20 September 2019, 11:15
„Ja, läutet bitte die Glocken – auch für das Leben!“
 
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„Es ist faszinierend, mit welcher Hingabe auch manche Bischöfe die Klimademos unterstützen! Und wer heute für das Klima läutete, kann morgen für das Leben läuten". Gastkommentar von Martin Lohmann

Köln (kath.net) Es ist faszinierend, mit welcher Hingabe auch manche Bischöfe für die Klimademos unterstützen! Erzbischof Ludwig von Bamberg zum Beispiel ließ die Glocken in seinem Bistum heute läuten – für das Klima. Oder genauer: Er ließ das Angelus-Läuten mit der Intention für das Klima und die Bewahrung der Schöpfung verbinden. Das ist sicher gut gemeint, auch wenn sicher in einigen Bischofsstuben nicht bekannt zu sein scheint, mit wem man sich da in ein Segelboot oder auf eine Liegewiese begibt. Man macht sich – als Kirche! - zu Partnern von Linksextremisten und anderen Radikalen. Nicht gut. Denn Radikale, auch wenn sie links sind, sollten sich doch nicht mit einem kirchlichen Segen durch Augenhöhe mit Bischöfen schmücken können, oder?

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Gut gemeint kann eben auch das Gegenteil von gut sein. Daher ist es niemals glücklich, wenn man sich von irgendeinem Hype anstecken lässt. Glockenläuten könnte rasch zu einem peinlichen Scheppern werden. Wie gut, dass der „Zufall“ es will, dass schon morgen, also einen Tag nach dem aufgeblasenen „Klimastreik“, in Berlin zu einem „Tötungsstreik“ aufgerufen wird und sich viele Menschen aus ganz Deutschland zum Marsch für das Leben treffen. Friedlich. Freundlich. Und mit einer klaren Botschaft: Du sollst nicht töten! Menschen haben ein Recht auf Leben. Immer. Wie gut, dass man also dem Streik für das Klima gleich eine ansonsten fehlende Glaubwürdigkeit geben kann durch ein klares Ja zum Leben. Denn: Wer für die Zukunft ist, kann nicht gegen den Menschen sein. Oder, im Blick auf das Leben von Anfang an: There is no plan B! Wer für die Welt ist, muss logischerweise auch für das Lebensrecht sein. Wer das aber auseinanderreißt, der ist auf einem Fake-Weg.

Und deshalb haben gerade Bischöfe, die läuten lassen für das Klima oder ihre Glocken mit der Klima-Intention verbinden, die wunderbare Gelegenheit, morgen – in notwendiger Ergänzung zu heute – ganz konsequent für das Leben läuten zu lassen. Nichts spricht dagegen, die Glocken mit der Intention für das Leben, das Lebensrecht und den Lebensschutz zu verbinden, oder? Wetten, dass dann manchen ein Licht aufgehen könnte? Damit verhindert man das peinliche Scheppern und gibt den Glocken die Gelegenheit, eine lebenswichtige Einheit zu Gehör zu bringen, eine Ganzheit für das Leben, eine Nachhaltigkeit, ein so dringend erforderliches Bekenntnis zum Klimaschutz und (!) zum Lebensschutz.

Nach Bamberg als pars pro toto: Lieber Bischof Ludwig: Lass(t) die Glocken klingen – auch und erst recht für das Leben! Zur Bewahrung der ganzen Schöpfung.


Einladung zum Marsch für das Leben Berlin am 21.9.2019!

Pressefoto Martin Lohmann




Foto (c) Lohmann Media

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