12 Mai 2019, 08:00
Sri Lankas Kirche öffnet nach Anschlägen Schulen und Kirchen
 
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Katholische Schulen in Sri Lanka sollen kommende Woche öffnen - Katholiken in der Hauptstadt Colombo können wieder Sonntagsmessen feiern.

Colombo (kath.net/ KAP)
Drei Wochen nach den islamistischen Terroranschlägen vom Ostersonntag mit mehr als 250 Toten sollen die katholischen Schulen in Sri Lanka wieder öffnen. Auch die normalen Sonntagsmessen sollen wieder in allen Kirchen in Colombo gefeiert werden, "sofern es die Sicherheit erlaubt", gab Colombos Erzbischof Kardinal Malcolm Ranjith am Donnerstag nach einem Treffen der zwölf katholischen Bischöfe des Inselstaats mit Präsident Maithripala Sirisena bekannt. Ranjith betonte, dass die Entscheidung, ob am Sonntag wieder Messen gefeiert werden bei den Priestern liege. Bisher wurden aus Angst vor weiteren Anschlägen die Gottesdienste nur im Fernsehen übertragen.

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In der St.-Sebastians-Kirche in der Stadt Negombo, wo bei den Anschlägen mehr als hundert Menschen getötet worden waren, wurde bereits am Donnerstagabend erstmals wieder eine Messe gefeiert. Die Messe wurde außerhalb des Gotteshauses gefeiert, da dieses bei den Anschlägen schwer beschädigt wurde.

Die Öffnung der Schulen begründete Kardinal Ranjith damit, dass "kein Kind wegen der Anschläge leiden solle", darum werde man die katholischen Schulen ab Dienstag wieder öffnen. Aus Furcht vor neuen Anschlägen waren die katholischen Schulen nach der Anschlagsserie geschlossen worden. Die mehr als 10.000 staatlichen Schulen sind bereits seit Montag wieder geöffnet. Bisher kamen nur wenige Schüler zum Unterricht, obwohl es neue Sicherheitsvorkehrungen - wie z.B. Parkverbote an den Schulen - gibt.

Bei den Selbstmordattentaten auf drei Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka waren am 21. April insgesamt 257 Menschen getötet worden, etwa 500 weitere wurden verletzt. Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Anschläge für sich. Sri Lankas Regierung macht die Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) für die Anschläge verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte.

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