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40 Tote bei Moschee-Angriffen - Neuseelands Bischöfe entsetzt

15. März 2019 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
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Terroristen eröffneten Feuer auf in zwei Moscheen in Christchurch zum Freitagsgebet versammelte Muslime


Wellington (kath.net/KAP) Nach dem verheerenden Terroranschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch während des Freitagsgebets haben die katholischen Bischöfe des Landes geschlossen ihr Entsetzen über die Tat zum Ausdruck gebracht und der muslimischen Gemeinde ihre Solidarität versichert. "Wir beten für Sie, während wir die schrecklichen Nachrichten von der Gewalt gegen Muslime hören", wandten sich Kardinal John Dew, Christchurchs Bischof Paul Martin und der Bischofskonferenz-Vorsitzende Patrick Dunn in einer ersten, mit "Peace, Salaam" unterzeichneten Reaktion an die Muslime in Neuseeland. "Seien Sie sich angesichts dieser Gewalt unserer Solidarität bewusst."


Die Bischöfe drückten ihr großes Mitgefühl für die Opfer und die Hinterbliebenen aus. Sie seien "entsetzt" über den Anschlag, umso mehr als er in einer Moschee und während der Gebetszeit verübt wurde. "Unsere Verzweiflung lässt sich nicht in Worte fassen", betonte Christchurchs Bischof Martin in einem weiteren, eigenen Statement.

Bei den bewaffneten Angriffen wurden nach jüngsten Angaben der neuseeländischen Regierungschefin Jacinda Ardern mindestens 40 Menschen getötet. 20 weitere seien schwer verletzt worden. Die Polizei nahm vier Verdächtige fest, darunter eine Frau. An Autos fanden die Sicherheitskräfte auch zwei Sprengsätze, die entschärft wurden.

Örtlichen Medienberichten zufolge hatte ein Mann zunächst gegen 13.45 Uhr neuseeländischer Zeit (1.45 Uhr MEZ) in der Al-Noor-Moschee im Stadtzentrum um sich geschossen, wo hunderte Muslime zum Freitagsgebet versammelt waren. Der Mann sei mit einer automatischen Waffe "reingekommen und habe auf jeden in der Moschee geschossen", sagte ein Augenzeuge. Später fielen auch in einer Moschee im Vorort Linwood Schüsse. In der Al-Noor-Moschee sollen 30 Menschen, in Linwood 10 Menschen ermordet worden sein.

Bei dem Täter in der Al-Noor-Moschee soll es sich um einen rechtsextremen Australier handeln. Australiens Regierungschef Scott Morrison bestätigte, dass einer der mutmaßlichen Täter ein in Australien geborenen Staatsbürger seines Landes sei. "Der Täter war ein rechtsextremistischer Terrorist", sagte Morrioson.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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