Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  5. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  6. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  7. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  8. Dümmer geht nimmer!
  9. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  10. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  11. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  12. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  13. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  14. R.I.P. Ennio Morricone
  15. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“

Israels Botschafter in Baku ist christlicher Araber

21. November 2018 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Er ist der erste christliche Araber, der Israel als Botschafter in der Welt vertritt: Mit Aserbaidschan ist George Deek für ein Land zuständig, das für den jüdischen Staat auf diplomatischer Ebene sehr wichtig ist.


Jerusalem (kath.net/israelnetz.com) Der christliche Araber George Deek wird Israels Botschafter in Aserbaidschan. Das gab das israelische Außenministerium am Donnerstag bekannt. Damit ist er der erste christliche Araber, der dieses Staatsamt bekleidet. „Wir sind stolz auf diese Ernennung, die perfekt die Integrationsfähigkeit von Israelis mit unterschiedlichen Hintergründen als Repräsentanten des Staates symbolisiert“, sagte der Pressesprecher des Außenministeriums, Emmanuel Nahschon.

In Aserbaidschan ist der Großteil der Bevölkerung muslimisch geprägt. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ betont, ist das Land für Israel von enormer Bedeutung: Zum einen liege es an der iranischen Grenze, zum anderen liefere es dem jüdischen Staat 40 Prozent seines Öls. Außerdem sei es für Israel einer der größten Waffenmärkte auf der Welt.

Bislang war Deek im Außenministerium ranghoher Berater des Generaldirektors Juval Rotem. Im Jahr 2008 begann seine Karriere im Ministerium. Von 2009 bis 2012 sammelte er Erfahrung als stellvertretender Leiter der Botschaft in Nigeria. Von 2012 bis 2015 war er stellvertretender Leiter der israelischen Botschaft in Norwegen. Während der Operation „Starker Fels“ 2014 fungierte er zwischenzeitlich als kommissarischer Botschafter.
Großeltern wanderten illegal aus dem Libanon ein


Mit 25 Jahren begab sich Deek laut der Nachrichtenseite „Jewish Chronicle“ schon in den Diplomatendienst, nachdem er sich als Anwalt ausprobiert hatte. „Mit 14 Jahren ging ich auf eine jüdische Schule. Als einziger Araber in meiner Klasse wurde ich die Stimme der Palästinenser“, erzählte Deek im Jahr 2015 der Nachrichtenseite. Aber wie seine Klassenkameraden ihm zuhörten, habe auch er ihren Meinungen und Haltungen gelauscht. „Es fühlte sich natürlich an, mich für Araber wie Juden einzusetzen, weil wir gemeinsame Ängste und Ziele teilen“, sagte Deek über seine Schulzeit.

Seine Großeltern haben den Christen, der in Jaffa aufwuchs, dazu inspiriert, Brücken zu seinen jüdischen Mitmenschen zu bauen. Sie verließen den Libanon während des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948. Seinem Großvater sei aufgefallen, dass die Israelis nicht alle Araber töteten. Also habe er für seine Familie entschieden, illegal nach Israel einzuwandern. „Mein Großvater machte etwas Unglaubliches: Er kam nach Israel, lebte unter seinen Feinden und machte sie zu seinen Freunden“, sagte Deek.

„Es gibt keine Zweifel daran, dass das, was 1948 passierte, niederschmetternd für die Palästinenser war. Sie wurden aus ihren Häusern verdrängt, erlitten einen großen Verlust und wurden über die Welt verteilt“, sagte er. Aber die Frage sei, was man mit dieser Tragödie anfange. „Wenn sich eine Gruppe als Opfer definiert, wird sie nicht länger verantwortlich für schreckliche Verbrechen gemacht. Wenn zum Beispiel Menschen Terrorismus rechtfertigen, weil sie sagen, es sei einfach eine Reaktion, dann ist das eine tragische Perspektive“, erklärte Deek. Die einzige Möglichkeit, die Vergangenheit zu überwinden, sei eine bessere Zukunft zu schaffen. Das sei nur mit der Investition in Bildung, Wirtschaft und in die Jugend möglich.

Deek ist nicht der erste arabische Botschafter Israels. Das war Ali Jahja, der 1995 israelischer Botschafter in Finnland wurde und auch als Botschafter in Griechenland tätig war. Der neue Botschafter in Aserbaidschan ist auch als Redner bei den Organisationen „StandWithUs“ und „AIPAC“ gefragt, die sich für Israel einsetzen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heiliges Land

  1. Rekord-Pilgerjahr im Heiligen Land
  2. Neues Pilgerhotel im Dorf von Maria Magdalena eröffnet
  3. Kommen Sie mit ins Heilige Land - Mit Mons. P. Leo Maasburg!
  4. „Im Augenblick ist nicht die Zeit für große Gesten“
  5. Papst fordert gleiche Rechte für Christen im Nahen Osten
  6. Synode: Jugendliche im Heiligen Land brauchen Perspektive
  7. Bethlehem: Messerattacke auf katholischen Ordenspriester
  8. Bethlehems Bürgermeisterin: 'Vergesst die Christen hier nicht!'
  9. Atrium der Brotvermehrungskirche wird von Woelki wieder eingeweiht
  10. Grundlagenvertrag zwischen Vatikan und Palästina tritt in Kraft








Top-15

meist-gelesen

  1. Dümmer geht nimmer!
  2. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  3. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  4. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  5. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  6. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  7. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  8. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  9. Der synodale Weg funktioniert nicht
  10. „In dieser Stunde der Trauer…“
  11. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  12. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  13. Abschied von Prälat Georg Ratzinger
  14. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  15. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz