Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  7. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  8. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

SELK-Bischof gibt kraftvolles Hirtenwort zum EKD-Familienpapier

4. Juli 2013 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Lutherischer Bischof Voigt: Jungen Menschen Mut zu Ehe und Familie machen - Es brauche heute Christen, die sehr bewusst eine kirchliche „Gegenkultur“ leben


Hannover (kath.net/idea/red) Mit einem Hirtenwort hat der Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Hans-Jörg Voigt (Hannover), auf die Orientierungshilfe des Rates der EKD zur Familie reagiert. In dem Familienpapier rückt das Leitungsgremium von der Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das unter anderem auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt.

Wie Voigt schreibt, hat Verunsicherung nun auch „den inneren Bereich der Kirchen erreicht“. Mit dem Hirtenwort wolle er für den Fragenbereich von Ehe und Familie an die Grundlage der Heiligen Schrift und das Bekenntnis der Kirche erinnern.

Er ermutigt besonders junge Menschen, „sich auf eine Eheschließung und auf die Gründung einer Familie mit Kindern einzulassen“. Es brauche heute Christen, die eine Zustimmung aus der Gesellschaft zu biblisch ausgerichteten Lebensentwürfen nicht mehr erwarteten und daher versuchten, sehr bewusst eine kirchliche „Gegenkultur“ zu leben, schreibt Voigt. Die neutestamentlichen Mahnungen, sich von „Unzucht“ fernzuhalten, machten deutlich, dass die frühchristlichen Gemeinden sich als eine solche Gegenkultur zu einem hellenistischen Heidentum verstanden haben.


Weiter betont Voigt, dass die Ehe nach lutherischem Verständnis unauflöslich ist. Jesus selbst habe dies bekräftigt. Hinter diesen biblischen Anspruch könne die Christen nicht zurück, wenngleich Situationen möglich seien, in denen eine Scheidung das „geringere Übel“ sei.

Mut macht Voigt auch zu einem Leben mit Kindern: „Jedes Kinderlachen und jede Kinderträne, die nach Trost fragt, ist ein Gegenentwurf zu einer Welt, in der Gewinnstreben und Materialismus weithin beherrschend sind.“ Junge Menschen ermutigt Voigt, Kinder als Gabe Gottes anzunehmen.

Kein Segen für homosexuelle Paare

Auch zu Polygamie (Vielehe) und Homosexualität äußert sich der Theologe. Die Vielehe der alttestamentlichen Vätergeschichten sei bereits im Fortgang der Geschichte Israels abgelöst worden: „Jesus, mit ihm das Neue Testament und in seinem Gefolge die weltweite Christenheit vertritt die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau mit der grundsätzlichen Möglichkeit der Zeugung von Kindern als den von Gott gewollten Lebensentwurf; daneben steht die Ehelosigkeit als die andere rechtmäßige Option.“ Das neue Testament kenne keine anderen Lebensmodelle als „Ehe und Familie bzw. die Ehelosigkeit als besonderes Charisma“.

Homosexualität werde von der Heiligen Schrift in großer Klarheit als nicht gottgewollt und als Sünde bezeichnet: „Deshalb kann die Kirche keine gleichgeschlechtlichen Paare segnen.“

Dass die Christen homosexuell empfindenden Menschen respekt- und liebevoll begegneten und zudem gegen ihre Diskriminierung aufträten, sei „Frucht und Folge gewinnender Liebe Christi, die allen Menschen gilt“.

Voigt bittet die Pfarrer und Pastoralreferentinnen der SELK darum, dieses Hirtenwort den Gemeinden bekannt zu machen und besonders in Konfirmandenklassen, Jugendkreisen und Gemeindekreisen zu thematisieren.

Zwischen der SELK und den kirchlichen Gemeinschaften der EKD besteht wegen mangelnder Lehrübereinstimmung keine Kirchen- und Abendmahlsgemeinschaft. Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche umfasst 175 Gemeinden mit rund 34.000 Mitgliedern.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Die Geburt des neuen Antisemitismus aus dem verurteilten alten Antisemitismus
  4. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  5. Papst Leo XIV. berät mit seinen Behördenleitern
  6. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  7. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  8. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  9. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  10. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  11. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  12. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  13. Maria, die Mutter des Friedens
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz