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Capax Dei

25. September 2013 in Buchtipp, 8 Lesermeinungen
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Ein neues Buch mit ausgewählten Gedanken Kurt Krenns zeigt die Tiefe seines philosophischen Denkens. Von Christoph Hurnaus


Linz (kath.net/ch) Neun Jahre nach seinem krankheitsbedingten Rückzug erinnern sich viele Menschen heute an den bisweilen streitbaren Kirchenpolitiker, an den schlagfertigen Gesprächspartner in vielen Talk-Shows, auch – und nicht zuletzt – an den leutseligen, den einfachen Menschen zugewandten Oberhirten Kurt Krenn. Nur wenige seiner Bewunderer und Gegner wissen, dass Kurt Krenn mit Leib und Seele Professor und akademischer Lehrer war. Daran erinnert Kardinal Walter Brandmüller in einem Geleitwort zu dem gerade erschienenen Buch „Capax Dei.“ Ein Professorenkollege und Freund von Bischof Krenn, Kardinal Marian Jaworski, der ein weiteres kurzes Geleitwort zu diesem Buch verfasst hat schreibt, dass das dieses Buch die Tiefe seines philosophischen Denkens zeigt und seine wahrhaftige katholische Theologie vorstellt.

Stephan Baier, der Österreich- und Europakorrespondent der „Tagespost“, der ab 1984 Student des ehemaligen Regensburger Philosophieprofessors und späteren Bischofs von St. Pölten war, schreibt in einer Einführung zu dem Buch: „Müsste ich in einem Satz sagen, worum es dem Philosophen und Theologen Kurt Krenn wohl ging, so würde ich zitieren, was er mir in einem Interview 1989 sagte: ,Der Mensch hat ein Recht auf die Wahrheit und ein Recht auf Gott.´ Dieses Postulat setzt die Gott-Fähigkeit des Menschen voraus, denn der Mensch kann nur ein Recht auf die Wahrheit haben, wenn er wesentlich wahrheitsfähig ist, die Wahrheit nicht selbst machen und erdenken muss, sondern sie erkennen und anerkennen kann. Der Mensch kann nur Gott-fähig sein, wenn es bei aller stets größeren Unähnlichkeit jenes Minimum an Ähnlichkeit gibt, die wir Gottebenbildlichkeit nennen und als Christen im Schöpferwillen festmachen.“


Baier erinnert sich, dass die Regensburger Vorlesungen Kurt Krenns das Gegenteil von Dialogverweigerung waren: „Kluge Fragen und argumentierter Widerspruch waren ihm stets willkommen; gedankenloses Nachplappern war ihm ebenso zuwider wie argumentationsfreie Zustimmung.“ Kardinal Walter Brandmüller wiederum findet besonders charakteristisch für Kurt Krenns Denken die Wahl seiner Themen, die ausnahmslos ins Zentrum der Probleme unserer Zeit zielen: Gott – Wahrheit – Mensch. Davon legt das vorliegende Buch, das eine Auswahl aus Krenns teilweise zum ersten Mal veröffentlichten Schriften enthält, ein eindrucksvolles Zeugnis ab.

Inhaltsangabe:
- Die Frage nach der Wirklichkeit
- Seele und Gewissen
- Zum Verhältnis von Wahrheit und Freiheit
- Existiert Gott?
- Erkenntnis und Erfahrung
- Die Wahrheit des Menschen
- Der theologische Pluralismus
- Die Wesens- und Identitätsfrage der Kirche
- Gewissen und Wissenschaft
- Geschichtsphilosophien und Utopien

Lesetipp:
Capax Dei
Kurt Krenn
Verlag St. Josef
Gebundene Ausgabe, 294 Seiten
ISBN: 978-3901853272
Preis: Euro 19,90

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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 26. September 2013 
 

Politische Rancunes @Inigo

Ebenfalls scheint Politik eine Rolle zu spielen:
Der große Laienprotest in Flandern gegen das pädophile Religionsbuch "Roeach" wurde von Kard.Danneels, dem flämischen Episkopat und dem Nuntius Rauber it allen Mitteln bekämpft.
Da die Führerin dieses Protsts, eine Mutter von 4 kindern, damals flämischnationales Parlamentsmitglied war (inzwischen unabhängig), wurde von der gedruckten Presse dieser gesamte Skandal totgeschwiegen und vertuscht; es haben sich damals sehr viele Politiker und Journalisten die Hände verbrannt durch schuldiges Versäum; und keiner will etwas davon wissen.
Insoweit wurden beim Bischof Krenn andere Maßstäbe angewandt als bei anderen.
Höchst bewundernswert ist jedoch seine Demut, still zu gehorchen; gerade diese Reaktion, geehrter @Inigo, habe ich ein wenig vermißt bei den Jesuiten, als der sel. Papst Johann Paul II P. Dezza SI als Administrator in den Jesuitenorden einsetzte.


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 Hadrianus Antonius 26. September 2013 
 

Capax Dei @Inigo @Bern2 I

"Capax Dei": aktiv und engagiert Gott aufnehmend und aufnehmen wollend und könnend- allein schon dieser Titel zeigt von der theologischen Qualität v. Bischof Kurt Krenn.
Der Rücktritt v. B.Krenn kadert in der damaligen Zeit(2003/2004) und in dem damaligen politischen Klima.
In den späten 70er, 80er und 90er Jahren hat es viele Seminarien mit Homosxualität gegeben, die nicht geschlossen wurden; das CPRL in Antwerpen, hottester H.Club aldort, wurde in aller Stille 1999 geschlossen weil zuviel Skandale auftauchten; der Leiter, stark beschädigt, wurde aufgefangen v. Pädobischof vGheluwe und zu Dechant in Kortrijk ernannt; dies entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem rosa Dekanat- an die folgen laboriert man bis jetzt.
In Belgien wurde ein Weihbischof gerichtlich gestraft; abgesehen v. vGheluwe wurde jedoch niemand zum Rücktritt überredet- der schwerst involvierte Kardinal wählte auch noch bei den Konklaven in 2005 und 2013;
Scham ist sehr unterschiedlich ausgeprägt.


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 Wuna 26. September 2013 
 

Aber Hallo!

@Chris
'Beim Herunterladen von jedweder!! Pornographie nimmt zunächst nur die eigene Seele Schaden'.
Was soll denn das?? Es ging um Kinderpornographie und der Besitz derselben ist strafbar. Warum wohl? Weil Kinder auf das Übelste ausgebeutet werden. Es kommen sehr wohl Menschen zu Schaden, nicht nur wenn man ihnen Geld abluchst.
Der Fall, auf den Sie sich (vermutlich) beziehen, ereignete sich im Bistum Eichstätt. Es ging um ein hübsches Sümmchen. Der Bischof hieß Walter Mixa. Die beiden Kandidaten wurden auch noch in einer Herren Sauna erwischt, verließen aber das Priesterseminar.


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 Chris2 26. September 2013 
 

Aber Hallo...

@Bern2 Bischof Kurt Krenn hat erstens nicht selbst etwas strafbares heruntergeladen und zweitens den Vorfall umgehend der Polizei gemeldet, was der Zuständige damals auch bestätigt hat. Soweit dazu. Ich erinnere mich (@Iñigo) außerdem, daß etwa gleichzeitig in einem süddeutschen Seminar ein Kandidat war, der alten Damen ihr Geld abgeluchst hatte und deshalb verhaftet wurde. Der zuständige Bischof trat aber weder zurück, noch wurde eine vatikanische Kommission eingesetzt, obwohl hier definitiv Menschen zu Schaden kamen (während beim reinen Herunterladen jedeweder Pornographie zunächst einmal nur die eigene Seele Schaden nimmt...).
Schließlich erinnere ich mich auch (@Wiederkunft), daß Bischof Krenn der Kandidat von einem seiner Kritiker (damaliger Leiter eines Späütberufenenseminars) empfohlen worden sein soll. Kann das jemand bestätigen?
Jedenfalls wünsche ich dem - meines Wissens schwerkranken - Streiter für die "Sache Jesu", Bischof Krenn, alles Gute und Gottes Segen!


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 Bern2 25. September 2013 
 

@Wiederkunft

Mag Kurt Krenn ein guter Theologe sein, das Herunterladen von Kinderpornographie ist aber eine Straftat, und homosexuelle Handlungen sind in einem Priesterseminar absolut nicht hinnehmbar. Wer so etwas "zu wenig ernst nimmt" und gar als "Budendummheiten" tituliert, ist als Bischof nicht tragbar.

Außerdem stand Kurt Krenn dem FPÖ-Vorsitzenden Jörg Haider wohl positiv gegenüber. Ich weiß nicht, wie andere das sehen, aber für mich ist so ein Bischof schon sehr zweifelhaft.


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 Wiederkunft 25. September 2013 
 

Inigo

Lieber Inigo. Das was sie hier auf zählen sind zwar die Fakten, aber vorher gingen jahrlange Verfolgungen durch die Medien voran. Man wollte ihn um jeden Preis los werden, weil er unbequem war. Die ganze Diözese war destabilisiert. Und deshalb die Entscheidung des Papstes. Es entstanden zu dieser Zeit die Vereine "Wir sind Kirche" usw. Diese Kirchenrevolten nahmen hier den Anfang. Man munkelte auch, das der Seminarist eingeschleust wurde. Bischof Krenn nahm den Vorfall leider zu wenig ernst, das hat im schlussendlich sein Amt gekostet. Er konnte damals noch nicht wissen ,wie groß der Sexskandal in der Kirche noch werden würde, und das es sich hier nicht um einen Bubenstreich handelt. Man darf auch nicht vergessen, das in seine Amtszeit der Skandal Groer gefallen ist, und Bischof Krenn ihn immer verteidigt hat. Auch ich hätte damals für Kardinal Groer die Hand ins Feuer gelegt!


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 Iñigo 25. September 2013 

@Erster

Vielleicht kann ich Ihrer Erinnerung auf die Sprünge helfen:
1. Ein Priesterseminarist in St.Pölten wurde rechtskräftig zu einem halben Jahr Gefängnis (auf Bewährung) wegen Besitzes kinderpornographischen Materials verurteilt.
2. Bischof Krenn wurde nicht "von der Presse abgesägt", sondern Bischof Küng hat als Apostolischer Visitator die Vorgänge in St.Pölten untersucht. Das Priesterseminar wurde deshalb 2004 in Übereinstimmung mit der Bildungskongregation vorübergehend geschlossen.
3. Bischof Krenn trug für die Vorgänge als Bischof die Letztverantwortung. Sein Rücktritt erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch Papst Johannes Pauls II.
Dass Bischof Krenn dazu keine Stellungnahme abgegeben hat, bedeutet keineswegs, dass "die Sache nie geklärt wurde".
Kirchenrechtlich und faktisch ist sie das sehr wohl; der Papst selbst hat die Konsequenzen gezogen.
Mehr kann man als romtreuer Katholik nicht verlangen: Roma locuta - causa finita.


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 Ester 25. September 2013 
 

Krankheitsbedingter Rückzug,

das ist wohl der Oberhammer!
Hammer vergessen, dass die Sache nie geklärt wurde?
Dass bei Krenn das erste Mal die Medien einen Bischof abgesägt haben?
Ach ja und jetzt wo er erledigt ist, nichts mehr zu sagen hat, da loben wir ihn über den grünen Klee!


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