Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  6. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  7. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Leere der kirchlichen Lehre
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

'Eminenz, ich möchte Sie zum Marsch für das Leben 2016 einladen!'

4. Jänner 2016 in Familie, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Brief an Kölner Erzbischof Kardinal Woelki: „Wer sich zum Lebensschutz ehrlich bekennt, muss auch Gesicht zeigen, sonst bringt das alles nichts.“ Gastbeitrag von Klaus Hildebrandt


Köln-Berlin (kath.net) Zum Marsch für das Leben 2016 in Berlin lädt der engagierte Lebensschützer Klaus Hildebrandt den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ein. Der 12. Marsch für das Leben wird am 17.9.2016 in Berlin (Bundeskanzleramt) stattfinden.

Eure Eminenz,
Kardinal Rainer Maria Woelki,

sicherlich kennen Sie das Gefühl, dass je mehr Sie etwas zu einem wichtigen Thema lesen oder auch hören, umso mehr möchten Sie sich dazu einbringen. Dazu füge ich meiner Mail zwei aktuelle koinzidierende Artikel aus der "Tagespost" und "kath.net" zum Thema Abtreibung bei, die ich aufgrund ihrer durchweg seriösen wie auch mutigen Berichterstattung beide sehr schätze und darum auch mitlesen lasse.

Abtreibung ist ein äußerst unbequemes Thema nicht nur für ungewollt Schwangere, sondern für Politik und Kirche, die sich je nach Thema in ihrem Bemühen um Wachstum oder auch nur Erhalt des eigenen Bestands entweder engagieren oder eben - wie es bei unbeliebten Themen gerade die Politiker handhaben -, lieber wegschauen und schweigen. Wir Lebensschützer sehen die mit Abtreibung und Euthanasie verbundenen zahlreichen Probleme mit klarem Blick und engagieren uns ohne Eigeninteressen und Abhängigkeiten und werden auch nicht locker lassen, bis dem Lebensschutz gebührend Rechnung getragen wurde. Wer sich zum Lebensschutz ehrlich bekennt, muss auch Gesicht zeigen, sonst bringt das alles nichts. Und wie Sie wissen, taten genau das im vergangenen Jahr beim Berliner Marsch für das Leben erstmalig auch zwei Ihrer deutschen Bischofskollegen und Mitbrüder, wofür ich und viele andere heute noch dankbar sind.

Meisner und Lohmann nennen die Probleme beim Namen, und das ist auch gut so. Wenn Ihr Ziehvater mutmaßt, dass sich die Kirche vielleicht sogar an das "Abtreibungsdebakel" gewöhnt hat, so verstehen ich diese Aussage als versöhnlichen Aufruf zur Selbsterkenntnis der ganzen Katholischen Kirche Deutschlands, die hier immer noch den offenen Dialog mit den Gläubigen und der Politik scheut.

Eminenz, ich möchte Sie zum Jahresbeginn bitten, sich den Termin 17. September 2016 schon jetzt in ihren Jahreskalender einzutragen, um persönlich am diesjährigen Berliner Marsch für das Leben teilzunehmen. Die von em. Kardinal Meisner im Kölner Dom genannten Zahlen sind erschreckend. Folgen Sie Ihrem Vorgänger in dessen Fußstapfen und helfen Sie mit, dem tödlichen Treiben einer gesättigten Gesellschaft ein Ende zu setzen, denn es gibt Alternativen, über die man reden muss.

Und so lade ich Sie hiermit zusätzlich noch zur kostenlosen Mitfahrt in einem speziell gecharterten Bus ein, um unsere Gruppe während der Fahrt nach Berlin - ohne jeglichen Presse- und Medienrummel - geistlich zu begleiten. Welche sonstigen Aufgaben Sie dann vor Ort gegebenenfalls noch wahrnehmen möchten, bliebe selbstverständlich Ihnen überlassen. Im Vorfeld der Großveranstaltung beginnen wir nach jetziger Planung um 12:00 Uhr mit einer eigenen Hl. Messe in der bekannten St. Clemens-Kirche am Potsdamer Platz, die Sie, verehrte Eminenz, unter Beteiligung weiterer mitgebrachter Priester gerne hauptzelebrieren könnten. Sollte Ihnen die lange Rückfahrt per Bus zu anstrengend sein, so könnten Sie sicherlich auch mit dem Flieger wieder nach Köln zurückreisen.

Ein solches Zeugnis wäre wegweisend für Ihre Kollegen und wertvoll für die ganze Katholische Kirche, aber auch als ernst zu nehmender Impuls in Richtung Politik. Um Besserung herbeizuführen, lässt sich eine offene Debatte um dieses unliebsame Thema nicht mehr vermeiden. Je früher dies geschieht, umso besser für uns alle und die Glaubwürdigkeit unserer Kirche. Beginnen wir das neue Jahr mit guten Vorsätzen.

Mit freundlichen Grüßen, verbunden mit den besten Wünschen für 2016
Ihr

Klaus Hildebrandt

Martin Lohmann äußert sich im kath.net-Leserkommentar zu Meisner-Kritik am verbesserungswürdigen Lebensschutzengagement mancher deutscher Bischöfe



Weiterführende Links:
- Kardinal Meisner fordert von der katholischen Kirche mehr Engagement für das ungeborene Leben: Meisner kritisiert deutsche Bischöfe
- Predigt von Weihbischof Thomas Maria Renz beim Marsch für das Leben 2015: 'Aktiver Lebensschutz gehört klar zum Profil der Christen!'
- Regensburger Bischof Voderholzer äußert sich nach seiner Teilnahme am Marsch für das Leben 2015: Voderholzer lobt «Marsch für das Leben», fragt nach «Donum Vitae»

Foto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Woelki

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  3. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  4. Der Optimismus des hl. Franz von Sales
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  7. Kirchenrechtler: Papst hat Woelki-Rücktritt offenbar nicht angenommen
  8. Razzia im Erzbistum Köln!
  9. Staatsanwaltschaft Köln weitet Ermittlungen gegen Woelki aus
  10. Staatsanwaltschaft eröffnet keine Ermittlungen gegen Woelki






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  4. Warum Sie am 17. September in die Kinos gehen sollten!
  5. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  6. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  7. Zehn Jahre heilig: Feier für Mutter Teresa im Stephansdom
  8. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  9. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  10. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  11. Die Kirche mitten in der Welt
  12. Nicht mehr ernst zu nehmen
  13. Französischer Bischof Mica: Der Papst ist in der Rupnik-Frage „wirklich sehr entschlossen“
  14. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  15. Auf Christus schauen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz