Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  4. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  5. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  6. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  7. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  8. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

1788 Jahre vor Kant lebte ein Religionspopulist namens Jesus

6. August 2019 in Kommentar, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Religionspopulismus und die Sehnsucht nach Komplexitätsreduktion auf den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen - Eine Satire von Helmut Müller zu merkwürdigen Thesen des Freiburger Fundamentaltheologen Magnus Striet


Salzburg (kath.net)
Vor etwa 1788 Jahren vor der großen praktischen Erleuchtung Immanuel Kants, seiner Deklarierung des autonomen Willens, wurde der große „Religionspopulist“ Jesus von Nazareth mit unbedingtem Wahrheitsanspruch in eine schon damals komplexe Gesellschaft geboren. Eine Menge Volk, wie es heißt, Mühselige und Beladene, Arme, Kranke, Lahme, Blinde, Aussätzige, Besessene und vom Leben Gebeutelte zogen hinter ihm her. Allen war gemeinsam, dass sie die schon damals komplexe Gesellschaft auf ihr Gebrechen hin schrumpften, Komplexität reduzierten und „einfach“ nur glaubten und Heilung erhofften. Der Nazarener unterstützte diese einfachen, unreflektierten Haltungen dadurch, dass er sie bestätigte mit: „Dein Glaube hat dir geholfen.“

Hin und wieder waren auch verschämt ein paar Mächtige und Intellektuelle unter dem Volk. Andererseits hat er so ziemlich alle Intellektuellen, die da hießen Pharisäer und Schriftgelehrte, die alles wesentlich komplexer sahen und differenzierter, gegen sich aufgebracht. Er verstieß gegen beinahe alle theologischen Grundsätze der damaligen Zeit, nannte den Unnennbaren, Abba, Vater, verschärfte und entschärfte alle Gesetze und Regeln nach Belieben und degradierte Mose auf einen Vorläufer. Seine offensichtliche Herkunft aus Nazareth, woher nach Meinung Vorgenannter „nichts Gutes kommen konnte“ dementierte allerdings seinen hohen Anspruch, so dass die damaligen Intellektuellen ihn als Hochstapler entlarven wollten und etwas dagegen hatten, dass er Komplexitätsreduktion betrieb und die 613 Gebote und Verbote auf die 10 Gebote eindampfen wollte.

Nur in einem war er sich mit den Intellektuellen seiner Zeit einig. Er lehrte seine Jünger beten „Dein Wille geschehe“; dass es eigentlich „mein Wille geschehe“ heißen müsste, konnte er so lange vor Kant ja noch nicht wissen. Mit seinem Religionspopulismus war es auch sehr bald zu Ende, mit einem solchen konnte er nur im ländlichen Galiläa punkten und vielleicht eine halbe Woche in der Intellektuellenhochburg Jerusalem.

Denn dann ging es ihm an den Kragen. Er machte nämlich keine politischen Versprechen und eine etwaige Klimapolitik war damals kein Thema. Jedenfalls wetterte er nicht gegen das Abholzen der Wälder durch die Römer, die nach allen Mittelmeerregionen jetzt auch Palästina kahl zu schlagen drohten. Andererseits erweiterte er aber die 10 Gebote um drei Ratschläge: Er pries die Armut, vertrat eine rigide Sexualmoral und das Schlimmste: Der eigene Wille sollte sich dem Unnennbaren, den er Abba Vater nannte, unterordnen. Statt bequem die eigenen Sünden durch ein jährliches, gigantisches Schlachten von Lämmern zu entsorgen reduzierte er auch da Komplexität und ließ sich, wie glaubhaft versichert aber manche heute glauben – masochistisch - selber schlachten.

Aus der Zauber – so schien es. Und so war es auch zunächst.

Mit diesem einfachen Programm, das eigentlich nur Glauben und keine große und differenzierte Reflektion verlangte, hatte er wirklich alle vergrault, das Volk, das ihm bis dahin folgte und die „Religionsintellektuellen“ , wie der evangelische Theologe Friedrich Wilhelm Graf seinesgleichen einmal nannte sowieso, damals und auch viele heute wieder. Denn Neuevangelisierung kommt heute bei manchen Intellektuellen nicht gut an.

Weshalb mir das gerade jetzt in den Sinn kommt? Dieser Tage wurde auf den Salzburger Hochschulwochen ein Glaube in der traditionellen Fassung des Nazareners als Religionspopulismus bezeichnet und der Neuevangelisierung deutlich eine Absage erteilt. Die anstößigsten Merkmale scheinen folgende zu sein:

Der Nazarener will den Willen des Vaters tun und er unterscheidet seinen davon deutlich und formuliert regelrecht skandalös vorkantisch „nicht mein, sondern dein Wille geschehe“.

Aus den neutestamentlichen Schriften geht glaubhaft hervor, dass er für UNSERE SÜNDEN gestorben ist, eine verschärfte Form von Fremdschämen.

Schließlich erhebt er einen unbedingten Wahrheitsanspruch. Zu seiner Entlastung muss gesagt werden, dass er die Entwicklung von Kant zu Nietzsche, dass wir bloß perspektivische Eckensteher sind und daher keiner DIE Wahrheit besitzt, noch nicht kannte.

Ein ausgewiesener Religionspopulist wie Johannes Paul II. hat das zu allem Überfluss auch noch fast 2000 Jahre später, Kant und Nietzsche nicht beachtend, regelrecht zementiert, er spricht sogar ganz und gar unterkomplex - die Zeit dazwischen schretternd und einiges ins Ewige hebend - durch sein Programm der Neuevangelisierung.

Auch der neue Papst knüpft daran an. Ist das dem Vortragenden entgangen? Die Botschaft des Nazareners wurde von besagtem Vortragenden gänzlich mit der Brille Kants gelesen, sodass ein „Kirchenglauben“ (Kant) eh schon keine gute Presse hat. Die Vaterunserbitte - Dein Wille geschehe - konnte natürlich auch nicht ungeschoren davon kommen.

Der „die Freiheit liebende Gott“, so wie der Vortragende Gott einführte und eigentlich gleich wieder abführte, weil er Freiheit ohne ihn begründete, kann dann auch nur lauten, wenn es denn Gott gibt: Gott will eigentlich, dass „mein Wille geschehe“. Für unsere Sünden gestorben – wie der Nazarener sagte oder man ihm nachsagte, ist eigentlich sinnlos. Wenn es so wäre, dann nähme er ja unsere Freiheit nicht ernst und würde gegebenenfalls eine freie Tat als Sünde denunzieren. Überhaupt hat der Nazarener wohl bloß das verkorkste Schöpfungswerk dessen, den er Vater nennt, korrigiert, in dem er „wieder“ den Tod besiegbar gemacht hat. Alles natürlich nur unter der Voraussetzung, dass es so etwas wie einen Gott oder etwas Ähnliches überhaupt gibt und der Nazarener wirklich war, wofür er sich nach dem Zeugnis der ersten Glaubenden gehalten hat.

Heilsnotwendig sei das alles aber nicht, wie Religionspopulisten in der Nachfolge des Nazareners glauben. Jeglicher Glaube reiche, an was auch immer geglaubt wird, allerdings unter einer Bedingung: Der so Glaubende, darf vor allen Dingen die eigene Vernunft nicht beschädigen und sich irgendetwas vorsetzen lassen, was nicht von dieser Vernunft, die mit anderen „Vernünften“ interferiert, aber von keiner als der eigenen letztlich geprüft werden sollte. Hoffentlich ist der – für den einen oder anderen doch streckenweise sympathische Nazarener nicht für einen Popanz gestorben. Auf der Höhe der Zeit, wie wir, mindestens seit Kant, war er ja noch nicht.

Das ist alles sehr gut durchdacht, wenn die Gedanken ein Religionsphilosoph ins Wort gebracht hätte. Aber nein, es war der Freiburger FundamentalTHEOLOGE Magnus Striet.

Das genaue Wissen um diesen Mann aus Nazareth – was er wohl wirklich oder angeblich gewollt hat - ist offenbar nicht so wesentlich – das stimmt auch in gewisser Weise – wenn es vom Einzelnen in der Tradition einer glaubhaften Bezeugung angenommen wird. Wir sind ja keine gnostische Religion. Meine Mutter hat in diesem Glauben ohne hoch reflektiertes Wissen gelebt und ist gestorben und hoffentlich selig geworden. Wichtig ist allerdings offenbar eine neue Gnosis, nämlich Kant genau zu verstehen, sogar ihn intellektuell weiterzudenken, um dann zu wissen, dass wir „formal“ so frei sind wie der liebe Gott selber – falls es ihn wirklich gibt – worauf Striet unablässig hin weist. Er braucht ihn ja nicht, wie er gegen Karl Heinz Menke argumentiert, um seinen Begriff von Freiheit zu begründen.

Das ist aber nun die neue Gnosis: Das „Gespinst des eigenen Geistes“ (Koh 2,22) zur Türangel zu machen, in der sich dann die ganze Welt dreht. Offenbarung wäre dann nur eine Ausleuchtung des Innen, kein Einbruch von Außen in dieses Gespinst.

Würden 216 000 katholische und 220 000 evangelische Christen, die freiwillig letztes Jahr den kirchlichen Glauben an den Nazarener hinter sich gelassen haben den Weg Striets gehen?
Wenn sie ihn verstehen würden?
Und im Ernstfall auch kirchen- und gottlos, nach ausgefeilten Vernunftkriterien hochkomplex erneut glauben?

Wenn sie so viel Vernunft zusammenbrächten, dass sie sich selbst verstehen und „formal“ so frei sind wie „Gott“ und Freiheit allerdings „material“ doch nicht die „große Freiheit“ ist?
Vorausgesetzt sie werden nicht Opfer von Religionspopulisten.

Solche treiben sich vornehmlich in Kirchen herum und werden aber doch häufig an Universitäten und anderswo bloß gestellt.

Sie verbiegen einem die Vernunft durch Kirchenglauben, sei er katholisch oder evangelisch.
Damit rauben sie einem die Freiheit sich des eigenen Verstandes zu bedienen.

Irgendwie werde ich an unsere Kinder erinnert als sie in der Phase waren, wo ich als Vater zu hören bekam, „Papa selber machen“. Sie hatten und haben ja Recht. Aber haben wir ihnen bis dahin genug beigebracht, dass sie es auch können? Und erst recht nach der Pubertät? Das soll beileibe nicht eine Rede gegen Vernunft sein. Aber mit Glaube sollte man beginnen, beide – Vernunft und Glaube – sollten dann miteinander interferieren und keineswegs einander auslöschen. Hat vielleicht Kant einiges vergessen, was der Nazarener - und in seiner Tradition schließlich unsere Eltern, uns bis dahin beigebracht haben? Und wie ist es mit Striet auf seinem neuen Höhepunkt der Zeit gut 230 Jahre nach dem Erscheinen der Kritik der praktischen Vernunft?

Mir ist nicht wohl dabei, diesen Stil gewählt zu haben. Aber er soll meinen Ausdruck von Fassungslosigkeit wiedergeben, dass ein Theologieprofessor so selbstherrlich mit dem Glauben umgeht, wozu er berufen worden ist, denselben zu lehren. Ich erinnere mich an Lenins Ausspruch: „Dialektik ist die Elastizität des Begriffes bis zur Deckung der Gegensätze.“ Es erscheint, dass die katholische Theologie von einem Virus befallen ist, der den Wirtskörper zerstört und nur noch die eigene DNA reproduziert. Muss man sich das gefallen lassen? Wie in einer Diktatur, wo der einzelne machtlos ist, hilft oft nur die Satire oder entsprechende Witze.


kath.net-Buchtipp:
Zeitgerecht statt zeitgemäß
Spurensuche nach dem Geist der Zeit im Zeitgeist
Von Helmut Müller
Hardcover, 244 Seiten 2018 Bonifatius-Verlag ISBN 978-3-89710-790-8
Preis Österreich: 15.40 EUR


Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berther GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Zeitzeuge 7. August 2019 
 

discipulus muß man hier unbedingt zustimmen,

weder "Rom" noch der jeweilige Bischof von Freiburg sind tätig geworden, diesen
"Falschmünzer" des kath. Glaubens zu sanktionieren, wie ja überhaupt seit 50 Jahren kaum etwas gegen den Missbrauch des Nihil obstat u. der Missio canonica an den Staatsfakultäten und bei den Religionslehrern/innen unternommen wurde, ich erinnere z.B. an Haag, Häring, Fuchs SJ etc.!

Beschwichtigungsversuche, das gilt auch für M. Striet, sind völlig unangebracht
und ärgerlich!

Zum Thema "Striet" empfehle ich den bei
CNAdeutsch am 20.11.2018 erschienenen
Artikel von:

P. Engelbert Recktenwald:

Der missbrauchte Kant

Darin natürlich keine Apologie Kants,
die nicht möglich ist, Georg Hermes scheiterte bereits i.d. ersten Hälfte mit seinem "Hermesianimus" genannten System, daß auch vom Vatikan dann verurteilt wurde, weitere Versuche, Kant in Philosophie u. Theologie
zu integrieren sind mit verantwortlich
für die derzeitige Krise (Jesuiten wie
Marechal und auch K. Rahner z.B.)!

Kyrie Eleison!


2

0
 
 discipulus 7. August 2019 
 

Leider keine Satire

Wer sich mit den Schriften Striets ein bißchen auskennt, weiß, daß der Text leider keine Satire ist. Bei einem Vortrag habe ich ihn einmal sagen hören: "Wenn Jesus Kant gelesen hätte, hätte ich weniger Arbeit." Das war ernst gemeint.

Man tut Striet aber zu viel der Ehre an, wenn man ihn mit Kant in Verbindung bringt - anders als Striet kannte Kant immerhin noch ein normatives Sittengesetz. Davon ist bei Striet leider nirgends zu lesen.

@Adamo: Wieso nur EB Burger? Wieso ist nicht bereits EB Zollitsch eingeschritten? Oder Kardinal Ratzinger, Kardinal Levada oder Kardinal Müller? All das, was in dem Text steht, ist seit mehr als fünfzehn Jahren bekannt, ohne daß die kirchlichen Autoritäten eingreifen. In Rom wie in Freiburg.

Schlimm ist vor allem, was für ein Unheil Striets Vorlesungen bei Theologiestudenten anrichten, insbesondere bei angehenden Religionslehrern. Die verbreiten seinen Unsinn die nächsten Jahrzehnte.


4

0
 
 Sebi1983 6. August 2019 
 

Köstlich! Kompliment!


1

0
 
 Sternenstaub 6. August 2019 
 

gott nur hirngespinst?

Striet vertritt thesen wie die im artikel genannten schon lange. wird auch in der herder korrespondenz kritisch kommentiert: https://www.herder.de/hk/hefte/archiv/2018/2-2018/keine-freiheitstheorie-ohne-metaphysik-zur-debatte-um-die-theologie-der-freiheit/


1

0
 
 lesa 6. August 2019 

Anstatt einer Anstellung als Lehrender scheint da eher der Exorzismus angebracht …


5

0
 
 Couperin 6. August 2019 
 

Text?

Hat jemand den vollständigen Vortragstext gelesen? Auf Presse-Zusammenfassungen allein sollte man sich nicht stützen.


1

0
 
 SalvatoreMio 6. August 2019 
 

EINFACH NUR WIDERLICH und GOTTESLÄSTERLICH!

Vor kurzem schon las ich Gedanken des Fundamentaltheologen Magnus Striet! Wer solch einem Menschen in die Finger fällt, braucht die Gnade des Hl. Geistes doppelt, um nicht irre zu werden.- Dieser Mann gehört abgesetzt, je schneller umso besser!
Man soll nicht über andere urteilen, doch CHRIST kann dieser Herr nicht sein!


6

0
 
 Maxim 6. August 2019 
 

Mutter Gottes hilf!

Betet den Rosenkranz!


12

0
 
 Maxim 6. August 2019 
 

Erstaunen

Vor einem Jahr habe ich bei Tagesvorträgen folgenden Satz gehört.
"Komisch,dass Kant immer noch von manchen Thelogen zitiert wird. Zeitgemäße Philosophen nehmen ihn schon lange nicht mehr erst. Er gilt als überholt und wird auch nicht mehr zitiert. Er ist eben überholt."
Und nun dieser Vortrag eines Theologen. Wo bleiben unsere Bischöfe; unsere Fakultätsvorsitzenden?


7

0
 
 Stefan Fleischer 6. August 2019 

Je mehr die Kirche

sich um das irdische Heil des Menschen kümmert und sein ewiges vernachlässigt, desto mehr haben die Theologen freie Hand, über Gott zu erzählen was sie wollen.


10

0
 
 Adamo 6. August 2019 
 

Der modernistische Freiburger Fundamentaltheologe Prof.Dr.Magnus Striet

lehrt nicht den wahren Gottesglauben, sondern sonderbare weltliche Ansichten von Gott.

Weshalb läßt ihn der Erzbischof Stefan Burger noch weiter im seinem Lehramt gewähren, in dem er den Studenten seinen falschen Glauben an Gott beibringen kann?

Gott bewahre uns vor diesen Studenten, die später einmal zu Priestern geweiht
werden.


10

0
 
 hortensius 6. August 2019 
 

Wer hat diesen Mann an die Universität in Freiburg berufen?


6

0
 
 Fink 6. August 2019 
 

Der Glaubensabfall hat schon im Zeitalter der Aufklärung (ca.1750-1800) begonnen !

Leben wir jetzt in einer Zeit, wo die "Aufklärer" zum letzten Gefecht gegen den (biblisch-kirchlichen) christlichen Glauben antreten?


4

0
 
 wedlerg 6. August 2019 
 

ein Ungläubiger, der von der Kirchensteuer lebt

und zudem noch seine fragwürdigen Gedanken zur Belehrung genutzt sehen will.


10

0
 
 agora 6. August 2019 
 

Ein Theologe?

Striet - noch nie gehört! Er wird vergehen, Gott wird bleiben!


9

0
 
 Uwe Lay 6. August 2019 
 

Ein Neopelagianer

Magnus Striet wiederholt eigentlich nur die Grundsätze des Pelagianismus, daß der Mensch nur so leben bräuchte, wie es ihm natürlich möglich ist, um Gott, wenn es ihn den überhaupt gibt, (das ist das einzig Neue bei ihm), zu gefallen. Alle Religionen sind so für das Heil des Menschen überflüssig, isb. wenn sie mehr beinhalten als die Religion in den Grenzen der Vernunft Kants. Das genuin Religiöse, zu glauben, zu beten und zu opfern ist nur ein abergläubiger "Afterdienst" nach Kant.
Uwe C. Lay


6

0
 
 hape 6. August 2019 

Zum Gottesbild von Magnus Striet

„Die Gewissheit eines freien Gottes, wie er auf den biblischen und Reflexions- und Traditionslinien des Gottesbewusstseins ausgeprägt wurde, wie er ... bis heute in der Frömmigkeitspraxis vorausgesetzt wird, ist auf der Begründungsebene nicht mehr zu erreichen. Seine empirische Präsenz in der Praxis zeigt nur an, dass es eine anthropologisch analysierbare Sehnsucht nach ihm gibt, nicht aber auch seine vom menschlichen Begriff unabhängige Existenz.“ (Magnus Striet; Ernstfall Freiheit, Arbeiten an der Schleifung der Bastionen; [Freiburg 2018] 144).

Klingt irgendwie kompliziert. Aber der Untertitel „Schleifung der Bastionen“, gemeint ist wohl das Lehramt, zeigt schon ganz gut, woher der Wind weht. Unterm Strich verstehe ich Magnus Striet so, dass er Gott für eine Art Fehlleistung der menschlichen Psyche hält. – Den Glauben jedenfalls hat er wahrlich nicht erfunden.


11

0
 
 horologius 6. August 2019 
 

Einfach (und) genial.


8

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jesus Christus

  1. Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt
  2. Englischer Priester: Jesus, nicht der NHS, ist Herzstück des Landes
  3. Johannes erzählt: Das Lamm Gottes
  4. Viele Gebetsaufrufe, aber kaum Aufrufe zur Umkehr
  5. Und wenn Er doch kommt?
  6. Wären wir bereit für das Kommen Christi?
  7. Die Zeit für das Ende der Welt war nämlich noch nicht gekommen
  8. „Alles an Jesus ist paradox, man könnte auch sagen: unmöglich“
  9. Die Heilige Stiege in Rom: Kniend auf den Spuren Jesu
  10. Der Marmor der Scala Santa








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  3. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  4. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  5. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  6. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  7. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  8. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  9. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  10. Wegfall der 10-Quadratmeter-Regel pro Person - Maskenpflicht fast abgeschafft!

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz