Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche

17. Juli 2020 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt: Die Herausforderung sei die evangelische Kirche, nicht aber der Papst und die Katholiken.


Magdeburg (kath.net) Der protestantische Kirchengründer Martin Luther steht mit seinem spirituellen Leben bis hin etwa zum Abendmahlsverständnis den Katholiken aktuell näher, als ich das in der evangelischen Kirche erkennen kann“. Das sagte der Katholik Reiner Haseloff (CDU) gegenüber der Mitteldeutschen Kirchenzeitung "Glaube + Heimat". Haseloff ist seit 2012 Ministerpräsident des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. "Wenn die Sakramente keine Rolle mehr spielen sollen, dann ist man schnell bei einer Beliebigkeit angelangt. Er bezweifle, dass eine Aufhebung der Unterschiede zwischen Katholiken und Lutheranern zu einer Belebung der Ökumene führe, „geschweige denn die Attraktivität der Kirchen erhöht".


 

Haseloff vertrat weiter, dass das Gemeinsame zwischen Katholiken und Lutheranern zwar viel stärker sei als das Trennende, er halte aber das Marginalisieren von Unterschieden für die schlechtere Variante.

 

Der Ministerpräsident sagte dann auch wörtlich: "Wenn sich in der evangelischen Kirche alle zu Luthers Abendmahlsverständnis bekennen würden, hätten wir beim Sakramentsverständnis kein Problem."

 

Die Herausforderung sei für Haseloff daher die evangelische Kirche und nicht der Papst und die Katholiken.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 18. Juli 2020 
 

Dem Herrn Ministerpräsidenten

habe ich schon einmal grobe Unkenntnis von Konfessionen nachgewiesen. Zu seiner obigen These zum Sakramentsverständnis:
A) Luther verurteilte das katholische Eucharistieverständnis aufs schärfste. Ursache dafür waren Lehren, die auch heute gelten.
B) Luthers Abendmahlsverständnis teilen geschlossen konservative(re) Lutheraner, etwa die konservative Evangelisch-Lutherische Freikirche und die konservativere Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche. Herr Haseloff könnte sich sowohl bei zuständigen Stellen der Römisch-Katholischen Kirche als auch bei den genannten lutherischen Kirchen erkunden, ob diese beim Sakramentsverständnis mit der jeweils anderen Konfession "kein Problem" haben...
C) Natürlich gibt es auch bei anderen Sakramenten - wie hier schon gesagt wurde- erhebliche Unterschiede im Verständnis zwischen konservativen Lutheranern und Katholiken.
D) Ich bin weder Lutheraner noch Katholik.
E) Warum demonstriert ein Ministerpräsident so sehr seine Inkompetenz?


0
 
 Diadochus 18. Juli 2020 
 

Kochrezept

Der Katholik Reiner Haseloff (CDU) behandelt den Glauben und die hl. Sakramente wie ein Kochrezept. Ein Ei mehr, ein Ei weniger, schon schmeckt der Kuchen besser oder schlechter. So geht das nicht. Wie wäre es mit mehr Gebet? Da wäre er zumindest näher bei Gott.


0
 
 Chris2 17. Juli 2020 
 

"Kein Problem"

ist doch etwas arg optimistisch. Dennoch hat er weitgehend recht, auch, wenn wir die Protestanten in manchen Dingen sogar links überholt hätten ("Volksaltar") oder jetzt die nächste Kirchenspaltung mit Ansage vorbereiten ("Synodaler Weg")...


4
 
 Salvian 17. Juli 2020 

Ein beachtliches Zeugnis

Herrn Haseloffs Skepsis, was eine Erhöhung der Attraktivität der Kirche durch Einebnung der konfessionellen Unterschiede betrifft, ist aller Ehren wert. Und zweifellos stimmt es auch, dass Martin Luther im Grab rotieren würde, wenn er wüsste, dass heute in seinem Namen Frauen ordiniert und Homo-Paare "verheiratet" werden. Eigentlich wäre es Sache der katholischen Bischöfe, den Finger in diese Wunden zu legen. Auch ist es richtig, dass die EKD Luthers Abendmahlslehre preisgegeben hat (Leuenburger Konkordie). Aber auch wenn die lutherischen Landeskirchen noch daran festhalten würden, wären die Widersprüche im Sakramentenverständnis deshalb nicht ausgeräumt - zumal Luther von den sieben Sakramenten des katholischen und orthodoxen Bekenntnisses nur zwei gelten lassen wollte.


4
 
 exnonne 17. Juli 2020 
 

"Wenn die Sakramente keine Rolle mehr spielen ..."

Genau das ist das Problem, und es ist richtig schlimm, dass unsere "Hirten" das nicht bemerken. Da muss ein Ministerpräsident kommen, um das zu benennen!


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  5. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  6. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  7. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  8. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  9. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“
  10. Ehe für alle – „Hier bietet man für Ungleiches die gleiche Lösung an“







Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz