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Ehe für alle – „Hier bietet man für Ungleiches die gleiche Lösung an“

17. September 2019 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Scheidender evangelischer Bischof Abromeit: „Ich halte die Öffnung der Ehe, die wir im Moment erfahren, für ein Zeitgeistphänomen.“


Greifswald (kath.net) „Ich halte die Öffnung der Ehe, die wir im Moment erfahren, für ein Zeitgeistphänomen.“ Das sagte der scheidende Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, Hans-Jürgen Abromeit, im Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“. Die Ehe von Mann und Frau, die schöpfungstheologisch sowie durch Jesu Verkündigung begründete sei, habe ihre große Zukunft erst noch vor sich. Zwar könne er verstehen, „dass aus dem Gefühl heraus, dass bisher homosexuell liebende Menschen sich diskriminiert gefühlt haben und es auch waren“, gesagt werde, dass sie jetzt auch eine Ehe eingehen könnten. Doch biete man hier „für Ungleiches die gleiche Lösung an.“ Die befreiende Botschaft der Bibel werde sich auch diesbezüglich noch durchsetzen, wenn man „in einer ganz langen Perspektive“ denke. „Dieses Zutrauen habe ich einfach, weil ich feststelle, dass in der Bibel so viel konstruktives Potenzial zur Entfaltung des Lebens liegt.“ Er erinnerte: „Nicht umsonst finden wir gleich in den ersten Sätzen der Bibel die Aussage, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat. Lebensentfaltend ist meines Erachtens die Ehe zwischen Mann und Frau, völlig partnerschaftlich geführt. Positiv sind Entwicklungen wie die völlige Gleichberechtigung der Frauen – aber das hat nichts mit der Ehe für alle zu tun.“


Auch zum Lebensschutz sagte er gegenüber „idea“ Vertiefendes. Er könne in einer weiteren Liberalisierung des Abtreibungsrechts er nichts Fortschrittliches finden. Vielmehr werde das wirklich Lebensentfaltende auf Dauer durchsetzen. Außerdem wünschte er sich, dass die EKD das Thema Mission wieder höher bewerte.

Im vergangenen Jahr war Bischof Abromeit als erster und bisher einziger Bischof der EKD zum Marsch für das Leben gekommen, dort hatte er am ökumenischen Gottesdienst mitgewirkt, kath.net hat berichtet.

Foto Bischof Abromeit (c) Nordkirche


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Lesermeinungen

 Montfort 17. September 2019 

@Chris2 - Nun, da Bischof Abromeit am 13. Oktober 1954 geboren ist,

geht er wohl in Pension. Verheiratet, Vater von 5 Kindern, hat über die Christologie Dietrich Bonhoeffers promoviert, etc. C klingt gut.


9
 
 Chris2 17. September 2019 
 

Gutes Statement.

Aber warum ist Bischof Abromeit "scheidender Bischof"? Turnus (die Protestanten kennen ja keine Bischofsweihe)? Alter (so alt wirkt er nicht)? Oder war er den bekennenden (gut, ,angesichts der Muslime auf dem Tempelberg beim gemeinsamen Urlaub Strip eher nicht) "deutschen Christen" um Bedford-Strohm und Marx etwa nicht zeitgeistig genug? Fragen über Fragen.


8
 

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