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Der Zölibat ist ein Ärgernis

24. August 2017 in Kommentar, 40 Lesermeinungen
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Ruhestandspriester Fleiner forderte die deutschen Bischöfe auf, Priesterweihe-Zugangsvoraussetzungen zu ändern. Zölibatsverpflichtung sei Hauptgrund für fehlenden Priesternachwuchs. Gastkommentar von Pfr. Norbert Abeler / Pilgerseelsorger in Fatima


Bonn-Lissabon (kath.net) Die Zahl der Priesteramtskandidaten im Jahr 2017 bewegt sich auf dramatisch niedrigem Stand. Die Sorge vieler Diözesen, wie sie in Zukunft ihre Pfarreien mit Priestern versorgen wollen, ist ungeheuer groß. Manche Diözesen greifen auf Strukturreformen zurück, die Großpfarreien aus Gemeindeverbünden bilden, die das Format früherer Diözesen haben. In Deutschland gibt es schon Pastorale Räume, für deren Leitung man in Italien sofort die Bischofsweihe bekäme.

Die Sorge mancher Christen ist verständlich, ob sie in Zukunft noch einen Priester in ihrer Reichweite finden werden.

Der 86-jährige Ruhestandspriester Siegfried Fleiner fordert in einem offenen Brief (http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/zunehmender-groll-gegen-die-deutschen-bischofe) die deutschen Bischöfe auf, die Zugangsvoraussetzungen zur Priesterweihe zu ändern und nennt als Hauptgrund für den fehlenden Priesternachwuchs die Verpflichtung zum Zölibat. Das sei jedem Gemeindemitglied und auch den Bischöfen bekannt. Daher würde dessen Abschaffung seiner Meinung nach wohl das Problem lösen.

Als Spätberufener (Geburtsjahrgang 1957, Weihejahrgang 1995) blicke ich inzwischen auf 22 Priesterjahre zurück. Wenn Pfarrer Fleiner heute an den Altar tritt und den Blick in die Gemeinde richtet, wird er vermutlich feststellen, dass der Großteil der Gottesdienstgemeinde jünger ist als er selbst. Mir geht es in der Regel umgekehrt. Ich blicke meistens in Gemeinden, in denen ich selbst der jüngste bin, und das mit 60 Jahren! Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, dann war es schon damals so, dass meine Altersgenossen in der Regel mit dem Glauben nicht viel zu tun hatten. Ich gehöre heute zur Generation der Großeltern. Meine Generation hat sich im Blick auf die Glaubensweitergabe sicher nicht mit Ruhm bekleckert, und was ich selbst nicht habe, kann ich kaum weitergeben. Die Generation der Kinder meiner Altersgenossen hat dementsprechend über noch weniger verfügt, das sie weitergeben konnten. Das sind inzwischen drei Generationen, in denen die Bedeutung des Glaubens massiv zurückgegangen ist.


Somit teile ich nicht die Auffassung von Pfarrer Fleiner, dass das Problem in den Zugangsvoraussetzungen zur Priesterweihe liegen. Berufungen wachsen dort, wo der Glaube in den Herzen und Häusern der Menschen eine Bedeutung hat. Dort liegt das eigentliche Problem: Leider fürchte ich, dass, bevor den Gemeinden die Priester ausgegangen sein werden, den Priestern die Gläubigen abhandengekommen sein werden. Pfarrer Fleiner mag heute noch Gottesdienstgemeinden finden, aber wenn ich sein Alter erreicht habe, dann müsste ich wohl befürchten, meine Messen allein zu feiern.

Von daher sehe ich die Zukunft der Kirche dort, wo den Menschen eine Relevanz des Evangeliums nahe gebracht wird. Die Bemühungen mancher Diözesen gehen in diese Richtung, mit mehr oder weniger Erfolg.

Für den Priestermangel sind eben gerade nicht die Zugangsvoraussetzungen verantwortlich, sondern die Relevanz des Glaubens im Leben der Menschen, die schlicht abhandengekommen ist. Wo aber die persönliche Beziehung zu Christus nicht vorhanden oder abgerissen ist, da wird der Ruf Gottes wohl kaum mehr wahrgenommen.

Persönlich habe ich viele junge Menschen in den neuen geistlichen Bewegungen erlebt. Wenn dort das Gründungscharisma ehrlich gelebt wird, dann können sie tatsächlich das „Salz der Erde“ sein, das geeignet ist, die Gesellschaft zu durchsäuern. Die Diözesen tun gut daran, diese Bewegungen nach Kräften zu fördern. Schließlich bringen die Gemeinschaften sogar Berufungen hervor, die wir nur mit offenen Armen aufnehmen müssen.

Interessant ist der Blick in unser Nachbarland Frankreich, das seit der zweiten Säkularisation 1905 eine bettelarme Kirche hat, deren Bedeutung im öffentlichen Leben kaum wahrnehmbar ist. Allerdings sind dort in den vergangenen hundert Jahren eine Reihe von kirchlichen Erneuerungsbewegungen entstanden, die teilweise heute schon in deutsche Diözesen ausstrahlen. Von ihnen könnte das Signal ausgehen, dass auch die deutschen Diözesen ihre Angst vor einem Verlust an weltlicher Macht verlieren sollten, wie Benedikt XVI. in seiner Freiburger Konzerthausansprache 2011 vorgeschlagen hat.

Vermutlich würden die Rufe nach Abschaffung des Zölibats auch schnell verstummen, wenn eine von der Kirchensteuer befreite arme Kirche in Deutschland ihren Klerus nach französischem Vorbild besolden würde.

Norbert Abeler ist Pilgerseelsorger im Heiligtum von Fatima und Pfarrer der Katholischen deutschsprachigen Gemeinde in Lissabon/Portugal.

Fatima-Seelsorger Pfr. Abeler im Gespräch mit Julia Wächter/Bistum Regensburg



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Lesermeinungen

 SCHLEGL 28. August 2017 
 

@geistlicher rat

Eben! Darum habe ich ja geschrieben, dass der lateinischen Kirche eine Änderung der Zölibatspraxis NICHT zu empfehlen ist! Und wie gesagt, das Einzige, was ich mir eventuell vorstellen könnte, wäre die Weihe verheirateter Diakone, jenseits des 40. Lebensjahres, wenn die Kinder schon erwachsen sind und die Ehe lange Zeit gut geht.In der Westukraine haben die Bischöfe beschlossen, die Priesterweihe von Verheirateten erst nach dem 35. Lebensjahr zu erteilen, um scheiternde Ehen auf ein Minimum zu reduzieren.
In Russland gibt es bereits eine orthodoxe Diözese, in der 50 % der Ehen orthodoxer Priester gescheitert sind und die Frauen ihren Männern und Kindern davongelaufen sind, um sich selbst zu verwirklichen.Msgr. Franz Schlegl


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 ottokar 28. August 2017 
 

Langer Rede kurzer Sinn:

Lernen wir doch endlich von Klöstern und Priesterausbildungsstätten und den dort verantwortlichen Seelsorgern und Lehrern, wie etwa Heiligenblut bei Wien. Da muss es doch ein Geheimnis geben, welches dort zu dem ungebremsten Priesternachwuchs führt.Lassen wir uns doch einmal von Pater Wallner erklären, wie er über den Zölibat denkt.


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 geistlicher rat 28. August 2017 

@ Schlegl

Hochverehrter Monsignore! Das, was ich geschildert hatte, war leider gar nicht hypothetisch, sondern traurige Realität! Ich kenne auch einige verheiratete Priester aus orthodoxen und altorientalischen Kirchen und dort, wie Sie richtig schreiben, weiß die ganze Familie, "dass der Mann Priester ist und die Gemeinde damit Vorrang hat." Diese Einsicht und Akzeptanz fehlt hier aber völlig! Für diese ist der Priesterberuf eben keine Berufung sondern ein "Job". Man macht genau das, was in der "Jobbeschreibung" steht und kein Jota mehr. Zudem sind auch oft die Frauen nicht mehr bereit, sich unterzuordnen - weder dem Mann, noch dem Beruf des Mannes als Priester. Auch im zivilen Bereich gibt es viele Scheidungen, die sich auf den Beruf des Mannes zurückführen lassen. Der Mann lebt für den Job, ist selten da, man fühlt sich zurückgesetzt, vernachlässigt, allein gelassen, die Kinder kommen zu kurz ... Darum ist der Zölibat auch die logische Konsequenz für einen Priester für GOTT und die Gemeinde!


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 Metscan 25. August 2017 
 

Der Zölibat

Frage hat Pfarrer Fleischer den Priesterdonnerstag mit seiner Gemeinde regelmäßig gehalten? Hat er die Gläubigen angeregt für die Priester zu beten? Alle die, die Priester kritisieren,sollten für sie beten."Sie tragen einen kostbaren Schatz in einem gebrechlichen Gefäß", heißt es in der Schrift! Also Leute, auf zum Gebet für die Priester und bringt Opfer, damit wir wieder heiligmäßige Priester bekommen.


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 phillip 25. August 2017 
 

Ad giovanni1 „Mir hätte der Priesterberuf Freude bereitet“

Dem Himmel sei Dank, dass Sie den „Beruf“ eines Ehemannes und Großvaters und nicht den eines Priesters eingeschlagen haben! In der Katholischen Kirche tummeln sich schon allzu viele Priester, die keine „Berufung“ dazu haben, sondern meinen, beim Dienst an Gott und der Kirche lediglich berufsmäßig unterwegs zu sein. Auch das halte ich – so wie den Priestermangel und eine verkündete Barmherzigkeit ohne Umkehr und Reue auch – für ein massives Symptom einer veritablen Glaubenskrise. Da wird auch eine „zur bloßen Medizin herabgewürdigte Kommunion zur Verschaffung eines subjektiven Wohlgefühls“ nichts zu ändern vermögen. Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Deine Heilige Kirche verlassen und siehst zu, wie Deine Gebote von jenen, die sich aktuell in leitenden Positionen befinden oder wähnen, darunter bedauerlicherweise auch der gegenwärtige Papst, quasi selbst als Gott gerierend, durch - wie sie selbst behaupten - „irreversible“ Anordnungen, abgeändert werden?


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 Stefan Fleischer 25. August 2017 

@ giovanni1

In meiner Gymnasialzeit in einem Ordensinternat wurde uns immer wieder eines gesagt: Das schwerste der drei Gelübde ist weder die Armut noch die Keuschheit (heute redet man nur noch von Ehelosigkeit!!!) sondern der Gehorsam. Daran musste ich denken, als ich Ihren Beitrag las. Dieser zeigt - wenn ich richtig gelesen haben - mit aller Deutlichkeit, dass es immer noch so ist, auch in unserer heutigen, versexualisierten Welt. Uns wurde dann auch immer wieder gesagt: "Christus war gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Deswegen hat ihn Gott erhöht und ihm einen Namen gegeben, der über allen Namen steht.“ (aus dem Gedächtnis zitiert). Heute wird aus dem Ungehorsam eine Tugend gemacht. Auch das ist einer jener Paradigmawechsel, welche unserer Kirche und der ganzen Welt an den Rand des Abgrunds führen.


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 giovanni1 25. August 2017 
 

Zölibat

Herr Fleiner hat recht! Die katholischen Priester müssen bei ihrer Priesterweihe ihr kritisches Bewusstsein abliefern. Sie unterwerfen sich ihrem Bischof. Das war ein Grund für mich, aus dem Priesterseminar auszutreten. Der Pflichtzölibat ist nicht das Problem; es ist das Thema Sexualität worüber nicht gesprochen wird. Wie lebt ein katholischer Priester auf gesunde Weise seine von Gott gegebene natürliche Sexualität? Das wurde in meiner Seminarzeit niemals thematisiert. Es gab lediglich unter uns Alumnen "Empfehlungen". Diese waren aber für mich nur wiederum eine weitere Art der "katholischen Heuchelei". Die offizielle Kirche lernt nichts aus den Mißbrauchsfällen! Mir hätte der Priesterberuf Freude bereitet; ich wusste nur nicht, wie ich meine sexuellen Bedürfnisse "katholisch" leben sollte. Jetzt haben wir vier Kinder und fünf Enkelkinder - ein Leben in Fülle, wie es unser Herr will.


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 A.Reik 25. August 2017 

@ThomasR

Was bitte ist "Zelebration zu Christus"? In der Liturgie wird bis auf verschwindende (und meines Erachtens zu tilgende) Ausnahmen stets Gott, der Vater, angesprochen - genauso wie Augustinus und seine afrikanischen Kollegen eingeschärft haben: Ad altare ad patrem oratio dirigatur.


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 SCHLEGL 25. August 2017 
 

@Kroko

2. Versuch: Beim ersten Mal ging meine Antwort an Sie offenbar nicht durch! Woher Sie die Vorstellung haben, das Gehalt eines griechisch katholischen Priesters in der Ukraine/Rumänien,sei überdurchschnittlich, ist mir schleierhaft!
Die Priester leben ausschließlich von den Spenden der Gläubigen, die Gattinnen müssen arbeiten, sonst reicht das Geld für die Familie nicht.
Ein 54 jähriger Priester aus Lemberg erkrankte an Krebs, seine Gattin ging sofort ins Spital Wäsche waschen, die jüngste Tochter, Deutschlehrerin in Ausbildung, begann mit 21 Jahren während des Studiums in einer Schule Deutsch zu unterrichten, um die Familie erhalten zu helfen.Nach dem Tod des Vaters bekommt die Witwe keine Pension von Kirche und Staat, so schaut es aus!
Ein griechisch katholische Priester in Kalabrien ist an Wochentagen Fremdenführer, am Wochenende Priester seiner bettelarmen Gemeinde.
Also für Ukraine/Rumänien gilt das nicht, was Sie geschrieben haben.Msgr. Franz Schlegl


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 ThomasR 25. August 2017 
 

Zölibat ist kein Dogma

vergleichbare Regelungen wie bei den Ostkirchen und in der Prälatur von ehemaligen Anglikaner möglich und vorstellbar = beide Wege das Leben eines Priesters im Zölibat und in der Ehe möglich. Beide Wege bringen sowohl Vorteile als auch Nachteile.
Viel wichtiger als das Halten am Zölibat sind ohne Zweifel Rückkehr zur liturgischen Zelebration zum Christus, Verbot vom Einsatz der Ministrantinnen, die Ministranten und damit Priesternachwuchs regelrecht aus Kirche vertreiben (entsprechende Regelungen gibt es bereits und niemand hält sich an diese) und Rückkehr von Pfarrverbänden zu den kleinen Pfarrereien (selbst ohne Priester in Festeinstellung)
In einem Bistum in Süddeutschland reduzierte sich die Anzahl der Eintritte ins Priesterseminar bereits 2 Jahre nach der Umsetzung von der letzten Strukturreform (trotz kontinuierlich steigenden Kirchensteuereinnahmen)von ehemals 5-8 Eintritte im Jahr auf 1 Eintritt.


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 Josef Menke 25. August 2017 
 

Der Zölibat ist nicht das Problem

„Wo aber die persönliche Beziehung zu Christus nicht vorhanden oder abgerissen ist, da wird der Ruf Gottes wohl kaum mehr wahrgenommen“. Das ist die treffende Analyse. Der Zölibat hat mit der ganzen Problematik am wenigsten zu tun.
Vor einer Woche durfte ich in Fatima mit Norbert Abeler über 2 Stunden persönlich sprechen. Er war in meiner Heimatgemeinde in den neunziger Jahren als Diakon tätig und so haben wir seine „Mittagspause“ gemeinsam verbracht. Nochmals herzlichen Dank für das Gespräch.
Ebenso durfte ich in Fatima an einer Hl. Messe der Priesterbruderschaft St. Pius X teilnehmen.
Wenn sich Menschen – trotz Zölibat – so für den Glauben und deren Weitergabe einsetzen, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sich das Blatt eines Tages wieder wendet.
Ich bin stolz darauf, dieser Kath. Kirche anzugehören.


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 bernhard_k 24. August 2017 
 

@Schlegl

"WENN man etwas ändern möchte, KÖNNTE ich mir noch am Ehesten vorstellen verheiratete Diakone (im bewährten Alter!) die Priesterweihe zu spenden.Es geht aus diesem Satz, - genau diese Probleme mit dem Leseverstehen diskutieren wir heute in der Schule-, NICHT hervor, dass ich diese Änderung will!"

Sie wollen diese Änderung nicht, könnten es sich aber vorstellen. Sind da die Übergänge nicht äußerst fließend?

Wenn ich mir vorstellen könnte, nächstes Jahr nach Griechenland in den Urlaub zu fahren, werde ich nicht unbedingt DAGEGEN sein, oder etwa nicht?

Also nochmals: Wer verheiratete Diakone zu Priestern weihen möchte (oder es sich vorstellen könnte), hat quasi den Zölibat abgeschafft. Denn jeder, der Priester werden möchte UND eine Familie haben will, könnte als verheirateter Diakon beginnen ... und dann verheirateter Priester werden; der so segensreiche und vorbildliche Zölibat wäre damit extrem geschwächt.


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 geistlicher rat 24. August 2017 

Bevor man solche Statements abgibt und meint durch die Abschaffung des Zölibats den Priestermangel beheben zu können, sollte man sich erst einmal umschauen, wie es bei der "Konkurrenz" so läuft! Viele ev. Pfarrer sehen ihr Amt als 9to5-Job, denn man hat ja noch die Familie und sein Recht auf Freizeit! Nach dem Gottesdienst wartet die werte Gattin mit schreienden Kindern und laufendem Motor schon vor der Kirche, wild gestikulierend, weil man bei den Schwiegereltern zum Mittagessen eingeladen ist. Ob da vielleicht noch Gläubige wären, die etwas fragen oder bereden wollen, ficht da nicht an. Dafür gibt es Bürozeiten. Alles schon erlebt! Außerdem gibt es eine interessante Statistik, nämlich "Scheidungsraten nach Berufsgruppen"! Wer spielt da ganz oben mit? RICHTIG! Ev. Pfarrer! Von denen kann man dann also bei Eheproblemen lernen, wie man es nicht machen sollte! Dieses "Berufungsproblem" hat nichts mit dem Zölibat zu tun, sondern mit der Glaubenskrise in Europa per se!


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 Kroko 24. August 2017 
 

@SCHLEGL

Sehr geehrter Monsignore,
wenn Sie die Situation in den Ostkirchen Ansprechen:
"Andererseits haben die katholischen Ostkirchen einen enormen Priesternachwuchs, das urchschnittsalter der Priester in der Ukraine, Ostungarn,, Ostslowakei und Transsilvanien liegt bei 38 Jahren, auch kleinere Pfarren können noch besetzt werden",
dann sollte man allerdings nicht unterschlagen, dass diese Prister ein DEUTLICH über dem jeweiligen Durchschnitt liegendes Einkommen, bezogen auf die Bevölkerung, haben.
Von daher ist diese Situation kein Wunder.


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 Einsiedlerin 24. August 2017 
 

Die ewige Leier

Woher sollen junge Priester kommen, wenn in vielen Familien Gott keine Rolle spielt? Interessant ist auch, dass viele Spätberufene kein Problem mit dem Zölibat haben.


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 phillip 24. August 2017 
 

Ad A.Reik

Ihr Satz "Oftmals haben die besten uns damals verlassen, weil sie treu zu Frau und Kindern stehen wollten" ist die Pervertierung dessen, was Jesus zur Ehelosigkeit "um des Himmelreiches willen" und "um unter freiwilligen Verzicht auf Ehe für den Dienst Gottes und der Kirche frei zu sein", selbst gelebt, uns gelehrt und hinterlassen hat. So wie die Eheleute sich durch ein freiwillig auf Lebensdauer abgegebenes Versprechen binden, so bindet sich der/die Ehelose mit einem Gott gegenüber freiwillig abgegebenen Versprechen (Gelübde). Bei einem Priester, der sich nach Abgabe dieses Gelübdes eine Frau nimmt und in Ehe lebt, von einer die Tugend der Treue lebenden Person zu sprechen, ist in diesem Zusammenhang geradezu absurd und eine Laisierung das einzig adäquate Mittel für den massiven Vertrauensbruch sowohl Gott als auch den Mitgliedern der Kirche gegenüber. Im Übrigen ist mE ein Priestermangel stets ein Symptom eines massiven Glaubensmangels.


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 A.Reik 24. August 2017 

@Stefan Fleischer

Der Diakonat verdankt sich also nicht der Stiftung durch Jesus Christus?


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 SCHLEGL 24. August 2017 
 

@ bernhard_k

Wenn Sie genau lesen, was ich geschrieben habe, werden Sie sehen, das ich der lateinischen Kirche NICHT empfohlen habe den Zölibat abzuschaffen! Ehe und Priestertum im Westen wäre eine Überforderung der Partner, sowie der Gemeinde!
Dann folgt ein Konditionalsatz: WENN man etwas ändern möchte, KÖNNTE ich mir noch am Ehesten vorstellen verheiratete Diakone (im bewährten Alter!) die Priesterweihe zu spenden.Es geht aus diesem Satz, - genau diese Probleme mit dem Leseverstehen diskutieren wir heute in der Schule-, NICHT hervor, dass ich diese Änderung will! Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass in Österreich verheiratete Priester des byzantinischen Ritus erfolgreich in lateinischen Pfarren eingesetzt werden und niemand stört es, dass die verheiratet sind. Ich hoffe, dass jetzt alles klar ist.Msgr.Franz Schlegl


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 BedaVenerabilis 24. August 2017 

Vom Diakon zum Priester? (Teil 4)

Ich habe sehr lange über diese Frage nachgedacht, was ich sagen würde, wenn mich der Bischof fragen würde. Ich weiss, ich würde Gott um Hilfe bei der Entscheidung nicht nur bitten, ich würde ihn anflehen. Wie ich es machte vor meiner Entscheidung für den Diakonat. Da bat ich Gott, er möge mir Steine in den Weg legen, wenn das der falsche Weg wäre - und Gott räumte alle Steine weg. Ich würde wieder um eine Entscheidung flehen und, wenn Gott mir keine Steine in den Weg legen würde, würde ich Ja sagen. Obwohl der Zölibat so wertvoll und wichtig ist, aber die Menschen brauchen Seelsorge und Kleriker, die ihnen von Gott berichten und ihnen unseren Retter und Erlöser Jesus Christus nahe bringen.


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 BedaVenerabilis 24. August 2017 

Vom Diakon zum Priester? (Teil 3)

hinweise, dass ich anders nicht kann, merken die Menschen zu denen ich komme, dass ich meinen Dienst nur aus Liebe zu Gott und aus meiner Berufung heraus mache. Wenn ich jetzt in meiner Situation über Jesus und Gott rede und jedes Treffen mit einem Vaterunser beende, dann erscheint das glaubhaft, weil ich das lebe, was mir so unendlich wichtig ist: Jesus Christus! Der Diakon mit Familie und Zivilberuf wird gerne gehört und ist glaubhafter Ansprechpartner. Verliere ich nicht diese Glaubwürdigkeit? Wie abängig bin ich und was darf ich sagen, wenn ich direkt am kirchlichen Fetttopf dranhänge und meine Familie weiterhin davon abhängig ist, dass ich sie ernähre?

Was ist mit der Residenzpflicht und den Sozialkontakten der Kinder vor Ort?


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 BedaVenerabilis 24. August 2017 

Vom Diakon zum Priester? (Teil 2)

tragen das Diakonat auch sehr und haben viel Verständnis, wenn der Vater am Samstag nicht mit ihnen einen Ausflug macht, weil er wieder eine Taufe hat. Aber geht das auch noch als Priester? Wieviel trägt die Familie davon noch?

Und: Bin ich überhaupt würdig, Priester zu sein, so als Sünder der ich bin vor Gott, noch näher an seinen Altar zu treten, als ich jetzt schon als Diakon stehe? Und kann ich als Priester noch so frei predigen und wirken, wie ich es als unabhängiger Diakon mit Zivilberuf mache? Oder könnte ich als Priester noch meinen Zivilberuf ausüben? Würde das zeitlich überhaupt noch gehen und vom Bischof geduldet sein?

Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf habe ich viele, vielleicht sogar ganz andere Möglichkeiten, als wenn ich Angestellter der Kirche wäre und mein Gehalt von dort beziehen würde. Jetzt lebe ich wesentlich glaubhafter, ich gehe zu Tauf- und Kondolenzgesprächen, allein schon weil ich am Telephon immer Termine nach meiner Arbeit ausmachen muss und auch darauf


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 BedaVenerabilis 24. August 2017 

Vom Diakon zum Priester? (Teil 1)

@Msgr. Schlegl
Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf, als verheirateter Mann und als Vater dreier Kinder habe ich mir diese Frage in letzter Zeit auch immer wieder gestellt, ich habe sie auch meiner Frau und vielen meiner Mitbrüder im diakonalen Amt gestellt: "Was würde ich antworten, wenn mich der Bischof fragen würde, ob ich Priester werden könnte/wollte?" Ich habe mir diese Frage sehr oft gestellt, es ist eine sehr schwierige Frage.

Ich halte den Zölibat für sehr wertvoll. Natürlich umsorge ich meine Frau, denn wenn sie vor mir sterben würde, würde ich natürlich zölibatär leben, das habe ich dem Bischof und damit Jesus Christus versprochen. Ehefrau, Kinder, Familie und reguläre Arbeit, das kostet schon viel Kraft. Kann ein Mensch Kraft für Familie und Priesteramt haben? Meine Frau trägt mein Diakonat sehr, wir beten jeden Tag zusammen wenigstens die Laudes, manchmal auch noch die Vesper und die Komplet. Wir beten zusammen, weil sie es will. Die Kinder, die bald aus dem Haus sind,


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 Stefan Fleischer 24. August 2017 

ceterum censeo

Bevor wir über den Zölibat diskutieren sollten wir zuerst uns darüber einigen, was eigentlich das Wesen des Priestertums ausmacht, welches seine Aufgaben sind und welche nicht. Dabei müssten wir dann auch die Frage des Diakonats aufwerfen. Wenn ich die Schrift richtig verstehe wurde dieses nämlich geschaffen mit der Begründung:
„Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: „Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.“ (Apg 6,2-4)
Ich glaube, in dieser Textstelle liegt der Schlüssel zu einigen Problemen unserer Kirche.


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 Adamo 24. August 2017 
 

Die Zölibatsverpflichtung kann niemals der Hauptgrund

für den fehlenden Priesternachwuchs sein, wie der Ruhestandspriester Fleiner meint.
Begründung:
1. Die evangelische Kirche hat keine Zölibatsverpflichtung, hat Pfarrerinnen, hat also alles was heute an Lösungen angeboten wird, doch sie hat die gleichen Probleme wie wir.
2. Heiligenkreuz platzt wegen hohem Zulauf aus allen Nähten, trotz Zölibatsverpflichtung.
3. Hier gebe ich @huegel76 völlig recht, Herr Fleiner sollte seinen Lebensabend besser mit Gebet für Berufungen verbringen, das funktioniert.


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 mv 24. August 2017 

Zölibat

warum haben die evangelische nicht mehr, oder die Orthodoxien. Die haben die gleiche Problem und sie dürfen Heiraten


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 A.Reik 24. August 2017 

@Schlegl

Monsignore, auch hier bin ich d'accord. Ich würde mich noch um die relaisierten Priester bemühen. Wenn nur jeder 10. zurückkäme, dann würde die eucharistische Versteppung gemildert werden. Oftmals haben die besten uns damals verlassen, weil sie treu zu Frau und Kindern stehen wollten.


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 bernhard_k 24. August 2017 
 

@Msgr. Schlegl

... mit Ihrem Vorschlag hätten Sie den Zölibat leider abgeschafft ... sozusagen smart, quasi durch die Hintertüre. Schade.


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 lakota 24. August 2017 
 

Genau so sehe ich das auch:

"Leider fürchte ich, dass, bevor den Gemeinden die Priester ausgegangen sein werden, den Priestern die Gläubigen abhandengekommen sein werden." In meiner Gemeinde gibt es kaum noch jemanden unter 60 und wenn in den nächsten Jahren die heute 70-80jährigen gestorben sind, wird es recht leer sein in meiner Kirche.


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 SCHLEGL 24. August 2017 
 

Zölibatsdiskussionen

Seit dem II. Vaticanum gibt es nun Zölibatsdiskussionen. Es gibt aber nicht nur eine Krise des Zölibates als Lebensform, sondern vor allem eine Krise der christlichen Ehe und Familie! In Zeiten, in denen die Aufrechterhaltung einer guten katholischen Ehe sehr viel Kraft erfordert, wäre die lateinische Kirche nicht gut beraten, ihre Disziplin zu ändern. Geschiedene Priester sind das Letzte was wir brauchen.
Andererseits haben die katholischen Ostkirchen einen enormen Priesternachwuchs, das Durchschnittsalter der Priester in der Ukraine, Ostungarn,, Ostslowakei und Transsilvanien liegt bei 38 Jahren, auch kleinere Pfarren können noch besetzt werden.
In Österreich sind verheiratete byzantinische Priester zum Teil bereits Pfarrseelsorger und werden von den Leuten mitsamt ihrer Familie gut angenommen.
Wenn man schon etwas ändern will,könnte ich mir noch am ehesten vorstellen,in Ehe und Familie bewährte Männer ,die bereits Diakone sind,zu Priestern zu weihen.Msgr. Franz Schlegl


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 bernhard_k 24. August 2017 
 

Wer den Zölibat abschaffen will, hat ein Problem mit der Ganzhingabe der Priester ...

Der Zölibat ist dermaßen segensreich, kraftvoll, logisch und schön, dass man(n) ihn, wenn es ihn noch nicht gäbe, schnellstens erfinden müsste.


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 Zeitzeuge 24. August 2017 
 

Der Zölibat als ungeteilter Dienst(Möhler) wird immer

den Modernisten in der Kirche ein Ärgernis und den Aussenstehenden eine Torheit sein!

Das zu ertragen ist Nachfolge Christi!

In der Kirchengeschichte der Lateiner haben praktisch ausschlieslich Häretiker oder Häresieverdächtige die Abschaffung
des Zölibats gefordert!

Hoffen und beten wir, daß etwaige (Teil)Abschaffungsversuche
auch beim jetzigen Papst(hoffentlichh) kein Gehör finden!

Literaturempfehlung:

J.A. Möhler: Der ungeteilte Dienst, leider nur noch antiquarisch zu erhalten, Nachdruck mit Vowort z.B. von Kardinal Brandmüller ist ein Desiderat!


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 serafina 24. August 2017 
 

Priestermangel nur auf Diözesanebene

Dieses Problem mit dem mangelnden Priesternachwuchs betrifft vorwiegend das Diözesanpriesterum.
Von anderen Gemeinschaften (z. B. Heiligenkreuz, FSSP, FSSPX. Institut Christ König und Hoherpriester ...), hört man eher von starkem Zulauf, obwohl es dort auch den „unmenschlichen" Pflichtzölibat gibt. Diese Gemeinschaften können gar nicht so viele junge Männer aufnehmen, wie Nachfrage besteht. Warum wohl?


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 mphc 24. August 2017 

Eine treffende Analyse

von Pfarrer Abeler


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 elmar69 24. August 2017 
 

Es gibt keinen wirklichen Priestermangel

Momentan kommen auf einen Priester so wenige Messbesucher, Taufen, Kommunionkinder, Firmlinge wie lange nichtmehr.

Ich würde auch davon ausgehen, dass die Priesterberufungen in Relation zu den regelmäßigen Messbesuchern im Alter Anfang 20 auch nichtzurückgegangen sind.

Das ganze Lamento vom Priestermangel lenkt nur vom eigentlichen Problem ab: den extrem stark schrumpfenden Gemeinden (bezüglich der aktiven Mitglieder).


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 Maxim 24. August 2017 
 

Mitverursacher Fleiner

Sind es nicht gerade Priester wie Fleiner, die mehr zum Abwärtstrend der kath. Kirche beigetragen haben, als viele gute Priester bewirken konnten? Oft richten sog. Memorandum-Priester durch bestimmte Forderungen mehr Schaden an, als 100 gute Priester erreichen. Legen sie nicht gerade durch ihre sehr schnell verbreiteten Meinungen den Glaubensgegnern ständig die Wort in den Mund.
Es muss doch einen Grund geben, dass es mit der Kirche insbesondere auch intern so steil abwärtsgegangen ist.
Wenn ich erfahre, dass ein Kandidat für das Amt des Pfarr-Referenten abgelehnt wird, weil es zu kath.ist, denn er vertrat wiederholt-gerade auch bei Ministranten- die Meinung, dass sie doch vielleicht auch vor dem Gottesdienst oder vielleicht auch schon auf dem Weg zur Kirche ein kurzes Gebet sprechen könnten. Nein das darf nicht sein, denn man kann doch den Kindern nicht den Glauben aufoktroyieren.
Frage: Wo ist der große Nachwuchs, in der gut lutherisch evangelischen Kirche? Kein Pflichtzölibat!


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 girsberg74 24. August 2017 
 

Frage:

Haben wir, ganz abgesehen davon, wie wir uns einen glaubwürdigen und von seinem Beruf erfüllten Priester wünschen, von den Protestanten noch nicht genug gelernt?


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 serafina 24. August 2017 
 

Verpflichtung zum Zölibat

soll der Grund für mangenlnden Priesternachwuchs.
Warum sieht es dann bei den Protestanten nicht besser aus als bei uns, wo sie doch dieses "Zölibatsärgernis" nicht haben?
Eigentlich müsste doch - gerade in diesem Lutherjahr - bei denen ein regelrechter Boom von Priesteramtskandidaten sein.


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 wedlerg 24. August 2017 
 

Die Angst vor den Priestern aus Asien, Asien und Polen

Die Forderer der Zölibatabschaffung haben ein konkretes Problem: Die Priesterstellen in D können gut besetzt werden und zwar mit gläubigen Priestern aus den Ländern der Erde, wo die Kirche wächst: Polen, Indien, Afrika. Wenn in den nächsten 10-20 Jahren aber die Post-68er aus den Priesterstellen weg sind, würde die Kirche und auch der Religionsunterricht drastisch gläubiger und konservativer werden. Diese Angst treibt die ergrauten "Modernisten an. Denn ihr säkularer Kampf um eine Politkirche geht unter mit dem Fehlen ihres eigenen Nachwuchses.


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 garmiscj 24. August 2017 

Sehr guter Beitrag

Ich persönlich würde alle Thesen von Pfarrer Abeler unterschreiben. Eine sehr treffende und pointierte Analyse!


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 huegel76 24. August 2017 

Gibt es keine Zölibatsverpflichtung

in Afrika, Asien, Südamerika und im Wienerwald? Müsste ja fast so sein, sonst gäbe es da ja keine Priesterberufungen.
Vielleicht sollte der gute Herr Fleiner seine Zeit besser mit Gebet für Berufungen verbringen. Das funktioniert sogar in einem westlich geprägten Land wie den USA.


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