:
Denn, geschieht das nicht ständig bei den Gemeinschaften / Denominationen aus der „Reformation“ und geschah das nicht auch bei dem Widerstreben der meisten deutschen Bischöfe gegen JP II als es um die die sogenannte „Schwangerenkonfliktberatung“ (den Schein) ging, und war das nicht auch schon so bei der Königsteiner Erklärung?


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 silas 12. November 2013 

Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten

Erzbischof Müller ruft hier zu Recht zur Ordnung. Jedoch was einige Schreiber herumtreibt ist höflich ausgedrückt am Thema vorbei.

Was haben bitte schön Aussagen zur Ehe und Familie mit streng geregelten Liturgiefragen zu tun?
Warum meinen einige es müsse sich die ganze (deutschspr.) Kirche ändern, und genau so wie sie es denken?

Hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet!

Kirche sein ist ein lebendiger und dynamischer Prozess; Jesu Willen im Heute zu erkennen, durch Schrift und Tradition.

Die Schrift liegt uns normal nur als Übersetzung vor und selbst die Urtexte sind zu interpretiertes Gotteswort. Das Lehramt muss das Schriftzeugnis verständlich auslegen. Rubriken anderer Epochen sind wertvoll und sollen durch neuere veredelt und verständlicher werden. Hier wird ein künstl. Wiederspruch heraufbeschworen

"Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden" vgl 2Petr

Wer bin ich, dass ich kirchliche Gegebenheiten so vollmundige be- oder verurteile?


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 Kostadinov 12. November 2013 

@Vincentius

Sie schrieben: "In Regensburg habe ich besonders viele lustlos und unverstanden heruntergebete Messen erlebt. Übrigens ist eine Messe solange auch gültig, als ihr ein geweihter Priester vorsteht und die Wandlungsworte korrekt ausspricht. Das reicht für den Gnadenerwerb."

Bitte gründlich lesen: Ich hab Bistum Regensburg geschrieben und nicht Stadt Regensburg, das ist ein Riesenunterschied. Über die Gültigkeit der Messen sind wir uns 100%einig, da gilt "ex opere operato". Ich hab mich nur über die (Un-)Art der Meßfeier mancherorts ausgelassen und daß ich mir früher nicht hätte träumen lassen, daß ich mal freiwillig auf Latein gehe


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 Vincentius 12. November 2013 

@ Aegidius

Sie haben eine andere Wirklichkeitswahrnehmung als ich. Das ist Menschen eigen. Was Sie beschreiben, kann ich nur als groteske Verzeichnung empfinden. Ich kam in vielen Bistümern des deutschsprachigen Raumes über Jahrzehnte herum, gehe sonn- und feiertags in die Messe und habe nur ein einziges Mal eine Messe erlebt, die nicht nach dem Messbuch gefeiert worden wäre (s.u.). Sonst waren die Teile stets erkennbar und wenn das Gregor. Proprium durch Gottesloblieder ersetzt wurde, entsprach das immer den Rubriken. Was die gegenseitige Befruchtung und Ihre falsche negative Sicht auf das Missale Paul VI. miteinander zu haben sollen, entzieht sich mir.
Ich sprach beim leisen Gebet ausdrücklich auch nicht von „nicht relevant“. Ich sprach nur davon, dass das Missale Paul VI. den Opfercharakter deutlicher, weil vernehmlicher ausdrückt. Zum Ausfall des AT im Missale Pius V. sagen Sie nichts.
@ thomasmoore
Kleinigkeiten , die (Sie) vielleicht stören, aber die Gültigkeit des Messopfers nicht stören.


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 Trierer 12. November 2013 

Ein guter Hüter des Glaubens.

Es ist sehr schön, dass Erzbischof Müller auch bei einigen hier im Forum nun als derjenige wahrgenommen wird, der er stets gewesen ist. Ein weiser, frommer und treuer Diener des Lehramtes, den der Hl.Vater em. Benedikt XVI. sehr bewusst in diese vielleicht nach dem Papstamt wichtigste Position unserer Kirche berufen hat, sozusagen als sein Nachlassverwalter. (Er erwog gewiss seinerzeit bereits seinen Rücktritt.) Wenn ich so manchen Beitrag hier seit seiner Ernennung Revue passieren lasse, so war das durchaus nicht immer so. (Von anderen "katholischen" Foren ganz zu schweigen)Ich hoffe sehr auf baldigen "Purpur" für diesen "guten Hirten". Wie dem auch sei, er ist der richtige Mann am richtigen Platz, das bestätigt nicht nur diese Entscheidung überdeutlich. Natürlich war dies auch den Freiburgern immer klar, ich denke man wollte mal einen "Versuchsballon" starten, um auszutesten wie weit der Einfluss Müllers unter dem neuen Papst noch reicht. Nun, jetzt wissen sie´s!


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 ThomasMoore 12. November 2013 

@Vincentius - Gabengebet

Noch etwas: Auch im NOM werden die Gabengebete meist leise gebetet, da ja meistens ein Gesang zur Gabenbereitung gesungen wird, jedenfalls in den Sonntagsmessen. Ihr Argument ist daher unzutreffend.


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 Vincentius 12. November 2013 

@ thomasmoore

Es ist weiterhin Unsinn zu behaupten , der ganze Ritus sei umgestrickt worden. Schauen Sie sich im Vergleich das Missale Pius V. und das Missale Paul VI. an, dann werden Sie feststellen, dass all die Änderungen, von denen Sie schreiben, entweder keine oder nur akzidentell und nicht die Substanz der Messe betreffend sind. Das erste Hochgebet ist übrigens in der Geschichte der römischen Gottesdienste keineswegs das ursprüngliche oder älteste. Das ist vielmehr die Vorlage unseres 2. Hochgebetes. Ich höre auch das 1. Hochgebet gern und oft – in allen Bistümern, in denen ich unterwegs bin. Eine eingehende Lektüre der Apostolischen Konstitution zur Einführung des Missale Paul VI. möchte ich Ihnen ans Herz legen.

@ kostadinov
In Regensburg habe ich besonders viele lustlos und unverstanden heruntergebete Messen erlebt. Übrigens ist eine Messe solange auch gültig, als ihr ein geweihter Priester vorsteht und die Wandlungsworte korrekt ausspricht. Das reicht für den Gnadenerwerb.


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 Aegidius 12. November 2013 
 

Vinzenz2

Aber ohne Polemik: es konnt nicht darauf sn, in diner ritufllen (Opfer-)Handlung die gsnze Bibel vorzulesen - das kann ich auch zuhause tun - um "den ganzen Jesus" zu haben. Und wie kommen Sie dazu, susgerechnet das reformierte Meßbuch als "vollständig" zu bezeichnen, wo bekanntlich slles dem modernen Menschen anstößige aus den Evangelien aus den Lesungen entfernt wurde?
4. Das Proprium wurde und wird gepflegt. Aha. Tatsächlich wird es sooft es geht, durch völlig sinnfreie oder zumindest arg verkürzte Liedchen oder gar experimentelle Texte ersetzt. Von "Pflege" kann nun gar keine Rede sein. Es sei denn, man sieht eine museale Austellung in riner Kellervitrine als "Pflege" an.
5. Ja, und die einhritsstiftende Kirchensprache, die laut Konzil, JXXIII, BXVI - auch JPII - DIE NORM darstellen soll? Wo gibt es die denn noch? Welcher Priester beherrscht sie denn noch? Lustig, daß ausgerechnet mangelnde Lateinkenntnisse der Priester oft der Vorwand für Verhinderung der alten Messe sind.


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 Aegidius 12. November 2013 
 

Vinzenz 1

Vinzenz, Entschuldigung, aber was Sie da schreiben ist im wohlwollendsten Fall irreales Wunschdenken.
1. Niemand, der die Realitäten sieht, ksnn bezweifeln, daß der Novus Ordo, wie er faktisch flächendeckend praktiziert wird, mehrheitlich nicht gemäß den Büchern zelebriert wird. Oft sind die eigentlichen Teile und das Proprium überhaupt nicht mehr erkennbar. Auch deshalb spricht BXVI, der Ihre rosarote Sicht ausdrücklich nicht teilt, von einer gegenseitigen Befruchtung der Formen, die der NO dringend braucht.
2. Wer meint, "leise gesprochene" Gebete seien nicht relevant, verwechselt das Wesen der Messe mit einer Gemeindeversammlung oder einer Lehrveranstaltung. Er sollte dann aber auch nichts mehr zum Opfercharakter der Messe sagen. Wer wird in der Opfermesse/Eucharistiefeier angeredet?
3. Die volle Offb. Des göttlichen Wortes ist der Herr selbst. Er ist im Opfer der alten Messe so deutlich präsent wie die Gemeindegemeinschaft in den modernen Mahlfeiern (Polemik).


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 ThomasMoore 12. November 2013 

@vicentus

Sie irren sich. Ich gehöre nicht zur FFSPX und stehe ihr auch nicht nahe, und ich besuche überwiegend die Messe im NOM.
Meine Erfahrung ist, dass das Schuldbekenntnis nur noch selten gebetet wird, stattdessen wird die Bitte um Erbarmen mit dem Kyrie vermengt(„Bitten wir im Kyrie um das Erbarmen des Herrn“). Ich und andere Leser hier könnten Ihnen zig Beispiele nennen, wo in der Messe unzulässige Dinge ablaufen. Äußerst beliebt: Laienpredigt, Brechen der Hostie bei den Einsetzungsworten, Händewaschung des Priesters entfällt, Abschluß der Kirchengebete mit Formeln wie „...durch unseren Bruder Jesus Christus, der mit dir lebt und wirkt“, Weglassen des Embolismus, Eintunken der Hostie in den Kelch, etc.
Ihre Erklärung zu den Gabengebeten erläutert nicht, warum sie im NOM ersetzt wurden, statt die überlieferten im NOM laut zu sprechen.


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 Vincentius 12. November 2013 

@ Piusbruderschaftssondermeinungen von ThomasMoore1

Um es klar zu sagen: Das neue Messbuch kann deswegen nicht verwässert sein, weil es von Paul VI. als authentischer Ausdruck des Glaubens der Kirche erklärt worden ist.
Ad 1) Ich habe in mehreren Jahrzehnten regelmäßigen sonn- und feiertäglichen Kirchgangs nur eine einzige Messe erlebt, bei der ich voll und ganz davon sprechen muss, dass sich der Zelebrant nicht an die Rubriken gehalten hat. Das war eine Hochzeitsmesse, in der der Zelebrant (jungen Jahrgangs) nämlich eindeutig Rubriken der Tridentinischen Messe mit denen des Messbuchs Paul VI. vermischte. Das war und ist verboten.
2) Die Gabengebete wurden leise gesprochen – sie taugen also gar nicht zum Beweis eine klaren und vernehmlichen Opfercharakters. Im Übrigen haben ALLE Hochgebete den eindeutigen Opferbegriff – der jetzt auch klar, laut und vernehmlich ausgesprochen wird. Der Opfercharakter der Messe ist also nicht nur nicht verschwunden, er ist sogar verstärkt worden.


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 Vincentius 12. November 2013 

@ Piusbruderschaftssondermeinungen von ThomasMoore2

3)Wenn Sie aus der mangelnden VERPFLICHTUNG des Schuldbekenntnis (das m.E. immer noch recht häufig gebetet wird) eine Verwässerung schließen, muss ich dann nicht umgekehrt sagen, dass die Tridentinische Messe nicht die volle Offenbarung des göttlichen Wortes enthalten hat, da in ihr das AT nur sporadisch vorkam? Sie sehen, wohin ein solches Scheinargument führen kann.
4)Die Predigt war vor dem Konzil eine sonntägliche Verpflichtung, aber über Jahrhunderte hinweg kein Bestandteil der Messe. Das Graduale ist etwas anderes als der Antwortpsalm (funktional und inhaltlich). Das Proprium ist nicht verschwunden, es wurde und wird gepflegt; aber man wollte den berechtigten Schatz des Volksgesangs eben auch heben. Warum sollte man z.B. bei Engelämtern nicht Tauet Himmel singen statt Rorate caeli?
5) Es wird dem Lateinischen noch hinreichend Raum gewährt. Das war und ist im Interesse des Konzil und der nachkonziliaren – vom Papst (!) – auch selbst gutgeheißenen und praktizierten (!) Entwicklung.


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 speedy 12. November 2013 
 

eine Idee von mir ist das alle Bischöfe ,Kardinäle usw. dem Papst treue und gehorsam schwören müssen, und zudem noch der glaubenskongregation, denn die ist ja der Hüter der wahren lehre,
mein traum wäre wenn endlich dieser ungehorsam abgeschafft würde gegenüber dem Papst und der lehre


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 ThomasMoore 12. November 2013 

@Vicentinus Teil 2

Für die paar guten Neuerungen wie neue Präfationen, AT Lesung und Fürbitten hätte man nicht den ganzen Ritus „umstricken“ müssen. Und was hat die Einführung neuer Hochgebete gebracht? Vielerorts wird nur noch das 2. oder 3. Hochgebet verwendet, das ursprüngliche erste hört man so gut wie nie.


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 ThomasMoore 12. November 2013 

@Vincentius

Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn sich die Priester an das halten würden, was im Messbuch zum NOM stehen würde und in den einschlägigen Rubriken hierzu.
Nichts verwässert?
Die Gabengebete des NOM halt ich durchaus für eine Verwässerung, denn der Opfercharakter ist bei den neuen weitgehend verschwunden. Ebenso ist es eine Verwässerung, dass das Schuldbekenntnis nicht mehr verpflichtend ist. Und warum betet der Priester die Ankleidegebete nicht mehr?Die Predigt und der Antwortpsalm (Graduale) sind auch im Messbuch von 1962 geboten. Kommunion des Volkes gibt es auch in der „Alten“ Messe. Dafür ist im NOM der Rest des Propriums in der Versenkung verschwunden, und auch der Antwortpsalm wird vielerorts nicht mehr praktiziert.
Der Volkssprache wurde mit der Liturgiereform - entgegen Vat. 2 - nicht nur mehr Raum eingeräumt, sie hat die Liturgiesprache in der Praxis verdrängt, was sicher nicht die Absicht der Konzilsväter war. Selbiges gilt für den gregorianischen Choral.
Für die paar guten Neue


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 Jean_Vianney 12. November 2013 

Ein freudiger Tag!

Aber eigentlich war das nur eine Frage der Zeit, und dass Franziskus diese Handreichung nicht durchgehen lassen würde, habe ich mir schon gedacht!


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 Pascal13 12. November 2013 
 

Bravo - großartig klare und sehr beruhigende Worte!

Vielen Dank verehrter Erzbischof Müller!


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 kaiserin 12. November 2013 
 

Circus Germanicus

@Suarez: Vatican Insider: " Müller non puo` bloccare la discussione" (Müller kann die Diskussion nicht blockieren) Kardinal Marx,den 11-11-2013


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 Kostadinov 12. November 2013 

Was wird eigentlich aus den Ehepaaren, die hart kämpfen, damit sie ihr Versprechen "in guten wie in schlechten Tagen, bis daß der Tod uns scheidet" halten können? Warum fordern die Konzilsgeist-Gespenster Verständnis für alles, nur nicht für die, die sich an die Gebote halten? Insofern vielen Dank nach Rom für die Klarstellung! Und ja, auch ich glaube, dass die Probleme nicht durch das Konzil kamen, sondern durch seine Instrumentalisierung durch Küng und Konsorten. Die Meinung, daß das Konzil ein Bruch war, hat Küng übrigens mit Lefebvre gemeinsam...


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 Vincentius 12. November 2013 

@ dottrina

Haben Sie mal das zuletzt von Johannes XXIII. reformierte Messbuch von Pius V. und das von Paul VI. NEBENEINANDER gehalten? Da ist nichts verwässert worden. So ein Unsinn. Man das die gesamte lateinische Tradition durchforstet und vieles wiederaufgegriffen, was verloren gegangen war (die reguläre Lesung aus dem AT, den Antwortpsalm, die Predigt und die Kommunion des Volkes als Bestandteil der Messe, die Fürbitten, zusätzliche Präfationen und Hochgebete, ein weiter Raum für die Volkssprache) und weniges Neue hinzugefügt (wie das auch bei alles vorherigen Messbuchreformen war). Alles Erarbeitete wurde von Paul VI. kritisch gesichtet (er nahm sogar höchstpersönlich noch Änderungen vor) und dann mit seiner päpstlichen Vollgewalt auch in Gesetzesform gegossen.
Ich bitte doch darum, nicht die wahrheitswidrige Hetz und Propaganda der im kirchlichen Recht gar nicht mehr bestehenden Piusbruderschaft gegen Papst Paul VI. und Johannes Paul zu übernehmen oder gar zu auszustreuen.


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 Vincentius 12. November 2013 

Schadenfreude?

Ich bin ehrlichgesagt überrascht davon, dass hier viele eine Art Trotzkonflikt zwischen Ex. Zollitsch und Ex. Müller konstruieren. Der erstere und der zweitere versuchen doch nur eine zeitgemäße Umsetzung des Willens Jesu zu finde.
Übrigens: Was würde passieren, wenn das Ordinariat in Freiburg sagt: "Wir halten uns an das, was der PAPST gesagt hat: 'Vielleicht wird sogar ein Brief der Glaubenskongregation bei euch
eintreffen, in dem es heißt, dass Ihr dies oder jenes gesagt hättet.... Macht
Euch darüber keine Sorgen. Erklärt,
wo Ihr meint erklären zu müssen,
aber macht weiter.... Macht die Türen auf. Mir ist eine Kirche lieber, die etwas falsch macht, weil sie überhaupt etwas tut, als eine Kirche, die krank wird, weil sie sich nur um sich selbst dreht'"?
Im ZDF hieß es übrigens: "Erzbsichof Müller wollte übrigens gegenüber dem Papstgeflüster nicht bestätigen, dass Papst Franziskus seinen Artikel im L’Osservatore Romano vorab gesehen bzw. gutgeheißen habe."


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 Dottrina 12. November 2013 
 

Lieber @Suarez,

Sie haben recht, was das II. Vaticanum anbelangt. Die Liturgiereform fing ja auch erst 1969/70 an und wurde vom Modernisten Kard. Bugnini geleitet. Daraufhin verwässerte man die Liturgie. Das war vom Konzil ja gar nicht so vorgesehen. Ist ein wenig off topic, aber wichtig, was das Verständnis des Konzils angeht.


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 Ester 12. November 2013 
 

@ tabita

genau sorum hat ein gewisser Kardinal Ratzinger immer argumentiert.
Das Probe ist in der Tat, dass alle "zur Kommunion rennen" obwohl sie es nicht dürften, z.B an Familienfeiern wie Erstkommunion, wo9 ja wirklich "alle" nach vorne strömen, obwohl sie seit Jahren in keiner Kirche waren, und zumindest das mal beichten sollten, wofür sie aber keine Veranlassung sehen, weil sie ja kein schlechtes Gewissen deswegen haben......
Und sich in diesem Kontext die wiederverheirateten Geschiedenen zurecht sagen "das ist Ungerecht!"
Nur kann man halt das Unrecht nicht durch neues Unrecht besser machen.


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 Suarez 12. November 2013 

@Waldi - Das Konzil ist nicht Ursache des Problems Teil II

Der eigentliche Bruch mit der Lehrtradition vollzieht sich also nicht im Vatikanum II, sondern in seiner späteren ideologischen Rezeption, die sich ganz bewusst von Katholizität abgrenzt und das Konzil lediglich als Alibi benutzt.

Darum spricht man in "progressiven" Kreisen auch immer vom "Geist" des Konzils, ein Begriff, der so interpretativ ist, dass man alles und nichts darunter verstehen kann, der sich aber genau darum für den "Kampf um den Kurs in der Kirche" so gut eignet, weil diesem Geist eben keine Substanz eigen ist, sondern "Geist" für die Veränderung als letztem Prinzip steht und so alle Wahrheit, also auch die des Vatikanums II, aufhebt.

Es ist also der Wille zur Auflösung aller Glaubenswahrheiten, der sich nach dem Vatikanum II so militant artikuliert und die eigentliche Krise der Katholischen Kirche hervorgerufen hat. Insofern müssen wir uns mit diesem negativen, weil alles zersetzenden Willen auseinandersetzen und seine Destruktivität aufzeigen.


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 ThomasMoore 12. November 2013 

@Portner

Und noch etwas: Offensichtlich ist Ihnen entgangen, dass die Kirche kein Verein ist nach dem Motto: Wer zahlt, schafft an. Und dass es das Recht des obersten Glaubenshüters ist, Dinge zu untersagen, die nicht mit der Lehre vereinbar sind. Wie EB Müller bereits anmerkte, ist dieses Vorgehen vom Hl. Vater gutgeheißen worden. Ich denke, da müssen so manche hierzulande ihr Bild von Papst Franziskus überdenken.


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 Suarez 12. November 2013 

@Waldi - Das Konzil ist nicht Ursache des Problems Teil I

"Es ist unmöglich, sich für das Vatikanum II und gegen Trient und Vaticanum I zu entscheiden. Es ist ebenso unmöglich, sich für Trient und Vatikanum I, aber gegen das Vaticanum II zu entscheiden", so sagt es Joseph Ratzinger in seinem Band 7 "Zur Lehre des zweiten Vatikanischen Konzils".

Für Ratzinger war das Verständnis der Kontinuität der Konzile noch notwendige Voraussetzung, die Aussagen der Konzile richtig zu verstehen. Ein Auseinanderdividieren führt nach Ratzinger nicht zu einem besseren sondern zum falschen Verständnis, da damit die historische Wahrheit der Konzile verloren gehe.

Wenn man bedenkt, vor welcher historischen Erfahrung das Vatikanum II stattgefunden hat, dann wird die obige Aussage Joseph Ratzingers umso einleuchtender.

Es waren dann die sogenannten "progressiven" Gruppen - anfänglich noch unter Küng und anderen - die die "Gelegenheit" nutzten, um das Konzil in ihrem Sinne umzudeuten und so aus der Kontinuität zu reißen.


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 christawaltraud 12. November 2013 
 

Endlich einmal wieder klare Worte!

Danke an S.E. Erzbischof Müller für diese klaren und nachvollziehbaren Worte. So delikat diese Thematik auch ist, die Institution "Ehe" wird all zu häufig verwässert und Gewissensfragen nach eigenem Gutdünken gelöst. Die Lösung kann aber nicht heißen, das Sakrament - das sich die Eheleute bei der Trauung geben - in dasjenige "umzuwandeln", was und wie wir es gern hätten. Bei allem Verständnis für die pastoralen Sorgen, die eine gescheiterte Ehe mit sich bringt, bleibt es doch wichtig, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. Hier werden sich unsere Seelsorger auf adäquate pastorale Hilfe rückbesinnen müssen, die es ja auch gibt (...nur viele werden damit spirituell gar nicht mehr konfrontiert und wissen gar nichts mehr davon). -


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 prof.schieser 12. November 2013 

Zurücknehmen!

Jetzt wäre es auch höchste Zeit, dass die Deutschen (und Österreichischen) Bischöfe ihre unseligen "Erklärungen" (Königstein und Maria-Trost) zurücknehmen!
DA wurden "Weichen" gestellt, die in die heutige Sackgasse führten!


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 silas 12. November 2013 

Dankbarkeit - Barmherzigkeit - Gerechtigkeit

Meine Dankbarkeit möchte ich gegenüber Erzbischof Müller für seine wegweisenden Einlassungen ausdrücken.
Dankbar müssen aber auch jene sein, deren Ehen in den Stürmen der Zeit standhalten. Dankbar gegenüber Gott und dem treuen Partner.
Ist die so genannte geistige Kommunion für Wiederverheiratete eine barmherzige Alternative?
Begegnen sie nicht den selben Christus durch sehnsuchtsvollen Verzicht der realen Kommunion? Erfahren die verlassenen Ehepartner und die leidenden Scheidungskinder Gerechtigkeit dadurch, dass sie wissen, die reale Kommunion ist bei Wiederverheirateten nicht möglich? Verlangt es die Gerechtigkeit Gottes, das ein gebrochener Ehebundesschluss zu Folge hat, dass man ihn nur noch geistig aber nicht mehr in der realen Kommunion begegnet?
Fakt ist, dass in es Deutschland kein Skandalum mehr ist Wiederverheiratet zu sein. Unverständlich erscheint der kirchliche Umgang mit Wiederverheirateten.
Mein Jesus Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Dankbarkeit.


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 marienverehrer 12. November 2013 
 

Schadenfreude

... wie man sie aus einzelnen Stellungnahmen herauslesen kann, hinterlässt einen mindestens unguten und billigen Eindruck. Natürlich habe ich noch im Ohr, wie der hl. Vater vor einigen Monaten gesagt hat: Wenn ihr mal einen Brief von der Glaubenskongregation bekommt... EB Müller ist durchaus in der Lage, seine Auffassungen zu ändern. Ich erinnere an seine Äußerungen zum Diakonat der Frau aus den 80er Jahren. Gewiss ist es klug, weltkirchliche Klärungen abzuwarten. Aber auf Dauer mag sich dieses doch recht offensive Vorgehen gegen EB Zollitsch als Eigentor darstellen. An der Kommunionbank wird doch niemand mehr weggeschickt. Und wer einen wirklich unwürdigen Kommunionempfang beobachten möchte, mag ein beliebiges Seelenamt besuchen. Es ist wenig vermittelbar, dass die Kirche in einem Feld sehr streng zu sein scheint, während sie anderes toleriert oder übersehen möchte. Von den vielen Taufen, die absolut nicht vom Glauben der Eltern abdeckt sind, ganz zu schweigen.


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 Dottrina 11. November 2013 
 

Danke, EB Müller,

für diese überfällige Stellungnahme!Finde ich klasse, keine Frage. Sie sind ein würdiger Nachfolger unseres Joseph Ratzingers in der Position als Glaubenswächter! Aber ich fürchte, die deutschen Gremienkatholiken werden sich - kraß gesagt - drum scheißen (sorry), was Sie, lieber EB Müller, angeordnet haben, so, wie es schon Joseph Ratzinger angemahnt hat und dann schlußendlich Benedikt XVI. Aber trotzdem: Herzlichen Dank!


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 urserolu 11. November 2013 
 

geistige Kommunion??

ist die geistige Kommunion im Zustand schwerer Sünde erlaubt? Wäre mir schwer verständlich...


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 girsberg74 11. November 2013 
 

@ Portner auf @ carl eugen
(„Nicht nur unersättlich, sondern auch noch unverschämt?“)

„Es wäre längst Zeit, dass den satten Klerikern [ - in Rom doch? - ] endlich mal der Geldesel "Deutsches Episkopat" entzogen wird.“

Völlig falsch, verehrter Portner!
Einigen Leuten im Deutschen Episkopat muss das Geld entzogen werden mitsamt der kostbaren Dienstkleidung, die eigentlich einem anderen gilt.


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 tabita 11. November 2013 

Auch andere schwere Sünden

Wenn sich irgendwer in der weltkirche dazu durchringen könnte mal klar zu sagen, dass es außer praktiz.Homosexualität und nach Scheidung wiederverheiratet zu sein, auch andere schwere Sünden gibt, die von einem Kommunionempfang ausschließen (an Sonn- und Festtagen ohne gewichtigen Grund nicht die Hl.Messe besuchen, Mitwirkung an Abtreibung, auch durch künstliche Verhütungsmittel...), müssten sich die oben genannten Katholiken nicht als einzige (wirkt oft so)gebrandtmarkt fühlen. Über 80% der Katholiken zumindest im dt-sprachigen Raum, versuchen noch nicht mal, im Gnadenstand zu sein, um die hl.Kommunuion empfangen zu können. Wissen viele wohl auch wirklich nicht, da es kaum einer mehr sagt.
Nicht Gottes Gebote noch mehr aufweichen ist die Lösung, sondern sie erklärend den Menschen wieder nahebringen, da sie zum Glück, Erfüllung, Frieden des Menschen führen. Aber immerhin: Erfreulich, dieser Schritt hier von Bischof Müller in die m.E. richtige Richtung, da auf Gottes Willen zu.


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 Tisserant 11. November 2013 

Jeder aufrichtige und bekennende Katholik weiß, daß SE EB Müller so handeln mußte, da dies der gültigen Lehre der Kirche und somit auch dem Evangelium entspricht!

Lieber Waldi, suarez et al
Ihr und ich wissen um den geistigen Verfall der kath Kirche in den deutschen Ländern!
Ich selbst erlebe es fast täglich und muß sagen, eine Freude ist das nicht, wenn Laiengremien meinen sie seien Rom und sie bestimmen wie eine hl Messe aussieht und nicht der Priester!

Leider hat man in den letzten Jahrzehnten dieses Problem selbst geschaffen angefangen über Professoren und Theologen die alles sein wollten nur nicht katholisch, dann über Pastoral- und GemeindereferentInnen die sich selbst verwirklichen wollten und letztendlich Priester die sich der Welt zugetan fühlen um jedermanns entschuldigung jederfraus Liebling zu sein!
Das Fehlen der Männer in der Kirche liegt auch in ihrer verweiblichung und "Emma"isierung!
Wenn ich an so manchen "Liturgiekreis" denke, dann ist fremdschämen das weinigste!


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 wormwood 11. November 2013 
 

die Lösung

@Paule70
Sie haben völlig recht, ich verstehe schon lange nicht warum über die wertvolle geistige Kommunion in diesem Zusammenhang so wenig gesprochen wird.
Es ist die Lösung all der Probleme aber man bringt sie den Menschen nicht nahe, die meisten verstehen das überhaupt nicht.
Das wäre die Aufgabe der DBK, bzw der Bischöfe, da sollte endlich mal was getan werden.
Ein Hirtenbrief?


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 carl eugen 11. November 2013 

@Portner

Sie haben sogar Recht. Meine Meinung ist unmassgeblich, genau wie Ihre. Mein Lebenszweck besteht sicher nicht darin, Sie zu überzeugen, das fällt mir nicht im Traum ein. Und ob Gott mir gnädig ist, überlassen wir doch am besten dem lieben Gott. Der weiss das am allerbesten. Mein Seelenheil hängt sicher nicht von Ihnen ab. Wenn Sie mit den verhärteten Erfüllungsgehilfen der RKK nichts anfangen können, habe ich einen guten Tip für Sie: Suchen Sie sich eine Glaubensgemeinschaft nach Ihren Wünschen. Ich bin ziemlich sicher, die Römisch Katholische Kirche wird den Verlust Ihrer Person mit Müh und Not gerade noch so verkraften können. Also, tun Sie sich keinen Zwang an. Aber tun Sie mir einen Gefallen, ja? Verschonen Sie mich mit Ihren Weisheiten. Ich besitze selbst eine Bibel und den Katechismus. Ich bin nicht auf Ihre Belehrungen angewiesen. Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute.


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 Ester 11. November 2013 
 

Der Knüller ist

dass Müller eigentlich der gängigen Praxis in Freiburg, Mainz und Stuttgart, die auf dem "Hirtenbrief der oberrheinischen Bischöfe von 1993" beruht, dass nämlich schon längst wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zugelassen werden können und werden (es soll nur diskret und nach vorhergehendem Gespräch geschehen), eine Absage erteilt.
Mal sehen ob das in den betroffenen Bistümern mehr "umgesetzt" wird, als die damalige Kritik Roms.


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 Paule70 11. November 2013 
 

geistige Kommunion?

Was ich nicht ganz verstehe,ist, wieso man in diesem Zusammenhang nicht die Menschen, die in dieser schwierigen Situation leben, dazu rät, geistig zu kommunizieren. Oder geht das nicht? Soweit ich weiß, müsste dies doch möglich sein und ist einer der grossen Gnadenschätze der Hl. Kath. Kirche, von dem wir heutzutage kaum was hören. Schade!


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 Aegidius 11. November 2013 
 

Freiburg steigt ab.

Helveticus, ein wenig ist das ja such wie im Fußball: Wenn dem Müller einer auflegt, ist der Ball meistens versenkt! Der (im) Münchner Tor sollte sich beizeiten entscheiden, auf welches Tor er spielen will.


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 jamal47 11. November 2013 
 

anruf

ein anruf bei den produzenten der handreichung genügt, und man weiß genauestens bescheid, mit wem man es zu tun hat und was mit der handreichung bezweckt werden sollte: es geht um den uraltkonflikt zwischen dem katholischen klerus und den laien in der brd. es geht um macht. die personen, mit denen ich in freiburg telefonierte, sind nicht in der lage, den geistigen tiefgang und die bedeutung der katholischen weltkirche intellektuell zu erfassen. irgendeine interview-antwort von franziskus als sofortige aufforderung für eine solche handreichung zu deuten, ist grotesk, niveaulos und absolut dümmlich. das wort gehorsam nie gehört, aber in form von gremien, meetings und anderem höchstweltlichem verwaltungsfirlefanz unbedingt "mitmischen" wollen. das ist das wahre kennzeichen des bundesdeutschen laientums. und wenn sich bischöfe vorführen lassen, haben sie ihr amt verwirkt, weil sie schlicht und ergreifend nix taugen. wenn jeder sein eigenes süppchen kocht, geht die einheit verloren.


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 Portner 11. November 2013 
 

Ich vertraue meinem Schöpfer und Erlöser mehr, als den verhärteten Erfüllungsgehilfen der RKK.

@ carl eugen
Danke, aber vielleicht haben Sie Ihr Gebet nötiger, als ich.
Ihre unmaßgebliche, verhärtete Meinung dazu überzeugt mich nämlich nicht.
Die letzte Entscheidung aber werden der "Dreifaltige Gott" und unser "Jesus der Christus" treffen, auf die ich innig vertraue und die meine ganze Liebe und Zuneigung verdienen.
Möge Ihnen Gott gnädig sein.


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 Waldi 11. November 2013 
 

Genau so ist es, sehr verehrter Suarez

Die kath. Kirche ist mir deshalb fremd geworden, weil sie alle über Jahrhunderte gesammelten Überzeugungen und Erkenntnisse für die unumstößliche Wahrheit ihrer Lehre, nach dem Konzil den Glaubensverwüstern überlassen hat. Sie hat die "Perlen" den "Schweinen" vor die Füße geworfen, um sie von ihnen zertreten zu lassen! Unsere Pfarrei ist ein Beispiel für unzählige andere. Da wird die Eucharistie zunehmend immer läppischer zelebriert, immer mehr Laien mit Schauspieler-Ambitionen umschwirren den Volksaltar. Immer mehr Laienpredigerinnen, Pastoralassistentinnen und Pfarrreferentinnen bestimmen den Ablauf der Gottesdienste! Jeder Versuch, in dieser Pfarrei neuen Zugang zu finden, scheitert bei mir hoffnungslos. Die kath. Kirche ist nicht erstarrt, wie man ihr vorwirft, sondern sie ist ganz gefährlich wie ein Erdrutsch in Bewegung geraten. "Alles fließt, lehrt Heraklit - der Felsen Petri, der fließt mit". Ein Zitat von Carlo Schmid, Staatsrechtler, sein Kommentar nach dem Konzil!


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 Suarez 11. November 2013 

@prim_ass

"Bin gespannt wie in Freiburg diese Anordnung umgesetzt wird..."

Anzunehmen ist, dass man sie einfach ignoriert, was dann von bestimmten Gremien als legitimes Kampfmittel um den Kurs der Kirche ausgegeben wird; man schaue nur mal auf Herrn Pörtners Kommentar weiter unten.


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 Christa 11. November 2013 

@Waldi

"aber dem Erzbischof Zollitsch scheint die Kontrolle über das Ausmaß der Häresie in seiner eigenen Diözese entglitten zu sein!"

Nicht nur ihm, bereits schon seinem Vorgänger!


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 Christa 11. November 2013 

Danke Bischof Müller für diese klaren Worte!

Rom hat gesprochen und da hat sich die Erzdiözese Freiburg daran zu halten. Das deutsche Episkopat soll verkünden was der katholische Katechismus aussagt und nicht was der Zeitgeist fordert.


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 Helveticus1964 11. November 2013 
 

Fussballmatch

Es ist traurig zu sehen, wie hier nicht sachlich und objektiv diskutiert wird. Es ist wie Fanskommentare eines traurigen Match SE Zollitsch
gegen SE Tabert van E zu lesen. Wenn wir diese Streitigkeiten nicht beenden, wird jemand sicher verlieren: die Katholische Kirche


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 carl eugen 11. November 2013 

Sie tun mir leid @Portner.

Ihr Kommentar spricht für sich. Es lohnt sich nicht, darauf näher einzugehen. Ich bete für Sie. Sie haben es anscheinend bitter nötig!


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 kaiserin 11. November 2013 
 

Danke,

Erzbischof Müller!Der Zollitsch &Co haben nun endlich ihre "Entdekorierung" bekommen!... Schon zu lange warten wir armen treuen römisch-kath. Katholiken der deutsche Kirche auf diesen historischen SCHIEDSSPRUCH zugunsten des echten katholischen Lehramtes!Danke,Eminenz!


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 Waldi 11. November 2013 
 

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

entweder hat Erzbischof Zollitsch von dieser eindeutigen und für jeden Laien verständlichen Kirchenlehre keine Ahnung, oder er ignoriert sie absichtlich. Ich glaube, er wäre besser beraten, seine Aufmerksamkeit mehr auf seine eigene Diözese Freiburg, als nach Limburg zu richten. In Limburg mag dem Bischof Tebartz van Elst die Kontrolle für das Ausmaß der Baukosten entglitten sein, (was erst zu beweisen ist), aber dem Erzbischof Zollitsch scheint die Kontrolle über das Ausmaß der Häresie in seiner eigenen Diözese entglitten zu sein! Wie ich die innerkirchlichen Verwüster einschätze, werden sie sich um die Forderung von Erzbischof Müller einen feuchten Dreck kümmern! Das Wirken der Hintermänner an dieser Verwüstung, kann man nur an den Fäden erkennen, an denen die Marionetten zappeln! Und es gibt unzählige Puppenspieler in der deutsch-kath. Kirche, stramm organisiert wie eine Eliteeinheit, immer für den Sprung bereit! Unbekannt und ungenannt, zieh'n zerstörend sie durchs Land!


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 Portner 11. November 2013 
 

Nicht nur unersättlich, sondern auch noch unverschämt?

@ carl eugen
Wenn das auch die Meinung der Gesamt-RKK ist, dann soll der deutsche Episkopat, der lediglich ein winziger Teil der Weltkirche ist, die jährlich immensen Geldzahlungen an den Vatikan und die Weltkirche einstellen.
Dann muss er von uns gläubigen Melkkühen auch nicht mehr so viel Kirchensteuer eintreiben.
Es wäre längst Zeit, dass den satten Klerikern endlich mal der Geldesel "Deutsches Episkopat" entzogen wird.
Zahlen und sonst schweigen, das würde vielen Abgehobenen des Klerus so gut in den Kram passen.
Ich meine , es ist längst Zeit diese diktatorische Ader der RKK und vieler ihrer Kleriker endlich mal zu kappen.
Aber das wird wohl eh nicht in die m. E. verqueren Gehirne der so Denkenden hineingehen, die sich an der RKK mit einem Einkommen von von mehreren Tausend Euro Monatsgehalt laben und wohlgenährt auf unsere Kosten leben.


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 Wuestenrufer 11. November 2013 
 

Romreise

Die Reise nach Rom war für SE Zollitsch
im nachhinein schlimmer als für SE Tabert van E.
Deo Gratias


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 girsberg74 11. November 2013 
 

Mann, musste das sein?

@ JCM

„Ich kann nicht verheimlichen, dass es mir auch eine Freude ist, dass Zollitsch so einen auf die Mitra bekommt.“

Was soll man sich da vorstellen? Wie sieht das aus, wenn ein Metropolit eins auf die Mitra kriegt?


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 prim_ass 11. November 2013 
 

Ein treuer Glaubenspräfekt

Ein Glaubenspräfekt, der aufmerksam und nachhaltig seinen Dienst versieht. Einfach wunderbar! Auf ein solches Signal habe ich gehofft und dafür gebetet.

Bin gespannt wie in Freiburg diese Anordnung umgesetzt wird...


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 Nummer 10 11. November 2013 

Bravo!

Halleluja, dank sei Gott! Im Namen Jesu sei S. E. EB Müller gedankt für diese Klarstellung und Handlungsstärke! Halleluja.
Pater noster..... Ave Maira.......... Gloria Patri ..........
Ein guter Tag für die Katholische Kirche in Deutschland. Gegen Willkür und Treulosigkeit gegen den Geboten Gottes.


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 kreuz 11. November 2013 

nachdem ich mir gestern das Interview Baddes mit EB Müller

anschaute, war ich beeindruckt.
für mich symbolisiert EB Müller das Gegenteil eines "Fähnchens im Wind", und eigentlich brauchen wir das dringend.

www.kathtube.com/player.php?id=33182


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 carl eugen 11. November 2013 

Grossartig!!!!

Sehr geehrter Erzbischof Müller!
Ich danke Ihnen herzlich für diese unmissverständlichen, klaren Worte. Es wird Zeit den deutschen Episkopat wieder einmal daran zu erinnern, dass er lediglich ein winziger Teil der Weltkirche ist, und nicht deren Mittelpunkt. Dass ein unbedeutendes Ordinariat in der Provinz sich erdreistet, die katholische Lehre zu untergraben ist schon ein starkes Stück. Ich danke Gott dafür, dass unser Heiliger Vater Sie im Amt des Glaubenspräfekten bestätigt hat. Sie sind ein Garant der katholischen Lehre. Nochmals herzlichen Dank. Lassen Sie sich vom deutschen Episkopat nicht ins Bockshorn jagen! Gott segne Sie, Eure Exzellenz!


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 Suarez 11. November 2013 

@krak des chevaliers - Realität in den Gemeinden

Leider haben Sie recht, dass es mit dem Glauben und der Treue zur Lehre in vielen Gemeinden nicht so weit her ist.

Da las ich doch jüngst in einem Bericht zur Pastoralvisitation, der in völlig verquastetem Soziologen-Deutsch verfasst ist, nebst vielen Merkwürdigkeiten unter dem Kapitel "Entwicklung weiterer Aufgabenbereiche" Stichpunkt "Kirchliche Berufe"(!) folgendes:

"Die demographische Entwicklung schlägt sich auch in den kirchlichen Berufen sowohl bei der Zahl der Priester als auch der Gemeinde- und Pastoralreferenten/Innen nieder. Auch scheint das Berufsfeld immer weniger an Attraktivität für die jüngere Generation zu beinhalten. Berufungen aus dem Glauben heraus sind immer seltener bis gar nicht zu beobachten."

Woran mag das wohl liegen? Scheinbar ist man der Auffassung, noch mehr Verwässerung des Glaubens könnte zu mehr Attraktivität(!) des "Berufsfeldes"(!) des Priesters führen. Angesichts solcher Termini wundert es nicht, dass Berufungen aus dem Glauben ausbleiben.


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 JCM 11. November 2013 
 

Ich habe keinen Zweifel,

dass die Zusammenarbeit von Papst Franziskus und dem Präfekten der Glaubenskongregation sehr gut funktioniert. Diese Stellungnahme ist ein ausdrücklicher Beleg dazu.
Ich kann nicht verheimlichen, dass es mir auch eine Freude ist, dass Zollitsch so einen auf die Mitra bekommt. Es musste doch einmal klar zu diesem Alleingang Stellung bezogen werden.
Dass diese Handreichung theologisch und pastoral nicht vertretbar ist, durfte doch klar sein!
Danke, Papst Franziskus und Danke Erzbischof Müller.


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 Suarez 11. November 2013 

Wichtige Klarstellung des Präfekten der Glaubenskongregation

Insbesondere nach den wirklich nur merkwürdigen Äußerungen von Kardinal Marx, der die Lehre der Kirche in Bezug auf die Ehe als nicht mehr zeitgemäß infrage stellte - zumindest musste man seine Worte als einfacher Gläubige so verstehen - war diese Klarstellung durch den Präfekten der Glaubenskongregation dringend geboten, will die Kirche nicht Gefahr laufen, von aktionistischen Gruppen einfach überrannt zu werden.

Auch der Hinweis, dass der Artikel des Präfekten im L'Osservatore Romano mit dem Papst abgestimmt war, ist wichtig und zeigt, dass der Papst zwar nach wegen der Barmherzigkeit für Wiederverheiratete sucht, darum aber nicht die Lehre der Kirchen antasten lässt.

Was in Freiburg passiert ist, war ein Versuch, die kirchliche Lehre im stillen Kämmerlein auszuhebeln: ein schlimmer Vorgang!


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  11. November 2013 
 

Bischöfe sind gefordert

Wann endlich äußern sich die Bischöfe einmal zu diesem Thema? Fakt ist, dass in den Pfarreien eh alle zur Kommunion laufen. Ein deutlicher Hirtenbrief wäre dringend erforderlich! Oder drücken sich die Bischöfe???


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 st.georg 11. November 2013 
 

wow...

...müller at his best oder auch: die "andere" seite des pontifikates von franziskus.meine anerkennung!


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