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Bischof von Aachen: Kein Frauenpriestertum! - "Ich sehe mich als Bischof daran gebunden!"

17. August 2020 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Bischof Helmut Dieser am 15. August: "Gerechtigkeit ist nicht, dass alles gleich wird, sondern dass das Verschiedene sich füreinander frei und echt entfalten kann."


Aaachen (kath.net/rn)

Der Aachener Bischof Helmut Dieser hat am 15. August bei einer Predigt im Aachener Dom zum Streit um die Stellung der Frau in der Kirche Stellung genommen und dabei von einem geistlichen Kampf gesprochen. Dieser erinnerte in dem Zusammenhang, dass die letzen drei Päpste ohne Unterschied gesagt haben, dass die Kirche keinen Auftrag habe, Frauen zu Priestern zu weihen. Er sehe sich als katholischer Bischof daran gebunden. "Gerechtigkeit ist nicht, dass alles gleich wird, sonder dass das Verschiedene sich füreinander frei und echt entfalten kann.", betonte der Bischof. "Wir alle in der Kirche sind in gleicher Weise von Gott angeommen, als seine Kinder, einmalige Personen, geliebt von Gott, bis in seine Ewigkeit."


Foto: (c) youtube

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Lesermeinungen

 Montfort 20. August 2020 

Werter @Norbert Sch?necker

"Ich vermute natürlich, dass meine Berufung echt ist, und dafür bin ich in aller gebührenden Demut dankbar. Aber Garantie habe ich dafür keine."

Garantie gibt es im Glauben nie. Aber wenn Sie versucht haben, einen ehrlichen Weg der Berufung zu gehen, sich zu etwas für Sie grundsätzlich Möglichem berufen erlebt haben (was über Gefühle hinausgeht), diese Berufung durch die Kirche prüfen haben lassen und in der Weihe im Glauben die Zusage Gottes angenommen haben, dann dürfen Sie GEWISS sein, dass Sie dazu berufen sind. Ihre Motivation und Ausrichtung innerhalb dieser Berufung dürfen Sie ihr Leben lang prüfen, erneuern, durchhalten, dankbar Gott hinhalten.

Nicht Gefühle können Ihnen diese Gewissheit geben, sondern nur Ihre tägliche Hingabe im Dienst, in dem Sie erleben, was Gott an Großem im Leben der Menschen wirkt, auch in Ihrem Leben als Priester.

Die Liebe fragt nicht nach "Garantien", sondern schenkt sich hin und erlangt darin - unabhängig von Gefühlen - die Gnade der Gewissheit.


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 Norbert Sch?necker 19. August 2020 

@ S.g. Montfort!

Mein Sorge ist die: Wenn eine fromme und ernsthafte Ordensfrau eine Begeisterung für Christus und für die Sakramente mit einer Berufung zum sakramentalen Priesteramt verwechselt (was ich jetzt einmal andenke, ich weiß es nicht, ich bin nicht ihr geistlicher Begleiter) - dann kann das auch mir geschehen. Ich bin schließlich auch nur ein armer Sünder.

Ich vermute natürlich, dass meine Berufung echt ist, und dafür bin ich in aller gebührenden Demut dankbar. Aber Garantie habe ich dafür keine.

Und dass die Kirche auch schon Männer geweiht hat, deren Berufung nicht echt oder sogar vorgetäuscht war (siehe DDR), das wissen wir schließlich auch.

Es ist wahrscheinlich ein sehr ähnliches Problem wie die Frage, vor dem die Partner vor einer Hochzeit stehen: ist das echt, oder ist es "nur" Schwärmerei?

Aber dass in einem Leben mit Christus stets auch ein Risiko zum Irrtum bleibt, ist ein allgemein spirituelles Thema und hat nichts mehr mit dem Frauenpriestertum speziell zu tun.


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 Montfort 19. August 2020 

@Norbert Sch?necker - Noch ein Nachtrag...

"Woher soll ich wissen, dass nicht auch meine Berufung, meine Ziele und meine (menschlichen) Ideale bestensfalls ein Irrtum, schlimmstenfalls eine List des Versuchers sind?"

SIE haben doch die Berufung zu etwas Möglichem verspürt (als Mann die Person Jesu Christi, wahrer Gott und wahrer Mensch, zu repräsentieren - menschlich und mit göttlichem Auftrag, dort wo ER SELBST wirkt) und die Kirche hat diese Berufung geprüft und als echt anerkannt, im Sakrament hat Gott sie besiegelt.

Eine Frau KANN NICHT einen Mann als Person repräsentieren - das brauchte nicht einmal Maria zu tun. Eine "gefühlte Berufung" zu etwas Unmöglichem kann aber schon allein vernunftgemäß NICHT ECHT sein.

Wozu aber ALLE berufen sind: die eigene Hingabe an Gott ganz zu leben - das ist, bei aller Unvollkommenheit, die christliche Heiligkeit.


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 Montfort 19. August 2020 

Liebe @Lilia!

Danke für den lieben Gruß. Derzeit pausiere ich etwas, lese aber gelegentlich.

Die Frage ist ja die Möglichkeit der Repräsentanz einer PERSON, nicht einer Funktion.

Könnte man in der Repräsentanz einer Person die Geschlechter beliebig austauschen, müsste man wohl auch "Romea und Julio" aufführen - gewonnen wäre dadurch nichts, aber das Verwirr-Theater wäre perfekt. ;-)


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 Lilia 18. August 2020 
 

@Montfort

Schön mal wieder etwas von Ihnen zu hören und zu lesen! Ihre stets kompetenten Beiträge sind mir bereits richtig abgegangen.


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 Montfort 18. August 2020 

Werter @Norbert Sch?necker - Auch ich kenne einzelne Frauen, die sich berufen "fühlen", Priester zu

Doch: Eine nicht unbedeutende Zahl von ihnen gibt aber irgendwann aus Neid oder Enttäuschung recht früh die Praxis des Empfangs der Sakramente auf, die sie empfangen könnten (Beichte, Krankensalbung) und "beschränkt" sich auf die Eucharistie - wenn sie diese nicht sogar in privaten (Frauen-)Gruppen nachahmend "simulieren". Die von Ihnen beschriebene Ordensfrau scheint da eine Ausnahme zu sein.

Was diese Damen aber leider beständig ignorieren und verleugnen, ist die natürliche Tatsache, dass eine Frau als Person nicht leibhaftig (!) einen Mann in seiner leib-seelisch-personalen Hingabe repräsentieren kann! Der Priester steht für die Person Jesu Christi, nicht für irgendeine Funktion! Der Priester steht mit seiner ganzen Person für eine andere Person - deshalb ist nicht er wichtig und entscheidend handelnd, sondern die repräsentierte Person, JESUS CHRISTUS in Seinem Handeln.

Glücklich jeder Mann und jede Frau, der/die das im Glauben an Christus erkennen darf!


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 SCHLEGL 18. August 2020 
 

Selbstverständlichkeit

Bischof Dieser hat klar mit dem Lehrschreiben von Papst Johannes Paul II argumentiert. Man könnte diese Argumentation auch noch wesentlich vertiefen.
Alle Kirchen,denen die Geschichte des 1. Jahrtausends gemeinsam ist,kennen KEINE Priesterweihe der Frau. Die älteste Altorientalische Kirche (Assyrer-früher "Nestorianer" genannt), haben sich bereits nach dem Konzil von Ephesos 431 von der Gesamtkirche getrennt.Ebenso 20 Jahre später (Chalzedon 451) die Kopten, Äthiopier, Westsyrer, Armenier.
Die Westsyrer weihen bis heute Frauen zum Diakon,niemals zum Priester! Der hl.Johannes Chrysostomos († 407) hatte eine Diakonin (Olympias),die auch am Altar diente. Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Alexandria,Theodoros II. weihte vor einigen Jahren eine Diakonin für Afrika.
Wohlgemerkt, für die Wünsche IN WESTEUROPA, kann dies sicher KEIN Vorbild darstellen, weil es da entsprechende Forderungen zumeist um Macht und Selbstdarstellung geht,die den Frauen der orientalischen Kirchen fremd ist.


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 Chris2 18. August 2020 
 

@Nazareth

Was haben die Frauen und was hat der Pfarrer denn konkret gesagt? War es nur ein unglückliches Zusammentreffen, haben der Pfarrer oder die Frauen seltsame subjektive Meinungen geäußert oder hat gar eine der beiden Seiten Lehren vertreten, die dem Glauben widersprechen? Ohne konkrete Details kann alles der Fall sein.
Sehen Sie, ich bin in einem "klassisch katholischen Umfeld" aufgewachsen, habe zig gute Priester kennengelernt und fromme und engagierte Frauen erlebt, für die die Tatsache, dass Christus nur Männer zu Aposteln berufen und mit der Feier der Eucharistie beauftragt hat, ein selbstverständlicher Auftrag Gottes war und ist. Wenn mich ein Freund bitten würde, auf sein Haus aufzupassen, würde ich ja auch nicht ohne Rücksprache mit ihm Mauern versetzen, nur, weil ich einen anderen Zuschnitt angenehmer fände. Die Kirche ist keine Demokratie, sondern eine göttliche Stiftung zu unser aller Heil. Und wir sollen nicht alles endlos zerreden, sondern die Welt missionieren...


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 galil?a! 18. August 2020 
 

Zumal das Priestertum auch mit sehr vielen Gefahren verbunden ist. Schließlich haftet man für die Seelen seiner Gemeinde. Ist im allen Vorbild. Man steht in der jetzigen Zeit ein schwieriges Volk vor, dass oft geneigt ist zu widersprechen. Von außen trägt der Satan mit vielen Irrlehren auf die Gläubigen ein, Vergnügungen, Überfluss herrscht vor usw.…
Früher mussten viele Heilige Männer von vielen dazu gedrängt werden, dass sie ZB ein Bischofamt übernahmen. Sie waren sich bewusst welch große Verantwortung sie mit diesem Amte übernehmen und das sie nun die Sorge für einen großen Teil der Herde übernahmen. Das sie vor dem Herrn Rechenschaft für ihr Amt ablegen müssen. Aber durch ihre Heiligkeit wurden sie dazu berufen. Wohl haben die Menschen diese Heiligkeit gesehen und sie deshalb zu einen solches Amt genötigt. Schließlich sind sich durch ihr Amt die Diener von uns allen geworden. Deshalb sollten wir ihnen auch so gut folgen wie es uns nach unsern Gewissen möglich ist.


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 Paddel 17. August 2020 

@Norbert Schn?ecker

Die kl. hl. Theresia verspürte auch diese "Berufung".
Sie schreiben richtig: "Ein Mann". Wir dürfen den körperlichen Aspekt, den Leib nicht außer Acht lassen: "Theologie des Leibes". Der Leib spricht auch eine Sprache. Betrachten wir den Leib des Mannes innwendig und äußerlich und den der Frau innwendig und äußerlich und dann können wir unschwer dabei erkennen, dass es hier gravierende Unterschiede gibt, die auch etwas mit der inneren Sendung der Geschlechter zu tun haben. Dass Jesus Christus ein Mann war und ein Priester in Persona Christi handelt und Jesus Christus Bräutigam ist, so wie jeder Priester Bräutigam ist, das ist auch ganz leiblich zu verstehen.


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 JP2B16 17. August 2020 
 

@ verehrter Norber Sch?necker

Herzlichen Dank für Ihre Zeilen und den korrekten Hinweis, dass es Empfindungen der Ordensfrau waren.
Sind es wirklich allein Fähigkeiten, Glaubenskraft, eine tiefe Spiritualität, die maßgeblich für das Vernehmen eines möglichen Rufs sind? Ist es nicht mehr eine innere Gewissheit, deren Entstehung man sich selbst rational nicht zu erklären weiss - mehr ein untrügliches Gefühl des Richtigseins, genau am richtigen Platz im eigenen Leben zu sein - und eine unerklärliche Sehnsucht am Erlösungswerk noch mehr mitwirken zu wollen.

Die Ordensfrau hat wie Sie ihre besondere Berufung gefunden. Ich denke man darf sich auch selbst nicht überfordern und das Priestertum in einer Weise überhöhen, dass es die "weltliche" Seite der "Person" Mann eigentlich nicht mehr zulässt. Ich denke es steht und fällt mit der Gebetspraxis. Gott erhört den, der zu ihm ruft und wird ihn nie alleine lassen. Einem "Eignungskatalog" bei der Entscheidung Vorrang zu geben, dürfte früher oder später zum Scheitern führen.


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 laudeturJC 17. August 2020 

Gehorsam

ist eine christliche Grundtugend. Gegen Eltern und Vorgesetzte, gegen Ordensobere und Kleriker, gegen Gott. Aber Vorsicht! Man ist mit der Berufung auf den Gehorsam nicht davon befreit, sich für das Gute und Wahre zu entscheiden. Einem Vorgesetzten, einem Priester oder Bischof, der in einer wichtigenSache wiederholt etwas falsches oder schlechtes sagt oder verlangt, darf man NICHT folgen. Man muss sich zurückziehen, ins Gebet gehen, mit anderen beraten etc. Ansonsten wird man zum Komplizen des Falschen und Bösen. - Was wäre geschehen, hätte der Hl. Athanasius einen zu engen Begriff des Gehorsams gehabt...wer ist heute „Arius“ und wer „Athanasius“?


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 Stefan Fleischer 17. August 2020 

Apropos Gehorsam

«Christus war gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.» (vgl. Phil 2, 6-11) Ohne seinen Gehorsam wären wir nie erlöst worden. Deshalb gehört der richtig verstandene Gehorsam unbedingt zur Nachfolge des Herrn. Deshalb gehört der Gehorsam auch zu den Gelübden der gottgeweihten Personen.
Aber auch im Leben von uns einfachen Gläubigen ist er eine wichtige Tugend. Wir können nicht wirklich Gott dienen ohne ihm gehorsam zu sein. Und auch im zwischenmenschlichen Bereich spielt der Gehorsam eine wichtige Rolle. Wo es nur noch Häuptlinge gibt, aber keine Indianer mehr, kann keine Gemeinschaft überleben, auch die Kirche nicht. Wenn heute der Ungehorsam oft als Tugend einher kommt, so ist dies die Handschrift Satans. Ungehorsam kann zwar unter Umständen unausweichlich werden. Eine Tugend aber ist er auf keinen Fall. Der Blick auf da Kreuz unseres Herrn kann uns da oft den richtigen Weg aufzeigen.


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 Chris2 17. August 2020 
 

Schön zu lesen, dass es kaum bekannte

Bischöfe bei uns gibt, die noch klar zu den "Tatsachenentscheidungen" Christi, den Lehren seiner Kirche und der hunderter Päpste bis (mindestens) Papst Benedikt XVI. stehen...


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 lesa 17. August 2020 

Die Frau hat ein Priestertum, aber kein amtliches, sondern ein mindestens genau so wichtiges ...

Danke für das mutige, klärende Bischofswort! Das hilft vielen!
@norbert Schnecker: Dass diese Frau und andere sich berufen fühlen, ist vorstellbar. Was nicht heißen kann, dass sie es sind, jedenfalls nicht zum Amtspriestertum. Aber an Ihrer Stelle würde ich dieser offensichtlich gutwilligen Frau das Buch von Oda Schneider besorgen "Das Priestertum der Frau". Das könnte ihr viel geben!


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 Norbert Sch?necker 17. August 2020 

@ Sg JP2B16!

Da ich dieselben Bedenken habe wie Sie (Kommt diese Berufung wirklich von Gott, und ist sie wirklich eine Berufung zum sakramentalen Priesteramt?) habe ich bewusst formuliert "sie fühlt sich berufen" und "sie empfindet ihre Berufung". Dass sie so empfindet (oder zumindest vor 20 Jahren so empfunden hat), ist nun einmal eine Tatsache.

Was mich ins Grübeln bringt: ein Mann mit ihren Fähigkeiten, ihrer Glaubenskraft und ihrer tiefen Spiritualität würde wahrscheinlich ohne Bedenken die Weihe erhalten. Das beweist wieder einmal, dass die "Unterscheidung der Geister" eine sehr knifflige Sache sein kann. Auch für Menschen, die im Glauben fest verankert sind.

Anders gefragt: Woher soll ich wissen, dass nicht auch meine Berufung, meine Ziele und meine (menschlichen) Ideale bestensfalls ein Irrtum, schlimmstenfalls eine List des Versuchers sind?

Die geschilderte Ordensfrau versinkt nicht in Grübeleien, sondern geht den Weg des Gehorsams zur Kirche. Der ist manchmal mühsam, aber er ist sicher.


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 JP2B16 17. August 2020 
 

Einspruch sehr verehrter Hochwürden "Sch?necker" ;-)

... so tragisch das für die gute Ordensfrau vielleicht ist, aber einen wahren Ruf Gottes kann sie als Frau gar nicht verspüren. Ein Gefühl im ungünstigsten Fall der Schwärmerei oder auch eine wirklich gespürte innige Liebe zu unserem Herrn, die dann auch verständlicherweise nach innigster personaler Nähe drängt, darf dennoch nicht mit einem Ruf Gottes der wesenshaften Stellvertretung mit all ihren bisweilen unterschätzten Spezifika verwechselt werden. So gesund und vortrefflich geeignet ein Apfel als Speise ist, er wird als Gewächs niemals ein von Gott erwähltes Gemüse sein können. S.E. Bischof Dieser hat es sehr verständlich ausgedrückt: "Gerechtigkeit ist nicht, dass alles gleich wird, sondern dass das Verschiedene sich füreinander frei und echt entfalten kann." Ein süßer Apfel schmeckt köstlich zu warmen Blaukraut, zu Essiggurke im lauwarmen Kartoffelsalat.


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 SalvatoreMio 17. August 2020 
 

"Ein Priester muss sein ganz groß und ganz klein ..."

@nazareth: Sie sprechen ein wichtiges Thema an, nämlich das der PERSÖNLICHKEIT des PRIESTERS. Für gedeihliches Wirken reicht das Theologiestudium bei weitem nicht aus, sondern vielmehr bedarf es eines gesunden Charakters, Herzensbildung, Neidlosigkeit usw. (das gilt natürlich ebenso für andere hauptamtl. Mitarbeiter). Neid, Missgunst, Überheblichkeit usw. machen vieles kaputt.- Mein Pfarrer hatte in seinem Zimmer die "Salzburger Handschrift aus dem Mittelalter" hängen: "Ein Priester muss sein ganz groß und ganz klein ... (am Ende): vertraut dem Leide, weitab vom Neide". Man findet den Text im Internet unter: "Wie soll ein Priester sein?" Dieser Text IST WERTVOLL FÜR JEDEN CHRISTEN!


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 nazareth 17. August 2020 
 

Schade dass es so wenig echte Kommunikation gibt in der Kirche.Ich habe wirklich katholische Frauen gefragt,warum sie für Leitung von Frauen sind.Sie sagten,dass sie aufbauen,einladen,lehren und vorbereiten zur Erstkommunion,Firmung,vor Hochfesten und Kinder und Eltern seien dankbar,dann kommt der Pfarrer,predigt irgendetwas thematisch zur Erstkommunion Unpassendes und Unverständliches und wirft alles um und geht wieder.Die Eltern und Kinder kommen wegen dieses Spannungsfeldes nie wieder.Da geht's nicht ums nach dem Mund reden,gefällig anbiedernd zu sein sondern um mangelnde Ausbildung und Fähigkeiten und Reflexion der Priester.Die Weihewürde ist eines,aber auch das Verschenken an die Menschen und ihre Ängste und Sorgen,Freuden und Hoffnungen zu teilen,allen alles zu werden und als Hirt zu Gott voranzugehen und den Weg aufzuzeigen.Ich sehe starken Nachholbedarf in der Qualität der Leiterschaft,katholischen Theologie,Lebens-und Sozialberatung und Gemeinschaftsfähigkeit von Priestern


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 Norbert Sch?necker 17. August 2020 

Ein Beispiel für Katholizität

Als Mann redet sich's da ja leicht.

Ich kenne eine Frau, die sich zur Priesterin berufen fühlt. Sie erfüllt auch die Qualifikationen: sie hat Theologie studiert; sie hat die Ausbildung zur Pastoralassistentin; sie leitet Exerzitien; sie lebt zölibatär (als Ordensfrau); und das schönste: wenn im Dom Priesterweihe ist, dann steht sie nicht mit anderen Frauen demonstrierend draußen, sondern betet im Dom für die Neupriester. Von ihrem Wunsch weiß ich nur aus einem vertraulichen Gespräch, sie posaunt das nicht herum.

Das, was sie als ihre Berufung empfindet, kann sie nicht werden. Aber sie ist nicht beleidigt, sondern sie tut mit Begeisterung, was sie kann und darf. Diese Haltung nötigt mir größten Respekt ab.


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 SalvatoreMio 17. August 2020 
 

Eine klare Ansage!

Vielen Dank, Herr Bischof Dieser! - Es gibt so viele Möglichkeiten für Frauen, mit ihren Talenten Christus zu dienen - sei es im Gebet für das Heil der Welt oder um Linderung von Not; sei es in der Familie, im sozialen Umfeld, in der direkten Seelsorge, im schlichten Zeugnisgeben! - Ich bin gewiss, Gott wartet darauf, dass viele ihm ihr Herz und ihre Zeit schenken - weil sie berufen sind zum allgemeinen Priestertum.


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 galil?a! 17. August 2020 
 

Der Hl Paulus im Heiligen Geist hat ganz klar das Frauen Priestertum ausgeschlossen

Sie sollen nicht in der Kirche lehren.
Aber es steht den Frauen alles offen. Ja das ganze Himmelreich steht ihnen offen, wenn sie auf den Herrn hören.
Frauen waren außerhalb des Gottesdienstes Apostelinnen, Diakoninnen, Kirchenlehrerinnen, geweihte Jungfrauen und füllten sämtliche weitern Funktionen aus.
Vor allem die geweihten Jungfrauen und den Nonnen möchte ich größte Ehre geben aber auch allen andern Frauen, die sich in Wahrheit in der Kirche engagieren. ZB Mütter die ihre Kinder gottesfürchtig erziehen, einfach allen die eine Stütze der Kirche sind.
Der Herr ist barmherzig und will die Frauen schützen, damit es ihnen nicht ergeht wie der Eva, die sich ja verführen lassen hat vom Satan.
Die Eva wurde verführt von diesem bösen Wesen. Der Mann aber nahm die Frucht von seiner lieben Frau. Es besteht ein großer Unterschied, wenn man einen Vertrauten etwas zu tun nachgibt was man eigentlich nicht tun darf als wenn man von einem argen und bösen Wesen sich täuschen lässt.


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 mphc 17. August 2020 

Danke für Ihre Predigt

mit dem Hinweis, dass die letzten drei Päpste, also auch Papst Franziskus, festgestellt haben, dass die Kirche nicht die Vollmacht hat, Frauen zu Priesterinnen zu weihen.
Beharren auf der Weihe von Frauen führt unweigerlich zu Depressionen


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