Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  4. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  5. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  6. Die Welt heilen
  7. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  8. Ich glaube an … Engel?
  9. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  10. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  11. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  12. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  13. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  14. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  15. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“

Schweizer Bischofskonferenz 'respektiert' Papstentscheid

5. Mai 2017 in Schweiz, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


SBK-Vorsitzender Bischof Morerod reagiert auf Amtzeitverlängerung von Bischof Huonder durch den Papst mit einem knappen offiziellen Kommentar: "Wir haben die Entscheidung erfahren und natürlich respektieren wir sie."


Zürich (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Charles Morerod, reagierte auf die am Donnerstag verkündete Entscheidung von Papst Franziskus, das Rücktrittsgesuch des 75-jährigen Churer Bischofs Bischof Vitus Huonder nicht jetzt, sondern mit Wirkung Ostern 2019 anzunehmen, mit einem knappen offiziellen Kommentar. "Wir haben die Entscheidung erfahren und natürlich respektieren wir sie", teilte Morerod - er ist Bischof vn Fribourg/Lausanne/Genf - in einer Presseaussendung mit.

Huonder selbst sagte derweil in einem am Donnerstag von der "Luzerner Zeitung" veröffentlichten Interview, dass er hoffe, dass der Entscheid des Papstes "mit Respekt aufgenommen wird". In der Diözese Chur wolle er nun noch offene Arbeiten fortsetzen, sagte der Bischof. Noch vor der Sommerpause würden etwa Schwerpunkte zur Umsetzung der Beschlüsse der Familiensynode bekanntgegeben, kündigte er an.


Er wolle wie bisher "in voller Übereinstimmung mit der kirchlichen Lehre und Disziplin" wirken, betonte Huonder weiters. Dass diese Disziplin "in gewissen Kreisen Widerstand hervorgerufen" habe, verglich er in dem Interview mit einer Infektion, an der die katholische Kirche auch in der Diözese Chur leide. Infiziert sei sie mit "Abweichungen von der kirchlichen Lehre und Disziplin sowie von Missbräuchen in der Liturgie". Hinsichtlich einer Genesung der Kirche ist Huonder dabei zuversichtlich: "Infektionen sind meist mit Fieber verbunden. Aber das Fieber hilft auch, dass der Organismus wieder gesundet."

Viele Gläubige kämen "immer wieder dankbar" auf ihn zu und sagten, dass sie seine Haltung in ihrem Glauben bestärke, hob der Bischof hervor. Seine Kritiker wollten die Lage in Chur und rund um ihn nicht beruhigen, so sein Vorwurf. "Es geht ihnen um die Veränderung des überlieferten Glaubens der Kirche oder ihrer Disziplin, etwa hinsichtlich der Priesterweihe oder Zölibats", meinte Huonder. Diese Ziele unterstütze er nicht, im Gegenteil müsse er als Bischof der Kirchenlehre treu bleiben: "Wer die Lehre ändern will, soll das in Rom deponieren, nicht bei mir."

Schon zu Jesu Zeiten hätten die Menschen nicht immer nach den Geboten Gottes gelebt, führte der Bischof aus. Es gebe daher eine "Notwendigkeit der Umkehr" und zur "Neuausrichtung des Lebens auf Gott hin". Er stehe treu zum Glauben der Kirche und vertrete "weltkirchliches Glaubensgut", unterstrich Huonder: "Wenn das Teile der Gesellschaft provoziert, kann ich es nicht ändern."

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Federico R. 6. Mai 2017 
 

Die nächste Schlagzeile

Die Amtsverlängerung für Bischof Vitus Huonder verdient in der Tat ein „Vergelt’s Gott“. Die offizielle Reaktion der Schweizer Bischofkonferenz auf diese Papstentscheidung allerding spricht Bände und offenbart die immer deutlicher werdenden Spaltungen in der Kirche. Dass der Churer Bischof nun zwei Jahre länger wirken darf, ist sicher sehr zu begrüßen. Würde er demnächst gar die Kardinalswürde erlangen, könnte man sogar an eine wirkliche Wende im Vatikan glauben. Immerhin würde er dann für 5 Jahre zu den Papstwählern gehören. Aber diese Würde (und Bürde) bleibt bislang anderen vorbehalten, z.B. dem von Pp. Franziskus erst vor einem halben Jahr in den „roten Senat“ geholten belgischen Erzbischof Jozef De Kesel und den einen oder anderen amerikanischen „Kirchenerneuerer“ (oder „-zerstörer“?). Also: „Bischof Huonder wird Kardinal“ – für diese Schlagzeile würde ich sogar ein dreifaches „Vergelt’s Gott“ sagen. Und Pp. Franziskus allen gebotenen Respekt erweisen.


4

0
 
 Weinberg 6. Mai 2017 
 

@ John Paul

Bis Ostern 2019 sind es aber nicht "fünf weitere Jahre Zeit, den Bischof öffentlich zu mobben".


1

0
 
 girsberg74 5. Mai 2017 
 

@Stephaninus „Kritik ja, aber das Kind nicht mit dem Bade ausschütten“

Als Beobachter der Verhältnisse (und mit Wurzeln dort) verstehe ich Ihr Eintreten für Bischof Morerod und auch Ihre Interpretation seiner Rede.

Nur, zu sagen, dass alle Bischöfe (in der Schweiz) „rechtmässig und von Rom anerkannt" seien, löst allerdings das Problem nicht befriedigend; ich spreche vor dem Hintergrund von Erfahrungen in Deutschland.


5

0
 
 JohnPaul 5. Mai 2017 

Die Schweizer Bischöfe könnten es ja auch positiv sehen

So haben sie fünf weitere Jahre Zeit, den Bischof öffentlich zu mobben.


4

0
 
 Bonafide 5. Mai 2017 
 

Der Kommentar

lautet im Klartext (oder zwischen den Zeilen): Wir bedauern den Entscheid des Papstes sehr, denn wir halten es mit den Progressiven, sind aber leider verpflichtet, ihn zu akzeptieren.

Ein Glückwunsch ist ja gar nicht möglich, sonst würde der Hass und die Verachtung der "Reform"-"Katholiken" auch die übrigen Bischöfe treffen.


7

0
 
 Stephaninus 5. Mai 2017 
 

Kritik ja, aber das Kind nicht mit dem Bade ausschütten

@Gandalf @ Kostadinov: Ich bin selber ein starker Kritiker der CH-Verhältnisse. Mir geht sehr vieles gegen den Strich, von dem ich meine, es nimmt Mass am Zeitgeist, am common sense und nicht am Evangelium und der Lehre der Kirche. Dennoch bin ich hier nicht ganz mit Ihnen einverstanden. Zunächst: Der Präsident der Bischofkonferenz ist ein guter Mann, ein Dominikaner mit entsprechendem - auch römischen- Hintergrund. Ich verstehe sein Statement vielmehr als klare Gegenposition / Absage an jene Kräfte in der Schweiz, die nichts mehr akzeptieren wollen, wenn's Ihnen nicht passt.
@Kostadinov: Auch wenn vieles krumm läuft, die katholische Kirche CH auf ein paar Inseln zu reduzieren, geht meines Erachtens nicht. Alle Schweizer Bischöfe sind rechtmässig und von Rom anerkannt. Die Sakramente - insbesondere die Eucharistie - werden gültig gefeiert. Wir müssen - bei aller berechtigter Kritik - darauf achten, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten.


3

0
 
 Kostadinov 5. Mai 2017 

@Gandalf - Realsatire

das, was sich in der Schweiz als katholische Kirche etikettiert, ist ausserhalb kleiner Inseln wie z.B. der von Bischof Huonder in Zürich eingerichteten Personalpfarrei in der Tat bestenfalls Realsatire


17

0
 
 Stefan Fleischer 5. Mai 2017 

"Wer die Lehre ändern will,

soll das in Rom deponieren, nicht bei mir." Das gilt auch und gerade für die Bischöfe und alle anderen Lehrbeauftragten der Kirche!


20

0
 
 Gandalf 5. Mai 2017 

Amüsant!

... Die Schweizer Bischofskonferenz akzeptiert also eine Papst-Entscheidung und muss dies extra betonen. Realsatire ;-)


27

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schweizer Bischofsko

  1. Aktive Sterbehilfe? – Keine Antwort ist auch eine Antwort!
  2. Schweiz: Strenge Schutzmaßnahmen für öffentliche Messfeiern
  3. Schweizer Bischöfe: 10.000 Franken für umstrittene 'Seenotrettung'
  4. Kriminalisierung des christlichen Menschenbildes?
  5. Schweizer Bischöfe wollen über Begleitung Sterbewilliger reden
  6. Auch die Schweizer Bischöfe planen umstrittenen synodalen Weg
  7. Die Schweizer Bischöfe und Abt Urban vom Stift Einsiedeln
  8. Schweizer Bischofskonferenz wirbt für „Mission Manifest“
  9. Kein Sonntagsverkauf am Heiligabend
  10. SBK 'zeigt Verständnis' für Absage des Marsch fürs Läbe, aber…








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  6. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  10. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  11. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  12. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  13. Italiens Kirche: Bischofsbrief zur Wiederbelebung des Pfarrlebens
  14. Brandanschlag auf Kathedrale in Managua
  15. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz