Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  5. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  6. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  11. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'

'ZdK-Vorsitzender weiß über Bedeutung des Zölibats nicht Bescheid'

6. September 2016 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erhebliche Kritik an den jüngsten Vorschlägen des ZdK zur sogenannten „Lockerung“ des Zölibats kommt vom „Verband der katholischen deutschen Lehrerinnen“.


Essen (kath.net) Deutliche Kritik äußert der „Verband der katholischen deutschen Lehrerinnen“ (VkdL) am „jüngsten Vorstoß des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zugunsten einer Lockerung des Zölibats“ (wörtliches Zitat der „Katholischen Nachrichten-Agentur“). „Endgültige Bindungen wie in der sakramentalen Ehe und im Weihepriestertum, stoßen zunehmend auf Unverständnis und Widerstand“, erläuterte der Verband am Montag in Essen. Ausdrücklich im Widerspruch zum ZdK stellt der Katholische Lehrerinnenverband fest: „Es wäre an der Zeit, den Wert des priesterlichen Zölibats auch in der Kirche wieder neu ins Bewusstsein zu heben“. Die katholischen Lehrerinnen wandten sich gegen die Äußerungen des ZdK-Vorsitzenden Thomas Sternberg in der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ vom 29.8.2016 zum Rekordtief der Anzahl an Priesterweihen, kath.net hat berichtet.

Der Verband wurde 1885 gegründet. Eine seiner prominentesten Mitglieder war Edith Stein (1891-1942) gewesen, die Konvertitin, Märtyrerin und Patronin Europas.


kath.net dokumentiert die Stellungnahme im Wortlaut:

Die Misere bezüglich der Anzahl der Priester beschreibt der ZdK-Präsident richtig. Auch, dass der Zölibat nicht der einzige Grund für die sinkende Priesterzahl ist, trifft zu, besonders in unserer Zeit, in der wenig Verständnis für eine enthaltsame Lebensform aufgebracht wird. Endgültige Bindungen wie in der sakramentalen Ehe und im Weihepriestertum, stoßen zunehmend auf Unverständnis und Widerstand.

Es wäre an der Zeit, den Wert des priesterlichen Zölibats auch in der Kirche wieder neu ins Bewusstsein zu heben, der vor allem darin besteht, frei zu sein für den Dienst für Gott und an den Menschen. (II. Vatikanum, Dekret über Dienst und Leben der Priester)

Die Behauptung, die Berufung zum Priestertum nehme wegen des Zölibats ab, ist eine nicht belegbare Vermutung. Daraus eine „Lockerung des Zölibats“ zu folgern, ist kurzsichtiger Aktionismus. Das zeigt, dass auch der Vorsitzende des ZdK über die wahre Bedeutung des Zölibats nicht Bescheid weiß.

Wenig durchdacht ist auch der Vorschlag, verheiratete Diakone zu Priestern zu weihen. Bei Diakonen und Priestern handelt es sich um grundsätzlich unterschiedliche Charismen.

Auch die Vorschläge zum Diakonat der Frau und zur Übernahme von sakramentalen Funktionen durch Pastoralreferentinnen zeugen von einer geringen sakramental-theologischen Einsicht und lassen auf Unkenntnis der Texte des II. Vatikanums schließen. (II. Vatikanum, Dekret über Dienst und Leben der Priester)

Die arrogante Rede von „Import-Priestern“ ist eine kränkende Diskriminierung der in Deutschland tätigen 2.386 ausländischen Priester und missachtet den globalen Charakter der katholischen Kirche.

Die Vorschläge zu weiteren strukturellen Umformungen greifen viel zu kurz, wenn nicht eine grundlegende Neuevangelisierung Menschen wieder mit Jesus Christus und seinem Evangelium persönlich in Verbindung bringt. (Kardinal Woelki)

Ohne die persönliche Umkehr aller Einzelnen und Gemeinschaften führen Ihre Vorschläge nur zu Machtspielen einzelner Gremien und Parteien, die für Veränderungen in der Kirche weder Kompetenz noch Legitimation haben.

Symbolbild: Priester


Weiterführende kath.net-Artikel zu den aktuellen Forderungen des ZdK:

- Joachim Schroedel, „Import-Priester“ in Ägypten: 'Lieber Mitkatholik Sternberg: weltweit steigt die Zahl der Priester'

- Prof. Hubert Gindert: Das 'Forum Deutscher Katholiken' zum 'Priestermangel' in Deutschland

- Peter Winnemöller: Zölibat bewahren – Alte Bärte abrasieren. Trennen uns von jeglichem linkskatholischen Phantasiegut.

- Anna Diouf: Erschreckender Provinzchauvinismus an der Spitze des 'ZdK'

- Bastian Volkamer: Morgen Geschichte, doch heute dumm!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zölibat

  1. Schweizer Priester ließ sich kurz vor seinem Tod zivilrechtlich trauen
  2. Marketz möchte den Zölibat 'freistellen'
  3. Kurienkardinal Ouellet: "Viri probati" lösen Priestermangel nicht
  4. "Ich bin ein solcher verheirateter Priester“
  5. Kardinal Ruini gegen Priesterweihe für verheiratete Männer
  6. Schönborn: Grundform des priesterlichen Dienstes bleibt zölibatär
  7. Winibald Müller: Ende des Pflichtzölibats durch Synode eingeläutet
  8. Marx behauptet: "Zölibat wird nicht abgeschafft"
  9. Der Zölibat und das Märchen vom Priestermangel
  10. Ratzinger-Schülerkreis fordert Beibehaltung des Zölibats






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  9. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  10. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Ist Jesus der Herr?
  14. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz