Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen

Bugnyar sieht in Trump-Vorstoß zu Jerusalem Friedensimpuls

4. Jänner 2018 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Rektor des Österreich-Hospizes in Kärntner Kirchenzeitung: "Jetzt haben wir das heiße Eisen Jerusalem am Tisch und es muss geschmiedet werden" - Aktuelle Lage in der Stadt "erstaunlich ruhig"


Klagenfurt (kath.net/KAP) Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump bringt nach Einschätzung des Rektors des Österreichischen Hospizes in Jerusalem, Markus Bugnyar, wieder Bewegung in die Friedensgespräche. Die Entscheidung gebe keine Lösungen vor, rege die Konfliktparteien aber dazu an, diese selber zu finden. "Jetzt haben wir das heiße Eisen Jerusalem am Tisch und es muss geschmiedet werden", so der Hospiz-Rektor in der aktuellen Ausgabe der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag".

Die aktuelle Lage in der Stadt ist laut Bugnyar "erstaunlich ruhig". Es habe zwar einige Demonstrationen mit Verletzten auf beiden Seiten gegeben, neue Straßenkriege oder gar eine Intifada hält er allerdings für unwahrscheinlich. "Die Menschen sind müde und wollen endlich Frieden." Für viele Israelis habe die Entscheidung Trumps "nichts weltbewegendes Neues gebracht", für sie sei Jerusalem immer schon "ihre Hauptstadt" gewesen. Das Leben dort gehe seinen "gewohnten Gang".


Einen Frieden in der Region hält der Hospiz-Rektor für möglich, allerdings nur dann, wenn die Existenz Israels gesichert und zugleich den Palästinensern eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive geboten wird. "Wenn sich Resignation und Müdigkeit breit machen und dann den Boden für Terror bereiten, dann deshalb, weil viele Menschen von dem Wenigen, das sie haben, nicht menschenwürdig leben können", so Bugnyar. Die Rolle der Hamas sieht er dabei differenziert. Die Organisation kümmere sich in Palästina um viele soziale Anliegen, betreibe Schulen und Kindergärten. Das erkläre auch den Rückhalt, den sie in der Bevölkerung habe.

Beim Thema "Siedlungspolitik" lohnt es sich laut dem Hospiz-Rektor, genau hinzusehen: "Wo sind diese Siedlungen? Ist es herrenloses Land oder ist es enteigneter Boden und wenn ja, aufgrund wovon? Sind es neue Siedlungen, sind es illegale Siedlungen, reden wir von Zuwächsen aufgrund des Bevölkerungswachstums in schon bestehenden Siedlungen oder von völlig neuen?" Dabei einfach in Aggression zu verfallen, helfe nicht weiter. "Nicht jeder, der sich zu diesem Thema meldet, hat auch wirklich Ahnung, wovon er redet, und leider verleitet Unwissenheit selten jemanden zum Schweigen."

Dass ein friedvolles Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen in Jerusalem möglich ist, zeige sich am Österreichischen Hospiz, das Arbeitgeber für 30 Menschen verschiedener Religionen ist. "In der besten Tradition des Wortes sind wir hier neutraler Boden", und es komme immer wieder zu unverhofften Begegnungen und Gesprächen, die an anderen Orten nur schwer möglich wären, so der Rektor.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jerusalem

  1. Jerusalem hat viele Gesichter
  2. Patriarch Pizzaballa: Heiliges Land ist ohne Pilger unvollständig
  3. Jerusalem: Österreich-Hospizrektor rechnet mit ‘ruhigen’ Ostern
  4. Jerusalem: Hospizrektor erwartet so viele Pilger "wie noch nie"
  5. Jerusalem - Hauptstadt der Welt in Tagen des Zorns
  6. Stein fällt aus der Klagemauer, betende Frau bleibt unverletzt
  7. Abendmahlssaal: Religiöser Zankapfel am Zionsberg
  8. Hospizrektor Bugnyar: Grabeskirchenschließung war grob fahrlässig
  9. Jerusalem: Grabeskirche wieder offen
  10. Israel: Kirchen dementieren Gerüchte über weitere Schließungen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  15. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz