Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  9. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  10. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  11. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  14. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  15. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien

Barmherzigkeit geht gar nicht. Wie soll man das leisten?

26. Juli 2016 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


So etwas muss jeden Menschen heillos überfordern. Gastkommentar von Peter Winnemöller


Krakau (kath.net/Blog katholon)
Dennoch ist Barmherzigkeit in aller Munde. Im Mainstream Speech ist damit allerdings etwas gemeint, was man am ehesten mit Heile-Heile-Gänschen umschreiben könnte. Egal was die Menschen tun, wie sie leben, es ist alles gleich gültig, gleich gut und wir müssen es alles so hinnehmen und gut heißen. Das ist alles andere als Barmherzigkeit. Das ist vielleicht ein politisch korrektes Gutmenschentum, das den Menschen am Ende doch nur schadet.

Barmherzigkeit gibt es weder ohne Wahrheit noch ohne Klarheit und erst recht nicht ohne Gerechtigkeit. Es geht also nicht darum, das Falsche, die Sünde, die Fehlhaltung der Menschen wegzureden, sie mit einer Barmherzigkeitstünche anzumalen und davon auszugehen, dass schon alles gut gehen wird.

Rechts und links der Pforte der Barmherzigkeit am Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau sind Tafeln angebracht, auf denen die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit und die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit aufgeführt sind. Wer ehrlich zu sich selber ist, muss sich eingestehen: Das ist was für Profis. Amateure kommen da nicht mit. Dabei ist es ja noch leicht, mal einem Hungrigen ein Brötchen zu geben oder ein paar alte Klamotten in die Kleiderkammer zu bringen. Die leiblichen Werke mögen ja noch angehen. Bei den geistigen wird es für Menschen unserer Tage schon schwerer. Irrende belehren? Wie Irrtum? Das setzt ja die Existenz absoluter Wahrheiten voraus. Wer sowas behauptet kegelt sich doch heute gleich aus dem Diskurs. Sünder zurecht weisen. Boah! Sünder! Kaloriensünder, das mag noch gehen, aber sonst? Völlig ausgeschlossen.


Die Welt braucht aber die Barmherzigkeit, gerade weil die Irrungen und Verwirrungen unserer Tage so groß sind. Es braucht gerade diese enorme geistliche Klarheit und Wahrheit, auf denen die Barmherzigkeit aufsetzt und ohne die sie nicht zu denken ist.

Es war eine Nonne aus Krakau, der es Gott zugemutet hat, in Visionen zu schauen, was die Welt nötiger braucht als alles andere. Es war ein Papst, aus Polen, der erkannte, dass es diese Barmherzigkeit für die ganze Welt braucht. So hat dieser Heilige Papst nicht nur Sr. Faustyna heilig gesprochen, er hat sogar der Kirche den Sonntag der Barmherzigkeit geschenkt. Und als wäre es ein Siegel, das der Himmel diesem Werk aufgedrückt hätte, ist Papst Johannes Paul II. am Vorabend des Sonntags der Barmherzigkeit im Jahr 2005 gestorben.

Papst Franziskus hat dieses Jahr zu einen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Damit bekräftigt er das Werk seines Vorgängers Johannes Paul II. Und wo sonst als in Krakau, der Heimatstadt der Göttlichen Barmherzigkeit könnte in diesem Jahr der Weltjugendtag stattfinden.

Das ist die Botschaft von zwei Päpsten, einem Heiligen und einen amtierenden, an die Jugend der Welt: Barmherzigkeit. Doch wie soll das gelingen?

Im Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit ist über dem Grab der Hl. Sr. Faustyna das Gnadenbild der Göttlichen Barmherzigkeit zu sehen. Glaubt dem, was erzählt wird, soll Sr. Faustyna geweint haben, weil das Bild so kitschig geworden ist. Das ist es wirklich. Dennoch wird es weltweit tief verehrt und viele Menschen beten die Barmherzigkeitsandachten und den Barmherzigkeitsrosenkranz.

Ganz gleich wie kitschig das Bild sein mag, es zeigt etwas ganz wesentliches. Es zeigt den Quell und Ursprung der Göttlichen Barmherzigkeit: Das geöffnete Herz Jesu. Wie Strahlen, ja vielleicht wirklich wie Laserstrahlen entströmt die Barmherzigkeit dem menschgewordenen Sohn Gottes.

Da ist die Botschaft: Wir können Barmherzigkeit nicht „machen“. Die Barmherzigkeit und damit auch die Werke der Barmherzigkeit sind Gnade. Und weil nun einmal die Gnade mit der Natur wirkt, ist es kein Zaubertrick Gottes, wenn Barmherzigkeit wirkt, sondern sie wirkt wenn Menschen sich ihr öffenen.

Dabei verbietet sich jeglich romantisch-verkitschte Übertreibung ebenso wie eine verflachte-moralisch entkernte Verfälschung von Barmherzigkeit. Es ist und bleibt ein Geheimnis Gottes, wie und wo seine Barmherzigkeit wirkt, und es bleibt dem Menschen überlassen, sich für die Göttliche Barmherzigkeit bereit zu machen.

Das ist es, was der Auftrag der jungen Menschen hier in Krakau auf dem WJT2016 ist. Sie sollen selber ihr Herz öffnen für das Geheimnis der Göttlichen Barmherzigkeit und sie sollen die Botschaft in die Welt tragen. Dazu versammeln sie sich zu Gebet, Beichte, Katechese und Feier der Hl. Messe.

Einer der wichtigsten geistlichen Orte dieses WJT ist demzufolge auch das Kloster, in dem Sr. Fauystyna gelebt hat, wo ihr Grab ist und wo das Gnadenbild zu sehen ist. Viele Jugendliche werden den Ort in diesen Tagen aufsuchen und dort beten. Beten wir darum, dass sie das Geheimnis der Göttlichen Barmherzigkeit tief in ihr Herz lassen und in ihre Heimatländer tragen.





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Barmherzigkeit

  1. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  2. Die Philippinen sind das erste Land, das sich der göttlichen Barmherzigkeit geweiht hat
  3. "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben...?"
  4. Gottes Barmherzigkeit
  5. "Held der Nächstenliebe": Bub starb nach Corona-Pflege der Mutter
  6. Barmherzigkeitssonntag
  7. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  8. Die Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit
  9. Gottes Erbarmen kennt keine Grenzen
  10. Die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  13. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz