Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. R.I.P. Dolly Parton

Wasser predigen, Wein trinken?

24. September 2019 in Kommentar, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kard. Marx: Der Glaube an Gott darf nicht dazu benutzt werden, um sich selber, die eigene Nation oder die eigene Kultur zu erhöhen – Doch passt dies zum von ihm mitverantworteten „deutschkatholischen“ Synodalen Prozess? Kommentar von Petra Lorleberg


München (kath.net/pl) Der DBK-Vorsitzende Reinhard Kardinal Marx (Archivfoto) erläuterte in einem Gottesdienst in München, dass der Glaube an Gott nicht dazu benutzt werden dürfe, um sich selber, die eigene Nation oder die eigene Kultur zu erhöhen. Dies würde zu Abgrenzung, Hass und einem Gegeneinander der Menschen führen. Was zähle, sei das Bewusstsein, dass „jeder Mensch, egal welche Hautfarbe, welche Religion oder welches Geschlecht er hat, Kind Gottes ist“. Er sehe Christen in der Pflicht, sich für die Einheit der Menschen einzusetzen und an der Lösung der gegenwärtigen Probleme in der Welt mitzuwirken. „In einer Welt, die auseinanderbricht und zerreißt, die sich eigentlich danach sehnt, dass das eine Haus dieser Erde und dieser Schöpfung als eine Menschheitsfamilie gesehen wird“, müssten die Christen den Geist des Miteinanders in die Welt tragen, sagte Marx am 22. September im Münchner Liebfrauendom beim „Gottesdienst der Nationen“ gemäß Presseaussendung des Erzbistums München und Freising. Die „Kräfte der einen Menschheitsfamilie“ müssten gestärkt werden und nicht die Kräfte der „Spaltung und Zerrissenheit, der Kriege, des Misstrauens, der Angst und der Aggression“. Christen aller Kulturen, Länder und Sprachen seien aufgerufen, das „Werkzeug zu sein, um die Menschen zueinander zu führen“.


Ob Kardinal Marx dies auch als Kritik an innerkirchlichen Entwicklungen meinte, darf allerdings bezweifelt werden. Marx und eine Mehrheit in der Deutschen Bischofskonferenz fördern derzeit eine Agenda, die innerkirchlich zur Abgrenzung und einem Gegeneinander führen. „Tagesspiegel“-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff hatte in seinem Kommentar auf den Punkt gebracht, was die „deutsche“ Medienwelt im Mainstream vom Synodalen Prozess erhofft. Casdorff hatte die Impulse der „deutschen Katholiken“ gelobt und mit seiner elfmaligen Verwendung des Wortes „deutsch“ deutlichst formuliert, welchen Weg die „deutsche“ Kirche in den Augen vieler fortführen sollte. In diesen Anliegen reise „der deutsche Chefkatholik, Kardinal Reinhard Marx“ jetzt nach Rom, schrieb Casdorff, kath.net hat berichtet.

Wer aber in weltlichen Dingen predigt, was er in kirchlichen Dingen nicht einzuhalten bereit ist, der muss sich vorwerfen lassen, dass er Wasser predigt und Wein trinkt. Dem DBK-Vorsitzenden ist voll darin zuzustimmen, dass nicht die Kräfte der „Spaltung und Zerrissenheit… des Misstrauens, der Angst und der Aggression“ gestärkt werden sollten.

Jedoch, Eminenz, gerade in einer Zeit, in der viele Katholiken den Schrecken eines Schismas befürchten, sollten Sie beachten, dass ein Prediger immer auch für sich selbst predigt. Die einseitigen deutschkatholischen Forderungen verstoßen nachhaltig gegen die Einheit unserer Weltkirche. Genau deshalb haben Sie ja jüngst Post aus dem Vatikan bekommen.

Pressefoto: Reinhard Kardinal Marx



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Marx

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  3. Wenn der Münchner Erzbischof das unselige "Wir schaffen das" von Angela Merkel verteidigt...
  4. Wenn der Erzbischof von München das Trump-Bashing vom Spiegel nachplappert
  5. US-Bischof Strickland: "Marx hat den katholischen Glauben verlassen. Er sollte zurücktreten"!
  6. Kardinal Marx und die Anbiederung an die Münchner Gay-Community
  7. Der Angriff von Marx auf die Lebensform von Jesu
  8. 'Bruder Marx', bleib in München!
  9. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  10. Marx-Kurs in München: Erstmals mehr als 10.000 Kirchenaustritte in 1 Jahr






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz