Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. „Warum bin ich Christ“
  8. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  11. Was eine Messe wiegt
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix

Papst zum Lebensende: Einstellung der Therapie ist keine Euthanasie

16. November 2017 in Aktuelles, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Therapie-Einstellung oder Unterlassung deutlich von Euthanasie zu unterscheiden, die "nach wie vor unerlaubt ist, da sie das Leben unterbricht und zum Tod führt"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Todkranke Menschen müssen laut Papst Franziskus nicht "um jeden Preis" medizinisch behandelt werden. Es sei moralisch vertretbar, auf therapeutische Mittel zu verzichten oder diese einzustellen, wenn sie in keinem Verhältnis zum erhofften Ergebnis stünden. Es gehe in solchen Fällen nicht darum, den Tod herbeizuführen, sondern zu akzeptieren, dass man ihn nicht verhindern kann. Das schreibt der Papst in einem Grußwort an die Teilnehmer einer internationalen Konferenz zum Lebensende, die am Donnerstag im Vatikan begonnen hat.

Die Einstellung oder Unterlassung solcher Therapien sei deutlich von der Euthanasie zu unterscheiden, die "nach wie vor unerlaubt ist, da sie das Leben unterbricht und zum Tod führt", stellt der Papst klar. Franziskus räumt ein, dass es im klinischen Alltag und angesichts komplexer Fälle nicht immer leicht sei zu entscheiden. Es reiche nicht, nur allgemeine Regeln anzuwenden: "Immer muss es eine Unterscheidung geben, welche die Moral, die Umstände und die Absichten aller Beteiligten berücksichtigt." Die Menschenwürde dürfe dabei nicht zu kurz kommen. Ebenso wichtig sei es, Kranke niemals alleine zu lassen: "Auch wenn wir wissen, dass wir nicht bei jeder Krankheit Heilung garantieren können, können und müssen wir uns um diese Menschenleben kümmern."


Allen demokratischen Gesellschaften gab der Papst mit, dass sie hier Lösungen finden sollten. Es müssten sowohl die verschiedenen Weltanschauungen dazu gehört werden wie auch die ethischen Überzeugungen der Religionen.

Im Vatikan beraten internationale Fachleute noch bis Freitag über medizinische und ethische Fragen zum Lebensende. Dabei soll es auch um das brisante Thema des assistierten Suizids gehen, wie der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia, angekündigt hatte. Die Akademie organisiert das Treffen gemeinsam mit der europäischen Sektion der "World Medical Association" (WMA).

Insgesamt geht es um den Austausch unterschiedlicher Erfahrungen und Sichtweisen zu juristischen, medizinisch-pflegerischen und ethischen Aspekten. Laut Programm sprechen dort unter anderem die Vorsitzende der Österreichischen Bioethikkommission, Christiane Druml, Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender der Deutschen Bundesärztekammer, sowie die Schweizer Politikerin und Ärztin Yvonne Gilli. Ferner Experten aus Nordamerika und der Türkei. Geladen sind ebenso Vertreter anderer Religionen, die jeweils aus Sicht ihres Glaubens über das menschliche Leben, das Lebensende und den Tod referieren.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens
  3. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  6. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  7. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  8. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  9. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  10. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan teilt mit: Papst nach Lungen-Eingriff wohlauf
  3. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  4. Was eine Messe wiegt
  5. Eucharistischer Weltkongress 2028 in Sydney - 24. Sept. bis 1. Oktober 2028
  6. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  7. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  8. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  9. „Taste the North“ - kulinarischen Reise durch den Norden Europas. Ein Kochbuch vom Bonifatiuswerk
  10. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  11. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  12. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  15. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz