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'Die Liebhaber der Kirche'

2. Oktober 2017 in Österreich, 6 Lesermeinungen
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Herbsttage der Loretto-Gemeinschaft: Das konservative und das progressive Erfolgskonzept sind beide Irrtümer


Wien (Loretto-Gemeinschaft): Von „falschen Liebhabern“ oder „Exerzitien als Wüstensimulator“ war gestern Abend in der mit mehr als 300 Teilnehmern gut gefüllten Kirche St. Florian bei den Loretto Herbsttagen die Rede. Der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky (Foto) sprach mit Andreas „Boppi“ Boppart, dem Leiter von „Campus für Christus“ in der Schweiz (eines der größten überkonfessionellen Missionsnetzwerke weltweit - http://www.cfc.ch/) und Berna Lang, Leiterin der Jüngerschaftsschule „J9“ in der Home Missionbase in Salzburg über die Bedeutung der Wüste im spirituellen Leben.
Angesprochen auf das biblische Bild des Propheten Hosea, in dem die vom Herrn in die Wüste geführte Kirche als Braut untreu wird und anderen Liebhabern nachrennt, meinte Weihbischof Turnovszky: „Die Kirche in Europa durchquert eine Zeit der Wüste. Und es gibt die Liebhaber: den Erfolg und die Sicherheit. Das mit dem pastoralen Erfolg geht derzeit nicht so, daher blüht mehr die Sicherheit auf. Und da sehe ich zwei Konzepte, die mir beide Irrwege zu sein scheinen. Das konservative Erfolgskonzept schaut zurück und erinnert sich nostalgisch an Zeiten, in denen Kirchen voll waren und sagt wir müssen zurück, denn früher war es besser. Das progressive Erfolgskonzept richtet den Blick nicht nach vorne, sondern zur Seite. Wir müssen uns orientieren an den Menschen rechts und links neben uns, an den Zeitgenossen, an der Moderne. Wir müssen endlich das einführen was gang und gebe ist, dann werden wir wieder attraktiv sein.“


Bei beiden Konzepten handle es sich laut dem Bischof aber um falsche Sicherheiten: „Ich glaube, dass weder das eine noch das andere das ist was der Herr Jesus Christus von uns möchte, sondern dass er uns lehren möchte, dass er unsere Sicherheit ist und dass wir nicht zurück oder auf die Seite sondern nach vorne zu ihm blicken sollen um uns zeigen zu lassen, was es bedeutet Kirche im 21. Jahrhundert zu sein, denn dafür gibt es keinen Präzedenzfall. Das ist neu zu lernen und das wird ganz neu sein und wir brauchen nur den Mut es auszupacken!“

Aufstehen und Hoffnungsträger im 21. Jahrhundert sein

Andreas Boppart ergänzte die Worte des Bischofs und betonte, dass Christus im Zentrum stehen muss: „Wir jammern über Europa, schlimm was da alles geschieht, was die da alle wählen usw., aber das Problem ist nicht unsre Nation Österreich. Wenn eine Nation keine Hoffnung hat, dann ist nicht die Politik das Problem, dann sind es die Christen die nicht aufstehen und Hoffnungsträger sind! Wir haben vergessen, dass Christus nach wie vor das Licht der ganzen Welt ist! Ich wünsche mir, dass wir wieder an diesen Christus glauben und ihn in die Kirche und in die Gesellschaft hineintragen!“
Die Herbsttage steuern auf ihren Höhepunkt zu
Heute Freitag und Samstag gibt es weitere talks und workshops die schließlich ab Samstagmittag in einen großen Missionseinsatz auf den Straßen Wiens und den „Abend der Barmherzigkeit“ im Stephansdom münden. Dort wird wie im vergangen Jahr wieder mit mehr als 4.000 Menschen gerechnet, die bei poppigem Lobpreis und modernen Lichteffekten eine junge, dynamische und freudvolle Kirche erleben werden. Darauf folgt ein „Wohnzimmerkonzert“ und am Sonntag noch Programm und eine Messe für Familien. Veranstaltungsdetails und weitere Infos finden sich unter https://www.herbsttage.wien.

Foto oben: Weihbischof Turnovszky (c) Loretto/Andreas Walch


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Lesermeinungen

 hortensius 5. Oktober 2017 
 

Was ist konservativ?

Konservativ sein, heißt leben aus Werten, die immer gelten und nicht der veränderlichen Mode nachlaufen. Wer dies tut, hat die Substanz nie begriffen.


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 Konrad Georg 3. Oktober 2017 
 

Ich bin kein Traditionalist,

sondern ein Altgläubiger. Und damit ein Gegner der Modernisierer, soweit sie die Lehre verdrehen. Und darum geht es genau genommen. Es hat mich etwas befremdet, daß pp Franziskus keine roten Schuhe trägt, aber das ist keine Glaubensfrage. Aber jeder, der nach dem Konzil sich auf den Geist des Konzils berief, verkündete anschließend Fragwürdiges. Diese haben den Glauben der Vielen zerstört und die Kirche auf den heutigen Stand herabgewirtschaftet.

Also nur die Umkehr hin zur Wahrheit heilt die Gebrechen. Sind die Modernisierer dazu bereit?

Das Christliche Abendland gründet auf den Zehn Geboten und wurde mit griechischer Philosophie zu dem einzigartigen Gebilde.

Die Kirche-Zerstörung führte zur Staatsdeformierung über Pille, Abtreibung, Scheidung hin zu Feminismus, Schwulismus und Ehe für alle in den Untergang.

Deutschland ist mit Lutherismus geschlagen. Dieser zog mit den Bischöfen ins Konzil ein und verließ dieses als besagter ominöser Geist


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 Chris2 2. Oktober 2017 
 

Und was bedeutet jetzt "nach vorne"?

Irgendwie vermisse ich die angedeutete Perspektive. Dass weder das Aufheben der Asche noch ein fort-Schreiten zielführend ist, ist klar. Nur ist weder z.B. die universale Kirchensprache, die fast 2000 Jahre die Kirche einte, Asche noch Gottes Wort, die Sakramente oder gar die Dogmen. Also wie soll der "Mittelweg" aussehen und worauf konkret basiert er?


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 Laus Deo 2. Oktober 2017 

Was heisst konservativ

Ich sehe das ein wenig anders. Konservativ sein heisst, die Wahrheit bewahren. Die Wahrheit kann sich nicht verändern so lehrt es Jesus. Die Katholische Lehre ist eine geoffenbarte Wahrheit welche durch den Heiligen Geist in den 2000 Jahren immer tiefer erläutert wurde. Darum ist und wird die Kirche immer im Grunde konservativ sein. Die Progressiven oder Modernisten versuchen die Kirche der Welt anzupassen, die Traditionalisten versuchen alles rückgängig zu machen, beides ist falsch. Man kann die Mittel wie Kommunikation, Sprache der Moderne anpassen, man muss aber dabei der Tradition der Überlieferung der Wahrheit treubleiben, eben das gute bewahren(conservare )


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 lesa 2. Oktober 2017 

Das Licht Christi ist kein Strohfeuer

@Stephan Fleischer: Volle Zustimmung. Weihbischof Turnovszky ruft auf, dass wir uns auf das Licht besinnen für das dunkle Europa. Geradezu ergänzend spricht Nuntius Gullickson darüber, ob und wie es leuchtet - nämlich soviel, wie die Einzelnen konkret den Glauben leben in der Bereitschaft, auf Gott zu HÖREN und ihm nachzufolgen. Die Verwurzelung im Glauben bedarf auch der Verkündigung, die in einer soliden Theologie (Katechismus), auf der lebendigen Überlieferung als Teil des Wortes Gottes wurzelt. Sonst haben wir es mit pastoralen Strohfeuern zu tun und diversen neuen Spaltungen. Theologie aus dem Bauch heraus reicht nicht. Was uns gründlich hilft, ist das sorgfältig und oft unter größten Mühen gehütete Wort der Offenbarung. Das Licht Christi ist Offenbarung der Wahrheit, die frei macht. Alle Heiligen haben auf das klare Wort der Kirche gelebt und ihre Tage entsprechend gestaltet.


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 Stefan Fleischer 2. Oktober 2017 

Ich möchte in diesem Zusammenhang

auf die Ausführungen von Nuntius Gullickson weiter unten verweisen.
Wenn diese nicht oder zu wenig berücksichtigt werden, laufen alle anderen, auch noch so gut gemeinten, Anstrengungen ins Leere. Dann laufen wir Gefahr, das Kind mit dem Bad auszuschütten, mit den Formen und Formeln von gestern auch die tiefen Inhalte, die ewigen Wahrheiten über Bord zu werfen.

www.kath.net/news/61155


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